Aktuelles

Wir brechen das Schweigen!

© AG Denz

Am 25. November findet ein weiteres Mal der Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Die WWU Münster beteiligt sich an der vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben initiierten Aktion „Wir brechen das Schweigen!“. Dies gilt auch für unsere AG Gender in der Physik, die mit dieser Fotoaktion ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzt!

Betroffene Personen bekommen Hilfe unter der Rufnummer 08000-116116 und online. Ansprechpersonen der WWU für von sexualisierter Gewalt Betroffene sowie Informationen zu sexualisierter Diskriminierung im Hochschulkontext finden Sie hier.

Wir gratulieren der dritten Nobelpreisträgerin in Physik

Mit Donna Strickland hat jüngst die dritte Frau in Physik den Nobelpreis erhalten. Dies war vorher nur 1903 Marie Curie vergönnt, welche den Preis erhalten hatte, da ihr Ehemann Pierre Curie diesen ohne sie nicht annehmen wollte. 60 Jahre später ging der Preis an Maria Goeppert Meyer, die zeitgleich mit Hans Jensen den Aufbau des Atomkerns erklärte und dafür gemeinsam mit diesem den Nobelpreis erhielt. Nun hat Donna Strickland "nur" 55 Jahre nach der letzten Vergabe des Physik-Nobelpreises an eine Frau, diesen für Forschung im Bereich der Laserphysik verliehen bekommen. Sollte sich die Zeitfolge dieser Serie fortsetzen, ist mit dem nächsten Nobelpreis an eine Frau in 50 Jahren zu rechnen! Aber auch abseits dieses prestigeträchtigen Preises gibt es noch viel mehr Frauen, die nobelpreiswürdige Forschung machten: Neben Lise Meitner, die die Kernspaltung entdeckte, z.B. auch Chien Sun Wu, die die Paritätsverletzung experimentell offenlegte, oder aber Jocelyn Bell Burnell, die als Doktorandin die Pulsare entdeckte, um nur einige Beispiele zu nennen. Weitere exzellente Forscherinnen im Bereich neuer Lichtwerkzeugen finden sich z.B. hier oder in folgender Veröffentlichung unserer Arbeitsgruppe – Denz und Vogt (2005): Einsteins Kolleginnen - Physikerinnen gestern und heute.

Mitgliedschaft im GENERA-Netzwerk

Unsere Arbeitsgruppe ist seit neustem Mitglied im GENERA-Netzwerk. Hinter dieser Abkürzung, welche für „Gender Equality Network in the European Research Area“ steht, verbirgt sich ein Netzwerk, welches Institutionen und Akteure, die sich mit Gleichberechtigung in der Physik beschäftigen, miteinander in Kontakt bringt. Die Organisation ist aus dem bis Oktober 2018 im Rahmen der Förderlinie Horizon 2020 unterstützten EU-Projektes „GENERA“ entstanden.