Vortrag „Was hat der Mann auf dem Tuch mit mir zu tun? Das Turiner Grabtuch als Kulturerbe“

Anlässlich der Ausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ in Ratingen referierte Johanna Dierschke über die theoretischen und praktischen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Turiner Grabtuch. Unter Bezugnahme soziologischer Überlegungen zur Selbstwirksamkeit von Objekten wurde die Frage diskutiert, was daraus folgt, das Grabtuch als christliches Kulturerbe zu verstehen.

Der Vortrag beleuchtete neben der kulturellen Bedeutung des Grabtuchs auch die Architektur der Grabtuchkapelle in Turin. Im Zentrum stand die Frage, wie theologische Konzepte von Tod und Auferstehung in anthropologische Fragestellungen zu Leid, Endlichkeit und menschlicher Existenz übersetzt werden können.