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Der Arbeitsbereich Sportpsychologie beschäftigt sich thematisch besonders mit Expertise- und Gesundheitsforschung sowie diagnostischen Fragestellungen im Sport. Im Rahmen der Expertiseforschung werden beispielsweise kognitive Stra­tegien von Athlet/innen und Trainer/innen, Wahrnehmung und motorische Kontrolle untersucht. Im Kontext so­zialpsychologischer Aspekte des Sports werden beispielsweise Selbstkonzepte und Motivation von Schüler/innen im Sportunterricht, von Sportler/innen und von Zuschauer/innen, der Einfluss von Beobachter/innen auf Leistungen, Urteilsverzerrungen sowie Phänomene wie der Heimvorteil beleuchtet. Weiterhin beschäftigen wir uns mit der motorischen und psychosozialen Entwicklung und speziell deren Diagnostik und erforscht Implikationen auf Sportpartizipation, auf generelle physischer Aktivität und Bewegung. Insbesondere beschäftigt die Sportpsychologie Münster sich mit Fragen der Forschungsmethodologie und adäquaten, komplexen statistischen Auswertungsmethoden.

Die Mitglieder des Arbeitsbereichs Sportpsychologie engagieren sich außerhalb und in­nerhalb der Universität in zahlreichen Funktionen. So war z. B. Bernd Strauß von 2001 bis 2006 und von 2008 bis 2016 Dekan des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaft, war von 2003 bis 2009 Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) und von 2001 bis 2004 Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Sportpsychologie. Seit August 2009 ist Bernd Strauß Spitzensportbeauftragter der Universität Münster. Im Mai 2013 wurde Bernd Strauß zum Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie gewählt. Prof. Bernd Strauß ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher sowie wissenschaftlicher Zeitschriftenbeiträge. U. a. ist er seit 2004 Mitherausgeber, seit 2011 Editor-in-Chief der Zeitschrift „Psychology of Sport and Exercise“ (Elsevier).
Im Jahr 2005 lehnte Bernd Strauß den Ruf auf eine W3-Professur für Sportwissenschaft mit den Schwerpunkten Sportpsychologie und Forschungsmethodologie der Universität Tübingen ab. 2008 lehnte Bernd Strauß den Ruf auf eine W3-Professur für Sportpsychologie an der Universität Heidelberg ab.

Prof. Maike Tietjens war z. B. von 2001 bis 2005 Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaft und von 1999 bis 2005 Mitglied im Vor­stand der asp. Von 2007 bis 2012 war sie Vizepräsidentin für Finanzen der dvs und von 2009 bis 2016 Vizepräsidentin für Personalentwicklung, Gleichstellung und Frauen des Deutschen Turner-Bundes (DTB). Von 2011 bis 2016 war Maike Tietjens Gleichstellungsbeauftragte der Universität Münster und ist seit Oktober 2016 Prorektorin für strategische Personalentwicklung der Universität Münster.

Dr. Barbara Halberschmidt hat parallel zur Dissertation das Referandariat an einem Berufskolleg in Köln absolviert und beides im Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen. Nach Stellen an der Deutschen Sporthochschule Köln und an einem Berufskolleg in Düren, kehrte sie 2010 nach Münster zurück und ist dort seit 2013 als akademische Rätin beschäftigt. In 2016 schloß sie erfolgreich die Weiterqualifizierung zu Hochschulmanagement ab. Sie ist in einzelnen Gremien der Universität tätig, leitet aktuell eine Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie und ist als Mentorin der Spitzensportler/innen der Universität tätig.

Im Laufe der letzten Jahre konnten zahlreiche Mitarbeiterstellen aus Landesmitteln sowie mit Hilfe von Drittmit­teleinwerbungen geschaffen werden. In jüngster Zeit wurden von Mit­gliedern des Arbeits­bereichs Sportpsychologie mehrere drittelmittelgeförderte Projekte eingeworben. Zum Arbeitsbereich gehören neben zahlreichen studentischen Hilfskräften auch Stipendi­aten und mit Friederike Rosenfeld eine Sek­retariatskraft.