Wissenschaftstheorie und
-ethik in Anknüpfung an A. Schopenhauer
30. Nov. – 1. Dez. 2026 · Schloss Münster · Beiträge in deutscher und englischer Sprache
Tagungsankündigung
Am 30. November und 1. Dezember 2026 findet im Schloss Münster eine internationale Tagung zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik in systematischer und historischer Perspektive statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern sich zentrale Probleme der Wissenschaftsreflexion im Anschluss an die Philosophie Arthur Schopenhauers neu beleuchten lassen.
In den letzten Jahren ist Schopenhauer zunehmend als relevanter Bezugspunkt für wissenschaftstheoretische und wissenschaftsethische Fragestellungen hervorgetreten. Neben grundlegenden Arbeiten zur Theorie der Wissenschaft liegen verstärkt Untersuchungen zu seinem Verhältnis zu einzelnen Disziplinen wie Biologie, Physik, Mathematik oder Kognitionswissenschaft vor.
Die Tagung bringt internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um diese Entwicklungen aus historischer und systematischer Perspektive zu diskutieren und weiterzuführen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei sowohl den allgemeinen Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnis und Praxis als auch wissenschaftstheoretischen und -ethischen Fragen einzelner Disziplinen.
Thematische Schwerpunkte
Die Tagung widmet sich insbesondere Fragestellungen aus den folgenden Bereichen:
I. Allgemeine Wissenschaftstheorie
- Begriffe von Erkenntnis, Wissen und Wissenschaft
- Formen wissenschaftlicher Erklärung und Kausalität
- Raum- und Zeitkonzeptionen
- Ordnung und Systematik wissenschaftlicher Disziplinen
II. Allgemeine Wissenschaftsethik
- Verantwortung und Mitgefühl in den Wissenschaften
- Wissenschaftlicher Optimismus und Pessimismus
- Grenzen, Funktion und Sinn wissenschaftlicher Praxis
III. Wissenschaftstheorie der Einzelwissenschaften
- Schopenhauer und Evolutionstheorie
- Rezeption in den Naturwissenschaften, etwa in der Physik
- Philosophie der Mathematik
IV. Wissenschaftsethik der Einzelwissenschaften
- Tierethik im wissenschaftlichen Kontext
- Verantwortung in naturwissenschaftlicher Forschung
- Umweltethik und Nachhaltigkeit
Zielsetzung
Die Tagung verfolgt das Ziel, Schopenhauers Philosophie als produktiven Referenzrahmen für Debatten in Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik zu erschließen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf interdisziplinären Anschlussmöglichkeiten sowie auf der Verbindung von historischer Forschung und systematischer Analyse. Zugleich werden historische Perspektiven auf Schopenhauers Verhältnis zu Wissenschaft und Wissenschaftsgeschichte einbezogen.
Vortragende
Für die Tagung sind derzeit folgende Vortragende vorgesehen:
- Abdullah Onur Aktaş / Murat Öner
- Dieter Birnbacher
- Claudia Bozzaro
- Daniel Elon
- Vinícius Fratta Fritz
- Alain Kassogue
- Christina Kittsteiner
- Laura Langone
- Javier Legris
- Ingolf Max
- Jacob Rosenthal
- Marco Segala
- Timothy Secret
- Ana Carolina Soliva Soria
- Thorsten Streubel
Rahmen
Kontakt
Sponsoren
- Schopenhauer-Gesellschaft
- Zentrum für Wissenschaftstheorie