Aktuell

Aktuelles im und um den Masterstudiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien

Die Erzählungen der Spiele

Workshop zur Computerspielnarratologie
© Christopher Lukman

The narrative analysis of computer games is still at its beginning. Few game scholars have sound knowledge of narratology and probably an even smaller number of narratologists are knowledgeable about computer games“, konstatierte Britta Neitzel vor einem halben Jahrzehnt. Seitdem haben sich die Karten neu gemischt. Die in den letzten fünf Jahren erschienenen Forschungsergebnisse dürfen hoffen lassen, dass die Computerspielnarratologie ihr Anfangsstadium überwunden hat, und nun praktikable Konzepte zur Analyse der Erzählformen in Games vorliegen. Der Workshop nimmt sich vor, diese Texte zur Diskussion zu stellen und gleichzeitig an dem von Neitzel erwähnten doppelten Defizit zu arbeiten und neben narratologischen Kenntnissen auch Kenntnisse von konkreten Spielbeispielen mitzuliefern. Bachelor- und Masterstudierende, die sich einen Einblick in wissenschaftliche Untersuchungen von Computerspielen verschaffen möchten, sind zur Veranstaltung ebenso herzlich eingeladen wie Forscher*innen der Literatur-, Medien-, Kulturwissenschaft – sei es mit oder ohne Spielerfahrung.

Art des Workshops:
Der zweitägige Workshop findet am Freitag, den 9.11.2018, von 14:00 bis 20:00, am Samstag, den 10.11.2018, von 10:00 bis 16:00, statt. Pro Tag werden je zwei Texte besprochen, dann folgt ein Spielsegment. Zuletzt rundet eine Keynote jeden Veranstaltungstag ab. Ein PDF-Reader wird bei Anmeldung an alle Teilnehmenden versandt. In den Sitzungen selbst werden Impulsreferate in die Diskussion einleiten. Die beiden gewählten Spiele (What remains of Edith Finch (2017) / 80 Days (2014)) thematisieren durch ihre Game Design-Entscheidungen das Erzählen selbst, sodass die Konzepte aus der diskutierten Sekundärliteratur an ihnen bestens erprobt werden können. Die beiden Keynotes der Gäste Dr. Martin Hennig und Dr. Jan-Noel Thon werden die diskutierten Ansätze in den Kontext ihrer Forschung setzen, um damit beispielhaft darzustellen, welche übergeordneten Fragen, Computerspielforschung beantworten kann.


Ablaufplan:
Freitag: Eine Semiotik des Computerspiels? Zu Spielzeichen und -räumen
14:00-14:15 Begrüßung und Einführung
14:15-15:00 Neitzel (2007): Point of View, Point of Action – eine Perspektive auf die Perspektiven in Computerspielen.
15:15-16:00 Hennig, Martin (2017): Videospielsemiotik.
16:15-17:45 Spielsegment 1: What remains of Edith Finch (Annapuma Interactive, 2017)
18:15-19:45 Keynote Dr. Martin Hennig: Spiel als Text? Paradigmen, Anwendungsfelder und Fragen kultursemiotischer Computerspielforschung.
ab 20:15 gemeinsames Abendessen


Samstag: Neue Erzählungen in neuen Medien. Von digitalen Erzählern und virtuellen Storyworlds
10:00-10:45 Froschauer, Adrian (2017): Erzählerstimmen in Computerspielen.
11:00-11:45 Ryan, Marie-Laure (2014): Story/Worlds/Media. Tuning the Instruments of a Media-Conscious Narratology.
Thon, Jan-Noel (2016): Narrative Representation across Media.
12:00-13:15 Spielsegment 2: 80 Days (Inkle/Cape Guy Ltd., 2014)
13:15-14:15 Mittagspause
14:15-15:45 Keynote Dr. Jan-Noel Thon: Playing for the Plot?
Über Indie-Ästhetik und Narrative Komplexität

Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihres Heiminstituts/Ihrer Stadt unter christopher.lukman@uni-muenster.de an. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen PDF-Reader mit allen Texten, die besprochen werden. Darüber hinaus wird als Überblickstext Thon (2016b) beigelegt, der sich als Basis für diejenigen eignet, die keine Zeit für die vollständige Lektüre aller anderen Texte haben. Die Studierendeninitiative ist gefördert durch das Rektorat der WWU Münster im Rahmen des Programms Forschungsprojekte Studierender. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Link zum Call for Participation

Master Meet & Greet am 21. Juni

© © Germanistisches Institut, Uni Münster

Der Studiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien stellt sich auf dem Master Meet and Greet des Germanistischen Insituts der WWU Münster vor!

Am 21. Juni gibt es ab 15:00 Uhr die Möglichkeit, mit aktuellen Verter_innen des Studiengangs ins Gespräch zu kommen. Neben der Kulturpoetik werden sich auch die übrigen Masterangebote des Instituts präsentieren. Der Besuch lohnt sich also für alle, die in der Wahl ihres weiteren Studienverlaufs noch unentschieden sind. Ort der Veranstaltung ist die Aula des Von-Stein-Hauses.

Kulturpoetik-Fest 2018

© Germanistisches Institut, Uni Münster

Am Freitag, den 04. Mai 2018, feiern wir zum zweiten Mal unser Kulturpoetik-Fest, zu dem wir euch herzlich einladen! Wir wollen dabei mehrere Fliegen mit einer großen Klappe schlagen: Erstmal können sich die Alumni wiedertreffen und miteinander austauschen, einige von ihnen werden aus ihrem Werdegang und jetzigen Berufsfeld berichten, was auch für die aktuell Studierenden von Interesse sein wird – die Gelegenheit zum Gespräch und zur Anknüpfung von Beziehungen ist gegeben. Auch können sich interessierte BA-Studierende bei der Gelegenheit über den Studiengang und seine Möglichkeiten informieren. Das Ganze findet ab 16 Uhr in der Studiobühne (Domplatz 23) statt, wo ehemalige Studierende ihre Berufsfelder vorstellen. Darüber hinaus wird auch ein berufsorientierender Workshop angeboten (Beginn: 14 Uhr s.t.), für den ihr euch bitte bis zum 02. Mai verbindlich mit einer Mail an folgende Adresse anmeldet: s_berl02@uni-muenster.de. Ab 20:30 Uhr etwa wird die Veranstaltung dann als Party und mit einer Lesung im SpecOps (Von-Vincke-Str. 5-7) fortgesetzt. Es wird die neue
Ausgabe des Magazins* EIN HEFT *vogestellt. Die Publikationsreihe wurde von der Kunstvermittlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur und in Kooperation mit Wissenschaftlern des Masterstudiengangs "Kulturpoetik der Literatur und Medien" an der Universität Münster umgesetzt. Realisiert wird das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Freunde des Museums.

Als Alumni der Kulturpoetik stellen sich vor:

Julia Dittmann: Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Klima-Allianz Deutschland, Berlin
Kati Sander: Social Media und Community Management, LA RED GmbH, Hamburg
Hendrik Otremba: Dozent für kreatives Schreiben, Autor, freischaffender Künstler, Sänger der Gruppe Messer, Berlin
Philipp Pabst: Literaturwissenschaftler, WWU Münster

Berufsorientierender Workshop mit Alumna Steffi Bretz ( Head of Content Services, MEDION AG, Essen): Vom Campus zum E-Commerce. Wege in den Job für Kulturpoet_innen. (Beginn: 14 Uhr s.t.)

Ein Studium der Literaturwissenschaft ist der ideale Einstieg in die Arbeitswelt. Verwirrt? Hörst du diesen Satz nicht oft? Fragen dich deine Eltern, Freund_innen oder Bekannten, was du im Berufsleben konkret so mit deinem Goethe-Seminar anfangen wirst? Und warum beschäftigst du dich mit Büchern, wo doch alle eh nur noch Netflix oder Youtube schauen? Wie und warum man es nicht “trotzdem” sondern genau “deswegen” schaffen kann, in der digitalen Berufswelt einen guten Start hinzulegen, ist Thema des Workshops mit Stephanie Bretz, Absolventin des Masterstudiengangs Kulturpoetik. Die Veranstaltung gibt einen offenen Einblick in einen echten Lebenslauf und vermittelt Kulturpoet_innen und solchen, die es werden wollen, nützliche Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben.

Wir freuen uns auf euch und einen schönen und informativen gemeinsamen Nachmittag und Abend im Zeichen der Kulturpoetik!

Ablauf:

Ort: Studiobühne (am Domplatz, im Philosophischen Seminar / Institut für Kunstgeschichte)

14-16 Uhr: Berufsorientierender Workshop mit Alumna Steffi Bretz (Head ofContent Services, MEDION AG, Essen): Vom Campus zum E-Commerce. Wege in den Job für Kulturpoet_innen.

16 Uhr: Prof. Moritz Baßler und Prof. Andreas Blödorn stellen denStudiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien vor.

16:3o Uhr: Alumni sprechen über ihre Werdegänge
Julia Dittmann: Referentin für Pre sse- und Öffentlichkeitsarbeit bei derKlima-Allianz Deutschland, Berlin.
Laura Gremse: Online Marketing Managerin beim Deutschen Anwaltverlag, Bonn.
Philipp Pabst: Literaturwissenschaftler, WWU Münster.

Pause

Kati Sander: Social Media und Community Management, LA RED GmbH, Hamburg.
Hendrik Otremba: Dozent für kreatives Schreiben, Autor, freischaffender Künstler, Sänger der Gruppe Messer, Berlin.

18:30 Uhr: Get together im Foyer der Studiobühne – die Archive des Germanistischen Instituts stellen sich vor.

Ort: SpecOps (Von-Vincke-Str. 5)
20:30 Uhr : Release-Lesung von Ein Heft ist ein Heft ist ein Heft # 3 „Etwasbleibt“ in Kooperation mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur. Es lesen u. a. Moritz Baßler und Hendrik Otremba sowie aktuelle Kulturpoetik-Studierende

Kulturpoetik-Studierende veranstalten Schlager-Workshop

Freitag, 13. April 2018 (13 bis 18:30 Uhr)

Das Thema "Schlager" spielt wieder einmal eine Rolle in der Kulturpoetik am Germanistischen Institut der WWU Münster:

Nachdem bereits im Oktober letzten Jahres die Tagung "Der deutsche Schlager. Ästhetik, Medialität, Semantiken" in der Germanistik auf reges Interesse stieß und auch der von Studierenden der Kulturpoetik initiierte Blog Kulturproleten dem Komplex eine interessante Artikelreihe widmete, findet nun zu Beginn des Sommersemesters 2018 ein Workshop statt, in dem die Beteiligten die formulierten Thesen aufarbeiten und mit neuem Input anreichern werden.

Am Freitag, dem 13. April 2018, sind daher alle herzlich eingeladen, ab 13 Uhr in Raum 116 des von Stein Hauses den Impulsvorträgen der Studierenden, Lehrenden und Gästen beizuwohnen und vor allem zu diskutieren, um das spannende Thema "Schlager" weiter zu erschließen und aus neuen Perspektiven zu beleuchten.

Ablauf:

 13:00 Uhr

 

 Mandy Grotke

(Neo-)Schlager und Gefangenschaft im Jetzt 

 13:45 Uhr

 

 Sebastian Berlich

Bentley, Bohlen, Bushido – Wo liegen die Grenzen des Systems Kay One? 

 14:30 Uhr 

 Pause

 15:00 Uhr

 

 Marina Uelsmann & Janneke Schöne

Ironie in Schlagerproduktion und -rezeption 

 15:45 Uhr

 Nikos Saul

„... und die Sonne von Barbados versinkt noch liebestrunken im Meer“.

Zeitgenössischer Schlager zwischen Selbstparodie und Authentizitätsanspruch 

 16:30 Uhr 

 Pause

 17:00 Uhr

 

 Moritz Baßler

Missbrauchsstrukturen im deutschen Schlager 

 17:45 Uhr

 Alan van Keeken (Gießen)

Deutschpop als Produktionsformat. Die Produktionsästhetische Netzwerkanalyse als Versuch einer Grenzziehung zu „(Neo)schlager“ und Annäherung an die jüngste Kulturindustriegeschichte der Berliner Republik seit 2003 

"American Crime Story" und Anthologieserien

Philipp Pabst als Experte im Deutschlandfunk

"American Crime Story" als Anthologieserie zum Start der zweiten Staffel berichtet der Deutschlandfunk in der Sendung Corso über die Adaption eines literarischen Erzählverfahrens. Als Experte steht Lehrstuhlmitarbeiter Philipp Pabst, M.A. zur Verfügung, der selbst zu Anthologieserien forscht und so aus wissenschaftlicher Perspektive Licht auf das Thema werfen kann.

Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Das Pop-Archiv im Pressespiegel

© WWU/Peter Leßmann

Das Pop-Archiv ist in aller Munde!

Anlässlich der Gründung des "Archivnetzwerks Pop", zu dem auch das Pop-Archiv des Germanistischen Instituts zählt, hat der Deutschlandfunk einen Bericht zur Popkultur-Forschung veröffentlicht. Darin wird das Netzwerk vorgestellt und ausgehend von dem Befund "Pop ist überall" die Bedeutung von Pop-Musik und -Literatur gewürdigt. Auch die am Lehrstuhl von Prof. Dr. Baßler beschäftigte Wissenschaftliche Mitarbeiterin Anna Seidel kommt zu Wort und weist auf die Relevanz des Archivs als "kultureller Quelle" hin.

Auch WWU-intern rückt das Pop-Archiv in den Fokus: In der Novemberausgabe der "wissen|leben", der Zeitung der Westfälischen Wilhelms-Universität, berichtet Kathrin Nolte im Rahmen einer Serie über die Sammlungen an der WWU Münster über unsere "Schnitzeljagd nach Magazinen". Der Artikel ist hier auch online einsehbar.

"Meine Idee war's nicht!" – Poetikdozentur Kathrin Passig

Illustration: Tine Fetz
© Germanistisches Institut, Uni Münster

Die Poetikdozentur von Kathrin Passig neigt sich dem Ende zu und feiert ihre erste Veröffentlichung!

Nachdem die Vorlesungsreihe der Autorin Anfang Dezember zum Abschluss gekommen ist, ist im Rahmen eines Kompaktseminars mit den Germanistik-Studierenden vom 15. bis zum 17. Dezember 2017 eine Sammlung literarischer Texte entstanden. Der Band "Meine Idee war's nicht!" ist in Form eines E-Readers HIER abrufbar.

Die Poetikdozentur findet am 24.1.2018 ab 19 Uhr im SpecOps (Von-Vincke-Straße 5) ihren Abschluss. Als Gastgeberin eines literarischen Abends zum Thema "Schlechte Ideen" tauscht Kathrin Passig dort die Rolle der Dozentin gegen die der Gastgeberin und hat die Autoren Gregor Weichbrodt und Hannes Bajohr eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!

Skulpturpoetik Lyriknacht im SpecOps

© Germanistisches Institut, Uni Münster

Bis vor wenigen Wochen prägte die fünfte Ausgabe der Skulptur Projekte das Münsteraner Stadtbild. Die Arbeiten sind mittlerweile verschwunden, doch die bei Besucher_innen und Bewohnern_innen in Gang gesetzten Denkprozesse sind noch lange nicht abgeschlossen. Einen Zwischenstand liefert die Lesung „Skulpturpoetik“:

13 Student_innen – unter anderem auch aus der Kulturpoetik – stellen ihre lyrischen Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen vor, versuchen sich an Deutungsansätzen, üben Kritik und bilden individuelle Seherfahrungen ab. Um der räumlichen, zeitlichen und körperlichen Erfahrung der Skulptur Projekte gerecht zu werden, verlangen die Texte gewissermaßen nach einer Präsentation durch die Autor_innen selbst, wozu diese ins SpecOps einladen – direkt gegenüber der matschigen Stelle, an der bis zuletzt noch Nietzsche’s Rock stand...

Münsters zweite Poetikdozentur mit Kathrin Passig

Das arme Internet: Wie es eine ganz neue Literatur hervorbringen sollte und was es stattdessen macht.
© Germanistisches Institut, Uni Münster

Das arme Internet: Seit Jahrzehnten soll es eine ganz neue Literatur hervorbringen, und seit Jahrzehnten weigert es sich nicht nur, sondern steht dem Hervorbringen von Romanen sogar aktiv im Weg. Darauf hat Jonathan Franzen gerade wieder in seiner Rede zur Entgegennahme des Frank-Schirrmacher-Preises hingewiesen. Um diese Geschichte des Scheiterns geht es im ersten Teil der Poetikdozentur. Der zweite handelt von der Frage, ob in dieser Zeit vielleicht etwas ganz anderes entstanden ist. Im dritten werden die Schreibenden betrachtet. Sind es andere Menschen mit anderen Schreibtechniken als die, die ihre Romane handschriftlich oder an der Schreibmaschine verfasst haben? - Münster kann sich auf drei Abende lebendiger Gegenwartsliteratur freuen!

Das Germanistische Institut der Uni Münster setzt seine Poetikdozentur fort: Die Autorin, Journalistin und Bloggerin Kathrin Passig, die u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt (2006) und den Johann-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2016) verliehen bekam, wird in diesem Herbst drei öffentliche Vorlesungen halten und in einer Late-Night-Lesung im Pumpenhaus wird sie aus ihren Werken vortragen.


Termine:

Öffentliche Poetikvorlesung

  • Mo, 6. Nov. 2017: Was das Internet alles nicht für die Literatur geleistet hat
  • Mo, 20. Nov. 2017: Was es stattdessen gemacht hat
  • Mo, 4. Dez. 2017: Andere Werkzeuge, andere Schreibweisen

Jeweils 18 – 20 Uhr, Aula des Vom-Stein-Hauses, Schlossplatz 34

Late-Night-Lesung

  • Mo, 20. Nov. 2017, ab 21 Uhr im Pumpenhaus, Gartenstr. 123

Lesung „Schlechte Ideen“ mit Gregor Weichbrodt & Hannes Bajohr

  • 24. Jan. 2018. Im SpecOps, Von-Vincke-Str. 5.

Der deutsche Schlager – Ästehtik, Medialität, Semantik

Internationales Symposium am Germanistischen Institut vom 9.–11.10.2017
© WWU

Der Schlager gilt als das Böse im System des Pop – jedenfalls aus Sicht des Pop, der sich in Deutschland spätestens ab 1970 explizit in Opposition zur Schlagertradition entwickelte. Dabei ist diese Grenze rein formal (musikalisch, textlich) oft nur schwer zu begründen. Englischsprachige Pop-Musik wurde zunächst als Schlager rezipiert, die deutschen Cover- versionen internationaler Hits waren lange Zeit Schlager, und bis heute gerät Pop-Musik immer wieder in Schlagernähe, wo sie deutschspra- chig wird; z.B. in der Neuen Deutschen Welle, der Hamburger Schule oder im Fun Punk, von Xavier Naidoo, Silbermond oder Andreas Bourani ganz zu schweigen. Als Ausdrucksmedien mit kultureller Speicherfunktion geben Schlager Aufschluss über Sehnsüchte, Träume und Ängste, über Werte und Normen und gesellschaftlich-kulturelle Kontexte. Wie lässt sich also die definitorische Unschärfe des Schlagers diskursivieren, welche Funktionen übernehmen Distribution und Rezeption und welche Semantiken werden hier verhandelt?

Die Tagung wird den Schlager, insbesondere von den 1950er Jahren bis heute, näher betrach- ten und seine Spielräume des Populären, seine Grenzen und Lizenzen aus interdisziplinärer Zusammensicht von literatur-, medien- und musikwissenschaftlicher, geschichtlicher und soziologischer Perspektive ausloten.

Ort: Aula im Vom Stein-Haus, Schlossplatz 34, 48143 Münster

Organisation: Prof. Dr. Andreas Blödorn, Prof. Dr. Moritz Baßler

Ein besonderer Dank gilt der Fritz Thyssen Stiftung für die finanzielle Unterstützung.

Programm

Dr. Mirjam Springer
|

"Ekphrasis" meets "Kur und Kür"

Seminar von Mirjam Springer in Kooperation mit den Skulptur Projekten 2017
© Germanistisches Institut, Uni Münster

„Ekphrasis“ – ein von Dr. Mirjam Springer geleitetes Seminar anlässlich der Skulptur Projekte Münster 2017, in dem wir uns mit Theorien und Beispielen literarischer, vor allem lyrischer Bild- /Kunstbeschreibung beschäftigt haben. Schwerpunkt war dabei die Gegenwartslyrik. Parallel dazu entstanden eigene literarische Texte zu den in Münster präsentierten Skulptur-Projekten. Unter dem Titel „MÜNSTER: KUR UND KÜR“ wurde von den Skulptur Projekten Münster in diesem Semester außerdem ein ‚Autoren in Residence’-Begleitprojekt initiiert (Konzept: Monika Rinck, Poetik-Dozentur am Germanistischen Institut Münster 2015). Im Zwei-Wochen-Rhythmus waren renommierte AutorInnen im Freihaus Münster zu Gast, bei deren Lesungen wir die Anmoderationen übernahmen. Sabine Scho und Martina Hefter konnten im Rahmen des Seminars zu Workshops eingeladen werden, um mit uns über ihre eigenen, aber auch über unsere Arbeiten zu diskutieren. Eine Lesung und eine Publikation unserer Texte sollen noch folgen.

Post-Pop auf Schloss Oberwerries

Kompaktphase vom Masterkurs Moritz Baßler
© Germanistisches Institut, Uni Münster

Unter der Leitung von Philipp Pabst und Anna Seidel war der Oberseminar-Kurs von Prof. Dr. Moritz Baßler ausnahmsweise mal ohne den Leiter des Lehrstuhls, der derzeit als Max Kade Visiting Professor an der University of Washington tätig ist, vom 19.06. bis zum 21.06.2017 auf Schloss Oberwerries (Hamm) zu Besuch.

Die Kompakt-Phase zum Thema "Post-Pop" wurde durch einen Gastvortrag von Dr. phil. Innokentij Kreknin bereichert, der sich mit Subversion, Camp und Post-Pop bei Christian Kracht beschäftigt.

EIN HEFT ist ein Heft ist ein zweites Heft

Die Publikationsreihe EIN HEFT geht mit der Ausgabe "Von Grenzen und Lücken" in die zweite Runde
© Fotonachweis: LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster / Sabine Ahlbrand-Dornseif, Illustration: Mario Puschmann

Master Meet & Greet am 28. Juni

"Über uns der Schaum"

Kulturpoetik-Absolvent Hendrik Otermba stellt seinen ersten Roman vor

International Conference | UpSideDown - Circus and Space

June 28 - 30, 2017 | Münster, GER

Hörspielreihe "Als der Krieg zu Ende war... Die Künste nach 1945" am Stadttheater Münster

Blog-Projekt "Kulturproleten" erhält Förderung

Kulturproleten-Logo
© Kulturproleten

Einladung zu URBANATIX am 10.11. in Bochum

Urbanatix
© Rocketchris Photography

"Ein Heft" ist da - Nachbericht zum Release am 5. Juli

Hannah Zipfel liest ihren Text zum Ausstellungsplakat
© Germanistisches Institut, Uni Münster

Release-Abend der Publikation "Ein Heft" am 5. Juli im LWL-Museum

Master Meet & Greet am 23. Juni

Master Meet Greet Flyer Seite2
© Germanistisches Institut, Uni Münster

Zirkuswissenschaft in der Frankfurter Rundschau

Zur Zirkuswissenschaft in der Frankfurter Rundschau

"Kein Wort ist nur ein Wort" - Nachbericht zum Lyrikfestival

Marion Poschmann und Monika Rinck
Marion Poschmann (li.) und Monika Rinck

Wortarten – Ein Lyrikfestival präsentiert von Monika Rinck

Die Autorinnen und Autoren
MartinaHefter
Martina Hefter, Foto: Jan Kuhlbrodt
Poschmann Von Fmaedler 2012
Marion Poschmann, Foto: Frank Mädler
KerstinPreiwuß
Kerstin Preiwuß, Foto: Sascha Kokot
MonikaRinck
Monika Rinck, Foto: Gene Glover
SabineScho
Sabine Scho, Foto: Matthias Holtmann
FarhadShowghi
Farhad Showghi, Foto: g2-Baraniak

"Poesie eines magisch flattrigen Denkens"

Nachbericht zur Poetikdozentur 2015 mit Monika Rinck
Lesung Monika Rinck
Monika Rinck bei der ersten Poetikvorlesung "Schwimmen"

Ehrung beim Neujahrsempfang der Universität

Ehrung Maria
Beim Neujahrsempfang der Universität wurde Dr. Maria Horsthemke (li.) für ihre Dissertation geehrt

Summa-cum-laude-Absolventin

Summa-cum-laude-Absolventin Maria Horsthemke

Poetikdozentur und Lyrik Late Night mit Monika Rinck

Der Abgrund ist offen
Illustration aus Monika Rincks "HASENHASS"

Neues Material und neue Öffnungszeiten für das Pop-Archiv

Erweiterung des Pop-Archivs: Der Lehrstuhl von Prof. Baßler beim Antiquar in Essen

Tagung Pop & Politik in Meinerzhagen

Eindrücke aus Meinerzhagen