https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/issue/feed Soziologie und Nachhaltigkeit 2021-03-10T18:18:31+01:00 Niklas Haarbusch, M.A. sun.redaktion@uni-muenster.de Open Journal Systems <p>Das Open-Access-Journal <em>Soziologie und Nachhaltigkeit – Beiträge zur sozial-ökologischen Transformationsforschung (SuN)</em> wird seit Juli 2015 vom <a class="int" href="https://www.uni-muenster.de/Soziologie/organisation/arbeitsgruppen/gemeinsam-nachhaltig.shtml">Arbeitskreis Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung</a> am Institut für Soziologie der Universität Münster herausgegeben, um soziologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven in der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung zu bündeln und zu fördern. 2021 wurde der <a href="https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/about/editorialTeam">Herausgeber*innenkreis </a>erweitert, um der mittlerweile breiteren Relevanz des Journals für den nachhaltigkeitssoziologischen Diskurs im deutschsprachigen Raum gerecht zu werden. Das Journal richtet sich in erster Linie an Soziolog*innen, Sozialwissenschaftler*innen und Nachhaltigkeitsforscher*innen, die zu Fragen einer sozial-ökologischen Transformation forschen und lehren.</p> <p>Die <em>SuN</em> veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Call for Papers, um thematische Schwerpunkte zu setzen und Debatten in der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung anzustoßen. Neben Beiträgen, die auf diese Calls reagieren, werden auch freie Beiträge veröffentlicht. Die SuN veröffentlicht seit 2019 für jedes Halbjahr ein Heft. Die Qualität der publizierten Artikel wird durch ein <a href="https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/review">Double-Blind-Peer-Review-Verfahren</a> sichergestellt. Darüber hinaus veröffentlicht die <em>SuN</em> in unregelmäßigen Abständen programmatische Sonderausgaben zum soziologischen Nachhaltigkeitsdiskurs. Alle in der <em>SuN</em> veröffentlichten Beiträge sind als Creative Commons lizenziert und online frei verfügbar.</p> https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/3281 Who Cares? 2021-03-10T18:18:31+01:00 Luigi Droste luigi.droste@uni-muenster.de Björn Wendt bwend_01@uni-muenster.de <p>Dieser Beitrag untersucht ein bislang in der deutschsprachigen Klimaforschung weithin vernachlässigtes Thema: Die Besorgnis über den Klimawandel in der Bevölkerung. Auf der Grundlage eines zeitdiagnostischen Zugangs, der von der zentralen Bedeutung von Sorgen in der Gegenwartsgesellschaft ausgeht, untersuchen wir in einem ersten Schritt mittels eines internationalen Literaturüberblicks den Forschungsstand zur Wahrnehmung des Klimawandels in der Bevölkerung mit Schwerpunkt auf der Dimension der Klimabesorgnis. Davon ausgehend leiten wir Hypothesen zur Erklärung der klimabedingten Besorgnis ab, die wir mittels einer Mehrebenenanalyse und auf Basis von Daten des European Social Survey empirisch überprüfen. Die Analysen zeigen, dass Klimasorgen relativ weit verbreitet sind, sich jedoch nur in sehr geringem Maß über die Varianz zwischen Ländern erklären lassen. Vielmehr sind verschiedene soziale Prädikatoren auf Individualebene von zentraler Bedeutung. Insbesondere Variablen wie die individuelle Wertorientierung, die Gewissheit über den Klimawandel und die politische Orientierung der Befragten erweisen sich als konsistente und wirkmächtige Korrelate klimawandelbezogener Sorgen.</p> <p>This article investigates a rarely studied issue in climate change research in Germany: the worries about climate change among citizens. Against the backdrop of current sociological diagnoses of the times which suggest worries as of central importance in present society, we first address previous research on worries about climate change by taking a look at international research on climate change perceptions. On this basis, we formulate a set of hypotheses for explaining worries about climate change. We examine these hypotheses empirically by taking on a multi-level approach and utilizing data from the European Social Survey. The analyses show that worry about climate change depends strongly on individual attributes, rather than the country people live in. In particular, individual value orientations, climate change awareness and political attitudes prove to be consistent and important correlates of climate worries.</p> <p>(peer reviewed)</p> 2021-03-10T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 Luigi Droste, Björn Wendt https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/sun/article/view/3282 Conjunctive Knowledge of environment-related Consumption 2021-03-10T18:18:28+01:00 Sebastian Jürss s.juerss@uni-bremen.de Thomas Eichhorn thomas.eichhorn@uni-leipzig.de <p>Die umweltsoziologische Forschung nutzt das Konstrukt des Umweltbewusstseins, um individuelles Umwelthandeln zu erklären. Aus Sicht der Praxistheorie wird dabei jedoch lediglich das kommunizierbare Wissen der Akteure berücksichtigt. Darüber hinaus verfügen diese Akteure jedoch auch über nicht-kommunizierbares Wissen, welches für ihre Handlungspraxis von Bedeutung ist. In diesem Beitrag untersuchen wir, in welches nicht-kommunizierbare Wissen Umweltbewusstsein eingebettet ist und dadurch seine weitere Bedeutung bezieht. In einer Sekundäranalyse werten wir Gruppendiskussionen zwischen Nutzer*innen der sog. Sharing Economy aus, um dieser Frage nachzugehen. Die Sharing Economy stellt hierbei einen speziellen Fall umweltbezogenen Konsums dar, der von ihren Nutzer*innen oft als Möglichkeit zur Reduktion von Umweltbelastungen wahrgenommen wird. Wir verwenden die Dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack, um vier Orientierungsrahmen der Nutzer*innen auszuarbeiten, welche ihr nicht-kommunizierbares Wissen abbilden. Im Anschluss diskutieren wir Gemeinsamkeiten und Widersprüche zu ihrem kommunizierbaren Wissen sowie die Relevanz der Betrachtung beider Aspekte für die umweltsoziologische Forschung.</p> <p>Environmental sociological research uses the construct of environmental consciousness to explain individuals‘ decisions relating to the ecological environment of humans. From a practice theory perspective, environmental consciousness takes only such knowledge into account that can be communicated by actors. Additionally, actors also have non-communicative knowledge that is nonetheless relevant for their practice. In this article, we ask in what kind of non-communicative knowledge environmental consciousness is embedded and derives its meaning from. To address this question, we use group discussions between users of the sharing economy in a secondary analysis. The sharing economy is a specific case of environment-related consumption opportunity that users often perceive as a chance to reduce environmental stress. Applying the Documentary Method of Ralf Bohnsack, we work out four frameworks that reflect users‘ non-communicative knowledge of the sharing economy. We point out similarities and contradictions between communicative and non-communicative knowledge elements and discuss the relevance of considering both types of knowledge for environmental sociological research.</p> <p>(peer reviewed)</p> 2021-03-10T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 Sebastian Jürss, Thomas Eichhorn