Für Wissenschaftsfreiheit demonstrieren
Auch die Katholisch-Theologische Fakultät hat sich beim diesjährigen „March for Science“ engagiert. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Universität Münster machten auf die Bedeutung freier und unabhängiger Wissenschaft aufmerksam. Prof. Dr. Regina Elsner warnte davor, dass Wissenschaft immer stärker politisch instrumentalisiert werde.

Rund 75 Menschen demonstrierten am Freitag für die Wissenschaftsfreiheit. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Universität Münster zogen unter dem Motto „Wissenschaft und Sicherheit“ vom Schloss zur Stubengasse und machten auf die Rolle der Wissenschaft in Krisenzeiten aufmerksam.
„Geopolitische Veränderungen und rasante technologische Entwicklungen stellen unsere Gesellschaft und somit auch die Wissenschaft vor neue Herausforderungen“, betonte Prof. Dr. Michael Quante, Prorektor für Internationales, Transfer und Nachhaltigkeit der Universität Münster.
Welche Folgen der Verlust von Wissenschaftsfreiheit haben kann, machte Prof. Dr. Regina Elsner vom Ökumenischen Institut der Katholisch-Theologischen Fakultät deutlich. In autoritären Regimen wie Russland würden internationale wissenschaftliche Kontakte gezielt erschwert oder unterbunden. Als Beispiel nannte sie die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde mit Zweigstelle in Münster, die Russland seit 2024 als extremistische Organisation einstuft. Wissenschaft werde zunehmend politisch instrumentalisiert, sagte Regina Elsner. Forschende müssten daher genau abwägen, wie internationale Zusammenarbeit möglich sei, ohne Beteiligte zu gefährden.
Der „March for Science“ entstand 2017 in den USA als Protestbewegung gegen wissenschaftsfeindliche Politik und verbreitete sich seitdem weltweit. In Münster hatte die Universität zu dem Marsch aufgerufen. Unterstützt wurde der Aufruf vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität, der Stadt Münster sowie der FH Münster.
