
Dynamische Erzählformate wie die Fernsehserie und das digitale Spiel erfordern eine Neubewertung des Verhältnisses von Zeit und literarischer Erzählung. Ihre Eigenzeiten ändern unser Zeitbewusstsein und ermöglichen ein Zeiterleben, das sich nicht zuletzt in neuen Fomen des Zeithandelns vollzieht. Die Neuausrichtung der Kulturtechnik >Erzählen< stellt dabei tradierte Unterscheidungen in Frage: Handlung und Erzählung, Text und Bild, Fiktion und Faktum, Produktion und Rezeption. Der Band beschreibt das Phänomen am Beispiel dreier Theoriemodelle und ihres Vergleichs: der strukturalen Narratologie, der Theorie sozialer Systeme und der Modelltheorie. Er stellt dabei drei Perspektiven vor, die auf den Medienwandel des Erzählens reagieren und Konfliktbereiche diskutieren, die sich für die gegenwärtige Erzählkultur als relevant erwiesen haben und die theoretische Debatte zunehmend bestimmen. / Hannover (Wehrhahn) 2026, im Druck
