Herzlich Willkommen auf den Seiten des Graduiertenkollegs 1712/2 "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" der Universität Münster.

Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg 1712/2 "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" wird seit seiner Gründung 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die DFG verlängerte 2016 die Laufzeit des Graduiertenkollegs um eine zweite Förderphase. In seinem Forschungsprogramm untersucht das Graduiertenkolleg, wie unter den Bedingungen digitaler, medial vermittelter Kommunikation Vertrauen entwickelt und aufrechterhalten werden kann. Digital geprägte Kommunikationsweisen verändern den Aufbau und die Stabilisierung von Vertrauen. Gleichzeitig bilden sich neue Formen der Beziehungen zwischen Individuen, Organisationen und Öffentlichkeit heraus. Aufbauend auf Ergebnissen der ersten Förderphase (April 2012 bis September 2016) erforschen die Kollegiaten die mit dem Internet verbundenen Risiken sowie die Chancen für die Entwicklung von Vertrauen. Dies untersucht das Graduiertenkolleg in vier prototypischen Untersuchungsbereichen: Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport.

Das Studienprogramm des Graduiertenkollegs wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Sportwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsinformatik getragen. Zurzeit forschen 18 Doktorandinnen und Doktoranden am Kolleg und bearbeiten eine Vielzahl interdisziplinärer Fragestellungen.

Lernen, Forschen und Lehren in Stanford

Antragsteller Prof. Dr. Thorsten Quandt berichtet von seinem Aufenthalt als Gastprofessor an der Universität Stanford (Kalifornien, USA)
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© Thorsten Quandt

Während seines Forschungsfreisemesters von März bis Juli 2018 hat Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Quandt an den Universitäten Oxford und Stanford gelehrt und geforscht. Im zweiten Abschnitt des Semesters, von Mai bis Mitte Juli, war Thorsten Quandt auf Einladung von Prof. Jeremy Bailenson Gastprofessor am H-Star-Institute der Universität Stanford. Dort beschäftigte er sich insbesondere mit Technologien zu Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Über seine Erfahrungen und Eindrücke hat Thorsten Quandt noch aus Stanford einen kurzen Erfahrungsbericht geschrieben und Fotos vom Campus geschickt.

5. Workshop zum Agent Based Modeling

Offene Vorträge bieten Einblicke in die Methode der computergestützten Simulation
Abm Workshop 2018 Pixabay
© pixabay

Der 19. und 20. Juli (Donnerstag und Freitag) stehen am Graduiertenkolleg ganz im Zeichen des Agent Based Modeling (ABM), deutsch Agentenbasierte Modellierung. Diese Methode der computergestützten Simulation komplexer Systeme (Modellbildung), welche durch autonom handelnde und interagierende Individuen (Agenten) gekennzeichnet sind, wird zunehmend für interdisziplinäre Fragestellungen genutzt. Ausgewählte Vorträge renommierter ABM-Experten im Rahmen des Workshops sind offen für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Mercator Fellow Roger Mayer hält Vorträge am Kolleg

Gastwissenschaftler berichtet gemeinsam mit zwei Kollegen am 16. Juli aus seiner aktuellen Forschung
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© Verena König

Seit dem 26. Juni ist Roger Mayer, Professor an der North Carolina State University (USA), in seiner Rolle als Mercator Fellow am Graduiertenkolleg "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" zu Gast. Am 16. Juli (Montag) wird der renommierte Vertrauensforscher gemeinsam mit seiner Kollegin Holly P. O’Rourke und seinem Kollegen Gene A. Brewer von 13 bis 14.30 Uhr im Kolleg am Domplatz zu zwei Forschungsthemen referieren. Beide Vorträge sind offen für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Erst Prozesse vereinfachen, dann digitalisieren

Antragsteller Prof. Dr. Jörg Becker und die Firma WEICON erhalten den Transferpreis 2017/2018 der Westfälischen Wilhelms-Universität für besondere Leistungen bei der wissenschaftlichen Kooperation
Jörg Becker
© Jörg Becker

"Digitalisieren und Automatisieren an sich ist nicht unbedingt ein Mehrwert. Man muss die Prozesse und Aufgaben erst vereinfachen. Wenn man beim Einfachen angelangt ist, hat man das Problem durchschaut. Und dann kann die Digitalisierung folgen", so zitiert ist Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jörg Becker in einem Artikel zum Transferpreis in der wissen/leben, der Zeitung der WWU Münster (Ausgabe Mai/Juni 2018, 12. Jahrgang Nummer 3. Die im Zusammenhang mit der Digitalisierung häufig genannten Chancen wollen und sollen demnach richtig genutzt werden.

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© Artur Marciniec, über fotolia

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