https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/issue/feed Soziologie und Nachhaltigkeit 2019-04-16T17:33:41+02:00 Benjamin Görgen benjamin.goergen@uni-muenster.de Open Journal Systems <p>Das Open-Access-Journal „Soziologie und Nachhaltigkeit – Beiträge zur sozial-ökologischen Transformationsforschung“ (SuN) wird seit Juli 2015 vom <a class="int" href="https://www.uni-muenster.de/Soziologie/organisation/arbeitsgruppen/gemeinsam-nachhaltig.shtml">Arbeitskreis Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung</a> am Institut für Soziologie der Universität Münster herausgegeben, um soziologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven in der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung zu bündeln und zu fördern. Das Journal richtet sich in erster Linie an Soziolog*innen, Sozialwissenschaftler*innen und Nachhaltigkeitsforscher*innen, die zu Fragen einer sozial-ökologischen Transformation forschen und lehren.</p> <p>Die SuN veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Call for Papers, um thematische Schwerpunkte zu setzen und Debatten in der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung anzustoßen. Neben Beiträgen, die auf diese Calls reagieren, werden auch freie Beiträge veröffentlicht. Die Qualität der publizierten Artikel wird durch ein Peer-Review-Verfahren sichergestellt. Darüber hinaus veröffentlicht die SuN in unregelmäßigen Abständen programmatische Sonderausgaben zum soziologischen Nachhaltigkeitsdiskurs. Alle in der SuN veröffentlichten Beiträge sind als Creative Commons lizensiert und online frei verfügbar.</p> https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/2383 Soziale Kälte bei der Wärmewende? Eine Untersuchung sozialer Nebenwirkungen politischer Steuerung im Wohnsektor 2018-11-02T13:27:23+01:00 Melanie Castello Michael Böcher <p>Um die Ziele der Energie- und Wärmewende zu erreichen, stehen politischen Entscheider*innen verschiedene politische Instrumente zur Verfügung. Auf Basis eines Literaturreviews prüfen wir in einer Fallanalyse für den Bereich Wohnen, inwieweit diese auf ökologische Nachhaltigkeit konzentrierten Instrumente im Spannungsverhältnis zur sozialen Nachhaltigkeit stehen. Dafür werden die Energieeinsparverordnung, Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie die Modernisierungsumlage auf ihre sozialen Verteilungswirkungen hin überprüft. Als konzeptioneller Rahmen dient die von Kraemer (2007, 2008) ausgearbeitete Typologie zu sozialen Verteilungsdimensionen von Umwelt. Um zu untersuchen, inwieweit mögliche Verteilungswirkungen an anderer Stelle durch sozialstaatliche Transfers abgefedert werden, wird der Blick abschließend auf die sogenannten flankierenden Maßnahmen in der Mindestsicherung und im Wohngeld gelenkt. Im Ergebnis zeigt sich, dass zur Erreichung der Wärmewende ein breites Spektrum an politischen Instrumenten abgedeckt wird, wobei der Schwerpunkt auf ökonomischen Instrumenten liegt. Insbesondere bei Umweltbelastungen und -entlastungen sind, auch unter Berücksichtigung der sozialstaatlichen Transfersysteme, negative soziale Verteilungswirkungen nachzuweisen.</p> 2018-11-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/2447 Spielarten des Kapitalismus, Spielarten der Nachhaltigkeit und die ökosoziale Dimension der Energiewende 2019-04-01T12:27:19+02:00 Bernhard Gill bernhard.gill@lmu.de Anna Wolff anna.wolff@soziologie.uni-muenchen.de Ines Weber i.weber@iwu.de Ricarda Schomburgk ricarda.schomburgk@fau.de <p>Die These von den „Spielarten der Nachhaltigkeit“ baut auf der Theorie von den Spielarten des Kapitalismus auf: Dieselben Ideen, Institutionen und Akteurskoalitionen, die zu unterschiedlichen Formen von Kapitalismus und Wohlfahrtsstaat führen, sind auch für die Bearbeitung zentraler ökologischer Probleme maßgeblich. Diese These wird am Beispiel der Behandlung der deutschen Energiewende in den Debatten des Bundestages empirisch überprüft. Es wird sichtbar, dass bei der deutschen Energiewende zentrale Diskurse vor allem auf Marktnähe der Instrumente, auf Wirtschaftswachstum und auf Arbeitsplätze fokussieren. Hingegen wird die ökosoziale Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit bei den Investitionskosten in den Hintergrund gedrängt. Es zeigt sich zudem, dass die jeweiligen Regierungsparteien weitgehend unabhängig von ihrer programmatischen Ausrichtung zu sehr ähnlichen Rechtfertigungsmustern greifen und damit die Kontinuität des Reformvorhabens in der einmal gewählten Ausrichtung sichern.</p> 2019-04-01T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/2448 Dialektik sozialer Nachhaltigkeit als Frage der Gerechtigkeit 2019-04-01T12:34:07+02:00 Thilo J. Ketschau thilo.ketschau@tu-dortmund.de <p>Die Entwicklung der sozialen Dimension von Nachhaltigkeit wird anhand eines Dualismus konstruiert, dessen Aspekte sich im Begriff selbst finden: erstens nachhaltige soziale Entwicklung, welche direkt auf die Idee einer sozial nachhaltigen Gesellschaft Bezug nimmt und zweitens soziale nachhaltige Entwicklung, mit dem Blick auf den Vollzug nachhaltiger Entwicklung in den gesellschaftlichen Strukturen und Ordnungen. Die dialektische Analyse offenbart eine prekäre gegenseitige Abhängigkeit beider Aspekte und folgert auf die Notwendigkeit eines multidimensionalen Modells sozialer Gerechtigkeit als normative Grundlage nachhaltiger Entwicklung. Die Dialektik verdeutlicht aber auch, dass eine Gleichsetzung beider Ideen, also die Annahme der Identität von sozialer Gerechtigkeit und sozialer Nachhaltigkeit, beiden Prinzipien nicht gerecht wird und der Verwirklichung sozialer Nachhaltigkeit hinderlich wäre.</p> 2019-04-01T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/2451 Herausforderung soziale Teilhabe 2019-04-16T17:33:41+02:00 Melanie Jaeger-Erben jaeger@ztg.tu-berlin.de Magdalena Meißner meissner@ztg.tu-berlin.de Sabine Hielscher hielscher@ztg.tu-berlin.de Marco Vonnahme vonnahme@ztg.tu-berlin.de <p>Zusammenfassung: In den vergangenen Jahren wird verstärkt das Potential von Repair- und Maker-Initiativen für eine inklusive nachhaltige Entwicklung diskutiert. Sie sollen die individuelle Verantwortungsübernahme für nachhaltigen Konsum ermöglichen und als Praxis der Kollaboration und des bürgerlichen Self-Empowerments den sozialen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit verstärken. Ob die hiermit verbundene Verantwortungsaktivierung jedoch mit den entsprechenden Teilhabemöglichkeiten und einer Befähigung zu nachhaltigem Konsum durch Reparieren und Selbermachen einhergeht und die erhofften Wirkungen erzielt werden können, ist bisher noch wenig untersucht. Der vorliegende Beitrag entwickelt in diesem Zusammenhang erste Ideen, Fragen und Kategorien zur Beobachtung der Möglichkeiten und Hindernisse für soziale Teilhabe an Repair-Cafés und hierüber an sozialer Innovation und sozialem Wandel. Dabei werden praxistheoeretische Ansätze mit normativen Bewertungsperspektiven zu sozialer Teilhabe und Interpretationen aus einer ersten empirischen Annäherung an den Gegenstandsbereich im Rahmen teilnehmender (Selbst-)Beobachtungen verbunden.</p> 2019-04-16T00:00:00+02:00 ##submission.copyrightStatement##