Bachelor-Studium
Bachelor-Studium

Zwei-Fach-Bachelor - AKÄV

Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens

Das Wichtigste auf einen Blick / Einführung

Vernatwortlicher Fachbereich Fachbereich 09 Philologie
Titel des Studiengangs

Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens (AKÄV)
Ancient Cultures of Egypt and the Near East

Abschlussgrad / -bezeichnung Bachelor of Arts (BA)

Studienform

Vollzeitstudium  
Präsenzstudiengang (mit digitalen Lehr-Lern-Einheiten)

Studientyp

Teilstudiengang des Zweifachbachelors

Umfang ECTS insgesamt

75

Regelstudienzeit

6 Semester

Studienorte

Münster

 

  • Qualifikationsziele

    Der Bachelor-Teilstudiengang „Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens“ (AKÄV) vermittelt fundierte Kenntnisse in Geschichte, Kulturen, Sprachen und materiellen Hinterlassenschaften des alten Ägyptens und Vorderasiens. Getragen von den vier Disziplinen Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie verbindet der Studiengang philologische, kulturhistorische und archäologische Zugänge zu einem interdisziplinären Gesamtprofil.

    Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, schriftliche und materielle Quellen wissenschaftlich zu erschließen, kritisch zu analysieren und in übergreifende historische, soziale, religiöse und kulturelle Zusammenhänge einzuordnen. Durch das Studium der ägyptischen und vorderasiatischen Archäologie sowie der Sprachen, insbesondere des Mittelägyptischen und Akkadischen, und optional des Koptischen oder Sumerischen, entwickeln sie die Kompetenz, originale Quellen eigenständig zu nutzen und auszuwerten.

    Zugleich werden zentrale Methoden der Altertumswissenschaften vermittelt, darunter philologische, archäologische, geschichtswissenschaftliche, religionswissenschaftliche und kulturvergleichende Ansätze. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, komplexe Fragestellungen selbständig zu bearbeiten, Forschungsergebnisse kritisch zu reflektieren und diese schriftlich wie mündlich wissenschaftlich fundiert darzustellen.

    Ein wesentliches Ziel des Studiengangs ist darüber hinaus die Förderung interkultureller Kompetenz. Die intensive Beschäftigung mit den Kulturen des Alten Ägypten und Vorderasiens schärft das Bewusstsein für die historische Bedingtheit kultureller Werte und eröffnet Perspektiven auf kulturelle Vielfalt, die weit über den Gegenstandsbereich des Faches hinausreichen.

  • Berufliche Perspektiven

    Der Studiengang qualifiziert in erster Linie für weiterführende Masterstudiengänge in den Bereichen Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik, Vorderasiatische Archäologie sowie verwandten altertums- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Zugleich vermittelt er fachliche und überfachliche Kompetenzen, die den Einstieg in vielfältige Berufsfelder ermöglichen.

    • Mögliche Tätigkeitsfelder liegen insbesondere in:
    • Museen, Sammlungen und Ausstellungen
    • Archäologischen Forschungsprojekten und Grabungen
    • Denkmalpflege und Kulturgüterschutz
    • Wissenschaftsmanagement und Forschungsförderung
    • Bibliotheken, Archiven und Dokumentationszentren
    • Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung
    • Verlagswesen und Wissenschaftskommunikation
    • Journalismus und Medien
    • Tourismus und internationale Kulturarbeit
    • Stiftungen sowie Einrichtungen des Kulturaustauschs.

    Die Kombination mit einem zweiten Bachelorfach im Zwei-Fach-Modell eröffnet zusätzliche Profilierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten und stärkt die berufliche Anschlussfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen.

  • Studienverlauf – Kompetenzerwerb

    In den ersten beiden Fachsemestern erwerben die Studierenden ein breites Grundlagenwissen in allen vier beteiligten Disziplinen. Sie lernen zentrale Themen, Epochen, Methoden und Quellengattungen kennen und werden in die altägyptischen und altorientalischen Sprachen eingeführt. Gleichzeitig werden Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt.

    Ab dem dritten Semester erfolgen der Ausbau sprachlicher Kompetenzen im Mittelägyptischen und im Akkadischen sowie die erste individuelle Schwerpunktsetzung. Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse entweder stärker im philologisch-kulturhistorischen Bereich durch weitere Sprachstudien oder im archäologisch-kulturhistorischen Bereich durch die Analyse materieller Quellen.

    Die Aufbau- und Vertiefungsmodule fördern die eigenständige wissenschaftliche Arbeit. Seminarreferate, Hausarbeiten, Quellenanalysen und Forschungsprojekte vermitteln Kompetenzen in Recherche, methodischer Reflexion, wissenschaftlicher Argumentation und Präsentation. Im Vertiefungsmodul werden komplexe Fragestellungen der Philologie und Archäologie bearbeitet und spezifische Interessen weiterentwickelt.

    Die Bachelorarbeit bildet den Abschluss des Studiums und weist nach, dass die Studierenden eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig und methodisch reflektiert bearbeiten können.

  • Blick in den Studiengang / Besonderheiten des Studiengangs

    Der Studiengang zeichnet sich durch seine deutschlandweit seltene Verbindung aus vier eigenständigen altertumswissenschaftlichen Disziplinen aus. Die enge Kooperation von Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik und Vorderasiatischer Archäologie ermöglicht einen umfassenden Zugang zu den Kulturen des Alten Ägypten und Vorderasiens und verbindet sprachliche, historische und archäologische Perspektiven auf einzigartige Weise.

    Kennzeichnend ist die Verbindung von Quellenstudium und Kulturgeschichte: Die Studierenden lernen nicht nur über antike Kulturen, sondern arbeiten unmittelbar mit deren schriftlichen und materiellen Zeugnissen. Besondere Möglichkeiten eröffnen die wählbaren Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik oder Vorderasiatische Archäologie. Durch die enge Anbindung an die beteiligten Institute mit ihren spezialisierten Fachbibliotheken, Sammlungen und Forschungsinfrastrukturen werden die Studierenden frühzeitig an wissenschaftliche Arbeitsweisen herangeführt. Bereits während des Bachelorstudiums sind sie in aktuelle Forschungsdiskussionen eingebunden und profitieren vom direkten Austausch mit den Lehrenden sowie von der Nähe zu laufenden Forschungsprojekten. Diese Rahmenbedingungen fördern forschendes Lernen in besonderem Maße und ermöglichen es den Studierenden, eigene wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und eigenständig zu bearbeiten. Exkursionen, archäologische Feldforschungen und die Möglichkeit zur Mitwirkung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten ergänzen das Studium um praxisnahe Erfahrungen und schaffen eine enge Verbindung zwischen Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Praxis.

    Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung vermittelt der Studiengang nicht nur spezialisiertes Fachwissen, sondern fördert zugleich analytisches Denken, kulturelle Reflexionsfähigkeit und die Kompetenz, komplexe historische Prozesse aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zu betrachten. Damit trägt er wesentlich zur Ausbildung von Absolventinnen und Absolventen bei, die historische Tiefe mit wissenschaftlicher Urteilskraft und interkultureller Offenheit verbinden

  • Beratungs- und Service-Angebote für Studierende