Lehrbeauftragtentreffen 2023

© Uni MS - Marta Zimmer

Am Dienstag, den 14. April 2023 um 19:00 Uhr, hat das jährliche Treffen der Lehrbeauftragten der Fakultät wieder im Zwei-Löwen-Club am Kanonengraben stattgefunden. Bei dem Treffen handelt es sich um eine Tradition, mit der sich die Rechtswissenschaftliche Fakultät bei ihren Lehrbeauftragten für ihren wichtigen Beitrag zur Lehre bedankt und ihre Freude über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den teilweise langjährigen Lehrenden aus der Praxis zum Ausdruck bringt. Ebenfalls dabei waren aktive und emeritierte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultät.

Los ging es mit einem Sektempfang. In lockerer Atmosphäre fand schnell ein reger Austausch unter den Kollegen und Kolleginnen statt. Gegen 19:30 Uhr bat die Dekanin Prof. Petra Pohlmann ihre Gäste zu Tisch und hieß diese herzlich willkommen.

Prof'in Dr. Petra Pohlmann
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Prof.‘in Pohlmann bedankte sich bei allen Anwesenden für ihre wertvolle Arbeit im Dienste der Fakultät. Sie sprach die neuen digitalen Möglichkeiten an, welche insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie Einzug in die Lehre fanden. Im Zuge dessen wies Prof.‘in Pohlmann auch auf die Möglichkeiten und Gefahren hin die neue Technologien, insbesondere KI wie „Chat-GPT“, mit sich bringen können.

Prof. Dr. Holger Niehaus
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Prof. Holger Niehaus, Richter am Landgericht in Düsseldorf und Honorarprofessor an der rechtswissenschaftlichen Fakultät, hielt nach der Vorspeise die traditionelle Dinner Speech. Diese hatte in diesem Jahr den Titel „Zwischen Klageindustrie und effektivem Rechtsschutz – Zu aktuellen Entwicklungen im Zivilprozess“ und beschäftigte sich mit der Überlastung der Justiz, Künstlicher Intelligenz und Massenklagen. Er begann mit einer Darstellung der neuen technischen Möglichkeiten, welche Richterinnen und Richter heute zur Verfügung stehen. Zum Beispiel die Möglichkeit der Videoverhandlung, die das gerichtliche Verfahren beschleunigen und erleichtern kann – sie birgt allerdings auch die Gefahr eines „Verlusts an Persönlichkeit“, welcher insbesondere im Strafprozess von hoher Relevanz sein kann. 

Prof. Niehaus fuhr mit einer Diskussion über KI fort. Er erörterte die Möglichkeit, dass KI einen großen Teil der Justizarbeit übernehmen könne, und kam zu dem Schluss, dass dies in naher Zukunft nicht realistisch sei. 

Schlussendlich sprach er die sog. „Klageindustrie“ an. Diese stelle aufgrund der Vielzahl an Klagen eine große Herausforderung an die Justiz dar. Er problematisierte, dass Mandantinnen und Mandanten dazu verleitet würden, Falschaussagen zu tätigen. Zudem habe die daraus resultierende Überlastung der Justiz zur Folge, dass der einfache rechtsuchende Bürger Nachteile erleiden müsse.

Prof. Dr. Fabian Wittreck
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Nach der Hauptspeise ergriff Prof. Fabian Wittreck das Wort und kündigte den „Lehrpreis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät“ an, der alle zwei Jahre auf Vorschlag der Studierenden unter den Lehrbeauftragten vergeben wird. Darauffolgend verkündete er, dass der Preis in diesem Jahr an Christian Walz gehe. Dieser werde aufgrund seiner herausragenden Leistungen als Examensrepetitor für das Sachenrecht im Unirep ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird im kommenden Wintersemester auf der Examensfeier der Absolventinnen und Absolventen der ersten juristischen Prüfung verliehen.

Christian Walz
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Christian Walz bedankte sich für die Auszeichnung und äußerte seine große Leidenschaft und Freude am Lehren im Rahmen des Unireps.

Der Abend nahm seinen weiteren Verlauf und die Gäste widmeten sich erneut ihren lockeren Gesprächen beim Dessert.