
Feierlicher Actus Academicus
Die Katholisch-Theologische Fakultät hat am Freitagnachmittag ihre Absolvent:innen verabschiedet. Zugleich erhielten die künftigen Religionslehrer:innen die vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis durch das Bistum Münster. Beim feierlichen Actus Academicus gratulierte der Dekan auch drei Wissenschaftler:innen zur erfolgreichen Promotion.
200 Personen waren zum Festakt in die Aula der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) gekommen, darunter zahlreiche Familienangehörige, Freund:innen sowie Mitglieder der Fakultät. Die Feier wurde in Kooperation mit dem Bischöflichen Generalvikariat und dem Mentorat des Bistums Münster organisiert und klang mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Petrikirche aus.
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Musikalisch aufgelockert wurde der Actus vom Duo ConBrio: Margarita Cherenkova am Saxophon und Taras Makhno mit dem Akkordeon.© KTF | AF 
Mitglieder der Fakultät, Familienangehörige und Freund:innen applaudierten den Absolvent:innen.© KTF | AF 
Im Auftrag des Diözesanadministrators Dr. Antonius Hamers überreichte Barbara Bader die vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis.© KTF | AF 
Im Promotionsvortrag sprach Dr. Felix Arens über „Gott als Granatapfel“ und die Geschichte des Panentheismus.© KTF | AF 
Dr. Ana-Maria Petrović hat in ihrer Dissertation Religionslehrkräfte im konfessionell-kooperativen Religionsunterricht empirisch untersucht.© KTF | AF 
Prof. Dr. Norbert Köster gratuliert seinem Doktoranden Dr. Lukas Boch zur erfolgreichen Promotion über „Moderne Brettspiele als Quellen populärer (Kirchen-) Geschichtskulturen“.© KTF | AF 

Dank der tatkräftigen Unterstützung durch studentische Hilfskräfte konnte die Feier mit einem fröhlichen Sektempfang ausklingen.© KTF | AF 
Der anschließende Gottesdienst wurde von der Abteilung Religionspädagogik, dem Mentorat und der Fachschaft vorbereitet.© KTF | AF
Vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis verliehen
Bei der akademischen Feier gratulierte Prof. Dr. Oliver Dyma, Dekan der Fakultät, zunächst den 37 Absolvent:innen zum Studienabschluss „Master of Education“. Er stellte dabei die Themen der Masterarbeiten vor, die aktuelle und spannende Gebiete aus dem breiten Spektrum der Pädagogik behandelten.
Auch Daniel Ladermann als Vertreter aus dem Mentorat Münster wünschte den Absolvent:innen für ihre Zukunft alles Gute. Das Mentorat des Bistums begleitet Studierende mit dem Fach Katholische Religionslehre an der Universität und bereitet auf den pastoralen Dienst vor.
Barbara Bader überreichte den Absolvent:innen, die ein Referendariat beginnen, die vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis. Die Leiterin der Abteilung Religionspädagogik des Bistums Münster würdigte das Engagement der zukünftigen Religionslehrer:innen, diesen wichtigen Bildungsauftrag zu übernehmen. Diese Zeremonie symbolisiert den erfolgreichen Übergang der Absolvent:innen der Lehramtstudiengänge in die nächste Phase ihrer beruflichen Laufbahn.
Lehramtsstudierende machen mehr als 50 Prozent der Studierenden an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster aus. Insgesamt sind hier knapp 1500 Personen eingeschrieben.
Lob für das Engagement im Studium
Dekan Oliver Dyma würdigte in seiner Ansprache das Engagement aller Absolvent:innen: „Ein längerer Weg mit unterschiedlichsten Hürden liegt hinter Ihnen. Sie haben diese erfolgreich gemeistert und stehen nun an der Schwelle zu einem neuen Abschnitt in Ihrem Leben. Sie haben Kompetenzen in der Theologie erworben, sind nun Theologinnen und Theologen. Bringen Sie diese Kompetenzen an den verschiedenen Orten, an denen Sie wirken werden, ein“, ermunterte der Dekan die Absolvent:innen.
„Als Theologinnen und Theologen haben Sie gelernt, religiöse Phänomene zu untersuchen, sie zu analysieren und zu dekonstruieren. In den Religionen liegen auch Ressourcen für einen anderen Blick auf die Welt, die Hoffnung auf einen dauerhaften lebensfördernden Frieden, auf den Erhalt der Schöpfung“, sagte Oliver Dyma auch mit Blick auf die zahlreichen Kriege und Krisen auf der Welt.
Beim Actus Academicus wurden auch vier Absolvent:innen des Studiengangs Magister Theologiae sowie ein Absolvent des Masterstudiengangs Christentum in Kultur und Gesellschaft geehrt. Dekan Oliver Dyma überreichte ihnen Urkunde und Abschlusszeugnis und gratulierte herzlich zum erfolgreichen Studienabschluss.
Festakt mit feierlicher Promotion
„Münster ist nach wie vor der wichtigste Standort für die theologische Ausbildung in Deutschland“, sagte der Dekan. Dies gelte auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Theologie. Oliver Dyma überreichte die Promotionsurkunden und würdigte das große wissenschaftliche Engagement. „Wir können einen zum Doktor der Theologie promovieren, einen zum Doktor der Philosophie; einer dritten Doktorandin können wir zum Dr. paed. gratulieren.“
Dr. theol. Felix Arens wurde mit einer Dissertation zum Thema „Das All in Gott. Studien zur Geschichte des Panentheismus in der Antike unter besonderer Berücksichtigung des Origenes“ promoviert. Bei Dr. phil. Lukas Boch lautet das Thema „Moderne Brettspiele als Quellen populärer (Kirchen-) Geschichtskulturen. Theorie, Medium und Methodik am Beispiel der Gegenwart mittelalterlicher Klosterkultur auf dem Spieltisch“. Dr. paed. Ana-Maria Petrović befasste sich in ihrer Promotion mit dem Thema „Subjektive Theorien von Religionslehrkräften zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht – Eine qualitativ-explorative Studie“.
Insgesamt sind an der Katholisch-Theologischen Fakultät etwa 170 Promovierende in verschiedenen Fächern und Doktoratsstudiengängen eingeschrieben.
Den beim Actus Academicus traditionellen Promotionsvortrag hielt Dr. Felix Arens. Er sprach zum Thema „Gott als Granatapfel. Panentheismus im Frühen Christentum“.
Musikalisch begleiteten Margarita Cherenkova (Saxophon) und Taras Makhno (Akkordeon) den Festakt als Duo „ConBrio“. Ein anschließender Sektempfang rundete die Feier ab und lud bei strahlendem Sonnenschein zum Austausch ein.
Gemeinsamer Gottesdienst in der Petrikirche
An den Actus Academicus schloss sich ein Gottesdienst mit Segensfeier in der Petrikirche an. In seiner Predigt sprach Prof. Dr. Clemens Leonhard über die wundersame Brotvermehrung. Er baute seine Predigt darauf auf, was Jesus nicht ist, was er ist – und was die Absolvent:innen in seiner Nachfolge heute sein können: Prophet:innen und Lehrer:innen. Er ermunterte die jungen Menschen, das auch zu leben: „Die Rolle Jesu, das ist Ihre Rolle. Das wird gut, das kriegen Sie hin.“
