Christliche Sozialethik als Transformationsethik und das Potenzial der Enzyklika Laudato si´‘

„Wozu braucht uns diese Erde?“ (LS 160)

Autor/innen

  • Anna Maria Riedl

DOI:

https://doi.org/10.17879/jcsw-2025-8917

Abstract

Der Text fragt nach Christlicher Sozialethik als Transformationsethik und entwickelt und analysiert das Potenzial dafür anhand der Enzyklika Laudato si’. Die Enzyklika fordert eine radikale Revision des Naturverhältnisses, weg vom anthropozentrischen Dualismus, hin zu einer ganzheitlichen, post-säkularen Perspektive, in der Mensch und Natur untrennbar verbunden sind. Betont wird die Bedeutung von Gemeingütern und einer Politik des gemeinsamen Hauses, die auf Kooperation, Teilen und Fairness basiert. Die Rezeption in der Sozialethik bleibt bislang weitestgehend anthropozentrisch, doch das Potenzial für eine umfassende Transformationsethik ist groß. Verbündete wie Haraway und Latour bieten durch ihre Konzepte der Verwandtschaft und politischen Ökologie neue Perspektiven, um das Gemeinwohl neu zu denken und gesellschaftliche Veränderungen aktiv zu gestalten.

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Veröffentlicht

2025-12-10