Universität Münster stärkt Forschungskooperationen mit Brasilien

Rektorin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl empfängt brasilianische Wissenschaftler zum Austausch über gemeinsame Forschungsschwerpunkte
(v.r.n.l) Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl (Rektorin der Universität Münster), Prof. Dr. Abílio Baeta Neves (Alumnus und Ehrenbotschafter der UM und Professor an der PUCRS), Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath (Wissenschaftlicher Leiter des Brasilien-Zentrums) und Prof. Dr. Draiton Gonzaga de Souza (Ko-Direktor des Zentrums für Deutschland- und Europastudien und Prorektor an der Universität PUCRS).
© Brazil Centre

Die Universität Münster will ihre Forschungszusammenarbeit mit Brasilien weiterentwickeln. Über gemeinsame Perspektiven sprach Rektorin Prof. Susanne Menzel-Riedl am 23. Oktober im Rektorat mit zwei hochrangigen brasilianischen Wissenschaftlern: Prof. Dr. Abílio Baeta Neves, ehemaliger Präsident der brasilianischen Forschungsförderorganisation CAPES und Ehrenbotschafter der Universität Münster, sowie Prof. Dr. Draiton Gonzaga de Souza, Ko-Direktor des Zentrums für Deutschland- und Europastudien in Brasilien.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die strategische Ausrichtung der künftigen Zusammenarbeit. Ziel ist es, Forschungsfelder zu erschließen, in denen sich die wissenschaftlichen Stärken beider Länder ergänzen und fachübergreifend miteinander verknüpft werden können. Vielversprechende Anknüpfungspunkte sahen die Gesprächspartner insbesondere in der Umwelt- und Biodiversitätsforschung, der Medizin sowie in den Digitalwissenschaften mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und digitale Kommunikation. Gemeinsame Projekte sollen dazu beitragen, Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung übernimmt das Brasilien-Zentrum der Universität Münster. Mit seinem Netzwerk von mehr als 120 Mitgliedern und seiner Außenstelle in São Paulo vernetzt es Forschende in Münster und in Brasilien, unterstützt die Anbahnung gemeinsamer Vorhaben und hilft dabei, geeignete Fördermöglichkeiten zu erschließen.

Neben den wissenschaftlichen Zielen betonten die Gesprächspartner die Bedeutung der Wissenschaftsdiplomatie, auch „Science Diplomacy“ genannt. Gerade in Zeiten politischer Unsicherheit könne die akademische Zusammenarbeit verlässliche Räume für Dialog und gegenseitige Verständigung schaffen. Grundlage dafür seien gemeinsame wissenschaftliche Werte.

Auf dieser Basis sollen die besprochenen Forschungsschwerpunkte nun konkretisiert und weitere gemeinsame Vorhaben entwickelt werden.