100. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig
100. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig - Zentrum "Frauen und Männer"

Herzlich willkommen auf der Homepage der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung!


Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie ist eine Querschnittsdisziplin der Theologie. Sie reflektiert die Relevanz der (Zwei-) Geschlechtlichkeit für die biblische, historische, systematische und praktische Theologie sowie für die Strukturen, in denen Theologie betrieben wird. Dabei ist sie methodisch und inhaltlich in der Theologie als auch in der Geschlechterforschung verankert, und in beider Interesse fördert sie die Geschlechtersensibilität und -gerechtigkeit in Theologie und Kirche.

Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie hat in Münster Tradition. Seit Ende der 1970er Jahre gibt es an der Fakultät feministisch-theologische Forschung und Lehre. Die Arbeitsstelle in Münster ist neben der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung mit kirchengeschichtlichem Schwerpunkt in Bonn die einzige universitäre katholisch-theologische Institution in Deutschland, die die Geschlechter-Perspektive quer durch die theologischen Disziplinen vertritt und über eine entsprechend umfassende Bibliothek verfügt, die in Kooperation mit der Diözesanbibliothek Münster laufend weitergeführt wird.

Aktuelle Meldungen

"Anderes Männerblid nötig"

"Männer auf der Flucht" - bitte differenzieren!
"Männer auf der Flucht" - Männerfrühstück der Friedenskirchengemeinde (Quelle: Westfälische Nachrichten)

"Am Wochenende besprachen 20 Männer das Thema „Männer auf der Flucht“, begleitet von Moderator Uwe Hartmeier vom Institut für Kirche und Gesellschaft, dem Referenten Daniel Bugiel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung, sowie Pfarrer Hartmut Hawerkamp, Synodalbeauftragter für Männerarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Er bereitet die Treffen mit einem Team vor.

Kern von Bugiels Anliegen ist der Aufruf, differenziert hinzuschauen. So etwa auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht. Die Staatsangehörigkeiten der bislang Tatverdächtigen seien nicht ganz so, wie sie hängengeblieben seien, sagte Bugiel: „Neun sind Algerier, acht Marokkaner, fünf Iraner, vier Syrer, zwei Deutsche, einer ist Iraker, einer Serbe, einer US-Amerikaner.“ Weiterlesen

„Nicht mit mir – Männer gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus“

Logo Nicht Mit Mir
Logo der Kampagne "Nicht mit mir! Männer gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus"

"Wir möchten den Frauen, die in der Silvesternacht in Köln und anderswo zu Opfern sexualisierter Gewalt gemacht wurden, unser Mitgefühl und unsere Solidarität aussprechen. Diese Vorfälle haben uns tief erschreckt und wütend gemacht. Sexualisierte Gewalt – gegen Menschen egal welchen Geschlechts – ist ein Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung. Sexualisierte Gewalt darf nirgendwo auf der Welt Platz haben. Wir fordern bestmögliche Unterstützung für alle von (sexualisierter) Gewalt Betroffenen. Wir unterstützen die Forderungen von frauenpolitischen Organisationen, dass gesetzliche Schutzlücken (Nötigung, Vergewaltigung, Beleidigung) schnellstens beseitigt werden. Der Grundgedanke der Istanbul-Konvention „Nein heißt Nein“ muss auch in deutsches Recht umgesetzt werden. Er muss ausnahmslos für alle Menschen, an jedem Ort und unter allen Bedingungen gelten." Weiterlesen

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Unterzeichnen finden Sie auf der Homepage der Kampagne "Nicht mit mir!".

Vulnerabilität als Topos theologischer Männerforschung

Tagung des Arbeitskreises Theologische Männerforschung
Flyer zur Tagung des Arbeitskreises Theologische Männerforschung 2016
Flyer zur Tagung des Arbeitskreises Theologische Männerforschung 2016

Der Begriff der Vulnerabilität entwickelt sich mehr und mehr zu einem theologischen Leitbegriff, in dem sich zentrale anthropologische und theologische Topoi verdichten. Der Blick auf Männlichkeiten jedoch offenbart eine zerreißende Ambivalenz: Denn einerseits fordert der binäre Geschlechter-Code von Männern dem Mythos des Unverwundbaren zu entsprechen, andererseits scheint Verwundbarkeit ein Existenzial menschlichen Lebens überhaupt zu sein.

Die wissenschaftliche Tagung „Verletzter Gott – verletzter Mensch – verletzter Mann“ fokussiert Verwundbarkeit als Chiffre theologischer Anthropologie und reflektiert anhand dieses Beispiels die Verhältnisbestimmung von theologischer Männerforschung und „profanen“ Gender Studies sowie den Topos der (Un-) Verletztbarkeit als Produkt und Anforderung des binären Codes.

Nähere Informationen finden Sie auf dem Flyer Theologische Männerforschung 2016.

Engagement für Opfer von Gewalt und Krieg

Verleihung des Marga Bührig-Förderpreis für feministisch-befreiungstheologische Arbeiten an Luise Metzler
Preisträgerin Luise Metzler

Die Theologin Dr. Marga Bührig, eine der Pionierinnen der Feministischen Theologie in der Schweiz, hat sich in der weltweiten Kirche und in der Schweiz für Gerechtigkeit und eine befreiende Theologie eingesetzt. Der Förder-Preis der Marga Bührig-Stiftung bezweckt die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der feministischen Befreiungstheologie sowie das Bekanntmachen der Forschungsergebnisse.
Die mit dem Marga Bühring-Förderpreis ausgezeichnete Arbeit ist in der Reihe "Theologische Frauenforschung in Europa" erschienen, die von Prof. Dr. Marie-Theres Wacker und Prof. Dr. Hedwig Meyer-Wilmes herausgeben wird. Weiterlesen

Christlich-muslimische ESWTR-Tagung in Münster

Verwundbarkeit: natürlich, göttlich, gefährlich - Christliche und muslimische Perspektiven zum Vulnerabilitätsdiskurs
Podiumsdiskussion

In Kooperation mit der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung fand die ESWTR-Tagung der deutschen Sektion vom 07.-09. November 2014 in Münster statt. Weiterlesen

Frauenorte in einem Haus des Gebets und der steingewordenen Geschichte

Prof. Dr. Marie-Theres Wacker aus Nordwalde ist eine von 24 DomFrauen

Zwar trägt der St.-Paulus-Dom einen männlichen Namen, dennoch ist er ebenso ein Frauenort. Den Beweis dafür treten 24 engagierte Frauen jetzt als DomFrauen an. Unter dem Leitwort „Wo ist Eva?“ stellen sie ihre ganz persönlichen Frauenorte im Dom vor. Damit beteiligen sich die DomFrauen am Programm rund um das 750-jährige Weihejubiläum des Gotteshauses, das von Freitag bis Sonntag (26. bis 28. September) gefeiert werden wird. Das nächste Mal sind sie am Samstag (21. Juni) im Dom anzutreffen, unter ihnen Prof. Marie-Theres Wacker aus Nordwalde. Weiterlesen