Rückblick 2026

Hier finden Sie Rückblicke auf vergangene Q.UNI-Aktivitäten sowie weitere spannende Informationen über Q.UNI.

11.08.–14.08.2026 | kreisl Kiste auf dem Domplatz Münster
11.08.–14.08.2026 | kreisl Kiste auf dem Domplatz Münster

Kreisläufe entdecken und Zukunft gestalten

© Q.UNI/Ilyana Tertzanlis

Im Rahmen eines Ferienprogramms verwandelte Q.UNI die kreisl Kiste der FH Münster auf dem Domplatz in eine offene Lernwerkstatt. An vier Tagen forschten, experimentierten und bauten insgesamt rund 60 junge Forschende zu einem eigenen Nachhaltigkeitsthema. Dabei standen eigene Vermutungen, selbstständiges Ausprobieren und gemeinsames Weiterdenken im Mittelpunkt. Die vollständig ausgebuchten Angebote zeigten dabei einmal mehr, wie vielseitig sich Fragen rund um Naturwissenschaften, Technik und Nachhaltigkeit gemeinsam erforschen lassen.

Zum Auftakt drehte sich alles um die Welt der Bienen und Insekten: In der „Waben-Werkstatt“ untersuchten die Kinder, warum Bienen sechseckige Waben bauen und welche Formen besonders stabil und platzsparend sind. Sie nahmen außerdem Insekten genauer unter die Lupe, gingen der Bestäubung auf den Grund, bauten eigene Wildbienenhotels und stellten wiederverwendbare Bienenwachstücher her. So wurde sichtbar, welche wichtige Rolle Insekten für Pflanzen, Lebensmittel und funktionierende Ökosysteme spielen.

© Q.UNI/Ilyana Tertzanlis

Am zweiten Tag drehte sich an den offenen Experimentierstationen alles um Wasser als wertvolle Ressource. Die Teilnehmenden untersuchten unter anderem, warum Gegenstände schwimmen oder sinken, und ließen Pfeffer auf der Wasseroberfläche „fliehen“. Außerdem erprobten sie, wie sich Wasser Farben durch Papier transportiert und voneinander trennt und wie sich Wasser mit selbstgebauten Filtern reinigen lässt. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden darüber hinaus Fragen wie „Wem gehört Wasser?“ oder „Soll Wasser kostenlos sein?“, bevor sie beim Bau eigener Wasserräder erforschten, wie sich die Kraft des Wassers nutzen lässt.

Der dritte Tag führte die Kinder als Bodendetektive unter die Erdoberfläche: Sie verglichen verschiedene Bodenarten, untersuchten ihre Bestandteile genauer und erforschten, wie gut Sand, Blumen- und Gartenerde Wasser speichern können. Weitere Experimente machten sichtbar, wie Wasser Boden abtragen kann und welche Rolle Pflanzen beim Schutz vor solcher Erosion spielen. Im „Regenwurmlabor“ beschäftigten sich die Kinder außerdem mit den kleinen Bodenbewohnern und ihrer Bedeutung für einen gesunden Boden. Ein Wasserkreislauf im Marmeladenglas verband schließlich Boden, Pflanzen und Wasser zu einem eigenen kleinen Ökosystem.

© Q.UNI/Ilyana Tertzanlis

Zum Abschluss erkundeten die Teilnehmenden unter dem Motto  „Volle Energie!“ mit Kurbelgeneratoren, Solarenergie, Windrädern und einfachen Stromkreisen unterschiedliche Wege der Energiegewinnung und -umwandlung. Sie brachten durch eigene Muskelkraft Lampen zum Leuchten, experimentierten mit der Energie der Sonne und des Windes und untersuchten, welche Materialien Wärme besonders gut dämmen. Dabei ging es immer auch um die Frage, wie Energie nachhaltig erzeugt und bewusst genutzt werden kann.

| Anne-Jakobi-Haus Münster-Roxel
Anne-Jakobi-Haus Münster-Roxel

Roboter, Zufall und bunte Farbwelten

© Q.UNI/Ilyana Tertzanlis

Bei der Ferienbetreuung im Anne-Jakobi-Haus in Roxel erwartete rund 20 Kinder der zweiten bis vierten Klasse ein abwechslungsreiches Angebot aus Robotik und Farbenlehre. In zwei Workshops hatten sie Gelegenheit, zu beobachten, Vermutungen aufzustellen und eigene Ideen praktisch zu erproben.

Mit den „Ozobots“ untersuchten die Kinder, wie kleine Roboter schwarzen Linien folgen und sich an Abzweigungen für unterschiedliche Wege entscheiden. In mehreren Durchgängen dokumentierten die Teilnehmenden die Fahrtrichtungen und verglichen ihre Beobachtungen. Anschließend probierten sie Farbcodes aus, mit denen sich Geschwindigkeit, Richtung und weitere Aktionen der „Ozobots“ beeinflussen ließen. Spielerische Zufallsfahrten zeigten, dass Roboter nicht an jeder Kreuzung denselben Weg wählen müssen.

© Q.UNI/Ilyana Tertzanlis

Im Workshop „Bunte Farbwelten“ erforschten die Teilnehmenden, wie Wasser Farben transportiert und trennt. Für eine Regenbogenbrücke bemalten sie die Enden eines gefalteten Küchenpapiers mit wasserlöslichen Filzstiften und stellten diese in zwei mit Wasser gefüllte Becher. Durch den Kapillareffekt stieg das Wasser im Papier auf und ließ die Farben zu einem Regenbogen wandern. Bei der Papierchromatografie untersuchten die Kinder anschließend, aus welchen Farbbestandteilen ein Filzstift zusammengesetzt ist. Das Wasser transportierte die gelösten Farbstoffe unterschiedlich weit über das Filterpapier, sodass insbesondere aus schwarzen Stiften überraschend bunte Muster entstanden. Die getrockneten Chromatogramme konnten als Erinnerung mitgenommen werden.

| Ferienbetreuung der Bezirksregierung Münster
Ferienbetreuung der Bezirksregierung Münster

Mit Auge, Ohr und Haut die Welt vermessen

© Q.UNI/Gözde Akgül

Gemeinsam mit dem MExLab Physik gestaltete Q.UNI im Rahmen von „Physik to Go“ ein Ferienangebot für zehn Kinder der Bezirksregierung Münster. Im Workshop „Wie wir die Welt messen – Unsere Sinne als Detektoren“ und dem anschließenden „Sinnesparcours“ untersuchten die Teilnehmenden, wie ihr Körper Licht, Schall, Druck und Temperatur wahrnimmt. So verband das Ferienangebot Physik, Medizin und die überraschenden Leistungen des menschlichen Gehirns.

Zum Einstieg erkundeten die Kinder eine geheimnisvolle Box, ohne deren Inhalt sehen zu können. Dabei überlegten sie, welche Sinne sie zum Erkennen der Gegenstände nutzen und ob technische Geräte ähnliche Messaufgaben übernehmen können. Anschließend fungierten die Sinne an verschiedenen Experimentierstationen als Forschungsinstrumente: Farbfolien, Prismen und UV-Perlen zeigten, welche Rolle Licht beim Sehen spielt. Zudem machten Stimmgabeln, Klangschalen und weitere Klangexperimente erfahrbar, dass Schall durch Schwingungen entsteht.

© Q.UNI/Gözde Akgül

Daneben stand die Haut im Mittelpunkt: Beim Experimentieren mit unterschiedlich großen Druckflächen untersuchten die Kinder, weshalb sich dieselbe Kraft je nach Fläche verschieden anfühlt. Der Vergleich von Holz und Metall zeigte außerdem, dass Materialien trotz gleicher Temperatur unterschiedlich warm oder kalt erscheinen können, weil sie Wärme verschieden schnell leiten. Medizinische Geräte wie Endoskop, Ultraschallgerät, Blutdruckmessgerät und Wärmebildkamera verdeutlichten, wie technische Messverfahren die menschlichen Sinne ergänzen.

Im „Sinnesparcours“ ließ sich die eigene Wahrnehmung auf besondere Weise herausfordern. Beim „Samthände-Gitter“ erzeugt das Gehirn aus mehreren Berührungsreizen das Gefühl einer zusätzlichen Berührung. Eine Spiegeltäuschung machte sichtbar, wie stark sich das Gehirn auf optische Informationen verlässt, eine Spezialbrille erschwerte vertraute Bewegungen plötzlich und Klangstationen wie Theremin und Klangbaum luden dazu ein, Töne zu verändern und Schwingungen genauer zu untersuchen.

| Erholungsfreizeit für Jugendliche aus Winnyzja
Erholungsfreizeit für Jugendliche aus Winnyzja

Wasser unter der Lupe

© Q.UNI/Gözde Akgül

Im Rahmen einer rund einwöchigen Erholungsfreizeit verwandelte Q.UNI gemeinsam mit rund 50 ukrainischen Jugendlichen aus Münsters ukrainischer Solidaritätspartnerstadt Winnyzja die Westerholtsche Wiese an der Aa in ein Freiluftlabor. Die LaborLeeze hatte alle benötigten Materialien im Gepäck, um verschiedene Wasseranalysen in unmittelbarer Nähe des Aasees durchzuführen. In Kleingruppen sammelten die Teilnehmenden Wasserproben aus der Umgebung und untersuchten sie an vier Forschungsstationen. Begleitende Schilder in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache unterstützten die Orientierung und ermöglichten einen niedrigschwelligen Zugang zu den Angeboten. So verband der Nachmittag wissenschaftliches Untersuchen, Umweltbildung und kreatives Experimentieren unter freiem Himmel.

An der ersten Station beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem pH-Wert als einem wichtigen Merkmal der Wasserqualität. Zunächst stellten sie Vermutungen darüber an, ob ihre Proben sauer, neutral oder basisch sein könnten. Sie bestimmten anschließend die Werte mithilfe von Reagenzien und Teststreifen, dokumentierten die Ergebnisse und verglichen die verschiedenen Proben miteinander. An einer weiteren Station untersuchten sie zusätzliche Indikatoren der Wasserqualität, um die Messergebnisse anschließend einzuordnen und mögliche Ursachen von Verunreinigungen zu diskutieren.

© Q.UNI/Gözde Akgül

Auch Mikroplastik wurde zum Forschungsgegenstand: Die Jugendlichen filtrierten eigens gesammelte sowie vorbereitete Wasserproben und betrachteten die Rückstände mit Lupen. Dabei versuchten sie, Kunststoffpartikel von natürlichen Materialien zu unterscheiden. Im Anschluss sprachen die Teilnehmenden gemeinsam darüber, auf welchen Wegen Mikroplastik ins Wasser gelangt und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, dies im Alltag zu verringern.

An der Station „Cyanotypie“ verbanden sich Naturwissenschaft und Gestaltung: Die Teilnehmenden arrangierten Blätter, Blumen und andere Naturmaterialien auf speziell vorbereitetem Papier und belichteten ihre Kompositionen im Sonnenlicht. Durch eine chemische Reaktion entstanden nach dem Auswaschen mit Wasser tiefblaue Bilder mit hellen Abdrücken der verwendeten Materialien.

28. & 29.07.2026 | Grundschule Wolbeck-Nord
28. & 29.07.2026 | Grundschule Wolbeck-Nord

Programmieren, komponieren und zeichnen mit „MatataLab“

© Q.UNI/Tobias Zimmermann

An zwei Tagen brachte Q.UNI die Welt des Programmierens in die Ferienbetreuung der Grundschule Wolbeck-Nord. Insgesamt rund 40 Kinder erlebten mithilfe der „MatataBots“, wie sich Roboter mithilfe genauer Anweisungen steuern lassen. Der Workshop verknüpfte informatisches Denken mit Musik, Mathematik und kreativem Gestalten und zeigte so, wie aus einzelnen, präzise angeordneten Befehlen komplexe Bewegungen, Bilder und Melodien entstehen können.

Ganz ohne Bildschirm oder Programmiersprache legten die Kinder verschiedene Befehlsbausteine auf einem Programmierboard zu Bewegungsfolgen zusammen. Sie planten eigene Wege, ließen die Roboter vorwärtsfahren oder abbiegen und überprüften anschließend, ob ihre Programmierungen wie beabsichtigt funktionierten. Wenn der „MatataBot“ sein Ziel noch nicht erreichte, wurden die Befehlsfolgen verändert und erneut getestet.

Besondere Möglichkeiten eröffneten die neuen Set-Erweiterungen „Musik“ sowie „Kunst & Geometrie“: Mit unterschiedlichen Ton- und Melodiebausteinen programmierten die Kinder eigene Klangfolgen. Winkelbausteine und eingesetzte Filzstifte ermöglichten es ihnen außerdem, den Roboter geometrische Formen wie Quadrate oder Sterne zeichnen zu lassen.

| Baumberge-Schule Havixbeck
Baumberge-Schule Havixbeck

Bürstenroboter bauen und Technik in Bewegung erleben

© Q.UNI/Gözde Akgül

Im Rahmen der Ferienbetreuung der OGS an der Baumberge-Schule Havixbeck ermöglichte Q.UNI den Teilnehmenden, Technik zum Anfassen zu erleben: Rund 35 Kinder bauten aus einer Bürste, einem Batteriehalter, einem Schalter und einem kleinen Elektromotor ihren eigenen Bürstenroboter. Dabei verband der Workshop technisches Konstruieren mit kreativem Gestalten und viel Raum zum eigenen Ausprobieren.

Zunächst lernten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Bauteile und ihre Funktionen kennen. Anschließend verbanden sie Kabel, Schalter, Batterie und Motor Schritt für Schritt zu einem Stromkreis. Nachdem sie dessen Funktionsfähigkeit überprüft hatten, befestigten sie die Bauteile auf der Bürste. Beim Einschalten setzt der Motor eine außermittig befestigte Schraube in Drehung. Die dadurch entstehenden Vibrationen überträgt sich auf die Borsten und lässt die kleinen Roboter über den Untergrund wandern. So erfuhren die Kinder unmittelbar, wie ein geschlossener Stromkreis einen Motor antreibt und elektrische Energie in Bewegung umgewandelt wird. Zum Schluss konnten die Kinder ihre Roboter mit Wackelaugen, Pfeifenputzern und weiteren Materialien individuell gestalten.

21. & 24.07.2026 | Ferienbetreuung der Wartburg-Grundschule Münster
21. & 24.07.2026 | Ferienbetreuung der Wartburg-Grundschule Münster

Sterne, Codes und kleine Roboter

© Q.UNI/Tobias Zimmermann

An zwei Tagen brachte Q.UNI abwechslungsreiche Mitmachangebote aus Astronomie, Robotik und Programmierung in die Ferienbetreuung der Wartburg-Grundschule im Stadtteil Gievenbeck. So boten sich insgesamt etwa 40 jungen Forschenden vielfältige Möglichkeiten, den Sternenhimmel zu erkunden, technische Zusammenhänge zu entdecken und eigene Lösungswege zu entwickeln.

An zwei Tagen war Q.UNI in der Ferienbetreuung der Wartburg-Grundschule im Stadtteil Gievenbeck zu Gast. An beiden Terminen nahm jeweils eine neue Gruppe von rund 20 Kindern teil, sodass insgesamt etwa 40 junge Forschende dasselbe abwechslungsreiche Angebot aus Astronomie, Robotik und Programmierung erproben konnten. So boten beide Ferientage vielfältige Möglichkeiten, den Sternenhimmel zu erkunden, technische Zusammenhänge zu entdecken und eigene Lösungswege zu entwickeln.

Im Workshop „Sternbilder der Antike“ erfuhren die Kinder, dass Sternbilder keine tatsächlichen Figuren am Himmel sind, sondern von Menschen geschaffene Muster. Sie lernten ausgewählte Sternbilder und die dazugehörigen Geschichten aus der griechischen Mythologie kennen. Anschließend gestalteten sie eigene drehbare Sternkarten, mit denen sich sichtbare Sternbilder zu unterschiedlichen Zeiten bestimmen lassen.

© Q.UNI/Tobias Zimmermann

Mit den „Ozobots“ untersuchten die Kinder, wie Roboter schwarzen Linien folgen und an Kreuzungen unterschiedliche Wege einschlagen. Durch wiederholte Fahrten konnten sie beobachten und vergleichen, welche Entscheidungen die kleinen Roboter trafen. Farbcodes ermöglichten es ihnen anschließend, bestimmte Bewegungen und Aktionen gezielt zu beeinflussen.

Beim „MatataLab“ programmierten die Teilnehmenden noch aktiver: Sie legten Befehlssteine in einer bestimmten Reihenfolge aus und steuerten die Roboter damit über selbst entworfene Wege. Funktionierte eine Befehlsfolge noch nicht wie geplant, wurde sie überprüft, verändert und erneut getestet. Beim abschließenden Malen mit den Robotern verbanden die Kinder Programmierung und Kreativität.

10. & 15.07.2026 | Geschwister-Scholl-Realschule Münster-Kinderhaus
10. & 15.07.2026 | Geschwister-Scholl-Realschule Münster-Kinderhaus

Zwischen Geschichte und Gegenwart: Auf digitaler Spurensuche im Anne-Frank-Haus

© Q.UNI/Gözde Akgül

Im Rahmen der „Aktionstage gegen Rechts“ war Q.UNI an zwei Tagen an der Geschwister-Scholl-Realschule in Münster-Kinderhaus zu Gast. Insgesamt nahmen rund 80 Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangsstufe 9 am Workshop „Zwischen Geschichte und Gegenwart: Auf digitaler Spurensuche im Anne-Frank-Haus“ teil.

Zunächst beschäftigten sich die Jugendlichen mit zentralen Stationen im Leben Anne Franks: Sie ordneten in Kleingruppen Bilder, Jahreszahlen und Ereignisse auf einem Zeitstrahl ein und untersuchten, wie sich historische Entwicklungen auf das Leben einzelner Menschen auswirkten. Dabei gingen sie auch der Frage nach, wie Historikerinnen und Historiker mit Quellen arbeiten, unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und zwischen Fakten und Deutungen unterscheiden.

© Q.UNI/Gözde Akgül

Anschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Anne-Frank-Haus in einer digitalen Tour. Sie suchten mithilfe gezielter Forschungsaufträge in den einzelnen Räumen nach Spuren des Lebens im Versteck, hielten ihre Beobachtungen fest und tauschten sich darüber aus, welche Informationen sie überrascht oder besonders nachdenklich gemacht hatten.

Ein Videobeitrag über Margot Friedländer bildete die Brücke zur Bedeutung von Zeitzeugnissen und Erinnerungskultur. Die Jugendlichen untersuchten zudem anhand verschiedener Dialogsituationen Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Gegenwart und entwickelten Handlungsmöglichkeiten. Zum Abschluss reflektierten sie unter dem Leitgedanken „Hinschauen statt Wegschauen“, was sie aus dem Workshop für den eigenen Alltag mitnehmen können.

Was war, können wir nicht mehr ändern. Aber es darf nie wieder geschehen […]. Ihr sollt die Zeitzeugen sein, die wir nicht mehr lange sein können […]. Seid Menschen!
Margot Friedländer
09.–16.07.2026 | Schule an der Ems Greven
09.–16.07.2026 | Schule an der Ems Greven

Vier Tage voller Entdeckungen

An vier Veranstaltungstagen besuchte Q.UNI die Schule an der Ems, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, in Greven. Insgesamt nahmen rund 65 Schülerinnen und Schüler an einem abwechslungsreichen Programm aus Robotik, Elektrizität, Archäologie und Wasserexperimenten teil. Im Mittelpunkt standen das eigenständige Ausprobieren, genaue Beobachten und gemeinsame Lösen von Aufgaben.

© Q.UNI/Gözde Akgül

Beim Bau von „Bürstenrobotern“ setzten die Schülerinnen und Schüler Bürsten, Batterien, Schalter und kleine Motoren zusammen. Sobald der Stromkreis geschlossen war, versetzte ein außermittig angebrachtes Gewicht den Roboter in Bewegung. So erfuhren die Teilnehmenden auf anschauliche Weise, wie elektrische Energie einen Motor antreibt und wie dessen Schwingungen auf die Borsten übertragen werden. Im Workshop „Die Stromdetektive“ entstanden anschließend einfache Stromkreise aus Batterie, Kabeln und Glühlämpchen. Darüber hinaus untersuchten die Teilnehmenden, welche Materialien elektrischen Strom leiten und welche als Isolatoren wirken.

Mit den „Ozobots“ erkundeten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Programmierung. Die kleinen Roboter folgten gezeichneten Linien, trafen an Abzweigungen unterschiedliche Entscheidungen und ließen sich durch Farbcodes zu bestimmten Aktionen bewegen. Durch wiederholtes Testen konnten die Jugendlichen beobachten, wie Befehle und zufällige Entscheidungen das Verhalten eines Roboters beeinflussen.

Im Workshop „Schichten der Zeit“ arbeiteten die Teilnehmenden wie Archäologinnen und Archäologen: Mit Pinseln und kleinen Werkzeugen legten sie Fundstücke in vorbereiteten Ausgrabungsflächen vorsichtig frei, dokumentierten ihre Entdeckungen und ordneten sie unterschiedlichen Zeitschichten zu. Dabei lernten sie das Prinzip der Stratigrafie kennen, nach dem tiefer liegende Schichten in der Regel älter sind. Ergänzende Wasserexperimente luden dazu ein, weitere naturwissenschaftliche Phänomene genau zu beobachten und eigene Vermutungen zu überprüfen.

| Kardinal-von-Galen-Gesamtschule Nordwalde
Kardinal-von-Galen-Gesamtschule Nordwalde

Knobeln, konstruieren und programmieren beim „MINT-Parcours“

© Q.UNI/Jessica Oertel

Beim „MINT-Parcours“ an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule in Nordwalde durchliefen rund 120 Schülerinnen und Schüler des gesamten sechsten Jahrgangs verschiedene Mitmachstationen. Dabei waren räumliches Denken, technisches Geschick und genaues Beobachten gefragt. Der abwechslungsreiche Parcours verband Mathematik, Technik, Informatik und Wahrnehmungsforschung und machte die verschiedenen MINT-Fächer praktisch erfahrbar.

An der „Leonardo-Brücke“ konstruierten die Jugendlichen durch geschicktes Ineinanderlegen von Holzstäben eine stabile Brücke – ganz ohne Leim, Schrauben, Nägel oder Schnüre. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler auf anschauliche Weise, wie Druck, Reibung und Gewicht zusammenwirken und zur Stabilität eines Bauwerks beitragen.

Beim „Conway-Cube“ ging es darum, aus sechs Quadern und drei kleinen Würfeln einen vollständigen Würfel zusammenzusetzen. Hinweiskarten halfen schrittweise dabei, die entscheidende Struktur zu erkennen: Die drei kleinen Würfel müssen entlang einer Raumdiagonalen angeordnet werden. Die Aufgabe verdeutlichte, dass mathematisches Problemlösen häufig darin besteht, systematisch vorzugehen und Muster zu entdecken.

© Q.UNI/Jessica Oertel

An den „Ozobot-Stationen“ beobachteten die Schülerinnen und Schüler, wie kleine Roboter Linien folgten und sich an Kreuzungen zufällig für unterschiedliche Wege entschieden. Mit Farbcodes konnten sie anschließend Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und weitere Aktionen beeinflussen.

Das Experimentieren mit einer Umkehrbrille stellte dagegen die eigene Wahrnehmung auf die Probe: Da die Brille das Sichtfeld auf den Kopf stellte, wurde selbst das Stapeln von Bechern zu einer Herausforderung.

| MS Wissenschaft in Münsters Stadthafen
MS Wissenschaft in Münsters Stadthafen

Physik mit allen Sinnen

© Q.UNI/Jessica Oertel

Beim Halt der MS Wissenschaft in Münsters Stadthafen war Q.UNI gemeinsam mit MExLab Physik und dem Netzwerk Teilchenwelt im Rahmen des Projekts „Physik To Go“ mit offenen Mitmachangeboten vertreten. Rund 500 Besucherinnen und Besucher experimentierten an verschiedenen Stationen und gingen der Frage nach, wie unsere Sinne und unser Gehirn physikalische Reize verarbeiten. Die interaktiven Elemente schlugen dabei eine Brücke zwischen Physik und Wahrnehmung und machten anschaulich erfahrbar, wie unsere Sinne arbeiten und welche besonderen Eigenschaften verschiedene Stoffe besitzen.

Im „Sinnesparcours“ konnten die Teilnehmenden ihre eigene Wahrnehmung auf die Probe stellen. Beim „Samthände-Gitter“ entstand durch gleichmäßige Berührungsreize das überraschende Gefühl einer zusätzlichen Berührung zwischen den Händen. Die Umkehrbrille stellte die sichtbare Welt auf den Kopf und machte bereits das Stapeln von Bechern zu einer Herausforderung. An der Station „Spiegeltäuschung“ zeigte sich wiederum, wie stark das Gehirn visuellen Informationen vertraut und wie das Spiegelbild einer Hand sogar das Empfinden der verdeckten Hand beeinflussen kann.

© Q.UNI/Lukas Degroot

Für zusätzliches Staunen sorgten spannende Trockeneis-Experimente: Unter Anleitung und mit speziellen Kälteschutz-Handschuhen durften Teilnehmende einzelne Stücke des extrem kalten Materials kurz halten. Anschließend wurden zerkleinerte Trockeneisstücke in Wasser gegeben und beobachtet, wie das feste Kohlenstoffdioxid unmittelbar in den gasförmigen Zustand überging und dabei eindrucksvolle Blasen- und Nebeleffekte erzeugte.

| Schlossgartenfest der Universität Münster
Schlossgartenfest der Universität Münster

Von Luftdruck, Zufall und antiken Rätseln

Beim Schlossgartenfest der Universität Münster lud Q.UNI gemeinsam mit MExLab Physik und dem Netzwerk Teilchenwelt zu einem abwechslungsreichen Mitmachprogramm ein. Rund 100 Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit, verschiedene Exponate und Experimente selbst auszuprobieren und dabei Phänomene aus Physik, Mathematik und Geschichte zu entdecken.

© Q.UNI/Tobias Zimmermann

Das neue Exponat „Zwei in einer Reihe“ veranschaulichte das sogenannte Geburtstagsparadoxon: Bereits bei einer Gruppe von 23 Personen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei von ihnen am selben Tag Geburtstag haben, bei über 50 Prozent. Anstelle von Geburtstagen drehten die Besucherinnen und Besucher mehrere Räder – so konnten sie beobachteten, wie häufig mindestens zwei gleiche Formen in einer Reihe stehen blieben. Bei der ebenfalls neuen „Schokokuss-Pumpe“ wurde dagegen der Einfluss des Luftdrucks sichtbar: Sobald die Luft unter der Glasglocke abgepumpt wird, dehnen sich die Luftbläschen im Schaum aus und der Schokokuss vergrößert sich, während er sich nach dem Druckausgleich wieder zusammenzieht.

Außerdem wurden erstmals zwei neue Angebote aus dem Zeitreise-Labor erprobt: An der „Epigraphik-Station“ entschlüsselten die Teilnehmenden mithilfe einer Übersetzungstabelle lateinische und altgriechische Inschriften. Sie suchten dabei nach bekannten Wörtern, Abkürzungen und Zahlen und fanden heraus, welche Hinweise Inschriften über Personen, Gebäude oder historische Ereignisse geben können. Die Station „Sternbilder der Antike“ zeigte, dass Sternbilder keine real verbundenen Formen am Himmel sind, sondern von Menschen geschaffene Muster, mit denen in der Antike Geschichten und Mythen weitergegeben wurden.

Auch die Q.UNI-LaborLeeze war mit dem Experiment „Fliehender Pfeffer“ vertreten. Die Besucherinnen und Besucher beobachteten, wie Spülmittel die Oberflächenspannung des Wassers verändert und sich die schwimmenden Pfefferkörner dadurch schlagartig an den Rand bewegen. So bot das Schlossgartenfest vielfältige Gelegenheiten zum Experimentieren, Entschlüsseln und Staunen.

| Martin-Luther-Grundschule Münster
Martin-Luther-Grundschule Münster

Wahrnehmung entdecken und verstehen im „Sinnesparcours“

© Q.UNI/Daniela Klümper

Mit einem interaktiven „Sinnesparcours“ war Q.UNI zu Gast an der Martin-Luther-Grundschule in Münster. Alle acht Klassen mit rund 130 Kindern nahmen dort an den verschiedenen Mitmachstationen teil und gingen der Frage nach, wie zuverlässig unsere Sinne eigentlich sind. Durch eigenes Ausprobieren und Experimentieren erlebten die Kinder, dass unsere Wahrnehmung nicht immer der Realität entspricht und unser Gehirn Sinneseindrücke teilweise auf überraschende Weise verarbeitet.

An verschiedenen Stationen konnten die Kinder faszinierende Phänomene selbst entdecken. Die Umkehrbrille stellte ihre Orientierung auf den Kopf, die Spiegeltäuschung sorgte für verblüffende Wahrnehmungseffekte, die Klangspirale machte Schall auf besondere Weise erfahrbar und das Samthände-Gitter zeigte, wie leicht sich unser Tastsinn täuschen lässt. Gemeinsam wurde überlegt, warum unsere Sinne manchmal „Fehler machen“ und welche wissenschaftlichen Erklärungen hinter den einzelnen Experimenten stecken.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Im Mittelpunkt stand dabei stets das eigenständige Entdecken: Die Kinder probierten die Stationen aus, tauschten ihre Beobachtungen miteinander aus und entwickelten gemeinsam Erklärungen für die erlebten Phänomene. So wurde Wissenschaft unmittelbar erfahrbar und es zeigte sich, wie spannend Fragen rund um Wahrnehmung, Physik und das menschliche Gehirn sein können.

Zum Abschluss erhielten alle Kinder jeweils einen Ansteckbutton mit Motiven zu Themen aus der Quanten- und Teilchenphysik. Dadurch konnten sie ein kleines Stück moderner Forschung mit nach Hause nehmen. So wird der Projekttag nicht nur durch die spannenden Experimente, sondern auch durch das persönliche Andenken in Erinnerung bleiben.

| OGS Steinfurt
OGS Steinfurt

Mit Q.UNI auf Spurensuche in die Vergangenheit

© Q.UNI/Daniela Klümper

Mit dem Workshop „Schichten der Zeit“ brachte Q.UNI die spannende Welt der Archäologie in die OGS Steinfurt. Etwa 40 neugierige Kinder schlüpften in die Rolle von Archäologinnen und Archäologen und gingen der Frage nach, wie Forschende ohne Zeitmaschine etwas über die Vergangenheit herausfinden können. Gemeinsam
entdeckten sie, dass der Boden selbst Geschichten erzählt und jede Erdschicht Hinweise auf eine andere Zeit liefert.

An vorbereiteten Grabungsstellen legten die Kinder mit Pinseln und kleinen Werkzeugen vorsichtig versteckte Artefakte frei. Anders als bei einer Schatzsuche stand dabei nicht die Schnelligkeit im Vordergrund, sondern das sorgfältige Dokumentieren und Einordnen der Funde. Die Kinder lernten das archäologische Schichtprinzip kennen und erfuhren, warum die Lage eines Fundes oft genauso wichtig ist wie der Fund selbst.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Die jungen Forschenden werteten die entdeckten Gegenstände anschließend gemeinsam aus und ordneten sie auf einem Zeitstrahl ein. Dabei entwickelten sie eigene Vermutungen darüber, aus welcher Zeit Münzen, Fossilien, Zähne oder Mineralien stammen könnten und welche Geschichten sie über die Vergangenheit erzählen. Die Kinder erhielten auf diese Weise einen anschaulichen Einblick in die Arbeitsweise der Archäologie und erfuhren, wie aus einzelnen Funden Schritt für Schritt Wissen über vergangene Zeiten entsteht.

| Domplatz Münster
Domplatz Münster

Wissenschaft zum Mitmachen bei „Münster forscht“

© Q.UNI/Lukas Degroot

Bei der Wissenschaftsveranstaltung „Münster forscht“ auf dem Domplatz lud Q.UNI mit einem offenen Mitmachstand Besucherinnen und Besucher jeden Alters zum Experimentieren und Entdecken ein. Der Aktionstag bot abwechslungsreiche Gelegenheiten zum Ausprobieren, Staunen und gemeinsamen Entdecken und zeigte eindrucksvoll, wie spannend naturwissenschaftliche Phänomene im Alltag sein können.

An der Station „Bunte Farbwelten“ erforschten die Teilnehmenden mithilfe der Papierchromatographie, aus welchen Farbstoffen Filzstifte tatsächlich bestehen. Weitere Experimente beschäftigten sich mit der Chemie des Alltags: So konnten Besucherinnen und Besucher verschiedene Flüssigkeiten auf ihren pH-Wert untersuchen und beim Experiment „Fliehender Pfeffer“ beobachten, wie sich durch die Oberflächenspannung des Wassers überraschende Effekte erzeugen lassen.

© Q.UNI/Lukas Degroot

Das interaktive Exponat „Spiegelzeichner“ stellte zudem die eigene Wahrnehmung und Feinmotorik auf die Probe: Viele Besucherinnen und Besucher versuchten sich daran, einfache Formen oder den eigenen Namen ausschließlich über einen Spiegel nachzuzeichnen – eine Aufgabe, die sich als deutlich herausfordernder erwies als zunächst gedacht.

| KiTa an der Gartenstraße Münster
KiTa an der Gartenstraße Münster

Mit Q.UNI auf Forschungsreise in die Natur

© Q.UNI/Daniela Klümper

Gemeinsam mit rund 30 Kindern erkundete Q.UNI die Natur rund um ihre KiTa an der Gartenstraße. Die Kinder stellten Samenkugeln mit Wildblumensamen her und pflanzten diese anschließend im KiTa-Garten ein. Dabei lernten sie, warum blühende Pflanzen und bestäubende Insekten eine wichtige Rolle für unsere Umwelt spielen und welchen Beitrag jeder Einzelne zum Schutz der Artenvielfalt leisten kann.

An der renaturierten Aa gingen die jungen Forschenden anschließend auf Entdeckungstour, wo sie die Pflanzen- und Tierwelt am Gewässer beobachteten, ihre Entdeckungen festhielten und erfuhren, wie vielfältig die Lebensräume in und an einem Bach sind. Sie entwickelten anhand eigener Beobachtungen erste Fragestellungen und lernten, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Natur untersuchen.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Die Gruppe entnahm zudem Gewässerproben und untersuchte sie mit einfachen Methoden. Die Kinder bestimmten unter anderem den pH-Wert des Wassers und diskutierten gemeinsam, was die Messergebnisse über die Wasserqualität aussagen. Dabei beschäftigten sie sich mit Fragen wie: Wie sauber ist das Gewässer und könnte man dieses Wasser eigentlich trinken? So erhielten sie einen anschaulichen Einblick in ökologische Forschung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.

| Fachbereich Physik der Universität Münster
Fachbereich Physik der Universität Münster

Physik zum Entdecken und Mitmachen am Girls’ Day

© Q.UNI/Daniela Klümper

Beim Girls’ Day am Fachbereich Physik der Universität Münster erhielten die Teilnehmerinnen spannende Einblicke in den Studien- und Forschungsalltag an der Universität. Neben Führungen durch Labore und Forschungsbereiche konnten sie verschiedene Fachgebiete der Physik kennenlernen, mehr über das Physikstudium erfahren und sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Studien- und Berufsmöglichkeiten austauschen. Sie führten außerdem in kleinen Gruppen eigene Experimente durch und erhielten unter anderem Einblicke in die Medizinphysik.

Q.UNI war im Rahmen von „Physik To Go“ mit einem abwechslungsreichen Mitmachprogramm vertreten: An einem interaktiven „Sinnesparcours“ erlebten die Teilnehmerinnen, wie leicht sich unsere Wahrnehmung täuschen lässt. Mit Experimenten wie der Umkehrbrille, verschiedenen Spiegeltäuschungen, dem Samthände-Gitter und weiteren Stationen erforschten sie die Funktionsweise unserer Sinne und erfuhren, wie unser Gehirn Sinneseindrücke verarbeitet.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Ein weiteres Highlight war die Trockeneis-Show zum Mitmachen. Gemeinsam wurden eindrucksvolle Experimente durchgeführt, bei denen Nebel, Blasen und weitere faszinierende Effekte entstanden. Die Teilnehmerinnen konnten viele der Experimente selbst ausprobieren und bekamen dabei die zugrunde liegenden physikalischen Phänomene anschaulich erklärt. Der Girls’ Day zeigte so eindrucksvoll, wie abwechslungsreich, alltagsnah und spannend Physik sein kann und bot zahlreiche Gelegenheiten, Wissenschaft selbst zu erleben.

| Kinder-Vorlesung
Kinder-Vorlesung

Warum ist der Regenbogen so bunt?

© Q.UNI/Daniela Klümper

Bei der Kinder-Vorlesung „Warum ist der Regenbogen so bunt?“ von Prof. Dr. Christian Klein-Bösing gingen Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren den Geheimnissen von Licht und Farben auf den Grund. In einer anschaulichen Vorlesung erfuhren sie, wie ein Regenbogen entsteht, welche Farbe Sonnenlicht tatsächlich hat und warum Licht viel mehr ist, als wir mit unseren Augen sehen können. Außerdem wurde gezeigt, wie sich Temperaturen berührungslos messen lassen und wie Forschende am CERN mit Licht und Teilchen den ersten Momenten unseres Universums auf die Spur kommen.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Im Anschluss an die Vorlesung konnten die Teilnehmenden das Gelernte bei einer offenen Experimentierstunde gemeinsam mit Q.UNI selbst ausprobieren. Sie experimentierten an verschiedenen Mitmachstationen mit Licht und Farben, untersuchten die Zusammensetzung von Filzstiftfarben mithilfe der Papierchromatographie und entdeckten weitere spannende Phänomene rund um das Thema Optik. Das eigene Experimentieren machte die Inhalte der Vorlesung greifbar und lud dazu ein, naturwissenschaftliche Zusammenhänge selbst zu erforschen und zu hinterfragen.

| Stadtbücherei Münster
Stadtbücherei Münster

Wind-Workshops zum Klimatag

© Q.UNI/Daniela Klümper

Im Rahmen des Klimatags in der Stadtbücherei Münster führte Q.UNI zwei interaktive Workshops rund um das Thema Wind durch. Insgesamt gingen dabei etwa 20 Kinder der Frage nach, wie Wind entsteht, wie man ihn messen kann und wie seine Kraft technisch genutzt werden kann. Die beiden Workshops verbanden naturwissenschaftliche Grundlagen mit praktischem Tüfteln und zeigten den Kindern, wie spannend Physik und Klimaforschung sein können.

Im ersten Workshop „Windlabor – Luft in Bewegung“ erforschten die Kinder die Entstehung von Wind. Anhand einfacher Experimente lernten sie, dass Temperatur- und Druckunterschiede die Luft in Bewegung setzen. Mithilfe von Rauch wurde sichtbar gemacht, wie sich Luftströmungen ausbreiten. Anschließend bauten die Kinder ihr eigenes Wind-Anemometer und sie erfuhren, wie Meteorologinnen und Meteorologen Windgeschwindigkeiten messen.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Im zweiten Workshop „Lüftermobil – Wind auf Rädern“ stand die technische Nutzung von Luftbewegung im Mittelpunkt. Die Kinder bauten ein kleines Fahrzeug, das allein durch den Luftstrom eines Lüfters angetrieben wird. Sie entdeckten dabei spielerisch das Rückstoßprinzip und erfuhren, wie sich Luft als Antriebskraft nutzen lässt. Durch das eigene Konstruieren, Ausprobieren und Verbessern ihrer Modelle konnten sie die physikalischen Zusammenhänge unmittelbar erleben und nachvollziehen.

| OGS Steinfurt
OGS Steinfurt

Mit den „Ozobots“ auf Tour

© Q.UNI/Daniela Klümper

Mit kleinen „Ozobots“ brachte Q.UNI die Welt der Robotik und Informatik in die OGS Steinfurt. So lernten rund 40 Grundschulkinder auf spielerische Weise, wie Roboter Anweisungen ausführen und welche Rolle Befehle und Programmierung dabei spielen.

Die „Ozobots“ folgen schwarzen Linien und treffen an Verzweigungen teilweise zufällige Entscheidungen – ein spannender Einstieg in das Thema Zufall. Mithilfe spezieller Farbcodes konnten die Kinder das Verhalten der Roboter beeinflussen und ihnen beispielsweise Richtungswechsel, Drehungen, Geschwindigkeitsänderungen oder das Umkehren vorgeben. Auf diese Weise erlebten sie, wie sich das Verhalten eines Roboters gezielt steuern lässt, ohne bereits mit einer klassischen Programmiersprache arbeiten zu müssen.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Die Kinder probierten die Farbcodes in verschiedenen Mitmachstationen und kleinen Wettrennen selbst aus, entwickelten eigene Strecken und testeten, wie sich unterschiedliche Befehlsfolgen auf die Bewegungen der Roboter auswirken. Dabei sammelten sie erste Erfahrungen mit grundlegenden Konzepten der Informatik und Robotik und entdeckten, wie viel Kreativität und Experimentierfreude im Programmieren steckt. So wurde Informatik für die Kinder auf spielerische und anschauliche Weise erlebbar.

| Innenstadt Münster
Innenstadt Münster

„Mathe mittendrin!“: Q.UNI am Tag der Mathematik

© Q.UNI/Daniela Klümper

Anlässlich des internationalen Pi-Tags veranstalteten der Exzellenzcluster Mathematik Münster und Q.UNI gemeinsam den Aktionstag „Mathe mittendrin!“ in der Innenstadt Münsters. Von 14 bis 18 Uhr verwandelte sich die Stubengasse in einen Treffpunkt für alle, die Mathematik einmal ganz anders erleben wollten – mit zahlreichen Mitmachangeboten, spannenden Knobelaufgaben und jeder Menge Gelegenheit zum Ausprobieren. Der Aktionstag begeisterte zahlreiche Besucherinnen und Besucher jeden Alters für die vielfältigen Seiten der Mathematik und zeigte eindrucksvoll, wie Mathematik im öffentlichen Raum erlebbar gemacht werden kann.

Am Q.UNI-Aktionsstand luden interaktive Exponate wie das XXL-Tangram, der Riesen-Spirograph, der Conway Cube und verschiedene Knobelstationen zum gemeinsamen Tüfteln ein. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten mathematische Zusammenhänge spielerisch entdecken, kreative Lösungsstrategien entwickeln und erleben, dass Mathematik weit mehr ist als Rechnen. Dabei standen das eigenständige Ausprobieren, logisches Denken und der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Ein weiteres Highlight war die „Mathe-Trail Special Edition“ durch die münstersche Innenstadt. Ausgestattet mit einem Rätselbogen begaben sich die Teilnehmenden auf eine mathematische Entdeckungstour, die Sehenswürdigkeiten mit spannenden Knobelaufgaben verband. Wer alle Herausforderungen erfolgreich meisterte, durfte sich über einen Gewinn aus der mathematischen Schatztruhe freuen.

| Cinema & Kurbelkiste Münster
Cinema & Kurbelkiste Münster

Q.UNI bringt Wissenschaft ins Kino

© Q.UNI/Daniela Klümper

Im Rahmen von „Wissenschaft im Kino“ gestaltete Q.UNI gemeinsam mit dem Team von „Physik To Go“ ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm rund um den Film Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde. Bereits vor der Filmvorführung konnten die Kinder in einem Workshop selbst zu Forschenden werden und sich mit verschiedenen Aspekten rund um das Thema Erde beschäftigen.

Dabei untersuchten sie Bodenproben und analysierten unter anderem den pH-Wert sowie mögliche Nitritbelastungen. Außerdem lernten sie mithilfe von Arduino-Mikrocontrollern, wie moderne Sensoren Pflanzen beim Wachsen unterstützen können. Gemeinsam bauten sie eine kleine Bewässerungsampel, die anzeigt, wann eine Pflanze gegossen werden sollte, und erhielten so einen praxisnahen Einblick in Umweltforschung und Informatik.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Nach dem Film lud ein offener Experimentierbereich zum weiteren Entdecken ein. An der Station „Bunte Farbwelten“ erforschten die Kinder mithilfe der Papierchromatographie die Bestandteile verschiedener Farben und erzeugten faszinierende Regenbogenbrücken. Im „Schichten der Zeit“ konnten sie bei einer kleinen archäologischen Ausgrabung selbst auf Spurensuche gehen. Mit dem Luftballon-Mehl-Experiment wurde schließlich anschaulich gezeigt, wie eine Caldera entsteht und welche geologischen Prozesse hinter gewaltigen Vulkanausbrüchen stecken.

Begleitet wurde der Nachmittag von einem spannenden Mitmachangebot von „Frag Sophie!“. So entstand ein abwechslungsreiches Programm, das den Kinobesuch mit vielen Möglichkeiten zum eigenen Experimentieren und Entdecken verband.

| OGS Steinfurt
OGS Steinfurt

Spielerischer Einstieg ins Programmieren mit MatataLab

© Q.UNI/Daniela Klümper

Mit den MatataLab-Robotern brachte Q.UNI die Welt des Programmierens in die OGS Steinfurt. Dabei gelang der Einstieg ganz ohne Bildschirm: Die rund 40 Grundschulkinder programmierten die kleinen Roboter mithilfe von Programmierbausteinen und entdeckten dabei spielerisch die Grundlagen des informatischen Denkens.

Zunächst lernten sie, wie sich ein Roboter durch einfache Befehle vorwärts, rückwärts oder in verschiedene Richtungen bewegen lässt. Anschließend erweiterten sie ihre Programme Schritt für Schritt um Funktionen, Schleifen und kreative Spezialeffekte wie Musik und Tanzbewegungen. Dabei wurde schnell deutlich, wie sich auch komplexere Abläufe durch geschicktes Kombinieren einzelner Befehle umsetzen lassen.

© Q.UNI/Daniela Klümper

Durch das eigenständige Ausprobieren, Testen und Verbessern ihrer Programme entwickelten die Kinder ein erstes Verständnis für grundlegende Konzepte der Informatik. So wurde Programmieren zu einem kreativen und spielerischen Erlebnis, das Neugier weckte und die Freude am Entdecken förderte.