Säkularisierung und Normbegründung

Jurist Prof. Dr. Thomas Gutmann spricht über die Loslösung des Rechts von der Theologie

Thomas Gutmann

Prof. Dr. Thomas Gutmann

Foto: Julia Holtkötter

Über „Säkularisierung und Normbegründung“ spricht Prof. Dr. Thomas Gutmann am Dienstag in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das westliche Rechtsdenken von seinem christlich-theologischen Rahmen gelöst hat. Spätestens ab dem 17. Jahrhundert stellte die Vernunftrechtstheorie die ursprünglichen Konzepte auf das neue Fundament einer Rechtswissenschaft, die Transzendenz nicht länger als Begründung benötigte, wie der Wissenschaftler vorab erläuterte. Sie seien säkularisiert worden. Heute entscheiden sich die Fragen der Rechtsphilosophie und der Rechtsdogmatik laut Gutmann auf einem Feld, das die Theologie nicht mehr berührt.

Der öffentliche Vortrag beginnt am Dienstag um 18.15 Uhr im Hörsaal F 2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22. Die Ringvorlesung „Gewohnheit, Gebot, Gesetz“ des Exzellenzclusters beschäftigt sich im Sommersemester mit der Entstehung von Normen in Geschichte und Gegenwart. Die 13 Vorträge reichen von den Zehn Geboten bis zum modernen Verfassungsrecht. (log)


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