Braunschweig – Deutscher Historischer Städteatlas 4
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  • Projekt

    Der Städteatlas Braunschweig dokumentiert in Karten, Bildern und einem umfangreichen Text die Entstehung der fünf zunächst unabhängigen Teilstädte und ihre Vereinigung zur einzigen mittelalterlichen Großstadt Niedersachsens. Die Veränderungen, die die Fachwerkstadt mit der Ausgestaltung zur Residenz, als ‚Deutsche Siedlungsstadt‘ der NS-Zeit, durch die Bomberangriffe und das besondere Wiederaufbaukonzept erfuhr, werden detailliert nachgezeichnet.

  • Publikation

    Bibliographische Angaben:

    Meibeyer, Wolfgang/Steinführer, Henning/Stracke, Daniel, Braunschweig – Deutscher Historischer Städteatlas. Nr. 4, hg. v. Wilfried Ehbrecht/Peter Johanek/Jürgen Lafrenz/Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv Braunschweig, Münster 2013/22014.

    Kartographie:

    Benjamin Haman/Dieter Overhageböck

    Rezension:

    Rudolf Holbach, in: Hansische Geschichtsblätter, 135 (2017), S. 320-321 (https://www.recensio-regio.net/r/de03526f241745cfac4029793750b90c).

  • Kooperationen

    Das Projekt wurde finanziell von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz unterstützt und ist in Kooperation mit dem Stadtarchiv Braunschweig entstanden.

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Die bauliche Gestalt Braunschweigs im Stadtplanvergleich

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    Stadtgrundriss Braunschweig
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    Stadtgrundriss 1750/66 – 1873/81 – 2009

    Von der Vormoderne bis heute war der Stadtgrundriss Braunschweigs starken Wandlungen unterworfen, die sich teils prozesshaft und längerfristig, teils ereignishaft oder planmäßig vollzogen. Der hier mögliche Detailvergleich der Stadtpläne von 1750/66, 1873/81 und 2009 macht diese Veränderungen nachvollziehbar. So wird z.B. die zunehmende Gebäudedichte zur Unterbringung der in die Stadt strömenden Arbeitssuchenden während der Industrialisierung sichtbar. Im Vergleich von Straßen- und Parzellenraster wird aber auch der Umfang städtebaulicher Eingriffe, z.B. der Kanalisierung der Okerläufe sowie der Straßenverbreiterungen, die nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs vorgenommen wurden, deutlich.

    Die Grundeinstellung zeigt den Stadtgrundriss von 1873/81 nach C. Allers/C. v. Holwede. Alternativ können die Zeitstände 1750/66 (Innenstadt von C. A. Haacke, Außenfluren nach der Generallandesvermessung) und 2009 (Geodaten der Stadt Braunschweig) ausgewählt werden. Die Karten sind geometrisch korrigiert. Violett sind Assekuranznummern der Brandversicherung, blau (1750/66) umlaufende Baublocknummern, schwarz (1873/81) Parzellennummern der Fluren und straßenweise Hausnummern (2009).

    Quelle: Meibeyer, Wolfgang/Steinführer, Henning/Stracke, Daniel: Braunschweig (Deutscher Historischer Städteatlas 4), Münster 2013, Tafel 1.1, 1.2, 5.

Die Siedlungsentwicklung Braunschweigs von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert

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    Entwicklungsphasen Braunschweig
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    Die interaktive Entwicklungsphasenkarte rekonstruiert die ersten Siedlungsansätze und das anschließende Flächenwachstum im Innenstadtbereich bis in die 2. Hälfte des 19. Jhs. Die Vielzahl der aktivierbaren Ebenen erlaubt es, ganz unterschiedliche Inhalte miteinander in Beziehung zu setzen: Die frühesten Siedlungskerne mit der Flussaue, die den Siedlungsraum prägte – die historischen Gebäude besonderer Nutzung mit den Grenzen der Stadtbezirke – die rekonstruierten Befestigungsmauern mit den archäologischen Fundstellen. Die Karte demonstriert so die komplizierten Vorbedingungen des Siedlungsgeschehens, erläutert aber auch dessen Ausprägungen und zeigt, worauf unsere Kenntnisse und Interpretationen beruhen.

    Die Grundeinstellung zeigt den Grundriss von 1873/81, er ist umschaltbar auf 2009. Verschiedene Informationen lassen sich zufügen und kombinieren. Die Zeitphasen zeigen nur die neu besiedelten Flächen, nicht Veränderungen im Stadtbild (Ausnahme Straßendurchbrüche). Die historischen Gebäude bestanden nicht unbedingt zeitgleich (Baudaten per Mausklick).

    Quelle: Meibeyer, Wolfgang/Steinführer, Henning/Stracke, Daniel: Braunschweig (Deutscher Historischer Städteatlas 4), Münster 2013, Tafel 4, 5, 8.1 (M. Geschwinde).

Die Siedlungsentwicklung Braunschweigs vom 19. Jahrhundert bis heute

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    Phasen Der Erstbebauung Braunschweig
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    Die Karte dokumentiert die moderne Siedlungsentwicklung im heutigen Stadtgebiet Braunschweigs. Das Flächenwachstum wurde aus historischen Karten und Plänen rekonstruiert. Die Zuordnung zu den Phasen entspricht dem Zeitraum, in dem das jeweilige Gebiet erstmals weitgehend geschlossen bebaut wurde. Es handelt sich also nicht um eine Baualterskarte; im heutigen Gebäudebestand wird es sowohl ältere Relikte als auch spätere Neubauten geben. Die topographische Kartengrundlage gibt Aufschluss über die heutige Gestalt der Bebauung. Das Phasenschema ermöglicht es, Konjunkturen der Bauentwicklung Braunschweigs zu vergleichen und mit allgemeinhistorischen Vorgängen zu verbinden.

    Die Karte zeigt auf Grundlage der Topographischen Karte 1:25.000 von 2006 die Phasen der Erstbebauung im heutigen Stadtgebiet (rosa). Phaseneinteilung: bis 1830 (Vormoderne), bis 1890 (Industrialisierung), bis 1918 ( Ende 1. Weltkrieg), bis 1932 (Weimarer Republik), bis 1945 (NS-Zeit), bis 1959 (Aufbauzeit), bis 1989 (Systemkonkurrenz), seit 1990 (Wiedervereinigung).

    Quelle: Meibeyer, Wolfgang/Steinführer, Henning/Stracke, Daniel: Braunschweig (Deutscher Historischer Städteatlas 4), Münster 2013, Tafel 8.6 (D. Stracke/ B. Hamann; Topogr. Karte: Auszug aus den Geobasisdaten d. Niedersächsischen Vermessungs- u. Katasterverwaltung ©2012).