DGPuK Auszeichnung für Aufsatz von PD Dr. habil. Kathrin Friederike Müller und Team
Die Reihenfolge von links nach rechts: Jun.-Prof. Dr. Karin Boczek, PD Dr. Arne Zillich, Prof. Dr. Michael Scharkow, Prof. Dr. Sabine Trepte und PD. Dr. habil Kathrin Friedrike Müller
© Julian Welz (TU Dortmund)

DGPuK-Preis für Aufsatz zur Geschlechterdiversität in der Kommunikationswissenschaft

(30.03.2026) Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) wurde PD Dr. habil. Kathrin Friederike Müller gemeinsam mit einem siebenköpfigen Autor*innenteam mit dem ersten Preis für den besten kommunikationswissenschaftlichen Zeitschriftenaufsatz ausgezeichnet. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert. Der prämierte Beitrag erschien 2025 in der Publizistik. Er gibt eine aktuelle Übersicht über Geschlechterdiversität in der Kommunikationswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz und diskutiert auf dieser Basis, wie Vielfalt im Fach gefördert werden sollte.

Der englischsprachige Aufsatz trägt den Titel „Gender diversity in the field of communication in DACH countries (Germany, Austria, Switzerland) — a scientometric analysis of the scientific job market, publications, citations, and grants“. Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Karin Boczek, Prof. Dr. Liane Rotenberger, Dr. Maike Braun, Astrid Jansen, M.A., Prof. Dr. Michael Scharkow und Prof. Dr. Sabine Trepte untersucht PD Dr. habil. Kathrin Müller die Geschlechterdiversität der Kommunikationswissenschaft als Arbeitsmarkt sowie die Sichtbarkeit von Frauen in drei zentralen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens: Publikationen, Zitationen und Drittmittelvergabe.

Im Rahmen des Beitrags präsentieren die Autorinnen Befunde aus drei Studien. Die erste Studie setzt die Anteile von Professorinnen in kommunikationswissenschaftlichen Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Verhältnis zu denen ihrer männlichen Kollegen. In einer zweiten Studie untersuchen die Autorinnen mittels automatisierter Inhaltsanalyse, wie viele Beiträge in kommunikationswissenschaftlichen Fachzeitschriften von Männern und Frauen verfasst wurden und ob sich diese Verteilung auch in Zitationen widerspiegelt. Eine dritte Studie analysiert die Frauenanteile bei der Vergabe von Drittmitteln.

Im Sinne einer kritischen Bestandsaufnahme diskutieren die Autor*innen die Ergebnisse und formulieren Vorschläge zur Förderung von Geschlechterdiversität, insbesondere im Hinblick auf Transparenz, Anerkennung und Inklusivität. Der Beitrag zielt darauf ab, eine Selbstreflexion des Faches anzustoßen und Impulse für Veränderungsprozesse zu geben.

Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit war der Arbeitskreis „Gender-Diversität in der Kommunikationswissenschaft“. Die Publikation ist eines der Ergebnisse dieser Zusammenarbeit.

Der Zeitschriftenpreis wurde am 19. März 2026 im Rahmen eines Conference Dinners in der DASA in Dortmund verliehen. Die DGPuK zeichnet damit jährlich die besten Aufsätze des Vorjahres aus den wissenschaftlichen Journals Publizistik, Medien & Kommunikationswissenschaft und Studies in Communication and Media aus.

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