"Anton Antweiler. Das Fremde zeigen."

Ausstellung - Eröffnung 10.07.2019, 18:00 Uhr
Konzept: Dr. Patrick Felix Krüger, Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft der WWU / CERES Bochum

Ort: Galerie der Universitäts- und Landesbibliothek, Krummer Timpen 3-5
Öffnungszeiten: 11.07.2019 - 21.07.2019, täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

In der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt besitzt die Universität Münster eine kleine, aber erlesene Sammlung religiöser Kultgegenstände. Diese religionskundliche Sammlung wurde 1957 von Anton Antweiler gegründet und umfasst heute mehr als 250 Objekte verschiedener Religionen und aus unterschiedlichen Zeiten. Die Ausstellung konzentriert sich auf einige ausgewählte Objekte, die einerseits für die thematische Vielfalt der Sammlung stehen und gleichzeitig die Sammlungsstrategie ihres Gründers betonen, der trotz seiner christlichen Prägung die Vielfalt der Religionen zeigen wollte. Als akademische Schausammlung sollten die gezeigten Objekte in erster Linie den Studierenden der Theologie als Anschauungsobjekte für die außereuropäischen Religionen dienen. Dem heutigen Besucher zeigt sich neben der religiösen Vielfalt vor allem der besondere Blick Antweilers auf die Welt der Religionen. Als christlicher Theologe hat er, quasi in einem Akt der „Grenzüberschreitung“ die Objekte ihrem ursprünglichen Kontext entnommen, sie aus der Ferne nach Westfalen geholt und sie hier nun zum musealen Lehr- und Ausstellungsobjekt gemacht.

Als katholischer Theologe war Antweiler eigentlich kein Experte für die Religionen Asiens im eigentlichen Sinne und insofern unterscheidet sich seine Sicht auf die Sammlungsobjekte und die dahinter stehenden Religionen von der asienkundlichen Perspektive seiner Zeit. Die Ausstellung versucht in diesem Sinne nicht nur die Herkunft, den kulturellen und religiösen Kontext der Objekte einschließlich ihrer ursprünglichen Funktion zu beleuchten sondern widmet sich darüber hinaus der Vorstellung Anton Antweilers von asiatischer Religion und Kultur, die er über die Sammlung darzustellen und zu vermitteln versuchte.