© Andreas Löchte

Nele Erichsen (Master of Science)

LVM Versicherung 

Wohin hat mich der LEB Master beruflich geführt?

Während meines LEB-Masters habe ich parallel eine Weiterbildung zur systemischen Beraterin absolviert, um noch mehr Praxisbezug ins Studium zu integrieren. Im Anschluss bin ich über ein Praktikum in die Unternehmens- und Personalentwicklung der LVM Versicherung in Münster gekommen. Hier habe ich mich innerhalb verschiedener Projekte vor allem mit unternehmensweiten Strukturen und Prozessen beschäftigt. Der Fokus lag hier eher auf größeren Gruppen. Da mir die Arbeit mit dem Individuum fehlte, bin ich, als sich die Gelegenheit bot, in den Bereich „Gesundheit und Soziales“ gewechselt. Der Bereich verantwortet u. a. das Gesundheitsmanagement und die Sozialberatung für die Mitarbeitenden des Unternehmens.

Nachdem ich zunächst vor allem in der Gesundheitsförderung und Sozialberatung aktiv war, hat sich nach und nach das Disability Management als mein Tätigkeitsschwerpunkt herauskristallisiert. In Deutschland wird das Disability Management vor allem über das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) umgesetzt.

Das BEM befasst sich mit der (möglichst frühzeitigen) Wiedereingliederung von Mitarbeitenden, die längere oder wiederholte Arbeitsunfähigkeiten haben, in den Arbeitsalltag.

Bei der LVM kümmere ich mich um das BEM sowohl auf struktureller (z. B. Implementierung bzw. Verbesserung des Prozesses, Erhöhung von Bekanntheit und Akzeptanz im Unternehmen, Evaluation) als auch auf individueller Ebene (z. B. Führung von BEM-Gesprächen und Helferkonferenzen, Dokumentation, Begleitung der Umsetzung von Maßnahmen).

Da das BEM viele verschiedene Themenbereiche (u. a. körperliche und psychische Erkrankungen, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und Ergonomie sowie Behinderung und Inklusion) berührt, habe ich berufsbegleitend noch eine Weiterbildung zur Disability Managerin (Professional Disability Management Professional (CDMP)) gemacht.

Daneben bin ich auch weiterhin in verschiedenen Projekten z. B. zur Gesundheitsförderung oder psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden aktiv und kümmere mich gemeinsam mit einer Kollegin um unser Lernmanagementsystem.

Was hat mir der LEB Master rückblickend für meinen Berufsweg gebracht?

Der LEB Master hat mir durch seine Praxisanteile zum einen berufliche Orientierung gegeben. Ich konnte mich ausprobieren und herausfinden, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte. Da ich lange nicht genau wusste, welche dies sein soll, habe ich es als Vorteil empfunden, dass man mit dem LEB Master sehr breit aufgestellt ist und ganz verschiedene Optionen hat. Vor allem über Praktika aber auch über die Praxisprojekte im Studium, konnte ich so in verschiedene Bereiche hineinschnuppern. Zum anderen hat der LEB Master mich inhaltlich durch die Schwerpunkte in den Themen Lernen, Beratung und Evaluation gut vorbereitet. Auch die Fähigkeit wissenschaftlich arbeiten zu können, ist für mich immer wieder hilfreich.

Mein Tipp für Studierende

Denkt was eure Berufswahl angeht in alle Richtungen und „Out of the box“. Die Möglichkeiten sind vielfältig und nicht alle sind bekannt. Probiert euch aus und schaut, was euch liegt und woran ihr Spaß habt. Vor allem Praktika eignen sich hierfür gut und können sehr hilfreich für den Einstieg ins Berufsleben sein. Habt außerdem keine Angst davor, wenn ihr für euren Master länger braucht, als die Regelstudienzeit es vorsieht. Praktische Erfahrungen, z. B. durch Praktika, Nebenjobs und Weiterbildungen sind oft wichtiger als ein Abschluss in Regelstudienzeit.