Menschen leben heute durchschnittlich 30 Jahre länger als vor 100 Jahren. Gleichzeitig sind sie dazu aufgefordert, in komplexen Lebensbereichen wie Beruf, Familie und Altersvorsorge eigenverantwortlich Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen zu treffen. Die damit längeren, unterschiedlicheren und unsichereren Lebensverläufe stellen uns vor gesellschaftliche Herausforderungen: Die Sozialpolitik muss das Verhältnis zwischen den Generationen neu regeln, die Rechtsprechung stellt sich auf eine erhöhte Scheidungsquote und Lebensgemeinschaften jenseits der Ehe ein, Arbeitgeber sind auf ein lebensphasensensibles Personalmanagement angewiesen. Nicht zuletzt steigen für den Einzelnen die Risiken seiner Lebensführung.
Die Beiträge des 53. Bandes des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften diskutieren interdisziplinär die Herausforderungen, die in einer Gesellschaft des langen Lebens beobachtet werden können. Sie skizzieren sozialwissenschaftlich fundierte und christlich-ethisch gehaltvolle Leitideen zur Orientierung für politische Handlungsfelder, die Lebensverläufe beeinflussen. Damit geben die Texte Hinweise, wie eine Sozialethik aussehen sollte, um für eine Gesellschaft des langen Lebens Antworten zu geben.
Neben dem Schwerpunktthema bietet der Band zwei Forschungsbeiträge aus der Christlichen Sozialethik und die empirische Studie „Zur Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Katholischen Theologie“. Dieser für die gesamte Theologie wichtige Bericht bietet auf der Grundlage gegenwärtiger statistischer Entwicklungen eine begründete Prognose über den künftigen Bedarf an WissenschaftlerInnen in der katholischen Theologie.
Print- und Online-Zugriff
Die Druckausgabe dieses Bandes erscheint im November 2012 im Aschendorff Verlag, Münster.
Die Artikel des Bandes erscheinen hier im Open Access im November 2013; bis dahin können die Beiträge in der Printausgabe oder per Online-Abonnement gelesen werden. Ältere Beiträge des Jahrbuches sind im Archiv frei zugänglich.
Inhaltsverzeichnis
| Inhaltsverzeichnis |
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| 5–7 |
| Vorwort |
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| Marianne Heimbach-Steins, Alexander Filipović | 9–15 |
Thema der Ausgabe – Ouvertüre
| Lebenslaufpolitik – Anforderungen an Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit in einer Gesellschaft des langen Lebens |
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| Eva M. Welskop-Deffaa | 17–35 |
| Wandel von Lebensverlaufsmustern – Herausforderungen für politisches Handeln |
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| Carsten Wippermann | 37–56 |
| Bundesagentur für Arbeit: Personalpolitik ist lebensphasenorientiert |
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| Michael Kühn | 57–73 |
Thema der Ausgabe – Forschungsbeiträge
| Wandel von Generationenverhältnissen – sozialpolitische Herausforderungen der Generationengerechtigkeit |
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| Bernhard Laux | 107–137 |
| Individualisierung von Lebensverläufen und Verantwortungskooperationen. Herausforderungen eines geschlechtergerechten Ehe-, Partnerschafts- und Familienrechts |
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| Stephan Meder | 139–169 |
| Die Systemrelevanz generativer Sorgearbeit. Oder: Was kommt nach dem Töchterpflegepotential? |
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| Uta Meier-Gräwe | 171–190 |
Forschungsbeiträge zur Sozialethik
| Über die gesellschaftstheoretische Offenheit des Subsidiaritätsprinzips |
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| Jochen Ostheimer | 193–219 |
| Spatial turn in der christlichen Sozialethik. Ein Plädoyer |
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| Martin Schneider | 221–244 |
Berichte und Mitteilungen
| Zur Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Katholischen Theologie |
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| Bernhard Emunds, Silke Lechtenböhmer | 247–294 |
Berichte und Mitteilungen – Tagungsberichte
| Sozialethik in postdemokratischen Zeiten. Bericht über das 13. Berliner Werkstattgespräch der Sozialethiker(innen) 2012 |
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| Arnd Küppers | 295–301 |
| Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit!? Bericht zum 21. Forum Sozialethik (05.–07.09.2011) in der Katholischen Akademie Schwerte |
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| Sebastian Zink, Daniela Kirmse, Stefanie Wahl, Andreas Fisch | 303–306 |
| "Ist der deutsche Sozialversicherungsstaat am Ende?" Bericht zu den 2. Heppenheimer Tagen zur christlichen Gesellschaftsethik |
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| Hermann-Josef Große Kracht | 307–313 |
Berichte und Mitteilungen – Qualifikationsarbeiten
| Qualifikationsarbeiten in der deutschsprachigen katholischen Sozialethik |
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| 315–325 |
| Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes |
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| 327–328 |
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