EXC 2060 B3-28 - Modernisierungsdynamiken im Verhältnis von Politik, Recht und Religion

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Projekthomepage
Projektzeitraum
-
Projektstatus
Laufend
Mittelgeber
DFG - Exzellenzcluster
Förderkennzeichen
EXC 2060/1
  • Beschreibung

    Das Projekt wird der Frage nachgehen, ob es spezifisch „moderne“ Formen der Normenbegründung im Verhältnis von Politik und Religion gibt, wie das Rechtssystem dieses Verhältnis trianguliert und welche Entwicklungsdynamiken hier feststellbar (und gegebenenfalls prognostizierbar) sind. Hierbei soll das Metanarrativ „normative Modernisierung“ bzw. „Normative Moderne“ als theoretisches Konzept entfaltet und in ausgewählten Detailstudien plausibilisiert werden. Dieses Vorhaben erstreckt sich in drei Dimensionen. Seine Grundaufgabe ist zunächst erstens die Beantwortung der Frage, mit welchen methodischen und disziplinären Werkzeugen, Ansätzen und Theorien sich „normative Modernisierung“ (a) beobachten und (b) aus der Teilnehmerperspektive normativ rekonstruieren lässt und wie sich (c) die Zusammenhänge zwischen (a) und (b) fassen und darstellen lassen. Hierbei soll insbesondere die Leistungsfähigkeit des Konzepts eines historischen „normativen Lernprozesses“ im Verhältnis zu konkurrierenden Interpretationsschemata langwelliger Veränderungen von Begründungserwartungen im Verhältnis von Politik und Religion untersucht werden. Verhandelt wird hier m.a.W. das Verhältnis von Kontingenz und Gerichtetheit der Normenentwicklung. Zweitens zielt das Projekt auf exemplarische Analysen von beobachtbaren normativen Modernisierungsprozessen auf diesem Feld und ihren je spezifischen Logiken, Verlaufsmustern und Konstellationen von Kritik und Transformation, von Dynamik, Widerstand und Reaktion. In einer dritten Dimension soll der Spielraum normativ begründbarer Regulierungsmodelle für das Verhältnis von Politik und (pluraler) Religion unter Bedingungen der „Normativen Moderne“ ausgemessen werden.
  • Personen