Aktuelles

Wir gratulieren der dritten Nobelpreisträgerin in Physik

Mit Donna Strickland hat jüngst die dritte Frau in Physik den Nobelpreis erhalten. Dies war vorher nur 1903 Marie Curie vergönnt, welche den Preis erhalten hatte, da ihr Ehemann Pierre Curie diesen ohne sie nicht annehmen wollte. 60 Jahre später ging der Preis an Maria Goeppert Meyer, die zeitgleich mit Hans Jensen den Aufbau des Atomkerns erklärte und dafür gemeinsam mit diesem den Nobelpreis erhielt. Nun hat Donna Strickland "nur" 55 Jahre nach der letzten Vergabe des Physik-Nobelpreises an eine Frau, diesen für Forschung im Bereich der Laserphysik verliehen bekommen. Sollte sich die Zeitfolge dieser Serie fortsetzen, ist mit dem nächsten Nobelpreis an eine Frau in 50 Jahren zu rechnen! Aber auch abseits dieses prestigeträchtigen Preises gibt es noch viel mehr Frauen, die nobelpreiswürdige Forschung machten: Neben Lise Meitner, die die Kernspaltung entdeckte, z.B. auch Chien Sun Wu, die die Paritätsverletzung experimentell offenlegte, oder aber Jocelyn Bell Burnell, die als Doktorandin die Pulsare entdeckte, um nur einige Beispiele zu nennen. Weitere exzellente Forscherinnen im Bereich neuer Lichtwerkzeugen finden sich z.B. hier oder in folgender Veröffentlichung unserer Arbeitsgruppe – Denz und Vogt (2005): Einsteins Kolleginnen - Physikerinnen gestern und heute.

Mitgliedschaft im GENERA-Netzwerk

Unsere Arbeitsgruppe ist seit neustem Mitglied im GENERA-Netzwerk. Hinter dieser Abkürzung, welche für „Gender Equality Network in the European Research Area“ steht, verbirgt sich ein Netzwerk, welches Institutionen und Akteure, die sich mit Gleichberechtigung in der Physik beschäftigen, miteinander in Kontakt bringt. Die Organisation ist aus dem bis Oktober 2018 im Rahmen der Förderlinie Horizon 2020 unterstützten EU-Projektes „GENERA“ entstanden.

Masterarbeit zu „Frauen & MINT in den Medien“ abgeschlossen!

Unsere ehemalige studierende Mitarbeiterin Lotta Hellberg hat jüngst ihre Masterarbeit zum Thema „Der Einfluss der Schule auf das Interesse von Schülerinnen an und die Leistungen in den MINT-Fächern – Eine Analyse des wissenschaftlichen und des medialen Diskurses“ erfolgreich abgeschlossen und wir gratulieren ihr ganz herzlich. Die Idee zu dieser Abschlussarbeit ist unserem Projekt „Frauen & MINT in den Medien“ entsprungen und beruhte auf derselben Datengrundlage. Die Arbeit wurde von Lehrenden am Institut für Erziehungswissenschaft der WWU Münster betreut.