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Abschlussarbeiten

Das CEMES-Team betreut BA- und MA-Abschlussarbeiten im Fach Germanistik/Deutsch zu unterschiedlichsten Themen im Bereich Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Eine Übersicht über erfolgreich am CEMES abgeschlossene Abschlussarbeiten finden Sie unten. Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Als Lehrende des Promotionskollegs für empirische und angewandte Linguistik betreuen wir zudem Qualifikationsarbeiten zu unterschiedlichen Teilbereichen der Sprachwissenschaft mit Bezug zu Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Eine Auflistung aktueller sowie abgeschlossener Dissertationsprojekte finden Sie ebenfalls unten.

  • BA-Arbeiten

    2022

    Schafmeister, J. (2022). Digitalisierung in Lehr- und Lernprozessen: Beobachtungen im Unterricht einer Grundschule. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    2021

    Günzel, M. (2021). Narrative Identitätskonstruktion in sprachbiographischen Interviews bilingualer SprecherInnen. Eine Fallstudie zu Strategien der Positionierung und Kategorisierung. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Heuft, C. (2021). Sprach- und Identitätsveränderung im Kontext von Migration. Der Einfluss von Spracherwerb und Attrition auf die soziale und kulturelle Identität. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Spittka, N. (2021). „und dann…“ Entwicklung von Erzählkompetenz bei Kindern im Alter von fünf Jahren. Das Fallbeispiel Leon. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    2020

    Ceyran, T. (2020). "neyse" – Nutzung mehrsprachiger Ressourcen in der WhatsApp-Kommunikation. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Mai, M. (2021). „Love, love, peace, peace“ oder „Hate, hate, war, war“? Die Darstellung des Russland-Ukraine-Konflikts in der medialen Berichterstattung zum Eurovision Song Contest. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Steppler, N. (2020). „Chantal, heul leise!" – Der Film Fack ju Göhte und die Jugendsprache. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

  • MA-Arbeiten

    2022

    Li, Y. (2022). Präpositionen des Deutschen bei Lernenden mit Chinesisch als L1 – Zeigt die Aufenthaltsdauer in Deutschland eine positive Wirkung auf den korrekten Gebrauch? Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Rolfs, S. (2022). Eine Betrachtung politischer Kommunikation in Krisenzeiten am Beispiel der Corona-Pandemie. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    van Os, M. (2022). Sprachbiografien im Kontext von Flucht und Migration - Eine qualitative Studie zum Spracherleben von Seiteneinsteiger:innen im deutschen Schulsystem. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    2021

    Brattinga, I. (2021). "... muss zukünftig im Schulalltag integriert sein". Präsenzlernen vs. Onlinelernen als Formen der Unterrichtsinteraktion aus der Perspektive der Beteiligten. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Einhoff, L. (2021). Kompetenzen von Lehrkräften im Kontext von Deutsch als Zweitsprache. Perspektiven von Lehramtsstudierenden, Referendar*innen und Lehrkräften auf professionellen Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Klassenzimmer. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Güneş, Z. (2021). Metaphern im Migrationsdiskurs. Eine Analyse der Bundestagsdebatte nach dem Brand in Moria. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Klüsener, J. (2021). Systembasiertes Problem oder erklärbar mit Mehrsprachigkeit? – Eine Untersuchung von Andersschreibungen bei ein- oder zweisprachigen Grundschülern und Grundschülerinnen. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Rommel, D. (2021). Die Thematisierung von Flucht in der Grundschule. Eine qualitative Untersuchung zu den Erfahrungen von Lehrkräften. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Schuch, K. A. (2021). Mikro- und Makroeinflüsse auf familiäre Sprachenpolitik. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Stratmann, M. (2021). Wahrnehmung und Produktion phonologischer Kontraste in der Zweitsprache Deutsch durch Grundschüler*innen mit der Erstsprache Türkisch. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Thomas, A. K. (2021). Die Realisierung orater und literater Strukturen bei Schülern und Schülerinnen mit Deutsch als Erstsprache und Schülern und Schülerinnen mit Deutsch als Zweitsprache am Beispiel der Syntax. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Zellien, F. (2021). Über die Nutzbarkeit von Apps im schulischen DaZ-Unterricht – Eine Bestandsaufnahme. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

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    2020

    Hansel, A. (2020). Sprachenvergleichende Einheiten im Schulbuch Deutsch. Eine empirische Untersuchung der Repräsentation von allochthonen Minderheitensprachen in Grundschullehrwerken für die dritte und vierte Klasse. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Knebel, J. (2020). Ungesteuerter Orthografieerwerb am Beispiel des Englischen als erste Fremdsprache. Eine exemplarische Analyse von Schreibungen von Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse an einer deutschen Grundschule. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Li, A. (2020). Aspekte des Erwerbs und Gebrauchs von Modalverben des Deutschen: Eine Untersuchung zu Lernern mit Chinesisch als Erstsprache. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Sommerfeld, T. (2020). Ausbau des Wortschatzes bei Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache. Eine Lehrwerkanalyse. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Tiedke, A. (2020). Perspektiven der teilnehmenden Kinder auf den herkunftssprachlichen Portugiesischunterricht am Beispiel eines Gruppeninterviews mit vier Schülerinnen und Schülern. Erstgutachten: Dr. Helena Olfert.

    Vorlop, K. (2020). Mehrsprachigkeit als Problem? Eine Untersuchung zum Deutschen ein- und mehrsprachiger Schüler*innen. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Zhang, M. (2020). Bedeutungen deutscher Verben – eine Untersuchung zu DaF-Lernern mit Chinesisch als Erstsprache. Erstgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

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  • Dissertationen

    Aktuelle Dissertationsprojekte

    Joy Siriporn Steigler: Sprachprestige und Glaubhaftigkeit. Zum Einfluss bildungssprachlicher Merkmale auf die Bewertung schriftlicher Zeugenaussagen

    David Wirthmüller: Genus im deutschen Erstspracherwerb

    Abgeschlossene Dissertationsprojekte

    Anna Jachimek (2022): Referenz im bilingualen deutsch-polnischen Erstspracherwerb

    Valentina Cristante (2017): The Processing of Non-Canonical Sentences in Children with German as First or Second Language - Evidence from an Eye-tracking Study

     


     

    Joy Siriporn Steigler: Sprachprestige und Glaubhaftigkeit. Zum Einfluss bildungssprachlicher Merkmale auf die Bewertung schriftlicher Zeugenaussagen.
    Erstgutachten: Prof. Dr. Christine Dimroth. Zweitgutachten: Dr. Yazgül Șimșek.

    Abstract

    Ob eine Zeugenaussage als glaubhaft oder als unglaubhaft eingestuft wird, bleibt selbstredend nicht ohne Konsequenzen. Wie Studien belegen (z.B. O’Barr et al. 1979), sind es allerdings nicht nur fallbezogene Fakten, die die Bewertung eines Zeugen beeinflussen, sondern auch seine sprachlichen Charakteristika. Einschlägige Arbeiten haben eines gemein: Sprecher, deren Sprache Prestige (sprich u.a. Bildung, Erfolg, Status und Kompetenz) signalisiert, werden –ungeachtet des tatsächlichen Wahrheitsgehaltes ihrer Aussage – in der Regel als glaubhafter eingestuft.
    Mit linguistischen Einflussfaktoren auf Glaubhaftigkeitszuschreibungen befasst sich auch die geplante sozio- & forensisch-linguistische Dissertation, die den Fokus von den in bisherigen Studien analysierten Einflüssen gesprochener Sprache auf schriftsprachliche Merkmale verlagert. Unter der Hypothese, dass die Zuschreibungsmechanismen der gesprochenen Sprache sich auch in der Schriftsprache abzeichnen, wird die Variable der ‚prestigereichen‘ Schriftsprache als vermeintlich Intelligenz, Erfolg und Status suggerierendes Register der Bildungssprache operationalisiert.
    Zur Analyse des Einflusses von Bildungssprache in Zeugenaussagen bedient sich die Arbeit einer mehrschrittigen Methodik. In einer zunächst deskriptiven Annährung an das authentische Korpus, bestehend aus 55 Zeugenaussagen, erfolgt der Versuch einer Textsortenklassifikation. Dieser Bestandsaufnahme folgt eine Textmanipulation mithilfe bildungssprachlicher Merkmale. Die Glaubhaftigkeitsbewertungen der authentischen und manipulierten Texte werden mittels eines Semantischen Differentials erfasst.

    Kontakt: joy.steigler@uni-muenster.de

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    David Wirthmüller: Genus im deutschen Erstspracherwerb
    Erstgutachten: Prof. Dr. Christine Dimroth. Zweitgutachten: Dr. Andreas Bittner.

    Abstract

    Das Genus im Deutschen wurde bisher vor allem für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache untersucht: Dort gilt Genus als eines der größeren Probleme beim Erwerb des Deutschen (Bast 2003). Relativ wenige Studien beschäftigen sich hingegen damit, wie Kinder mit Erstsprache Deutsch Genus erwerben (Bewer 2004). Kommentare zum Erstspracherwerb beschränken sich oft auf die Bemerkung, dass einsprachige Kinder das Genus über Auswendiglernen meistern und deshalb weniger Fehler machen als mehrsprachige Kinder und Erwachsene.
    Neuere Studien zum Vergleich von Erst- und Zweitspracherwerb legen hingegen nahe, dass auch einsprachige Kinder neben Auswendiglernen über weitere Strategien im Genuserwerb verfügen, ähnlich wie mehrsprachige Kinder (Binanzer 2017). Diese Strategien kommen aber nicht an allen genusmarkierten Wortarten gleichermaßen zum Einsatz: Am Artikel lernen Kinder hauptsächlich auswendig, am Pronomen dominieren semantische Strategien. Im Promotionsprojekt wird untersucht, ob sich diese Strategien auch in longitudinalen spontansprachlichen Daten finden lassen.

    Kontakt: wirthmue@uni-muenster.de

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    Anna Jachimek (2022): Referenz im bilingualen deutsch-polnischen Erstspracherwerb
    Erstgutachten: Prof. Dr. Christine Dimroth. Zweitgutachten: Prof. Dr. Klaus-Michael Köpcke.

    Kontakt: Jachimek@em.uni-frankfurt.de

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    Valentina Cristante (2017): The Processing of Non-Canonical Sentences in Children with German as First or Second Language - Evidence from an Eye-tracking Study
    Erstgutachten: Jun.-Prof. Dr. Sarah Schimke. Zweitgutachten: Prof. Dr. Christine Dimroth.

    Kontakt: cristante@em.uni-frankfurt.de

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