Translationale Forschung läuft weltweit in mehreren aufeinander aufbauenden Phasen ab. Nuklearmediziner Prof. Dr. Philipp Backhaus ist vor allem in den frühen Phasen der Translation aktiv und auf die Bildgebung und Therapie von Tumoren und Entzündungen spezialisiert. Sein Team ist an der Entwicklung des Medikaments „OncoACP3“ beteiligt, das die Untersuchung von Prostatakrebs verbessern soll.
Ein Team um den Nuklearmediziner Prof. Dr. Philipp Backhaus hat einen Radiotracer für die PET-Bildgebung bei Prostatakrebs evaluiert, der das Zielmolekül ACP3 ansteuert. Im Vergleich zur etablierten PSMA-Bildgebung stellte er die Ausbreitung der Erkrankung in vielen Fällen besser dar und führte bei einer relevanten Anzahl von Patienten zu einer Änderung der Behandlung. Die in Untersuchung wurde von der Medizinischen Fakultät als „Paper of the Month“ ausgezeichnet.
Nils Marquardt, Doktorand im Fach „Medizinische Wissenschaften“, erforscht, wie einzelne, sich bewegende Zellen im Körper, etwa Immunzellen, mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie sichtbar gemacht und verfolgt werden können. Im November besuchte er die IEEE Medical Imaging Conference in Japan. In einem Gastbeitrag erzählt er von seinen Eindrücken.
Am 12. September 2025 öffneten die Universität und das Universitätsklinikum Münster ihre Türen zur „Langen Nacht der Universitätsmedizin“. Im Multiscale Imaging Centre nutzten zahlreiche Besucher*innen die Möglichkeit, live Einblicke in verschiedene Bereiche der Forschung zu bekommen.
Der Sonderforschungsbereich 1450 „inSight – Darstellung organspezifischer Entzündung durch multiskalige Bildgebung“ der Uni Münster wird für weitere vier Jahre mit rund 13 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. In dem Projekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie der Körper Entzündungen in unterschiedlichen Organen reguliert und entwickeln hierzu eine spezifische Bildgebungsmethodik.
Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Maria Florencia Sánchez arbeitet seit einigen Monaten am European Institute for Molecular Imaging. Die gebürtige Argentinierin erforscht mit ihrem Team, wie Zellen miteinander kommunizieren, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren. Zudem unterstützt sie Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Münster.
Juniorprofessor Dr. Philipp Backhaus meistert als sogenannter Clinician Scientist den Spagat zwischen Wissenschaft und Klinik. Der Nuklearmediziner und sechsfache Familienvater möchte durch seine Forschung zur konkreten Verbesserung in der medizinischen Versorgung beitragen. Eine Doppelfunktion, die gut strukturiert sein und von allen Beteiligten unterstützt werden muss.
Mikroskopie ermöglicht immer tiefere, genauere und höher aufgelöste Blicke auf allerkleinste Details. Die Unizeitung stellt einige Techniken vor und gibt Einblicke in die Forschung an der Uni Münster. Mit dabei sind unter anderem die Forschungsgruppen von Prof. Dr. Christos Gatsogiannis mit der Hochleistungs-Kryoelektronenmikroskopie, Prof. Dr. Friedemann Kiefer mit der Drei-Photonen-Mikroskopie und Prof. Dr. Stefan Luschnig mit der konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie.
Wissenschaft braucht spezialisierte Forscherinnen und Forscher. Genauso wichtig ist für viele Forschungsfragen aber die Kooperation mit Kollegen anderer Fachgebiete. Darüber berichtet Nuklearmediziner Prof. Michael Schäfers am Beispiel des Sonderforschungsbereichs „inSight“. Er gibt Einblicke in die Forschungspraxis im Gebiet Entzündungen und Bildgebung sowie das „Verbundleben“ und erklärt beispielsweise, wie ein Antrag für einen Forschungsverbund entsteht und welche Rolle der wissenschaftliche Nachwuchs spielt.
Unser Institut ist seit März 2023 im Multiscale Imaging Centre (MIC) an der Röntgenstraße 16 in Münster zu finden. Hier vereinen Forschungsgruppen unserer Universität ein breites Spektrum an „state-of-the-art“ Bildgebungsverfahren und untersuchen damit biomedizinische Fragestellungen. EIMI-Direktor Prof. Michael Schäfers ist Sprecher des MIC, und unser Team freut sich über das neue "Zuhause". Unsere Fotostrecke zeigt ein paar Eindrücke vom Umzug unserer Bildgebungsgeräte!
Ein Team um den Nuklearmediziner Dr. Philipp Backhaus hat Brustkrebs-Patientinnen erstmals systematisch mit einem Radiotracer untersucht, der an das Fibroblasten-Aktivierungs-Protein bindet. Insbesondere kleine Krebsläsionen konnten dadurch neu erkannt werden, und in Kombination mit MRT nahm die neue PET-Bildgebung bei drei von 19 Patientinnen Einfluss auf die weitere Behandlung. Die in „Radiology“ veröffentlichte Studie wurde von der Medizinischen Fakultät als „Paper of the Month“ ausgezeichnet.
Die Medizinerin Nadine Heiden bildet sich zur Fachärztin weiter und ist gleichzeitig in der Forschung aktiv. „Ich wollte schon immer beides“, sagt sie – und von einer engen Verbindung können Forschung und Krankenversorgung nur profitieren. Doch die doppelte Qualifizierung ist fordernd. Nadine Heiden gibt Einblicke, wie dieser Schritt für sie funktioniert.
In der Sendung „Planet Wissen“ der Fernsehsender WDR, SWR und ARD-alpha haben die Chemiedoktorandin Felicitas Landau und der Nuklearmediziner Prof. Dr. Michael Schäfers Einblicke in ihre Forschung gegeben. Als Teil eines interdisziplinären Teams arbeiten sie daran, Bakterien bildgebend darzustellen. Der Beitrag (ab Minute 7:46) ist Teil einer Reportage über die Stadt und die Uni Münster und bis Anfang 2027 in der Mediathek zu finden.
Wissenschaftler um die Biochemikerin Prof. Dr. Andrea Rentmeister und den Nuklearmediziner Prof. Dr. Michael Schäfers haben erstmals mit der sogenannten SNAP-tag-Technologie Zellen radioaktiv und im lebenden Organismus markiert. Die Methode eröffnet die Perspektive, Zellen mit unterschiedlichen Bildgebungsverfahren und in verschiedenen zeitlichen Stadien zu untersuchen. Die Studie ist in „Chemical Communications“ erschienen.
Stefanie Bobe möchte tiefer in die Medizin schauen – auf die Grundlagen für verbesserte Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Deshalb machte sie parallel zum Medizinstudium den naturwissenschaftlichen Master in „Experimenteller Medizin“ und wurde in der Arbeitsgruppe des Biochemikers Prof. Dr. Friedemann Kiefer Teil eines interdisziplinären Forschungsteams.
Der neue Sonderforschungsbereich „inSight“ der WWU erhält von der DFG eine Förderung über rund zehn Millionen Euro. Die Forschenden wollen umfassend verstehen, wie der Körper Entzündungen in unterschiedlichen Organen reguliert, und entwickeln hierzu eine spezifische Bildgebungsmethodik, mit der sich Informationen von der einzelnen Zelle bis zum gesamten Organismus zusammenbringen lassen.
In einer neuen Videoserie stellt die WWU Nachwuchsforschende vor. Den Anfang macht die Doktorandin Cristina Barca vom European Institute for Molecular Imaging: Sie untersucht mithilfe bildgebender Verfahren, wie gut bestimmte Medikamente bei der Behandlung von Schlaganfällen wirken. Im Video gibt sie einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und erklärt, was das Besondere daran ist, Wissenschaftlerin zu sein.
Laserlicht, das man nicht sieht, und Geräusche, die man nicht hört – daraus kann etwas entstehen, das umso sichtbarer ist: Bilder aus dem Körperinneren. Fotoakustik nennt sich die Methode, bei der Klänge von Molekülen akustisch aufgenommen und in Bildern sichtbar gemacht werden. Die Biologin Alexa Hasenbach hat während ihrer Doktorarbeit Entzündungsprozesse untersucht.
Wissenschaftler der WWU nutzen ein breites Spektrum bildgebender Verfahren, um Strukturen und Vorgänge im Körper zu erforschen. Ihr Wissen haben sie in der vergangenen Woche an den internationalen Nachwuchs weitergegeben: Die Teilnehmer der inzwischen zehnten „Mouse Imaging Academy“ trainierten fünf Tage lang verschiedene Verfahren für die Untersuchung von Mäusen.
Wie verhalten sich Immunzellen im Körper? Was passiert bei einer Immuntherapie? Um diese Fragen zu beantworten, bringt die Europäische Union führende Experten aus Forschung und Pharmaindustrie zusammen. Am 1. Oktober startete das europaweite Forschungsprojekt „Immune-Image“, das mit 30 Millionen Euro gefördert wird und an dem auch Wissenschaftler der WWU maßgeblich beteiligt sind.
Die Doktorarbeit von Mediziner Dr. Robert Seifert basiert auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit, unterstützt vom Exzellenzcluster „Cells in Motion“. Er und seine Kollegen entwickelten einen Algorithmus, um Bilddaten präzise zu analysieren. Hierfür gab es einen WWU-Dissertationspreis.
Immunologen und Bildgebungsspezialisten des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ haben gemeinsam eine Methode entwickelt, mit der sie die Aktivität von Entzündungszellen in Mäusen besser beurteilen und untersuchen können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Theranostics“ erschienen.
Die CiM-Forscher Prof. Michael Schäfers und Prof. Stefan Schlatt haben Journalisten im November Experimente mit Mäusen demonstriert und Einblicke in die Haltung verschiedener Tiere an der Universität Münster gegeben. Die WWU hat einen Erfahrungsbericht sowie Links zu den entstandenen Beiträgen zusammengestellt.
Prof. Friedemann Kiefer erforscht am Exzellenzcluster „Cells in Motion“, wie sich Lymphgefäße bilden und erhalten bleiben. Dabei blickt er immer wieder über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets und entwickelt neue Ideen. Sein großes Ziel: Beiträge leisten, die sich als dauerhaft tragend erweisen.
Ein Teil des Fundaments des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum: Das „European Institute for Molecular Imaging“. Wie hat sich das Institut in den vergangenen Jahren entwickelt? Was waren besondere Momente? Die EIMI-Direktoren ziehen in einem Interview Bilanz.
Forscher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sie anhand von Gewebeproben Blut- und Lymphgefäße bei Lymphödemen digital räumlich rekonstruieren, visuell darstellen und analysieren können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „JCI Insight“ erschienen.
Prof. Michael Schäfers ist fasziniert von den Möglichkeiten der Positronen-Emissions-Tomographie, mit der sich molekulare Vorgänge im Körperinneren sichtbar machen lassen. Mithilfe dieser Technik möchte er Entzündungsherde darstellen und so beispielsweise besser verstehen, wann es zu Herzinfarkten kommt.
Wie lassen sich Vorgänge im Körper sichtbar machen, die dem Auge normalerweise verborgen bleiben? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ nutzen dafür ein breites Spektrum bildgebender Verfahren und arbeiten daran, die Möglichkeiten der Bildgebung noch zu erweitern.
Forscher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ (CiM) konnten erstmals akute Entzündungen im Gehirn bei Patienten mit Multipler Sklerose bildgebend nachweisen. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ erschienen.
Forscher suchen nach neuen Wegen, um bakterielle Infektionsherde im Körper zu finden und zu behandeln. Bislang forschen einige Gruppen an speziellen Zuckermolekülen, mit denen die Bakterien markiert und damit sichtbar gemacht werden können. Welches Potenzial dieser Ansatz hat, um Bakterien gezielt abzutöten, hat nun ein von Forschern des Exzellenzclusters "Cells in Motion" geleitetes deutsch-italienisches Team untersucht.
Für Zellen ist Sauerstoff überlebensnotwendig. Einen akuten Sauerstoffmangel einzelner Zellen konnten Forscher bisher aber nicht beobachten. Dazu fehlten die technischen Möglichkeiten. Wissenschaftler aus Münster haben nun einen Reporter entwickelt, mit dem sie eine akute Sauerstoff-Unterversorgung von Zellen unter dem Mikroskop sehen können.
Bei Prof. Klaus Schäfers dreht sich alles um das Thema Bewegungskorrektur. Er und sein Team wollen klinische Bilder noch genauer machen. An Verbesserungsideen für die High-Tech-Geräte mangelt es nicht.
Wie lassen sich möglichst scharfe und eindeutige Bilder aus dem Körperinneren gewinnen – selbst wenn Bewegung im Spiel ist? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Wissenschaftler in Laboren des Exzellenzclusters "Cells in Motion". Bisher müssen Patienten während einer Untersuchung im Positronen-Emissions-Tomographen nicht nur besonders still liegen, sondern auch einen Atemgürtel anlegen. Dank eines neuen Computerprogramms könnte auf dieses Hilfsmittel zukünftig verzichtet werden.
Es ist nicht immer das teuerste High-Tech-Produkt gefragt, um die Medizintechnik zu optimieren. Ein Wissenschaftler aus einer Arbeitsgruppe im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ hat für sein Experiment Xbox-Technik eingesetzt. Mirco Heß zeigt: Mit der erschwinglichen Technologie lassen sich klinische Bilder aus dem Inneren von außen besser nachvollziehen.
Wer in der Klinik für einen Ganzkörperscan in die Röhre kommt, muss still liegen bleiben und möglichst wenig atmen. Denn schon das Atmen bewirkt, dass tomografische Bilder verwackeln und an Schärfe verlieren. Medizinphysiker Dr. Florian Büther und Nuklearmediziner Dr. Thomas Vehren arbeiten deshalb daran, mit geringem Aufwand schärfere Bilder zu erzeugen.
Scannen statt Aufschneiden – um in den Körper eines Patienten hineinzublicken, benutzen Ärzte heute eine Reihe bildgebender Verfahren. Das Universitätsklinikum Münster kann nun mit einem innovativen Hybridgerät aufwarten, das PET und MRT miteinander kombiniert. Der Hochleistungsscanner liefert neue Bilder, stellt die Ärzte aber auch vor neue Herausforderungen.
Wenn Herzkranzgefäße durch Ablagerungen entzündet sind, kann es durch Einreißen der Gefäßwand zu einem Herzinfarkt kommen. Mit molekularer Bildgebung sollen entzündete Gefäßwände sichtbar gemacht werden, um das individuelle Risiko abschätzen zu können. Dr. Thomas Vogl, Dr. Andreas Faust und Dr. Sven Hermann arbeiten daran, neue Spürstoffe für diese Technik zu entwickeln.
Mit lichtmikroskopischen Verfahren lassen sich zelluläre Strukturen verschiedener Größenordnungen untersuchen – von Prozessen im gesamten Organismus bis hin zu kleinsten Bausteinen einer einzelnen Zelle. Besonders die Fluoreszenz und die 3D-Technik haben die Leistungsfähigkeit der Miroskope in den letzten dreißig Jahren enorm voran gebracht, erläutern Prof. Jürgen Klingauf und Prof. Friedemann Kiefer.
Seit kurzem gibt es im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (CiM) ein neues Gerät zur fotoakustischen Bildgebung. Prof. Michael Schäfers vom CiM-Koordinatorenteam erklärt im Interview mit Christina Heimken, weshalb dieser Prototyp von besonderer Bedeutung ist.