Master-Studium
Master-Studium

Master - SKÄA

Sprachen und Kulturen Ägyptens und Altvorderasiens
  • Das Wichtigste auf einen Blick / Einführung

    Vernatwortlicher Fachbereich Fachbereich 09 Philologie
    Titel des Studiengangs

    Sprachen und Kulturen Ägyptens und Altvorderasiens (SKÄA)

    Abschlussgrad / -bezeichnung Master of Arts (MA)

    Studienform

    Vollzeitstudium  
    Präsenzstudiengang

    Studientyp konsekutiv
    Umfang ECTS insgesamt

    120

    Regelstudienzeit

    4 Semester

    Studienort

    Münster

    Der stark forschungsorientierte MA-Studiengang bietet einen Master of Arts in einem der vier akademischen Fächern: Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik oder Vorderasiatische Archäologie. Zu Beginn des Masterstudiums wählen die Studierenden eines dieser vier Fächer als Schwerpunkt, in dem die Mehrzahl der Leistungspunkte erbracht und auch die Masterarbeit geschrieben wird.

    In allen vier Fächern steht das Arbeiten mit Originalquellen im Vordergrund. Sowohl archäologische als auch philologische Neufunde werden hier aktiv erschlossen. Dabei besteht die Möglichkeit, direkt an Ausgrabungen teilzunehmen und/oder schriftliche Originalquellen, wie Tontafeln, Papyri oder Pergamenthandschriften, zu bearbeiten. Ein übergreifendes und für alle Studierenden verpfichtendes Modul führt zu Beginn des Studiums gezielt in die philologischen und archäologischen Forschugsmethoden der vier Fächer ein.

    Der Masterstudiengang baut direkt auf den im BA-Studiengang „Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens“ erworbenen Kenntnissen auf, die durch eine gezielte Spezialisierung vertieft und durch aktuelle Forschung wissenschaftlich geschärft werden. Er ist aber ebenso für Studierende mit einem abgeschlossenen BA von anderen Universitäten zugänglich.

    Mit dem Masterstudium kann sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester begonnen werden. Auf Wunsch können Lehrveranstaltungen auch auf Englisch angeboten werden, insofern alle Teilnehmer damit einverstanden sind.

  • Qualifikationsziele

    • Vertrautheit mit den historischen und gesellschaftlichen Diskursen in Ägypten, dem Sudan und den Ländern des vorderasiatischen Raums: Irak, Iran, Syrien und Türkei
    • Fachkompetenz im Umgang mit antiken Originalquellen
    • Fähigkeit zur Erschließung und Bearbeitung archäologischer Neufunde
    • Routine im Lesen, Entziffern, Einordnen und Präsentieren von Originaltexten
    • Routine in der archäologischen und philologischen Analyse von Fundobjekten
    • Routine in der ikonographischen und epigraphischen Auswertung
    • Sicherheit in der wissenschaftlichen Argumentation
    • Fähigkeit zur eigenständigen Forschung und wissenschaftlichen Arbeit, Recherche, Analyse, Erstellung wissenschaftlicher Texte und ihrer Präsentation
    • Wissenschaftliche Medienkompetenz
    • Vertrautheit mit den fachspezifischen Methoden und Anwendungsbereichen der Digital Humanities
    • Kompetenter Umgang mit digitalen Dokumentations- und Rechercheverfahren
    • Routine in der kritischen Analyse von Fachtexten
    • Fähigkeit zur Kommunikation fachlicher Inhalte an unterschiedliche Zielgruppen
    • Geschulte interkulturelle und kulturhistorische Kompetenz
  • Berufliche Perspektiven

    Die antiken Kulturen Ägyptens und Altvorderasiens decken einen Zeitraum von über 10.000 Jahren ab. Sie erstrecken sich von der Steinzeit bis ins Mittelalter über Ägypten und den Sudan, das mesopotamische Tiefland und die angrenzende Bergregionen in Irak, Syrien, Türkei und Iran. Daraus ergeben sich sehr vielfältige und weitreichende berufliche Perspektiven, da die hier erworbenen Fähigkeiten auf alle denkbaren Anwendungsbereiche übertragbar sind.

    • Kultur-, Medien-, und Wissenschaftspolitik
    • Expertentätigkeit bei Polizei, Bundes- und Landeskriminalämtern
    • Handels- und Wirtschaftsberatung
    • Verwaltungstätigkeit auf Bundes- oder Landesebene 
    • Journalismus und Auslandskorrespondenz
    • Museumslaufbahn
    • Hochschullaufbahn
    • Verlagslaufbahn
    • Tourismusbranche
    • Kultur- und Eventmanagement
    • Stiftungsarbeit, NGOs, Thinktanks
    • Kommunale Integrationsarbeit
    • Vereinsarbeit zur Förderung von Kindern, Jugendlichen, Studierenden und Erwachsenen mit Migrationshintergrund
    • Erwachsenenbildung
  • Studienverlauf – Kompetenzerwerb

    • Die Studierenden wählen als Schwerpunkt eines der vier Fächer: Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik oder Vorderasiatische Archäologie.
    • Im 1. und 2. Fachsemester führt ein für alle Studierende verpflichtendes fachübergreifendes Modul M1 Schnittstelle Philologie–Geschichte–Archäologie in die Methoden des philologischen und archäologischen Arbeitens ein.
    • Im jeweiligen als Schwerpunkt gewählten Fach sind zudem drei Wahlpflichtmodule zu absolvieren, die für diesen Schwerpunkt als Pflichtmodule gelten.
    • Für den Schwerpunkt Ägyptologie gelten die Module M2 Ägyptische Sprache im idealtypischen 1. und 2. Fachsemester, M3 Ägyptische Denkmälerkunde und ihre Methoden im 1. oder 2. Fachsemester und M 4 Weiterführende ägyptologische Studien im 2. oder 3. Fachsemester als verpflichtend.
    • Für den Schwerpunkt Altorientalistik gelten die Module M5 Akkadisch im idealtypischen 1. und 2. Fachsemester, M6 Sumerisch im 1. und 2. Fachsemester und M7 Weiterführende Studien in der Altorientalistik im 2. oder 3. Fachsemester als verpflichtend.  
    • Für den Schwerpunkt Koptologie gelten die Module M8 Koptische Handschriften und Dialekte im idealtypischen 1.–2. Fachsemester, M9 Ägypten von den Römern bis ins frühe Mittelalter im 1.–2. Fachsemester und M10 Weiterführende koptologische Studien im 2. oder 3. Fachsemester als verpflichtend.
    • Für den Schwerpunkt Vorderasiatische Archäologie gelten die Module M11 Vorderasiatische Archäologie im idealtypischen 1.–2. Fachsemester, M12 Archäologie Ägyptens und Altvorderasiens im 1.–2. Fachsemester und M13 Weiterführende Studien in der Vorderasiatischen Archäologie im 2. oder 3. Fachsemester als verpflichtend.
    • Die Module M14 Betreutes Selbststudium im idealtypischen 3. Fachsemester und M20 Ergänzende multidisziplinäre Studien im 1.–3. Fachsemester gelten zudem, wie das einführende Modul M1, übergreifend für alle vier Fächerschwerpunkte als Pflichtmodule.
    • Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, in den Wahlmodulen M15–M18 im jeweiligen Schwerpunkt praxisorientiert zu arbeiten. Das Modul M15 bietet Forschungsorientiertes Arbeiten, M16 Publikationsorientiertes Arbeiten. In den Modulen M17 und M18 lässt sich auf zwei Semester verteilt ein jeweils berufsorientiertes Kurzzeitpraktikum von 3 Wochen absolvieren. Das Modul 19 bietet die Möglichkeit eines berufsorientierten Langzeitpraktikums von 6 Wochen.
    • Das Modul M21 Masterarbeit wird im idealtypischen 4. Fachsemester absolviert.
    • Die Masterprüfung wird studienbegleitend abgelegt. Sie setzt sich aus den Prüfungsleistungen im Rahmen der für den jeweiligen Schwerpunkt absolvierten Module (3/4 der Gesamtnote) sowie der Masterarbeit (1/4 der Gesamtnote) als weiterer Prüfungsleistung zusammen.
  • Blick in den Studiengang / Besonderheiten des Studiengangs

    • Direkter Austausch und Kontakt mit den Lehrenden auf Augenhöhe durch einen für Oxford und Cambridge typischen Betreuungsschlüssel
    • Praxisorientiertes Arbeiten an originalen Artefakten
    • Hohe Internationalität
    • Teilnahme an Ausgrabungen in Ägypten, im Sudan oder Irak
    • Bearbeitung von aktuellen Grabungsfunden und Museumsobjekten
    • kontinuierliche Arbeit mit originalen Textquellen bzw. archäologischen Artefakten in allen Modulen 
    • Wahlmöglichkeiten über Veranstaltungen aus vier thematischen Schwerpunkten hinaus
    • Fachübergreifendes Arbeiten
    • Förderung forschenden Lernens durch direkte Anbindung einzelner Lehrveranstaltungen an die Drittmittelprojekte der Lehrenden
    • direkter Einblick in DH-Verfahren, z.B. in die DH-gestützte Textedition auf der Plattform papyri.info 
    • Möglichkeit zur Schärfung des eigenen beruflichen Profils durch fachlich eingebundene Praktika
    • Regelmäßige Exkursionen im In- und Ausland
    • Unterstützung bei der Organisation von Auslandsaufenthalten
    • Mitarbeit an der wissenschaftlichen Erschließung der Objekte in den fachspezifischen Institutssammlungen 
  • Zielgruppe, Zugang, Zulassung und Studienstart

    • Studierende mit abgeschlossenem Bachelor z.B. im Studiengang „Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens“ oder einem anderen vergleichbaren Abschluss.  
    • Zugangsvoraussetzung: Abschluss eines fachlich einschlägigen BA-Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Seme­stern vergleichbarer Leistungen an einer deutschen oder ausländischen Hochschule
    • Studienstart im Winter- oder Sommersemester; Wechsel von einer anderen Hochschule mit Einstieg in ein höheres Fachsemester ist möglich 

     

  • Studiengangsleitung und Modulverantwortliche

    Studiengsleiter/in

    Prof. Dr. Gesa Schenke

    Vertretung

    Prof. Dr. Florian Janoscha Kreppner 

    Modulverantwortliche  
    Altorientalistik (M 5, M 6, M 7) Prof. Dr. Kristin Kleber 
    Vorderasiatische Archäologie (M 1, M 11, M 12, M 13, M 14, M 15, M 16, M 17, M 18, M 19, M 20, M 21) Prof. Dr. Florian Janoscha Kreppner 
    Ägyptologie (M 2,M 3, M 4) Prof. Dr. Angelika Lohwasser
    Koptologie (M 1, M 8, M 9, M 10, M 14, M 15, M 16,  M 17, M 18, M 19, M 20, M 21)

    Prof. Dr. Gesa Schenke

    Unterstrichen = Modulverantwortung bei Studiengangsleiter/in