



Stellenausschreibungen zur Mitarbeit im Projekt werden in Kürze veröffentlicht.
Historische Narrative prägen kollektive Identitäten und gesellschaftliche Erinnerung. In digitalen Kommunikationsräumen werden historische Bezüge jedoch zunehmend neu gerahmt, strategisch angepasst und für politische Zwecke genutzt. Digitale Plattformen ermöglichen dabei die schnelle Verbreitung solcher Narrative und tragen zu ihrer besonderen Sichtbarkeit bei.
Das Projekt „Manipulation der Vergangenheit - Rechtsextreme Ideologien und die Instrumentalisierung von Geschichte“ untersucht, wie rechtsextreme Akteure historische Narrative in der digitalen Kommunikation einsetzen und für gegenwärtige politische Ziele instrumentalisieren. Im Fokus stehen die Geschichte des Nationalsozialismus, des italienischen Faschismus und des Franco-Regimes sowie die Verbreitung und algorithmische Verstärkung entsprechender Inhalte auf Plattformen wie TikTok und YouTube.
Aus einer vergleichenden europäischen Perspektive analysiert das Projekt Kommunikationsprozesse in Deutschland, Italien und Spanien. Mithilfe computergestützter Methoden der digitalen Kommunikationsforschung untersuchen wir, wie historische Narrative entstehen, sich verändern und über digitale Medien verbreitet werden. Ergänzend entwickelt das Projekt wissenschaftlich fundierte Unterrichtsmaterialien und einen Werkzeugkoffer für Lehrkräfte, um einen kritischen Umgang mit historischen Narrativen und digitalen Informationen zu fördern.
Die Forschung ist in vier miteinander verbundene Arbeitspakete (Work Packages) gegliedert:
Das Projekt wird am Online Communication Lab (OCL) der Universität Münster von Prof. Dr. Thorsten Quandt zusammen mit den Co-PIs Prof. Dr. Walter Quattrociocchi und Dr. Mathias Felipe De Lima Santos geleitet. Es wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms „Transformational Knowledge on Democracies under Change“ mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert.