
Stephanie Sievers, M.Sc.
Selbstständige Organisationsberaterin
Wohin hat mich der LEB Master beruflich geführt?
Mein Weg nach dem LEB-Master war nicht der eine ganz geradlinige Weg in ein klar abgegrenztes Berufsfeld. Rückblickend würde ich eher sagen: Ich habe mir nach und nach ein Berufsleben zusammengepuzzelt, das zu meinen Interessen und zu meiner Art zu arbeiten passt.
Nach dem Studium bin ich zunächst in die Organisationsberatung gegangen. Mein Fokus lag dort auf Veränderungsprozessen, Führungskräfteentwicklung, Teamzusammenarbeit, vor allem in Organisationen, die gesellschaftlich relevante Aufgaben übernehmen (Unfallkassen, Hochrisikoorganisationen, Behörden, Vereine, Kliniken, etc.). Nach fünf Jahren habe ich mich dann als freiberufliche Organisationsberaterin für gemeinwohlorientierte Organisationen selbstständig gemacht. Bis heute begleite ich mit großer Begeisterung Organisationen, Teams und Führungskräfte in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen.
Mit der Zeit habe ich allerdings gemerkt, dass mir als Organisationsberaterin die direkte Arbeit am Individuum noch zu kurz kommt. So sehr mich Organisationen, Strukturen und Zusammenarbeit interessieren, so sehr interessiert mich auch, was Menschen in Krisen, Belastungssituationen und Veränderung innerlich erleben. Deshalb habe ich mich entschieden, zusätzlich die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin zu machen.
Ein weiterer wichtiger Schritt war für mich die Entscheidung zur Selbstständigkeit. Sie ermöglicht mir eigene Schwerpunkte zu setzen, unterschiedliche Themen miteinander zu verbinden und nicht nur einem vorgezeichneten Berufsbild zu folgen.
Ich verstehe meinen Weg daher weniger als Wechsel zwischen verschiedenen Feldern, sondern eher als Annäherung an die Frage, wie Menschen und Organisationen in Veränderungs- und Krisensituationen gut begleitet werden können. Dafür war der LEB-Master für mich ein sehr passender erster Schritt.
Was hat mir der LEB Master rückblickend für meinen Berufsweg gebracht?
Sehr prägend war für mich die Praxisnähe des LEB-Masters. Ich habe gelernt, Veranstaltungen zu konzipieren, Gruppen zu moderieren, Beratungsprozesse zu gestalten, Projekte eigenständig aufzusetzen und Inhalte so aufzubereiten, dass sie für andere Menschen anschlussfähig werden.
Rückblickend hat mich der LEB-Master aber auch darin bestärkt, vielfältig zu denken und verschiedene Perspektiven miteinander zu verbinden. Genau das passt sehr gut zu meinem heutigen Berufsweg, der nicht nur aus einem Feld besteht, sondern aus der Verbindung von Beratung, Coaching, Organisationsentwicklung, Krisenkontexten und Psychotherapie.
Mein Tipp für Studierende
Macht das, was euch wirklich interessiert und Freude macht! Ich glaube nicht, dass man den eigenen Berufsweg vollständig planen kann oder sollte. Es geht nicht darum, dass der Weg von außen möglichst stringent aussieht oder für andere Menschen sofort nachvollziehbar ist. Man darf sich sein Berufsleben auch zusammensetzen, ausprobieren, Umwege gehen, Schwerpunkte verändern und der eigenen Neugier folgen.
Manchmal erkennt man den roten Faden erst später im Rückblick und merkt, dass die verschiedenen Interessen, Erfahrungen und Entscheidungen doch zusammengehören. Nur vielleicht anders, als man es am Anfang geplant hätte.
