Archiv der Kategorie: Datenbanken

Neu: Impact Faktoren 2008

Die aktuellen Impact Faktoren 2008 sind nun verfügbar. Bitte benutzen Sie die folgende Adresse:

https://www.uni-muenster.de/ZBMed/zeitschriften/impact/index.html

Dieser Zugang beinhaltet die Science Edition des „Journal of Citation Reports“ mit 6.500 Titeln aus Science, Technologie und Medizin. Hier finden Sie auch die Einteilung nach Fachgebiet inklusive der Klassenzuteilung.

Mehrfachnutzung von RefWorks-Accounts

Frage:
Gibt es in Refworks, dem Literaturverwaltungsprogramm der Universität Münster, die Möglichkeit, dass mehrere Benutzer, Doktoranden, gleichzeitig auf die Referenzen, die ich vorbereitet habe, zugreifen? Wenn Ja, wie funktioniert es? Kann man eine zentrale Referenzen-Databank in Refworks einlegen?

Antwort:
Elisabeth Sawatzky von der ULB Münster antwortet wie folgt: Es gibt drei Möglichkeiten, wie mehrere Nutzer auf eine RefWorks-Datenbank zugreifen können:

1. Sie können für Ihr RefWorks-Konto ein Read-Only-Kennwort einrichten. Teilen Sie Ihren RefWorks-Nutzernamen und dieses Kennwort anderen Personen mit. Mit diesem Kennwort kann man die Referenzen lesen, exportieren und ein Literaturverzeichnis erstellen. Die Referenzen können aber nicht bearbeitet werden. Die Einrichtung eines Read-Only-Kennwortes können Sie unter „Tools > Benutzerinformationen aktualisieren“ vornehmen.

2. Mit der Funktion „RefShare“ können die Ihre gesamte RefWorks-Datenbank oder einzelne Ordner freischalten. Diese werden dann für einen autorisierten Personenkreis im Internet frei verfügbar sein. In Navigationsmenü „Ordner > Ordner freigeben“ bestimmen Sie, welche Ordner sichtbar und welche Funktionen verfügbar sein sollen. Die daraufhin erzeugte URL teilen Sie Ihren Kollegen mit. Ihre Referenzen bleiben auch in diesem Fall für andere unantastbar. Jede Änderung, die Sie selbst an einer Referenz in Ihrer Datenbank vornehmen, wird für andere sofort sichtbar. Der Vorteil bei diesem Verfahren ist der, dass andere Nutzer keinen eigenen RefWorks-Account benötigen um Ihre Referenzen sehen zu können. Die Freigabe kann jederzeit zurückgenommen werden.

3. Für eine Projekt- oder Arbeitsgruppe können Sie einen eigenen RefWorks-Account einrichten. In diesem Fall stellt ein Mitarbeiter seine Uni-E-Mail-Adresse für die Anmeldung zur Verfügung, der Nutzername und das Kennwort werden allen Kollegen mitgeteilt (in Ihrem Fall teilen Sie Ihre Zugangsdaten allen berechtigten Personen mit). So hat jeder, der die Zugangsdaten kennt, vollen Zugriff auf eine (Ihre) RefWorks-Datenbank und kann die Referenzen und Ordner verändern. Hier sind Absprachen nötig (z.B. Namenskürzel oder kurze Notiz im Datensatz u.ä.), damit man nachvollziehen kann, wer einen Datensatz zuletzt bearbeitet hat.

Neue Datenbank: SPORTDiscus

Seit neuestem ist für Angehörige der WWU SPORTDiscus with Full Text, die umfangreiche Datenbank des Bibliotheksanbieters EBSCO zur Sportwissenschaft und Sportmedizin in der Volltextversion, verfügbar. Enthalten sind meist die Volltexte aus mehr als 490 Zeitschriften von „52-Week Football Training“ bis „Zeitschrift für Sportpsychologie“ der letzten 5-10 Jahre, aber auch ältere bis 1985 zurück. Eine Embargozeit gibt es nicht. Alleine 340 dieser Titel sind mit ihren Volltexten nicht in ähnlichen Datenbanken enthalten wie z.B. Academic Search, Health Source oder Biomedical Reference Collection. Im Volltext enthalten sind auch vereinzelt Bücher, Buchkapitel und Konferenzproceedings. [via ULB Münster]

Wann kommen die neuen Impact Faktoren heraus?


Aufgrund einiger Nachfragen: Die neuen Impact Faktoren, also diejenigen des Jahres 2008, werden in den kommenden Tagen erwartet. Wir werden Sie über den Newsletter bzw. über diesen Blog Aktuelles sofort davon in Kenntnis setzen, wenn die Impact Faktoren in der Bibliothek eingetroffen sind.

Thomson Reuters veröffentlicht meist im Juni die Impact Faktoren des Vorjahres. Den Journalen wird oft vorab ihre neuen IFs mitgeteilt, die komplette Datenbank aller Impact Faktoren jedoch wird erst Ende Juni/Anfang Juli veröffentlicht. Zunächst im Web, dann auf CD. Die ZB Med abonniert die CD, haben Sie also bitte noch etwas Geduld…

Nachtrag: Der Verlag teilt zu unserer Reklamation mit: „This subscription is in effect and the JCR cd has shipped on June 29th. Please allow proper shipping time for delivery. Thank you and please contact me if you require additional assistance.“

Sind Sie bereit, eine Nummer zu werden?


„Alle, deren Namen sich aus anglo-amerikanischer Sicht „seltsam“ schreiben, etwa mit Umlauten oder Sonderzeichen, oder deren Name sich im Laufe der Karriere mal geändert hat, wissen sicherlich ein Lied davon zu singen. Literaturdatenbanken haben so ihre Probleme mit den unterschiedlichen Varianten und Schreibweisen und so kann man die eigenen Veröffentlichungen unter mehr oder weniger unterschiedlichen Einträgen finden. Womit die Versuche, den „Impact“ der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu messen, beliebig kompliziert werden. Hier tritt nun die Idee einer „Author ID“ auf den Plan, die die Autorin/den Autor ein Leben lang begleitet. In der Zeitschrift „Science“ (Vol. 323, No. 5922, S. 1662 – 1664) wird dieses Konzept vorgestellt – ebenso wie die untereinander inkompatiblen Systeme mit/an denen jetzt schon gearbeitet wird.“ [aus dem ZB Chem-Bulletin Nr.130]

Folgende Systeme kämpfen zur Zeit um die Vorherrschaft:

Neues Online-Buch: Das medizinische Lexikon von Zetkin/Schaldach

Das medizinische Lexikon von Zetkin/Schaldach – ein Standardwerk der Medizin steht nun in der 16., neubearbeiteten Auflage 2005 auf imedo.de online kostenfrei zur Verfügung.
Das Lexikon von Maxim Zetkin und Herbert Schaldach ist seit mehr als fünfzig Jahren ein bewährtes Standardwerk in der Welt der Medizin. Für alle, die beruflich über medizinische Themen Bescheid wissen müssen und für mündige Patienten bietet diese Enzyklopädie der gesamten Medizin umfassende und verständlich formulierte Informationen zur medizinischen und technischen Entwicklung, die heute relevant sind. In diesem Kompendium der Medizin werden nicht nur Krankheiten und Verletzungen behandelt, sondern ebenso ein Überblick über klinische Geräte und Werkzeuge, über Maßnahmen und Therapien, psychische und und physische Eigenschaften des Menschen gegeben.

Sie finden den Zetkin/Schaldach auch als ein Bestandteil unserer großen Online-Lexikon Salerno, allerdings in der 15. Auflage. Salerno bietet mit 120.000 Stichwörtern 2,4-mal soviel wie der Zetkin/Schaldach

Web of Science, Impact Faktoren: Online-Training im Mai

Thomson Reuters ist Produzent der Impact Faktoren und Anbieter einiger der wichtigsten Datenbanken weltweit (BIOSIS, JCR (Impact Faktoren), Web of Science, Zoological Record).

Thomson beschränkt sich aber nicht nur auf den Verkauf der Datenbanken, sondern offeriert auch eine umfangreiche Liste an entsprechenden Online-Trainingskursen. Während BIOSIS und Zoological Record als Nationallizenzen über die Firma Ovid lizenziert sind, ist das Web of Science und JCR original von Thomson – hier lohnt sich das Training also doppelt! Außer, Sie benutzen bei den Impact Faktoren nicht den Citrix-Zugang zur Original-CD sondern die geniale einfache Impact Faktor-Suche der ZB Med… Die Live-Trainingskurse starten wieder Anfang Mai (per WebEx), aber es gibt auch tonnenweise aufgezeichnete Kurse und sonstiges Trainingsmaterial.

Datenbank des Monats: ACP Journal Club

Die Datenbank ACP Journal Club enthält mit den beiden Volltext-Fachzeitschriften „ACP Journal Club“ und „Evidence-Based Medicine“ (2000 in ACP aufgegangen) wichtige Quellen zur evidenz-basierten Medizin. Es stehen insgesamt 138 Hefte mit 4.000 systematischen Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Verfügung. Jeden Monat erscheint ein neues Heft. Herausgeber ist das American College of Physicians.

The editors of these critically acclaimed publications apply the strictest criteria for study design to review over 90 journals in internal medicine and other specialties such as psychiatry, ophthalmology, gynecology, and surgery and choose only those articles that meet strict criteria for study design.

Die ZB Med lizenziert den ACP Journal Club von der Firma OVID in einem Paket mit der Cochrane Library. Dieses Paket heißt „Evidence Based Medicine Reviews – EBMR“ und ist wesentlich preiswerter als wenn man nur die Cochrane Library alleine beim Hersteller selber (Wiley Interscience) abonnieren würde. Durch die Lizenz bei Ovid können die Artikel des ACP Journal Club simultan mit der Cochrane Library und weiteren Datenbanken wie z.B. Medline oder Books@Ovid durchsucht werden.

Beispielartikel aus dem Januarheft 2009:
– Applying evidence: What’s the next action?
– Rosuvastatin prevented major cardiovascular events in persons with elevated C-reactive protein
– Review: Tight glucose control reduces septicemia, but not death, and increases hypoglycemia in critically ill adults
– Review: Inhaled anticholinergics increase risk for major cardiovascular events in chronic obstructive pulmonary disease
– Tiotropium reduced exacerbations but not rate of FEV(subscript 1) decline in patients with COPD using other respiratory medications
– Aspirin and/or antioxidants did not prevent CV events in diabetes and peripheral arterial disease
– Pioglitazone reduced liver injury and improved fasting glucose in nonalcoholic steatohepatitis without diabetes

Datenbank des Monats: OMIM – Online Mendelian Inheritance in Man


Victor A. McKusick, Begründer von Mendelian Inheritance in Man

Online Mendelian Inheritance in Man (OMIM) ist eine Datenbank des NCBI und kann über die gleiche Suchoberfläche wie PubMed benutzt werden. OMIM ist eine umfassende, verbindliche und aktuelle Kompendium der menschlichen Gene und genetischen Phänotypen und fußt auf der von McKusick erstellten Buchreihe „Mendelian Inheritance in Man“. OMIM enthält Übersichten für alle bekannten Erbkrankheiten und rund 20.000 Gene. OMIM konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Genotyp und Phänotyp, wird täglich aktualisiert und enthält zahlreiche Links zu anderen genetischen Ressourcen.

Die Online-Version des OMIM wurde im Jahr 1985/7 durch eine Zusammenarbeit zwischen der National Library of Medicine und der William H. Welch Medical Library an der Johns Hopkins ins Netz gestellt. OMIM ist in erster Linie für die Verwendung für Ärzte und andere Berufsgruppen gedacht, die mit genetischen Erkrankungen arbeiten, nicht für Patienten.

Ich hätte da mal eine Frage: Wieso steht die Cochrane Library nicht unter Wiley zur Verfügung?

Die Cochrane Library wird nicht über den Eigentümer Wiley Blackwell bezogen, sondern über Ovid, weil es zum einen wesentlich preiswerter ist (1.500 Euro, siehe unten) und zum anderen direkt mit Medline integriert ist (zusammen mit dem ACP Journal Club und Best Evidence). (Nachricht vom 24.2.2006)

Die Preise für die Cochrane Library sind -wie bei vielen anderen Wiley-Blackwell Produkten- abhängig von der FTE Zahl des Kunden und vom Kundentyp (Akademisch/ Nicht-akademisch). Dabei wird (leider)
immer von der Gesamt FTE Zahl ausgegangen. Da die Uni Münster nun einmal über 40,000 FTE hat, habe ich Ihnen den entsprechenden EAL Preis von US$ 5.855 angeboten (das Dreifache!). Neben dem EAL Preismodell gibt es auch noch ein BAL (Basic Access License) Modell, welches für single site Einrichtungen mit nur einem Simultanzugriff und Begrenzung auf C-Class IP Range deutlich niedrigere Preise vorsieht, doch a) den Informationsbedürfnissen der Medizinischen Fakultät nicht gerecht wird und b) breiten sich die IP-Adressen der Fakultät über 255(!) C-Class-Netze aus.