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Ausstellungseröffnung mit hochrangigen Gästen
In der vergangenen Woche wurde in der armenischen Hauptstadt Jerewan die Ausstellung „Die achteckige Kirche von Artaxata – Die Entdeckung eines monumentalen Bauwerks aus dem 4. Jahrhundert“ unter Beteiligung von Wissenschaftler*innen der Universität Münster eröffnet. Die Überreste des ältesten bekannten christlichen Sakralbaus Armeniens wurden vor zwei Jahren von einem deutsch-armenischen Forschungsteam unter Co-Leitung von Prof. Dr. Achim Lichtenberger vom münsterschen Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie entdeckt. An der Ausstellungseröffnung mit Podiumsdiskussion nahmen unter anderem die armenische Kulturministerin Zhanna Andreasyan sowie die deutsche Botschafterin Claudia Busch, der italienische Botschafter Alessandro Ferranti und der EU-Botschafter Vassilis Maragos teil.
Herzstück der Ausstellung im Zentralarchiv für alte armenische Schriften, dem Matenadaran, sind die im vergangenen Jahr zuvor identifizierten Stücke des Altartisches der achteckigen Kirche in der antiken Hauptstadt Artaxata. Des Weiteren werden die Architektur des frühchristlichen Baus, mögliche Datierungsansätze und die genutzten naturwissenschaftlichen Methoden wie Geomagnetik, C14-Datierung und Marmoranalysen vorgestellt. Seit 2018 untersuchen Prof. Lichtenberger und Dr. Mkrtich Zardaryan von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Republik Armenien die hellenistische Königsresidenz Artaxata. Finanziert wird das Projekt unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die Ausstellung durch das münstersche Exzellenzcluster „Politik und Religion“.
Armenien gilt als der erste Staat der Welt, in dem das Christentum zur Staatsreligion erhoben wurde, der Legende nach gut zehn Jahre vor dem Römischen Reich. Trotz der jahrhundertelangen Eingliederung in das Osmanische Reich und später in die Sowjetunion gehören über 90 Prozent der rund drei Millionen Menschen, die in Armenien leben, der Armenischen Apostolischen Kirche an. Das Christentum spielt nach wie vor eine zentrale Rolle für die nationale Identität Armeniens.



