
Kolloquium Neuere und Neueste Geschichte
Veranstaltende
- Sarah Albiez-Wieck
- Olaf Blaschke
- Fernando Esposito
Sommersemester 2026
Mittwochs, 18.15 – 19.45 Raum: F 2
Alle Termine im Überblick (PDF)

Veranstaltende
Sommersemester 2026
Mittwochs, 18.15 – 19.45 Raum: F 2
Alle Termine im Überblick (PDF)
Studentinnen und Studenten auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Examen zu begleiten, ist eine höchst angenehme Pflicht und große Freude. Eine der vornehmsten Aufgaben dabei ist die gemeinsame Anbahnung, Vorbereitung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten, ihre Lektüre und Korrektur sowie Begutachtung. Bacherlor- und insbesondere Masterarbeiten sind mit einem langwierigen und intensiven Betreuungsaufwand verbunden. Die Kandidatinnen und Kandidaten bringen unterschiedliche theoretisch-methodologische Kompetenzen mit, aber auch die Dozierenden kommen aus verschiedenen Richtungen (“Schulen” z.B.) und haben abweichende konzeptionelle, theoretische und methodologische Vorstellungen. Deshalb wird dringend geraten, nicht ins Blaue hinein irgendeine Professorin oder irgendeinen Betreuer anzusprechen, der einem nicht vertraut ist, sondern vorausschauend zu planen: BA- und MA-Arbeiten sollten aus einem Haupt- bzw. Masterseminar heraus entstehen. Es braucht Zeit, die jeweiligen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Tabus kennen zu lernen. Als Unbekannte zu Unbekannten zu gehen, birgt ein hohes Risiko. Ich empfehle daher sehr, vorher oder begleitend eine Übung oder ein Seminar bei der entsprechenden Person zu absolvieren.
Im Sommersemester 2026 sind entsprechende Kandidatinnen und Kandidaten eingeladen, bei mir in den Seminaren teilzunehmen.
Im aktuellen „Franz-Hitze-Gedächtnisjahr“ wird vielerorts an den bedeutenden Sozialreformer erinnert, der vor 100 Jahren verstorben ist. Während Franz Hitze (1851-1921) für seinen großen Verdienst am Aufbau des Sozialstaats bekannt ist, blieben seine frühen antisemitischen Aussagen lange unbemerkt. Prof. Dr. Olaf Blaschke hat neue wissenschaftliche Befunde zum katholischen Antisemitismus von Franz Hitze bereits in den Heimatblättern „Auf Roter Erde“, den Westfälischen Nachrichten sowie der wissen.leben – Universitätszeitung dargelegt. Dabei ordnet Olaf Blaschke die antisemitischen Äußerungen, von denen sich der Politiker im Laufe seiner Karriere noch distanzieren sollte, historisch ein. Die Veröffentlichungen anlässlich des Franz-Hitze-Gedächtnisjahrs sollen zu einem ausgewogeneren Bild vom Sozialreformer beitragen. Zuletzt erschien: Olaf Blaschke, Franz Hitze: Der Sozialreformer als Repräsentant des katholischen Antisemitismus, in: Westfälische Forschungen, Bd. 71, 2021, S. 295-321.
In der 6. Folge des aktuellen Forschungspodcasts „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ zum Thema 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland nimmt Prof. Dr. Olaf Blaschke antisemitische Feindbilder im Katholizismus in den Blick. Denn der Kulturkampf zwischen dem Deutschen Kaiserreich und der katholischen Kirche wurde auch von antisemitischen Narrativen geprägt, wie der Historiker anhand einer katholischen Karikatur von 1872 aufzeigt. Der Podcast ist unter folgendem Link sowie auf Spotify, Apple Music und Deezer zu hören.