Die Workshop-Reihe „Postdoc in Germany“ in Porto Alegre und São Paulo

Traditionell findet im März die Workshop-Reihe „Postdoc in Germany" mit Veranstaltungen in Brasilien und verschiedenen Ländern Südamerikas statt. Das Brasilien-Zentrum der Universität Münster (UM) präsentiert und vertritt die Universität bei diesen und anderen Initiativen und war daher Teil der Delegation der teilnehmenden Institutionen. Cíntia Toth Gonçalves, die Leiterin des Verbindungsbüros des Brasilien-Zentrums in São Paulo, war vom 2. bis 5. März in Porto Alegre bei der ersten Ausgabe der Veranstaltung in Rio Grande do Sul und nahm auch in São Paulo an der Veranstaltungsreihe teil. Neben der Universität Münster über ihr Brasilien-Zentrum nahmen auch folgende Institutionen an den Veranstaltungen teil: Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), die Freie Universität Berlin (FU Berlin), das Brasilien- und Lateinamerika-Zentrum der Universität Tübingen, die Technische Universität München (TUM), die Universität Potsdam, die Universität Heidelberg, die Fraunhofer-Gesellschaft und das Ibero-Amerikanische Institut (IAI).

Porto Alegre: Innovation und Wissenschaft im Mittelpunkt
Am ersten Tag in Porto Alegre standen institutionelle Vorträge sowie ein fruchtbarer Austausch mit Dozent*innen der PUCRS aus verschiedenen Fachbereichen auf dem Programm. Die Delegation, unter der Leitung des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses São Paulo (DWIH-SP), bestand aus Vertretern deutscher Förder-, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, darunter das Brasilien-Zentrum der Universität Münster. Sie besuchte am selben Tag
den Wissenschafts- und Technologiepark der PUCRS – den TECNOPUC.
Der TECNOPUC ist ein Innovationszentrum, das die wissenschaftliche und technologische Entwicklung im Bundesstaat und in Brasilien vorantreibt. Er war die Wiege des ersten brasilianischen „Einhorns“, GetNet – eines der Pioniere auf dem Markt für elektronische Zahlungen. Unter den besuchten Einrichtungen stach das Zentrum zur Förderung der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung (Ideia) hervor, das heute Teil des TECNOPUC ist. Das Zentrum verfügt über Labore, die sich der Prototypenentwicklung innovativer Projekte widmen und Dienstleistungen für Unternehmen anbieten. Diese stehen auch der internen und externen akademischen Gemeinschaft zur Verfügung.

Workshop im Südbrasiliens bricht Besucherrekord
Am zweiten Tag fand die Auftaktveranstaltung der Workshop-Reihe „Postdoc in Germany“ statt, die erste dieser Art im Süden Brasiliens, die bereits einen Besucherrekord für dieses Format in Brasilien verzeichnete: 101 Teilnehmer*innen. Im bereits etablierten Format gaben die deutschen Institutionen einen Überblick über das akademische und wissenschaftliche System in Deutschland sowie über die vielfältigen Möglichkeiten der Forschungsförderung durch Präsentationen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Alexander-von-Humboldt-Stiftung (AvH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die teilnehmenden deutschen Universitäten, darunter die Universität Münster, und Forschungsinstitute stellten ihre Einrichtungen und Fördermöglichkeiten vor. Während der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in Einzelgesprächen mit den Vertretern auszutauschen, um Fragen zu klären und sich individuell beraten zu lassen.
Wir danken Prof. Dr. Draiton Gonzaga de Souza, Prorektor für Forschung und Graduiertenausbildung der PUCRS, für die Organisation und die Gastfreundschaft während der beiden Tage sowie unserem Alumnus, Prof. Dr. Abilio Baeta Neves, für den Empfang und den kontinuierlichen Dialog zur Stärkung der Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland.

Abschluss in Porto Alegre und Veranstaltung in São Paulo
Zum Abschluss des Besuchs in Porto Alegre fand am dritten Tag eine kurze Präsentation und ein Erfahrungsaustausch mit Dozenten verschiedener Fachbereiche der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul (UFRGS) statt, darunter auch der Vizerektor, Prof. Dr. Pedro de Almeida Costa. Die UFRGS war die erste brasilianische Einrichtung, die ein Abkommen mit der Universität Münster geschlossen hat, und ist heute die brasilianische Universität mit der zweithöchsten Anzahl an Kooperationen mit der Universität, gemessen an gemeinsam verfassten Publikationen. Diese Daten basieren auf der Plattform SciVal zur Analyse und Visualisierung der Leistung von Forschungseinrichtungen.
Die letzte Veranstaltung der Reihe in Brasilien fand wie üblich im Goethe-Institut in São Paulo statt und folgte dem gleichen Format. Insgesamt hatten 57 Teilnehmer die Gelegenheit, sich über die wichtigsten Forschungs- und Fördermöglichkeiten für Postdoktoranden in Deutschland zu informieren. Seit seiner ersten Ausgabe versammelt der Workshop in São Paulo jährlich zwischen 50 und 60 Interessierte.
Die Bilanz unterstreicht die anhaltend starke und lebendige wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland und betont die ausgezeichneten Möglichkeiten für Forschende beider Länder, ihre akademische Karriere voranzutreiben. Im Falle der Universität Münster geschieht dies beispielsweise sowohl durch Kooperationsprojekte als auch durch die Entwicklung eigener Forschungsprojekte direkt an der Einrichtung.

