Nachhaltigkeitsdesign auf und in Dingen der Alltagswelt. Über die gesellschaftliche Verbreitung von designten Vermittlungsweisen und Aufforderungsstrukturen
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-9297Schlagworte:
Design, Nachhaltigkeit, Pädagogik der nachhaltigen Dinge, persuasive Kommunikation, AffordanzAbstract
Design realisiert durch die Materialisierung von Verhaltenserwartungen und Handlungsimperativen eine Pädagogik der nachhaltigen Dinge. Der Beitrag entwirft eine an überindividuellen Vermittlungsweisen und Aufforderungsstrukturen ausgerichtete Designforschung, die illustriert, dass das Thema Nachhaltigkeit durch Designpraktiken gesellschaftsweit verbreitet ist. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ist durch Veränderungsnotwendigkeiten von moralischer wie pädagogischer Kommunikation geprägt. Veränderungsabsichten sind aber auch Gegenstand einer pädagogisch wirksamen Designpraxis: Als persuasive Kommunikation realisiert Design die sichtbare Verbreitung von Nachhaltigkeit auf Dingen der Alltagswelt; Aufforderungsstrukturen zum nachhaltigen Handeln qua Design verbreiten sich zudem durch die in Dinge eingeschriebene Affordanz. Mit Nachhaltigkeitsdesign auf und in Dingen der Alltagswelt sind jedoch auch entgegengesetzte Entwicklungen verbunden: Als Ergebnis von Design werden im Beitrag deshalb die Kommodifizierung sozialer Statussymbolik reflektiert oder Rebound-Effekte diskutiert, die Energieeffizienzgewinne als designte Nichtnachhaltigkeit materialisieren.
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