

Projekt
Der Städteatlas gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der westfälischen Metropole von den Anfängen im 10. Jahrhundert bis in die jüngste Zeit. Dabei gehen die Autoren sowohl auf die Lokalisierung der mittelalterlichen Königspfalz ein, wie auf die Dortmunder Aktivitäten zur Zeit der Hanse und die enge Verzahnung der Dortmunder Stadt- und Wirtschaftsgeschichte im Industriezeitalter. Die Auswirkungen der Montanindustrie auf die Lebensverhältnisse der Bewohner werden ebenso geschildert wie die räumlichen und gesellschaftlichen Folgen der Deindustrialisierung seit den 1960er Jahren.
Publikation
Bibliographische Angaben:
Mühlhofer, Stefan/Thomas Schilp/Daniel Stracke, Dortmund – Deutscher Historischer Städteatlas. Nr. 5, hg. v. Peter Johanek/Jürgen Lafrenz/Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv Dortmund, Münster 2017/22018.
Kartographie:
Benjamin Haman/Anja Obereisenbuchner
Rezension:
Sarah Neumann, in: Hansische Geschichtsblätter, 136 (2018), S. 235-236 (https://www.recensio-regio.net/r/b30a98558bca4703a8dac32d514136b7).
Kooperationen
Das Projekt ist in Kooperation mit dem Stadtarchiv Dortmund entstanden.

© Stadtarchiv Dortmund
Die bauliche Gestalt Dortmunds im Stadtplanvergleich
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© IStG Stadtgrundriss 1826/27 – 1870/71 – 2014
Das Modul zeigt den historischen Stadtraum von Dortmund anhand unterschiedlicher Stadtpläne, die sich im Detail erforschen und vergleichen lassen. Die drei überlagerten, navigierbaren Pläne wurden für den Band Dortmund im Deutschen Historischen Städteatlas neu gezeichnet. Jeder Plan ist eine Momentaufnahme der baulichen Gestalt mit Straßen, Gebäuden und Nutzflächen. Im Detailvergleich werden Unterschiede in der Baumassenverteilung, der Parzellierung und im Straßennetz anschaulich.
Die Grundeinstellung zeigt den Stadtgrundriss von 1826/27 nach der Urkatasteraufnahme. Von hier lässt sich über die Ebenenauswahl auf die Kataster-Neuaufnahme von 1870/71 und einen Stadtplan von 2014, der auf Geobasisdaten der Stadtvermessung beruht, umschalten. Aus den unterschiedlichen Datenquellen sowie den Maßstäben 1:2.500 bzw. 1:5.000, in denen die Grundrisspläne für den Städteatlas Dortmund gezeichnet wurden, erklären sich die Varianten in der grafischen Gestaltung, z.B. im Grundriss der Petrikirche.
Quelle: S. Mühlhofer/T. Schilp/D. Stracke: Dortmund (Deutscher Historischer Städteatlas 5), 2. Aufl. Münster 2018.
Siedlungsentwicklung I: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts
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© IStG Siedlungsentwicklung bis ins 19. Jh.
Das Modul erläutert das Flächenwachstum Dortmunds in Entwicklungsphasen von den ersten Siedlungsansätzen im Frühmittelalter bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Aktivierbare Ebenen erlauben es, die räumliche Stadtentwicklung in der Zeit nachzuvollziehen und unterschiedliche Inhalte miteinander in Beziehung zu setzen, z.B. die ersten Siedlungskerne mit den archäologischen Befunden, die historischen Gebäude besonderer Nutzung mit den Grenzen der Kirchspiele oder die rekonstruierten Befestigungsmauern mit der heutigen Straßenführung. Kurze Erläuterungskommentare sind bei klickbaren Objekten hinterlegt.
Die Grundeinstellung zeigt den Grundriss von 1826/27, er ist umschaltbar auf 2014. Das gezeigte Parzellen- und Straßenraster ist historisch gewachsen, lässt aber nicht in allen Bereichen Rückschlüsse auf die Frühzeit der Stadtentwicklung zu. Die Zeitphasen zeigen jeweils nur den Flächenzuwachs, nicht aber auch etwaige Veränderungen im Stadtbild. Die historischen Gebäude sind in einer Ebene zusammengefasst, bestanden aber nicht unbedingt zeitgleich (Baudaten per Mausklick). In Bezug auf die archäologischen Grabungsflächen und Fundpunkte ist, abgesehen von einem kleinen Bereich im Norden lediglich die Innenstadt dokumentiert. Erfasst wurden für die Siedlungsentwicklung aufschlussreiche Funde und Befunde nach etwa 500 n. Chr.
Quelle: S. Mühlhofer/T. Schilp/D. Stracke: Dortmund (Deutscher Historischer Städteatlas 5), 2. Aufl. Münster 2018.
Umgestaltung der Innenstadt in Gebäudeflächen und Staßenanlagen
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© IStG Die Straßen- und Gebäudeentwicklung seit Anfang des 19. Jahrhunderts
Das Modul auf Basis der Urkatasterkarte von 1826/27 dokumentiert wichtige Aspekte der Innenstadtentwicklung Dortmunds im Industriezeitalter, vor allem die Verdichtung der Bebauung und ihre Ausdehnung über den alten Stadtkern hinaus sowie die Anpassung des Straßennetzes an die wachsenden Verkehrsströme (bis etwa 1939).
Die Informationen sind überwiegend historischen Stadtplänen entnommen. Über die Ebenensteuerung lässt sich in den Zeitschnitten 1826/27 (vor der Industrialisierung), 1870/71 (sog. Gründerzeit) und 1908 (Hochindustrialisierung) die Bauentwicklung im Innenstadtbereich nachvollziehen und mit dem Plan von 2014 vergleichen.
Das Straßennetz in Gelb hat den Stand 1939, ist aber mit abrufbaren Detailinformationen zur Datierung der wichtigsten Straßenverbreiterungen und -neuanlagen versehen. Die Ebene mit den Gebäudeabrissen bezieht sich nur auf die Innenstadt.Quelle: S. Mühlhofer/T. Schilp/D. Stracke: Dortmund (Deutscher Historischer Städteatlas 5), 2. Aufl. Münster 2018.
Dortmund im Nationalsozialismus
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© IStG Dortmund im Nationalsozialismus
Basierend auf einer Reihe von Forschungsprojekten des Stadtarchivs Dortmund zeigt das Modul Aspekte der Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945 im Kartenbild. Die Durchsetzung des Stadtraums bis in die eingemeindeten Dörfer mit NS-Institutionen ist ebenso eindrucksvoll wie die Menge und Verbreitung der Lager für Zwangsarbeiter. Eindrucksvoll und sicher nicht untypisch für die Entwicklung von Industriestädten wird dokumentiert, wie omnipräsent Zwangsarbeit war, um die kriegswichtige Produktion am Laufen zu halten.
Die Topographische Karte 1:25.000 von 1948/55 als Basis bildet in etwa noch den Baubestand der NS-Zeit ab. Die Ebenenauswahl aktiviert Symbole mit such- und klickbaren Informationen. Kartiert wurde meist anhand des Adressbuchs von 1938, eine Verlegung von Einrichtungen ist selten abgebildet. Die gelbe Signatur steht für die Zwangsarbeiterlager der Industriestadt (Belegung über 100 Pers.). Die größeren Lager fassten bis zu 2700 Menschen (z.B. Stahlwerk Do. Union, Landwehrstr.). Als ‚Orte der Verfolgung‘ werden z.B. Haft- und Exekutionsstätten kartiert, doch war Verfolgung für Viele Alltagserfahrung. Enthalten sind auch NS-Straßennamen und beispielhafte Stadtplanung, die überwiegend unverwirklicht blieb. Entwurf: H. J. Bausch, A. Lülfing, S. Mühlhofer & D. Stracke
Quelle: S. Mühlhofer/T. Schilp/D. Stracke: Dortmund (Deutscher Historischer Städteatlas 5), 2. Aufl. Münster 2018.
