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Eine gute Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine
erfolgreiche Kommunikation. Im Mittelpunkt des Aussprachetrainings
stehen daher die besonderen Ausspracheschwierigkeiten von Deutschlernern
beim Erwerb des Deutschen. Es werden phonetische Regeln vermittelt, die
dann in Hör- und Sprechübungen ihre Anwendung finden. Übungen im
„Freien Sprechen“ sowie das Lesen und Vortragen von Texten bilden dabei
den zentralen Aspekt des Sprechtrainings.
- Lehrende/r: Ulrich Wannagat
Die Phonologie ist eine der Grundlagendisziplinen der Sprachwissenschaft. Zur Beschreibung don Sprachen und Varietäten gehört neben der Erfassung des Wortschatzes sowohl der Formen- und Satzlehre Traditionell die Lautlehre. Die Phonologie als wissenschaftliche Disziplin hat eine lange Tradition, die mindestens bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und bis heute eine Reihe unterschiedlicher Forschungszweige ausgebildet hat.
Im Seminar werden folgende Schwerpunkte gesetzt: Es sollen zunächst phonetische Grundlagen gelegt werden, die die Beschreibung phonologischer Eigenschaften der deutschen Sprache (und ihrer Varietäten) erlauben werden. Zentrale Aspekte der phonologischen Beschreibung werden sein: (a) die segmentale Ebene, (b) die suprasegmentale Ebene (Silben, Akzente, Tonakzente) und (c) die Prosodie. Außerdem werden wir phonologische Theorien wie die generative und die lexikalische Phonologie sowie Beschreibungsmodelle wie die Optimalitätstheorie betrachten.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Fr., 06.11.2020, 16-18, Raum: BA 22, Einführung
Do, 03.12.2020, 10-16, Raum: BA 22, propädeutisches Blockseminar
Fr, 04.12.2020, 10-16, Raum: BA 22, propädeutisches Blockseminar
Mi, 13.01.2021, 18-20, Zoom-Vortrag von Jean-Luc Nancy
Do.,14.01.2021, 09-13, Zoom-Master Class mit Jean-Luc Nancy
Fr., 15.01.2020, 09-13, Zoom-Master Class mit Jean-Luc Nancy
Fr., 22.01.2020, 16-18, Raum: BA 22, Abschlussdiskussion
Dieser Lektürekurs richtet sich zwar an fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende der französischen Philologie, doch Studierende anderer geisteswissenschaftlicher Fächer sind herzlich willkommen, da dieser interdisziplinäre Kurs auf der Schwelle zwischen Politik, Philosophie und Literaturwissenschaft angelegt ist. Dabei widmet sich der Lektürekurs dem Werk Jean-Luc Nancys, der neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit als einer der wohl relevantesten zeitgenössischen Philosophen Frankreichs gilt. Nancy setzt sich in seinen zahlreichen Texten vor allem mit der deutschen und französischen ontologischen, phänomenologischen und dekonstruktivistischen Philosophie, der frühromantischen und allgemeinen europäischen Literatur sowie mit bildender Kunst und Film auseinander. Zu seinen Projekten gehören unter anderem die „Dekonstruktion“ der Christenheit, Fragen der Un/darstellbarkeit sowie eine politisch-philosophische Kritik unserer Gegenwart. Schwerpunkte der Seminararbeit sind seine Arbeiten zur Kunsttheorie, Literatur, Gemeinschaft und zum Mythos der Moderne. Damit rücken die performativen, narrativen und mythischen Prozesse in den Blick, mit denen (vermeintlich) binäre Figurationen (bspw. zwischen Sein und Schein, zwischen Totalität und Singularität, Eigenheit und Fremdheit) ins Werk gesetzt – und wieder ent/setzt werden können. Es öffnen sich damit Perspektiven auf konstitutiven Ideen von Gemeinschaft, Recht und Politik, die funktionalisiert werden können, um die Darstellungsmodi der und mittels der Literatur zu hinterfragen.
Die aktive Mitarbeit am propädeutischen Lektürekurs ist notwendige Voraussetzung für die Teilnahme an der Master Class, bei der Jean-Luc Nancy schließlich über Zoom persönlich die Leitung übernehmen wird.
Verbindlich erwartet wird neben Anwesenheit und aktiver Mitarbeit die Bereitschaft, ein kurzes Referat zu einem von Ihnen gewählten Interessensschwerpunkt zu halten. Die Veranstaltung setzt keine Vorkenntnisse in der Philosophie voraus und würde gegebenenfalls auch über Zoom stattfinden.
Die Literatur des Lektürekurses beinhaltet Textauszüge der folgenden Werke:
• Von einer Gemeinschaft, die sich nicht verwirklicht
• Der ausgeschlossene Jude in uns
• Das finite Denken
• Am Grund der Bilder
• Wozu braucht man Kunst?
Wir diskutieren diese und weitere Textauszüge und nehmen uns vor, immer wieder die Frage nach der grundlegenden Undarstellbarkeit und Unabschließbarkeit von Gemeinschaft zu problematisieren. Als Vorbereitungslektüre während der Vorlesungsfreiezeit empfiehlt sich: James, Ian (2006): An Introduction to the Philosophy of Jean-Luc Nancy. The Fragmentary Demand. Standford: University Press.
- Lehrende/r: Héctor Joniel Feliciano Soto
- Lehrende/r: Michael Aaron Mason
Im Stadtbild von Münster ist der ehemalige Bischof Clemens August Graf von Galen (1878–1946) auch heute noch allgegenwärtig: etwa als überlebensgroße Statue auf dem Domplatz oder als Namensgeber für das Kardinal-von-Galen-Gymnasium.
Vielen mag er als eine der faszinierendsten Gestalten der Kirche im „Dritten Reich” gelten, der nicht nur an den Vorüberlegungen der Enzyklika „Mit brennender Sorge” von 1937 beteiligt war, sondern mit seinen drei berühmten Predigten des Jahres 1941 offen gegen das menschenverachtende Euthanasie-Programm des NS-Regimes Stellung bezog. Ganz überraschend kreierte Papst Pius XII. den „Löwen von Münster” kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges zusammen mit zwei anderen deutschen Bischöfen zum Kardinal.
Durch die Lektüre einschlägiger Literatur sowie der Analyse bekannter, aber auch weniger bekannter Quellen werden grundlegende Methoden des Faches Kirchengeschichte vermittelt und eingeübt sowie von Galen in diözesangeschichtlicher, aber auch weltkirchlicher Perspektive beleuchtet.
- Lehrende/r: Matthias Daufratshofer
Das Seminar gibt einen Einblick in die Geschichte von Rhetorik und Poetik. Behandelt werden Grundlagentexte der Antike, der frühen Neuzeit und des 19. und 20. Jahrhunderts. Schwerpunkt wird zum einen der Nachvollzug von Regelsystemen in Anleitungen zur Rede- und Dichtkunst sein, zum anderen werden wir der Frage nachgehen, welchen Stellenwert Rhetorik und Poetik für Dichtung und Dichtungsanalyse generell haben.
Das ambitionierte Ziel des Seminars ist es, Grundlagentexte einer allgemeinen Literaturgeschichte kennenzulernen (Aristoteles, Horaz, Quintilian) und die Transformation der dort entwickelten Konzepte in der deutschen Literatur nachzuverfolgen.
Einen guten Eindruck von der Vielschichtigkeit von ‚Rhetorik und Poetik‘ gibt der (durchaus herausfordernde) Beitrag von Dietmar Till: Rhetorik und Poetik, in: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft, Bd. 1: Gegenstände und Grundbegriffe, Stuttgart, Weimar 2007, S. 435–465. (https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-476-01271-5_10)
- Lehrende/r: Lars Korten
Rainer Maria Rilkes Neue Gedichte erschienen 1907, Der neuen Gedichte anderer Teil 1908. Sie begründen gemeinsam mit dem Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910) die so genannte ‚mittlere Werkphase‘ Rilkes. Obwohl die Gedichte der beiden Bände in thematischer wie in formaler Hinsicht sehr unterschiedlich sind, wurde in der Rezeption immer wieder der Dingbezug einiger Gedichte hervorgehoben. Auch in diesem Seminar wird der Fokus auf diesen Gedichten liegen, also etwa auf „Der Panther”, „Das Karussell”, „Der Ball” oder „Blaue Hortensie”. Es werden Bezüge hergestellt zur Tradition des Dinggedichts (Mörike, Meyer) und zur Relevanz des Dings für den ästhetischen Diskurs der Moderne. In diesem Zusammenhang wird auch Rilkes Auseinandersetzung mit den Skulpturen Auguste Rodins oder den Bildern Paul Cézannes berücksichtigt. Und schließlich gilt es, Themenfelder und Topoi zu erkunden, in die Rilkes Poetik des Dings eingebunden ist: ‚Spiel und Bewegung‘ oder ‚Spiel(zeug) und Kindheit‘. Lyrikanalytisch wird Roman Jacobsons funktionales Sprachmodell zur Orientierung herangezogen, wobei es insbesondere um das Verhältnis von ‚referenzieller‘ und ‚poetischer Funktion‘ gehen wird – und um die Frage, wie sich typische sprachlich-formale Merkmale von Rilkes Neuen Gedichten (Substantivierung, Vergleich, Enjambement etc.) zur Dingreferenz verhalten.
Bitte beachten: Voraussetzung für die Teilnahme ist die Teilnahme an den Vorbesprechungen am 15.01 und 12.02. 2021! Bereits im laufenden Semester werde ich per Mail (Learnweb) Kontakt mit allen Teilnehmer*innen aufnehmen. Bitte rufen Sie also regelmäßig Ihre Uni-Mails ab. Sollten Sie darüber hinaus erst im Nachmeldeverfahren einen Seminarplatz erhalten haben, teilen Sie mir das bitte so bald wie möglich mit!
Literatur: Rainer Maria Rilke: Gedichte. Stuttgart 1997. (zur Ansch. empfohlen); Rilke-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Hrsg. von Manfred Engel. Stuttgart/Weimar 2013; Ruth Hermann: Im Zwischenraum zwischen Welt und Spielzeug. Eine Poetik der Kindheit bei Rilke. Würzburg 2002; Wolfgang G. Müller: Dinggedicht. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Hrsg. von Klaus Weimar u.a. Berlin 1997. Bd.1, S. 366-367; Dorothee Kimmich: Lebendige Dinge in der Moderne. Konstanz 2011.
- Lehrende/r: Jürgen Gunia
Der Standardkurs wird online stattfinden. Über das Semester werden sich synchrone und asynchrone Lehreinheiten abwechseln. Alle zwei bis drei Wochen wird es synchrone Zoom-Meetings zum Kennenlernen, für Austausch und Diskussionen geben. In der Zwischenzeit werden die Studierenden asynchron Texte lesen sowie die seminarbegleitenden Studienleistungen bearbeiten.
Die Details zum Kurs werden in der ersten Sitzung am Dienstag, 3. November 2020 von 8.15-9.45 Uhr online in einem Zoom-Meeting besprochen. Ich werde vor der ersten Sitzung eine Mail mit den Learnweb- und Zoom-Zugangsdaten an alle bis dahin angemeldeten Studierenden verschicken.
Die Science & Technology Studies (STS) erforschen die Wechselverhältnisse von Technik, Gesellschaft und Wissenschaft. Sie nehmen dabei eine wissenschaftlich-reflexive Perspektive auf die Art und Weise ein, wie Wissen produziert und vermittelt wird.
Das Smartphone im Alltag, die grüne Energie der Zukunft, digitale Abstimmungen und Meinungsbilder in Echtzeit, künstliche Intelligenz – die Verquickung von Technik, Gesellschaft und Governance ist allgegenwärtig. Zuletzt hat die Corona-Pandemie und die damit verbundene exponierte Position von Virologen (tatsächlich meist männlich) für die öffentliche Debatte gezeigt, wie zentral die Rolle von Wissenschaft für Gesellschaftsentwicklung ist.
In diesem einführenden Seminar werden anhand von Schlüsseltexten mit Hilfe von Sekundärliteratur die Entwicklung und Evolution der STS im Kontext der Wissenschaftsphilosophie erarbeitet (feministische und post-koloniale Ansätze, Actor-Network-Theory, Technology Assessment). Ziel ist es, die Fragen zu erarbeiten, die STS an die Gesellschaft richten kann. Darauf aufbauend wird es um die Übertragung von STS auf gesellschaftliche Problemstellungen gehen (z.B. Körpertechnologien, Biotechnologie, Geoengineering, Automobilität, Kampfdrohnen). Es wird diskutiert und erörtert, in welcher Weise Wissenschaft und Technik sich als ko-produktiv für die Formierung des Sozialen erweisen.
Studierende erlangen theoretisches und methodisches Wissen, um Fragen der Regulation von Wissenschaft und Technologie zu reflektieren. Sie lernen Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlich-technischen Entwicklungen und gesellschaftlichem Wandel zu verstehen und diese Erkenntnisse für Entscheidungsprozesse in verschiedenen Bereichen demokratischer Gegenwartsgesellschaften zu berücksichtigen.
Es wird eine Reihe kleinerer seminarbegleitender Studienleistungen geben (z.B. Abstracts, Protokolle, Dokumentation offener Fragen, Diskussionsinput), die zu Beginn des Seminars noch spezifiziert werden. Für die Prüfungsleitung wird die Wahl einer eigenen Fallstudie erwartet, die in einer (in der Regel) Hausarbeit gemäß der Studienanforderungen bearbeitet wird.
Zur Vorbereitung eignen sich folgende Einführungen:
- Beck, Stefan; Niewöhner, Jörg; Soerensen, Estrid (2012): Science and Technology Studies. Eine sozialanthropologische Einführung. Bielefeld, transcript.
- Felt, Ulrike; Nowotny, Helga; Taschwer, Klaus (1995): Wissenschaftsforschung. Eine Einführung. Reihe Campus Studium, Frankfurt/New York, Campus.
- Sismondo, Sergio (2010): An introduction to science and technology studies. 2. Aufl.
Malden: Wiley-Blackwell.
Anforderungen
Regelmäßige Lektüre der auch englischsprachigen Referenztexte, deren systematische Vorbereitung für die Diskussion und die aktive Teilnahme am Seminar werden vorausgesetzt. Die STS sind in den letzten Jahren verstärkt im angelsächsischen Kontext rezipiert worden, die – im Unterschied zur deutschen Technikfolgenabschätzung – stark von einem konstruktivistischen Hintergrund geprägt ist. Vorkenntnisse im Bereich post-moderner Ansätze oder zumindest Interesse an Fragen zu wissenschaftlicher Wahrheit und Erkenntnisinteresse erleichtern die Teilnahme.
- Lehrende/r: Léonie Bühler
- Lehrende/r: Antonia Graf
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
Die geschriebene Sprache folgt im Deutschen in vielen Fällen anderen Regeln und Normen als die gesprochene Sprache. Einen Ausschnitt aus diesen Regeln und Normen sollen Sie in diesem Kurs kennenlernen und praktisch einüben. Das fängt mit dem grammatischen Aufbau eines deutschen Satzes an und endet damit, dass Sie wissen sollten, wie man grammatisch richtige und sinnvolle Sätze zu einem Text zusammenfügt.
- Lehrende/r: Albina Haas
Kurszielsetzung: Verbesserung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit beim Verfassen fachbezogener Texte. Kursschwerpunkte: Verfassen von einfachen Texten mit fachbezogenen Inhalten wie z.B. Zusammenfassung und Stellungnahme zu kürzeren fachbezogenen Texten, Erstellen von Lösungsskizzen und Gutachten wie sie in Klausuren erwartet werden; Behandlung von Textbauphänomenen; stilistische und grammatische Besonderheiten von Fachtexten. In diesem Kurs soll universitätsspezifisches Schreiben geübt werden, wie es für die Erstellung einer Seminararbeit sowie für das Schreiben von Klausuren notwendig ist. Darunter ist nicht nur zu verstehen, grammatisch fehlerfrei zu schreiben. Vielmehr müssen Besonderheiten des Textaufbaus und des Stils, aber auch Schreibkon-ventionen des deutschen Sprachraums beachtet werden.Im Mittelpunkt des Kurses stehen deshalb Übungen zu folgenden Bereichen: Lektüre und Verarbeitung wissenschaftssprachlicher Texte; Zusammenfassung von Texten, Ergebnissen etc.; Paraphrasieren; Zitieren; ggf. Gliedern wissenschaftlicher Texte; Stilkonventionen wiss. Texte. Während des Unterrichts werden kleinere Texte geschrieben.
- Lehrende/r: Gabriel-Murat Kacik
- Lehrende/r: Bettina Heiderhoff
- Lehrende/r: Nicole Strack
In der Vorlesung werden sowohl Grundlagen als auch weiterführende Fragestellungen der Struktur des Deutschen mit Fokus auf syntaktischen Eigenschaftenbehandelt. Gegenstandssprache wird das Deutsche sein, wobei sowohl mediale (gesprochene vs. Geschriebene Sprache) als auch regionale (Dialektsyntax) Aspekte eine Rolle spielen werden.
- Lehrende/r: Susanne Günthner
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich!
Diese Veranstaltung findet im Online-Format (Learnweb/zoom) statt!
Das Seminar beschäftigt sich mit der Idee der (deutschen) Universität seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dafür wird eine Auswahl von Texten gemeinsam diskutiert, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und historischen Kontexten mit den Aufgaben und Ansprüchen von Universität bzw. universitärer „Bildung” und „Wissenschaft” befassen (Humboldt, Fichte, Schleiermacher, Helmholtz, Jaspers, Heidegger, Adorno, Schelsky).
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Die Vorlesung behandelt die Geschichte der römisch-katholischen Kirche von der Epoche der großen Umbrüche um 1800 (Französische Revolution 1789, Säkularisation 1803, Ende des Alten Reiches 1806, napoleonisches Zeitalter) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). Zu den Schwerpunktthemen zählen die kirchliche Neuordnung in Deutschland nach 1815 und die Formierungsprozesse im deutschen Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert (Strömungen und Richtungen, „katholisches Milieu”, Verbandskatholizismus, politischer Katholizismus), die Zentrierung der katholischen Kirche auf Rom hin mit den Papstdogmen des Ersten Vatikanums (1870) als Kulminationspunkt, die Auseinandersetzung der Kirche mit den Ideen der Moderne von der Defensive des 19. Jahrhunderts bis zum „Aggiornamento” im Zweiten Vatikanum sowie der Themenkomplex „Katholische Kirche und Drittes Reich”.
Die Vorlesung fungiert im Rahmen des Masterstudiengangs "Christentum in Kultur und Gesellschaft" als Pflichtvorlesung im Modul Kultur 1 "Text und Hermeneutik"
- Lehrende/r: Thomas Brockmann
Papst Franziskus hat mehrfach angeregt, die synodalen Strukturen in der Römisch-katholischen Kirche zu stärken. Eine Familiensynode, eine Jugendsynode und eine Amazonas – Synode fanden statt. Seit 2019 haben sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam auf einen Synodalen Weg begeben. Vier Themen werden in Gesprächsforen und in der Synodalversammlung besprochen: Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag; Priesterliche Existenz heute; Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche; Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft. In vielen thematischen Bereichen werden Grundanliegen des 2. Vatikanischen Konzils wieder aufgenommen. Die Vorlesung vermittelt einen Einblick in die aktuelle kirchliche Gesprächssituation und berücksichtigt dabei auch ökumenische Aspekte in fachdidaktischer Perspektive.
- Lehrende/r: Dorothea Sattler
Die Vorlesung wird anhand ausgewählter Texte verschiedener lyrischer, satirischer und didaktischer Dichtungsformen einen Überblick über die Entwicklung der französischen Literatur des Zeitraums zwischen dem Untergang der Trouvère-Dichtung (um 1300) und dem Aufkommen der Pléiade (1549). Behandelt werden sollen u. a. Texte von Guillaume de Machaut, Christine de Pizan, Charles d’Orléans, Georges Chastelain sowie Jean und Clément Marot.
Ein Reader mit Originaltexten und neufranzösischen bzw. deutschen Übersetzungen wird über das Learnweb zugänglich gemacht. Für den Fall der Notwendigkeit einer digitalen Durchführung der Veranstaltung ist geplant, ca. 45-minütige Lektionsvideos ins Netz zu stellen und diese mit etwa ebenso langen wöchentlichen Übungseinheiten via ZOOM zu flankieren.
- Lehrende/r: Felicitas Böshagen
- Lehrende/r: Tobias Leuker
In dem Kurs wird das Schreiben von Klausuren vorbereitet/geübt. Es werden die Besonderheiten deutschsprachiger Klausuren thematisiert. Im WiSe 2020/21 findet der Kurs online statt. Es werden Aufgaben bearbeitet und in Zoom-Konferenzen nachbereitet, die die besondere Systematik von Klausuraufgaben an einer deutschen Universität zum Gegenstand haben. Internationalen Studierenden wird die Gelegenheit geboten, die Anforderungen in deutschsprachigen Klausuren kennenzulernen, um im Prüfungsgeschehen wahrscheinlicher bestehen zu können.
- Lehrende/r: Martin Alber
Die Vorlesung liefert einen Überblick über die Entwicklung vom Deutschen Bund bis zur Reichsgründung „von oben“ im Jahr 1871. Inhaltlich geht es dabei nicht allein um die maßgeblichen politischen Dynamiken, die zwischen Reform, Restauration und Revolution zu verorten sind, sondern ebenso um die massiven gesellschaftlichen Veränderungen in den Bereichen ‚Arbeit und Wirtschaft, Bildung und Kultur, in puncto Geschlechterverhältnissen oder bezogen auf Migrationsbewegungen und Mobilität. Ziel ist es außerdem, die deutschen Geschehnisse in europäische Zusammenhänge einzubetten.
- Lehrende/r: Christoph Lorke
- Lehrende/r: Peter Oestmann
Kurszielsetzung: studiengerechter Umgang mit juristischen Fachtexten und Verbesserung des Lese-Verständnisses von juristischen Textsorten. Kursschwerpunkte: Vermittlung von Lesetechniken und der methodischen Herangehensweise an unterschiedliche juristische Fachtexte, wie z.B. Gesetze, Rechtsprechungsurteile, Aufsätze, Lehrbücher. Behandlung von stilistischen Besonderheiten von Seminar- und Masterarbeiten (Gliedern wissenschaftlicher Texte). Der Kurs richtet sich an ausländische Studierende des Studienganges Master Deutsches Recht, die bereits über gute Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Ziel der Übung wird es sein, begleitend zum Fachstudium den Zugang zu fachsprachlichen Texten zu erleichtern und universitätsspezifisches Lesen zu üben. Darunter ist nicht nur zu verstehen, Texte fehlerfrei zu lesen, vielmehr müssen juristische Besonderheiten von juristischen Fachtexten und deren Stil beachtet werden. Während des Unterrichts werden viele unterschiedliche juristische Textsorten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad gelesen und juristische Fachtexte analysiert.
- Lehrende/r: Gabriel-Murat Kacik
Inwiefern können Hochschulen als Organisationen bezeichnet werden? Welche Idealbilder gibt es in der Wissenschaft? Was bedeutet „gute Arbeit“ in der Forschung und in Wissensberufen? Diesen Fragen wird das Seminar im Kontext der Arbeits- und Organisationssoziologie nachgehen. Dazu wird nach einer Einführung in die soziologischen Felder „Arbeit“ und „Organisationen“ im Seminar erarbeitet, welche Strukturen und Hierarchien in der deutschen Hochschullandschaft auftreten, wie Idealbilder über Wissenschaftler*innen entstehen und welche Auswirkungen diese auf die Beschäftigten an Hochschulen haben können. Außerdem werden vor diesem Hintergrund hochschul- und organisationspolitische Gleichstellungsansätze diskutiert. Leistungen können in Form von Referaten inklusive Ausarbeitung sowie Hausarbeiten erbracht werden. Die Themenvergabe erfolgt im Seminar.
- Lehrende/r: Valerie Dahl
In diesem Seminar sollen – im Anschluss an eine Einführung typologischer Besonderheiten – unterschiedliche Aspekte der deutschen Sprache (von prosodischen über morpho-syntaktischen, lexiko-semantischen zu pragmatischen und sozio¬linguis¬tischen/kultur-analytischen) im Vergleich zu ausgewählten europäischen und nicht-europäischen Sprachen präsentiert und diskutiert werden.
Im Zentrum des Seminars stehen ferner methodologische wie auch methodische Fragen kontrastiver sprach- und kulturvergleichender Analysen.
Als Kontrastsprachen kommen neben indoeuropäischen Sprachen vor allem Türkisch und Chinesisch in Frage (ggfs. auch Arabisch und Bahasa Indonesisch – je nach Sprachkenntnissen der Seminarteilnehmenden).
- Lehrende/r: Susanne Günthner
- Lehrende/r: Stefanie Pauline Krain
- Lehrende/r: Paul Wilhelm Meuleneers
- Lehrende/r: Janine Ngoc-Diem Nguyen
„Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit” – so heißt die deutsche Übersetzung des 1966 in den USA veröffentlichten Buches von Peter L. Berger und Thomas Luckmann, das die sozialkonstruktivistische Wende in den Sozialwissenschaften einläutete. Der Sozialkonstruktivismus zielt vor allem darauf ab zu zeigen, dass die Wirklichkeit anders als es die positivistische Wissenschaftstradition behauptete nicht (nur) aus sozialen Tatsachen oder naturgegebenen Strukturen besteht. Vielmehr ist sie das Produkt individueller Auslegungen und gesellschaftlicher Aushandlungen, die zu einer sich verändernden Sicht auf die Dinge führen. Damit gibt es kein naturgegebenes Richtig oder Falsch, kein wahres Wissen, sondern immer nur gesellschaftlich akzeptierte Interpretationen der Welt. Dass diese Theorie die Wissenschaften der 60er Jahre in eine Sinnkrise stürzten ist nachvollziehbar, in der selbstreflexiven und kritischen Wissenschaft von heute jedoch scheint die Theorie kaum noch relevant zu sein (Keller et al. 2013). Andererseits zeigen sich jedoch einige Bereiche der Politikwissenschaft resistent gegenüber interpretativen Ansätzen, wie man die Forschung im Anschluss an die Lehren des Sozialkonstruktivismus aktuell nennt (Münch 2016). So schreiben Herschinger und Nonhoff (2014) von der Politikwissenschaft als einer „im Mainstream eher positivistisch-rationalistischen Disziplin”, die sich erst in den letzten Jahren einer interpretativen Denkweise öffnet.
In diesem Lektürekurs lesen wir das Buch von Berger und Luckmann in der deutschen Übersetzung und erarbeiten deren Theorie sowie die aktuelle Rezeption und Weiterentwicklung. Dabei soll zunächst vermittelt werden, wie man Primärquellen erschließt und diese mit dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs in Zusammenhang bringt. Darauf aufbauend versuchen wir die Theorie zu rezipieren und zu kritisieren. Die Diskussion der aktuellen Implikationen des Sozialkonstruktivismus von Berger und Luckmann bildet das Ziel des Seminars.
Es kann eine Studienleistung in Form von Kommentaren und Textzusammenfassungen sowie eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit nach Maßgabe der Prüfungsordnung erworben werden.
Literatur:
Berger, Peter L.; Luckmann, Thomas (1969): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt am Main: Fischer.
Herschinger, Eva; Nonhoff, Martin (2014): Diskursforschung in der Politikwissenschaft. In: Johannes Angermuller, Martin Nonhoff, Eva Herschinger, Felicitas Macgilchrist, Martin Reisigl, Juliette Wedl et al. (Hg.): Diskursforschung. Ein interdisziplinäres Handbuch. Band 1: Theorien, Methodologien und Kontroversen. Bielefeld: Transcript, S. 192–207.
Keller, Reiner; Knoblauch, Hubert; Reichertz, Jo (2013): Der Kommunikative Konstruktivismus als Weiterführung des Sozialkonstruktivismus – eine Einführung in den Band. In: Reiner Keller, Jo Reichertz und Hubert Knoblauch (Hg.): Kommunikativer Konstruktivismus. Theoretische und empirische Arbeiten zu einem neuen wissenssoziologischen Ansatz. Wiesbaden: Springer, S. 9–21.
Münch, Sybille (2016): Interpretative Policy-Analyse. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
Nullmeier, Frank (2011): Politikwissenschaft auf dem Weg zur Diskursanalyse? In: Reiner Keller (Hg.): Handbuch sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Wiesbaden: VS, S. 309–337.
- Lehrende/r: Carolin Schönert
- Lehrende/r: Antje Dammel
„Heimat hat Konjunktur,“ konstatierte Jens Jäger 2017 mit Blick auf die Geschichte des Begriffs im 19. und 20. Jahrhundert, aber auch mit Blick auf die politische Instrumentalisierung der Heimatidee heute. Heimatfilme als genuin deutsch-österreichisch-schweizerisches Genre dien(t)en der Vermittlung von und der Auseinandersetzung mit Ideen von „Heimat“ und sollten daher besonders von der Geschichtswissenschaft befragt und kritisch reflektiert werden. Ziel der Veranstaltung wird es sein, Vorstellungen von „Heimat“ im Spielfilm zu analysieren, diese in den jeweiligen Entstehungskontext einzubetten sowie – bei Geschichtsfilmen – der Geschichtsdarstellung im Film nachzugehen. Thematisch soll dabei der Bogen vom traditionellen Heimatfilm der 1920er bis 1960er Jahre über den „neuen Heimatfilm“ ab den 1970/80er Jahren (Edgar Reitz) bis zum aktuellen deutschen Film reichen.
Zur geschichtswissenschaftlichen Auseinandersetzung kann in der Veranstaltung ergänzend die praktische Beschäftigung mit dem Thema treten, z.B. durch die Anfertigung eigener Kurzfilme als Teil der Studien- bzw. Prüfungsleistung. Die fachliche Begleitung wird durch den Filmemacher Mark Lorei (LWL-Medienzentrum für Westfalen) gewährleistet. Auch berufliche Perspektiven für Historiker*innen mit Interesse am Thema Film werden thematisiert.
- Lehrende/r: Lena Krull
- Lehrende/r: Nathalie Bauer
Dieses Seminar führt in die Grundlagen historischer Textlinguistik ein und widmet sich dann solchen Textsorten älterer Sprachstufen, die (auch) direktive Funktionen haben. Das können z.B. Kochrezepte, Texte zur Bäderkunde, Tierhaltung und -dressur, medizinische Themen (Pest-, Aderlasstraktate) und Policeyordnungen sein. Die Auswahl (je ein Text aus verschiedenen Textsorten oder ein größeres gemeinsames Textkorpus zu einer Textsorte) wird zu Beginn zusammen mit den Teilnehmenden beschlossen.
Sie sollten bereit sein, sich in Methoden und theoretische Konzepte der Textlinguistik einzuarbeiten und diese auf einen frühneuhochdeutschen Text anzuwenden.
- Lehrende/r: Antje Dammel
In diesem Seminar nehmen wir Sprachwandelmodelle aus verschiedenen Richtungen und Zeiten der historischen Linguistik unter die Lupe: Wir diskutieren forschungsgeschichtlich interessante Modelle wie Wellen- und Stammbaumtheorie, aber auch aktuelle gebrauchsbasierte und erwerbsbasierte Modelle. Betrachtet werden auch wiederkehrende Muster der Modellierung wie Zyklen (z.B. bei der Erneuerung von Negation). Auf dieser Basis können Anwendungsmöglichkeiten auf Wandelphänomene des Deutschen verschiedener sprachlicher Ebenen (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik) und Sprachstufen (historisch oder Wandel im Vollzug) diskutiert werden.
Voraussetzungen dafür, dass Sie etwas von diesem Seminar haben, sind ein grundsätzliches Interesse auch an theoretischen sprachwissenschaftlichen Fragen und die Bereitschaft zur Lektüre und Diskussion auch englischsprachiger Originaltexte.
- Lehrende/r: Antje Dammel