Wisskomm-Quartett: Der Podcast über Wissenschaftskommunikation

Das Wisskomm-Quartett – Nachdenken über Wissenschaftskommunikation ist ein Podcast über das Wechselspiel von Forschung und Praxis in der Wissenschaftskommunikation. Zu einem Thema kommen jeweils zwei Vertreter*innen aus Wissenschaft und Kommunikation ins Gespräch.


Folge 4 - Wissenschaftsleugnung

Zu vielen aktuellen Fragen, die für Bürger*innen wichtig sind - wie beispielsweise zum Impfen oder auch zum Klimawandel - gibt es gesichertes wissenschaftliches Wissen. Es ist gut begründet, durch viele Studien belegt und in der Wissenschaft herrscht weitgehend Konsens dazu. Gleichwohl zweifeln Menschen dieses Wissen an und leugnen Forschungsergebnisse - oft weil sie gegen Handlungskonsequenzen sind, die durch dieses Wissen begründet werden. Was steckt dahinter?

In dieser Folge diskutiert das Wisskomm-Quartett typische individuelle, kognitive Prozesse, die dazu führen können, dass Menschen Nachweisliches bezweifeln und bestimmten Erkenntnissen gegenüber skeptisch bleiben, die in der Wissenschaft Konsens sind. In gar nicht wenigen Fällen wird auch bewusst und systematisch mit Mitteln der PR gegen evidentes Wissen agitiert. Wenn politische oder wirtschaftliche Interessen betroffen sind, geraten mitunter nicht nur Erkenntnisse, sondern auch die Wissenschaftler*innen selbst ins Zentrum der Kritik. Dagegen anzugehen, ohne die Thesen der Leugner*innen zu wiederholen und damit zu stärken, ist keine leichte Aufgabe. Stephan Lewandowsky und Kollegen geben der Wisskomm konkrete Hinweise an die Hand, die wir - auch kritisch - reflektieren.

Mit Rainer Bromme, Elisabeth Hoffmann, Julia Serong und Rebecca Winkels


Folge 3 - Rollen der Wissenschaftler*innen

Im Mittelpunkt dieser Folge stehen die kommunizierenden Wissenschaftler*innen selbst. Sie treten in vielen Rollen auf. Als Forscher*innen, Dozent*innen, Gutachter*innen und auch als Expert*innen gegenüber der Öffentlichkeit. Das Wisskomm-Quartett befasst sich mit den Rollen, in denen sich Wissenschaftler*innen selbst sehen, wenn sie öffentlich kommunizieren. Was sind ihre Motive, mit welchen Erwartungen ist ihr Engagement verbunden? Spielt es für sie eine Rolle, was ihr Umfeld, von ihnen erwartet, zum Beispiel ihre Arbeitgeber, die Universitäten und Forschungseinrichtungen? Das Wisskomm-Quartett widmet sich auch der Frage, ob Wissenschaftler*innen die möglichen Reaktionen der Öffentlichkeit vorwegnehmen. Lassen sich sich durch diese beeinflussen?

Mit Elisabeth Hoffmann, Hans Peter Peters, Julia Serong und Rebecca Winkels



Folge 2 - Verständlichkeit

Was bedeutet Verständlichkeit im Kontext von Wissenschaftskommunikation? Mit ihren Fachbegriffen, Daten und Statistiken gilt Wissenschaft für Lai*innen oft als schwer verständlich und komplex. Was bedeutet es, wenn diese Komplexität reduziert wird? Ist der Vorgang vergleichbar mit einer Übersetzung in leichtere Sprache? Das Wisskomm-Quartett schaut genauer hin, was solche Übersetzungen beinhalten. Es diskutiert, welche Aspekte jenseits der reinen Vermittlung von Fakten dabei für eine Rolle spielen. Offenbar ist es nicht nur anspruchsvoll, wissenschaftliche Texte zu verstehen, sondern für Wissenschaftler*innen auch nicht einfach, sich verständlich auszudrücken. Was und wer kann ihnen dabei helfen?

Mit Elisabeth Hoffmann, Hans Peter Peters, Julia Serong und Rebecca Winkels


Folge 1 - Vertrauen

Hintergrund ist diesmal das aktuelle Wissenschaftsbarometer. Die repräsentative Umfrage, die seit 2014 regelmäßig von WiD durchgeführt wird, befasst sich mit der Einstellung der deutschen Bevölkerung zu Wissenschaft und Forschung. Das Quartett spürt der Frage nach, welche Formen von Vertrauen es gibt, und welches Vertrauen in die Wissenschaft eigentlich wünschenswert ist. Welche Faktoren führen zur allgemeinen Akzeptanz wissenschaftlicher Ergebnisse? Gibt es überhaupt Wirkungsmechanismen, die für alle Themen von Corona-Virus bis zum Klimawandel gleich sind? Welche Rolle spielt eigentlich die Wissenschaftskommunikation bei der Vertrauensbildung? Wir fragen nach Beispielen für gute Praxis und schauen auch dorthin, wo Wissenschaftskommunikation womöglich schiefgehen kann.

Mit Rainer Bromme, Elisabeth Hoffmann, Julia Serong und Rebecca Winkels

Große Veränderungen bei Vertrauen in Wissenschaft

Das Wissenschaftsbarometer 2020 zeigt große Veränderungen im Ausmaß des Vertrauens in Wissenschaft. Ein Interview mit Rainer Bromme dazu im Magazin aus Kultur und Sozialwissenschaften (vom 17.12.2020) des Deutschlandfunks findet man HIER


Zwischen Vertrauen, gesundem Menschenverstand und Skepsis. Müssen wir Wissenschaft wirklich verstehen

Gespräch mit Prof. Dr. Rainer Bromme und Dr. Jeanne Rubner (Leiterin der Redaktion Wissenschaft und Bildungspolitik des Bayrischen Rundfunks) über Wissenschaftskommunikation im Zusammenhang mit der COVID 19 Pandemie.
(Gesendet am 5.6.2020 im Programm BR 2 des Bayrischen Rundfunks, Moderation: Klaus Schneider)

Zum Download HIER

Umgang mit Informationen zu COVID-19 aus dem Internet

Tipps und Hilfe zum Umgang mit Informationen zu COVID-19 aus dem Internet, publiziert im Informationsangebot Corona Hilfen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPS) von Rainer Bromme, Lisa Scharrer und Marc Stadtler findet man HIER

Verständlichkeit ist gut, aber es geht um INFORMIERTES Vertrauen

Interview auf Wissenschaftskommunikation.de mit Rainer Bromme zu den Zielen von Wisenschaftskommunikation, auch, - aber nicht nur - in Zeiten der COVID-19 Pandemie.

Das Interview findet man HIER

Wissenschaftskommunikation.de ist ein gemeinsames Portal von Wissenschaft im Dialog mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) und dem Lehrstuhl von Annette Leßmöllmann am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Portal reflektiert aktuelle Trends und Themen und bietet praktische Unterstützung rund um Wissenschaftskommunikation.

Ein Interview zum Thema Die Bedeutung von Emotionen in der Wissenschaftskommunikation mit Rainer Bromme zu seinem Eröffnungsvortrag der Jahrestagung der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), 6.- 8. Februar, 2019, TU Braunschweig, findet man hier.

Ein Interview zum Thema 'Vertrauen in Wissenschaft' mit Rainer Bromme in Spektrum der Wissenschaft aus Anlass des 'March for Science' findet man hier.
Auch erschienen als: Die drei Dimensionen des Vertrauens - Interview mit Rainer Bromme in C. Könnecker (Hrsg.) (2018). Fake oder Fakt? Wissenschaft, Wahrheit und Vertrauen (S.243-250). Berlin: Springer Verlag.doi.org/10.1007/978-3-662-56316-8_21   Send a copy for my personal use