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IfK-Masterabsolvent*innen publizieren im Journal kommunikation.medien

(20.08.2019) Linn Julia Temmann und Sebastian Hollekamp, aktuelle Master Absolvent*innen am Institut für Kommunikationswissenschaft haben wesentliche Ergebnisse ihrer Masterarbeiten im Bereich der Medienaneignung und -Rezeption (Betreuung Prof. Dr. Jutta Röser) erfolgreich in der 10. Ausgabe des Journals kommunikation.medien publiziert.

Linn Julia Temmann beschäftigt sich in ihrem Aufsatz mit Online-Selbsthilfe Gruppen, Informationswebseiten und Apps aus dem Gesundheitsbereich. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung das große Angebot in diesem Bereich für kranke Menschen hat. Dazu führt sie, anknüpfend an den Mediatisierungsansatz, den Begriff „mediatisierte Selbsthilfe“ ein. Mit dem Begriff vereint sie die Dimensionen Alltag, Medienwandel und Vergemeinschaftung, um die Medienaneignung im Krankheitsfall zu erforschen. Auf Basis einer qualitativen Interviewstudie mit acht Mitgliedern einer Facebook-Selbsthilfegruppe für Migräne erörtert sie die Potenziale, Grenzen und Barrieren der mediatisierten Selbsthilfe.

Sebastian Hollekamp erforscht das Thema Binge Watching, also die Rezeption mehrerer Folgen einer Serie am Stück. Bei Binge-Watching als Rezeptionsweise handelt es sich um ein ambivalentes Phänomen. Studien zeigten sowohl positive als auch negative Erlebnisse und Folgen. Die Untersuchung gliedert sich in zwei forschungsleitende Fragen. Erstens, welche Rolle das Phänomen Binge Watching im Alltag von Rezipient*innen spielt, sowie zweitens, unter welchen Bedingungen es abläuft und welche Folgen es unter verschiedenen Bedingungen hat. Zur Beantwortung der Forschungsfragen führte Hollekamp qualitative Leitfadeninterviews mit 10 Binge Watcher*innen durch. Auf der Grundlage dieser Interviews entwickelte er vier verschiedene Binge-Watching-Typen, die einzeln oder parallel vorkommen können.

Das Journal Kommunikation.medien wird seit 2012 ein bis zwei Mal jährlich im Rahmen eines Masterprojekts vom Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg herausgegeben. Inhaltlicher Schwerpunkt des Journals ist die Auseinandersetzung mit Fragestellungen, die sich auf die wechselseitigen Beziehungen von Kommunikation, Medien und Gesellschaft beziehen. Insbesondere der medien- und kommunikationswissenschaftliche Nachwuchs bekommt in diesem Rahmen die Gelegenheit der Fachöffentlichkeit seine Forschungsleistungen zu präsentieren. Alle Beiträge werden einem anonymen Peer-Review-Verfahren unterzogen.

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