© AE Schubotz
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MRT für neurowissenschaftliche Forschung im TRIC
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fMRT

Adresse:

Unsere fMRT-Studien führen wir am MRT für neurowissenschaftliche Forschung im TRIC (ehemals Haus Rosenbach) durch: Lageplan

Translational Research Imaging Center (TRIC)
- ehemals Haus Rosenbach -
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A16
(Waldeyer Straße 1) 48149 Münster

Die Magnet-Resonanz-Tomographie (auch Kernspintomographie genannt) erzeugt, ähnlich der Computertomographie, Schnittbilder des menschlichen Körpers.
Die MRT ist ein Bildgebungsverfahren, das auf dem Effekt der Kernspinresonanz beruht und beliebig orientierte Schichtlagen erlaubt. Als ein großer Vorteil der MR-Tomographie wird angesehen, dass es sich um ein vollständig nichtinvasives Verfahren handelt, das mit keinerlei ionisierender Strahlenbelastung verbunden ist.
Eine genaue Volumenaufnahme (ca. 1 mm Auflösung) des menschlichen Gehirns mit hervorragendem Kontrast zwischen grauer und weißer Substanz kann in wenigen Minuten auf einem MR-Gerät erfolgen. Ultraschnelle Sequenzen ermöglichen die Bildgebung des menschlichen Gehirns in wenigen Sekunden und somit funktionelle Untersuchungen (fMRT) mit unterschiedlichen Kontrastmechanismen. Die in der Regel sehr kleinen Signaländerungen aufgrund neuronaler Aktivität werden insbesondere unter Ausnutzung des BOLD-Effekts abgebildet (BOLD-Effekt = geringe Änderung der magnetischen Eigenschaften aufgrund des zerebralen Blutflusses in aktivem Hirngewebe).
Wenn Sie sich während der Untersuchung im MRT nicht wohl fühlen bzw. die Messung abbrechen möchten, können Sie dies jederzeit und ohne Angabe von Gründen tun, indem Sie einen kleinen Ball drücken, der Ihnen bei der Lagerung im MRT in die Hand gegeben wird. Über eine Sprechanlage besteht außerdem Kontakt zu den Leitern der Untersuchung bzw. zu den Medizinisch-Technischen Assistentinnen.
Zu den potenziellen Gefährdungen, die generell mit dem Betrieb einer MR-Anlage verbunden sind, zählen die Aussetzung statischer und zeitlich veränderlicher Magnetfelder sowie hochfrequenter elektromagnetischer Felder und dem von der Gradientenspule verursachten Lärm. Über diese bekannten und durch Einhaltung der üblichen Sicherheitsmaßnahmen (keine magnetischen Objekte im MR-Bereich, Ohrstöpsel und Kopfhörer als Lärmschutz, kein Haut-zu-Hautkontakt bzw, Haut-zu-Scannerwandkontakt) zu vermeidenden Risiken können noch nicht näher bekannte Risiken bestehen. Es wurden jedoch weltweit mehr als 450 Millionen MR-Untersuchungen am Menschen durchgeführt. Allein in Deutschland kommen lt. einer Studie der OECD auf 1000 Einwohner 131 MR-Untersuchungen pro Jahr. Die Beachtung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen macht Unfälle extrem unwahrscheinlich. Sieht man von bekannten Ausschlusskriterien ab, so wurden über einen Zeitraum von 25 Jahren bei MR-Untersuchungen (ohne Kontrastmittel) bislang weder akute noch chronische Schädigungen von Menschen berichtet.
Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass bei ca. 3 % aller gesunden Menschen Abweichungen von der Norm der Anatomie bestehen, die in der Regel ohne Krankheitswert sind. In seltenen Fällen können aber auch einmal behandlungsbedürftige Zufallsbefunde entdeckt werden. Falls sich bei Ihnen Anhaltspunkte für krankhafte Veränderungen im untersuchten Hirngebiet ergeben, würden wir Ihre Daten anonymisiert einem Facharzt vorlegen. Sollte es sich um eine behandlungsbedürftige Veränderung handeln, würden wir Ihnen eine weitere diagnostische Abklärung empfehlen. Bitte beachten Sie, dass die Datenauswertung im Rahmen dieser wissenschaftlichen Untersuchung nicht durch einen Facharzt erfolgt und die Auswertung der Daten mögliche Befunde nicht unbedingt erkennen lässt. Bitte beachten Sie auch, dass ein behandlungsbedürftiger Befund ggf. den Neuabschluss einer Versicherung (z.B. einer Lebensversicherung oder einer privaten Krankenversicherung) beeinflussen könnte.
Während der Messung liegen Sie ruhig und bequem auf der Untersuchungsliege des MRT. Anhand eines Spiegelsystems können Sie den Monitor mit dem Experiment im hinteren Bereich des MR-Gerätes sehen und über eine Tastatur dann die entsprechenden Antworten geben.   MRT-Messungen dauern in der Regel zwischen 45 und 70 Minuten, mit der Vorbereitung insgesamt zwischen 60 und 120 Minuten.
 
Wer kann nicht an MRT-Studien teilnehmen?

  • Personen mit Herzschrittmacher, ferromagnetischen Gefäßclips, Cava-Filter, CochleaImplantat, implantierter Insulinpumpe, Zahnspangen, nicht-abnehmbaren Piercings oder Metallsplittern in den Augen
  • Personen mit vaskulären Zugängen und Katheter
  • Personen mit Gelenkprothesen und Metallplatten, bzw. Schrauben (nach Knochenbrüchen)
  • Personen mit neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen (insbesondere Epilepsie, Tinnitus)
  • Personen mit Neigung zu Kreislaufkollapsen
  • Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, welche einen Einfluss auf das zentrale Nervensystem haben und welche nicht am Abend vor der Messung und bis zu deren Ende ausgesetzt werden können
  • Schwangere oder stillende Mütter
  • Personen mit bekannter Klaustrophobie