Die Bedeutung Israels in der Bibel

Theologe de Vos an internationalem Forschungsprojekt zum Nahost-Konflikt beteiligt

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PD Dr. J. Cornelis de Vos

Der evangelische Theologe PD Dr. J. Cornelis de Vos vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ ist in ein neues internationales Forschungsprojekt zum Nahost-Konflikt berufen worden. Er wird die Bedeutung des Landes Israel in biblischen und frühjüdischen Quellen sowie den heutigen Umgang mit diesen Texten untersuchen. Das Projekt trägt den Titel „Promise, Land, and Hope: Jews and Christians Seeking Understanding to Enable Constructive Dialogue about Israeli-Palestinian Issues“ (Verheißung, Land und Hoffnung: Juden und Christen auf der Suche nach gegenseitigem Verständnis für einen konstruktiven Dialog über israelisch-palästinische Fragen).

Insgesamt sind 19 Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern an den Forschungen beteiligt. Ziel der Gruppe ist es, einen konstruktiven Dialog zu fördern. Das Projekt ist im Auftrag des International Council of Christians and Jews (ICCJ) entstanden, einer Dachorganisation von weltweit 38 christlich-jüdischen und interreligiösen Dialogvereinigungen.

Die Wissenschaftler beleuchten die Bedeutung des Landes Israel in der Eschatologie, die Lehre von den „letzten Dingen“ und der Hoffnung auf Vollendung. Sie untersuchen, welche religiösen Texte herangezogen werden, um über Israel zu sprechen, und wo im Umgang mit den Textstellen zwischen verschiedenen Konfliktparteien Dissens besteht. Die Mitglieder des Forschungsprojekts treffen sich im August zu einer ersten Konferenz im belgischen Leuven. Der Münsteraner evangelische Theologe PD Dr. J. Cornelis de Vos forscht am Exzellenzcluster im Projekt A9 „Der Dekalog als religiöser, ethischer und politischer Basis-Text“. (bhe/vvm)