Geschichte des IJD


Hervorgegangen aus einem 1886 in Leipzig gegründeten Institutum Judaicum, knüpft das Institutum Judaicum Delitzschianum an der Arbeit des Alttestamentlers Franz Delitzsch an, der für die Verständigung von Christen- und Judentum zu seiner Zeit ein Vorbild gab. Das Institut wurde 1948 in Münster als Bestandteil der Evangelisch-Theologischen Fakultät wiederbegründet. Die vom Nationalsozialismus zerstörte Wissenschaft des Judentums lebte hier in der Form wieder auf, dass im Dialog mit jüdischen Partnern historisch-kritisch gearbeitet wurde und wird.
Auch wenn das IJD an Franz Delitzsch und seinem Interesse am Judentum und der hebräischen Sprache anknüpft, grenzt es sich zugleich doch von der Judenmission, für die sich Delitzsch ebenfalls eingesetzt hat, entschieden ab. Prof. Dr. Folker Siegert, ehemaliger Leiter des IJD, ordnet in seinem Aufsatz „Abschied von der Judenmission. Das Institutum Judaicum Delitzschianum heute“ Delitzschs Interesse an der Judenmission in dessen Geschichtsverständnis ein und benennt deutlich den Standpunkt des IJD heute. Eine Kurzfassung können Sie hier lesen.



Franz Delitzsch, * 23.02.1813 in Leipzig, † 04.03.1890 daselbst. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf Herrn Delitzsch zeigen, erscheint seine Frau Clara Juliane Caroline, geb. Silber, * 13.08.1823, † 04.07.1894.