Ich hätte da mal eine Frage: The Invisible Web

Frage:
Ich brauche dringend die Adresse und Telefonnummer von jemandem aus den Niederlanden, aber wenn ich seinen Namen in Google eingebe, finde ich nichts. Ich dachte immer, man findet dort alles?

Antwort:
Google kann nur Webseiten finden, aber keine Informationen, die in Datenbanken enthalten sind. Google findet zwar die Eingangsseite von PubMed, dem Bibliothekskatalog oder dem Telefonbuch, aber nicht die einzelnen Einträge. Diese müssen interaktiv durch eine Anfrage aus diesen Datenbanken herausgeholt werden – das kann Google nicht. Alles, was hinter einer Datenbankmaske steckt und deshalb nicht über Suchmaschinen wie Google gefunden werden kann, ist Teil des „Invisible Web“. Eine gute Startadresse für die Suche nach Adressen, Telefonnummern, Kleinanzeigen, News, Wetter, Literaturzitate etc., ist das „Invisible Web“.

Ich hätte da mal eine Frage: Deutschsprachige Zeitschriften und Habilitation

Frage:
Können sie mir mitteilen wie deutschsprachige Journals im Rahmen der Habilitationskriterien bewertet werden, ich hatte gehört das diese prinzipiell als Klasse II Journal bewertet würden um deren Position gegenüber englischsprachigen Journals zu stärken.

Antwort:
Nein, das stimmt leider nicht, auch wenn es vielleicht wünschenswert wäre. Massgeblich sind die Habilitationskriterien der Medizinischen Fakultät der Westfaelischen Wilhelms-Universität Münster, verabschiedet am 02.12.2003 [1]. Dort steht nichts von deutschsprachigen Titeln:

„Der Habilitand/die Habilitandin muss bei der Einreichung 12 Originalarbeiten publiziert bzw. im Druck haben. Davon muss er/sie 6 mal Erstautor/in sein; von diesen müssen 4 in Klasse 1 bzw. 2 erschienen sein. Zusätzlich muss der Habilitand/die Habilitandin einen Übersichtsartikel publiziert oder im Druck haben. Die Originalarbeiten werden nach folgendem Punktesystem bewertet, um fachspezifische Unterschiede auszugleichen.
Insgesamt sind 35 Punkte nötig. Bewertung von Originalarbeiten je nach Journal:
Klasse 1 Journal (= die ersten 20% der gelisteten Journale einer Kategorie) 7 Punkte
Klasse 2 Journal (= 21 – 60% der gelisteten Journale einer Kategorie) 5 Punkte
Klasse 3 Journal (= 61 – 100% der gelisteten Journale einer Kategorie) 2 Punkte“

Sie hatten vielleicht an den AWMF-Vorschlag [2] gedacht, bei deutschsprachigen Zeitschriften, die im SCI und SSCI gelistet sind, den Impactfaktor zu verdoppeln. Bzw. Originalarbeiten aus Fachzeitschriften, die nicht im SCI und SSCI gelistet sind, mit einem „äquivalenten Impactfaktor“ von 0,2 zu bewerten. Dieser Vorschlag ist aber **kein** Bestandteil der Münsteraner Habilitationskriterien.

[1] Habilitationskriterien
[2] AWMF-Vorschlag zur Verwendung des „Impact Factor“

Der OKI ist tot – Es lebe der Institutskatalog!

Der Online-Katalog der Institute, genannt: ‚OKI‘, ist seit heute nicht mehr verfügbar. Der Grund: Er wird nicht mehr gebraucht. Mit der letzten Dateneinspielung aus den Instituten in den Verbundkatalog ist ein zweijähriges Projekt erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort sind die EDV-erfassten Bestände aller Institutsbibliotheken in Münster vollständig über den ULB-Katalog (OPAC) recherchierbar.

Für die Recherche ausschließlich in Institutsbeständen gibt es ein neues Angebot für Institutsbibliotheken, die über einen individuellen Link (s.u.) eine Suche ausschließlich nach dem eigenen Bestand durchführen können. Auch eine Recherche nach lokalen Angaben (Signatur, Schlagwort usw.) ist möglich.

ZB Med feiert zweimillionsten Benutzer

13 Jahre nach Gründung konnte die Zweigbibliothek Medizin heute den 2-millionsten Besucher empfangen. Michael Biermann ist Biologie-Student im 12. Semester und schreibt gerade seine Examensarbeit über die molekularbiologischen Grundlagen der Tumorentwicklung. Er benutzt die Bibliothek nicht nur wegen der Literaturrecherchen, der medizinischen Zeitschriften und der Arbeitsplätze, sondern besonders gerne auch wegen der langen Öffnungszeiten und dem angenehmen Arbeitsklima.

Die Stellenleiterin der ZB Med, Frau Diplom-Bibliothekarin Sigrun Conermann, überreichte Herr Biermann aus diesem Anlaß einen Büchergutschein (gestiftet von der Buchhandlung F.J.Lehmanns) und eine Flasche Wein.

Die Zweigbibliothek Medizin ist eine der größten Medizinbibliotheken Nordrhein-Westfalens. Sie besitzt 250 Arbeitsplätze mit WLAN-Zugang, davon 55 mit Internet-PC und stellt 2000 laufende Zeitschriften sowie 60.000 Bücher zur Verfügung. Die vielfältigen Dienstleistungen können insbesondere von Medizinstudenten aber auch von Studierenden aller Fachgebeite genutzt werden. Während es knapp sieben Jahre dauerte, bis die einmillionste Benutzerin zu verzeichnen war, dauerte es weniger als sechs Jahre bis zur „zweiten Millionen“.

Ich hätte da mal eine Frage: Lehrkrankenhäuser

Frage:
Ich bin Arzt an einem Lehrkrankenhaus der WWU Münster und dank meiner Lehrtätigkeit Angehöriger der Medizinischen Fakultät. Kann ich auf die elektronischen Bücher, Datenbanken und Zeitschriften der Zweigbibliothek Medizin (ZB Med) zugreifen und wenn ja, wie mache ich dies?

Antwort:
Die Nutzung der von der ZB Med lizenzierten Medien ist NUR Hochschulangehörigen und diesen NUR in Zusammenhang mit ihrer Lehrtätigkeit an der Fakultät erlaubt (siehe Vertragspassus unten). Jeder Missbrauch kann die Abschaltung des Zugriffs für die gesamte Universität zur Folge haben. Lizenzen für eine darüber hinausgehende Nutzung an den betreffenden Lehrkrankenhäusern (LKH) und Praxen (Nutzung durch Nicht-Lehrbeauftrage, Nutzung nicht für Lehrtätigkeit) müssen _zusätzlich_ gekauft werden. Beispiel: Prof. Müller vom LKH Wanne-Eickel braucht für sein Seminar für PJler Literatur. Das ist lizenzrechtlich genehmigt. Wenn Prof. Mueller jedoch für eine Klinische Studie Literatur braucht, ist dies nicht erlaubt.

Wer Uni-Angehöriger ist und wer einen Zugang zum Hochschulnetz bekommt, wird vom Zentrum für Informationsversorgung entschieden.

Ich hätte da mal eine Frage: Paper in PubMed lokalisieren

Frage:
Wie kann ich schnell ein bestimmtes Paper in PubMed finden?

Antwort:
Im folgenden finden Sie eine Liste der nützlichsten Feldbezeichnungen in PubMed und ein Beispiel für die Suche nach einem bestimmten Paper. Wenn man seine Suche auf bestimmte Felder beschränken möchte, fügt man ein zweistelliges Kürzel in eckigen Klammern hinzu:
– Zeitschriftentitel: J Exp Med [TA]

– Publikationsdatum: 1998 [DP]
– Autor: Jones TL [AU]
(die Angabe von [AU] ist normalerweise nicht notwendig, da Autorennamen automatisch vor allen übrigen Wörtern überprüft werden)
– MeSH Begriff: „immune tolerance“ [MH]
– Nummer der 1.Seite: 223 [PG]
Beispiel: Ein bestimmtes Paper findet man am schnellsten, indem man Autor und Seitenzahl angibt: Jones TL [AU] 1343 [PG]. Diese beiden Suchbegriffe werden von PubMed automatisch mit AND verbunden.

Aus HubMed

Ich hätte da mal eine Frage: PubMed-Suchbegriffe

Frage:
Wenn ich in PubMed nach einem bestimmten Begriff suche wie z.B. „adhesion“, muss ich jeden Abstract genau durchlesen oder erst aufwendig die Suchfunktion meines Browsers bemühen, um herauszufinden, wo genau „adhesion“ denn nun auftaucht.

Antwort:
Seit kurzem bietet PubMed ein „Highlighting“ des Suchbegriffs an, so wie man es auch von Google kennt [1]. Dazu müssen Sie über einen NCBI-Account verfügen (Registrierung kostenlos).

1. Loggen Sie sich ein in Ihren Account („sign in“) und klicken Sie links auf „My NCBI“ und dann auf „User Preferences“. [2]
2. Dort können Sie als dritten Punkt das „Highlighting“ aktivieren: suchen Sie sich eine Farbe aus und bestätigen Sie mit „ok“.
3. Das farbige Hervorheben des Suchbegriffs ist dann sofort aktiv und jedes weitere Mal, wenn Sie in Ihrem NCBI-Account eingeloggt sind.

[1] PubMed-„Highlighting“

[2] PubMed-User Preferences

Ich hätte da mal eine Frage: Private Fernleihe

Frage:
Vor wenigen Tagen hatte ich in der Fernleihestelle der Stadtbücherei Muenster einen Fernleihe-Auftrag privater Natur gestellt; dort verwies man mich an die Universitätsbibliothek. Meine Frage ist nun, ob ich mich auch mit meinen privaten Fernleihwünschen an Ihre Mitarbeiter wenden kann und soll. (Kaum traue ich mich zu sagen, dass Ihre Zuständigkeit mir natürlich am liebsten und praktischsten wäre!).

Antwort:
Für Fernleihe von Universitäts-Angehörigen ist grundsätzlich die Universitäts-Bibliothek zuständig, unabhängig davon, ob die Fernleihe dienstlicher oder privater Natur ist. Selbstverständlich können Sie sich in dieser Angelegenheit an uns wenden, wir freuen uns, Ihnen auch dabei helfen zu können – ganz abgesehen davon, dass wir private und dienstliche Wuensche nicht unterscheiden können bzw. wollen. Bücher, die im Buchhandel weniger als 10 Euro kosten, sind nicht über die Fernleihe zu bestellen, da ihr Kauf zumutbar und das FernIeihverfahren zu teuer ist.

Ich hätte da mal eine Frage: Zugriff auf das Online-Angebot der Zweigbibliothek Medizin von „außerhalb“

Frage:
Wenn ich in einer anderen Uni in Deutschland längere Zeit zu Gast bin, kann ich dann „unsere“ Zeitschriften und Bücher online einsehen? Es gibt anscheinend kaum eine Uni, die ähnlich viele medizinische Online-Medien hat wie die Zweigbibliothek Medizin in Münster.

Antwort:
Die ZB Med kann und darf den Online-Zugang zu Online-Medien wie Zeitschriften oder Bücher (aber auch Datenbanken wie z.B. UpToDate) nur für Angehörige der WWU Muenster einkaufen bzw. lizenzieren. Die Authentifizierung findet über die IP-Adresse Ihres Rechners statt. Dies ist die einzige Möglichkeit der Zugangskontrolle, die 95% der Verlage anbieten: Sie beschränken den Zugang auf den IP-Adressenbereich der Universität (128.176.*.*). Nun gilt es drei Fälle zu unterscheiden:

1. Rechner an Einrichtungen der Universität Münster und des Uniklinikums haben i.d.R. die richtige IP-Adresse und können die Zeitschriften, Bücher und Datenbanken problemlos nutzen (Ausnahme Elsevier-Zeitschriften).

2. Rechner, die sich nicht an der Universität Münster befinden, also z.B. Ihr privater Rechner zu Hause oder an der Gast-Uni XY müssen sich erst in das Hochschulnetz der Universität (und damit in den erlauchten IP-Adressenbereich) von ausserhalb einwählen. Dies ist durch Modem-Einwahl oder durch VPN möglich.

3. Nicht-Universitäts-Angehörige haben KEINE Berechtigung sich in das Hochschulnetz einzuwählen und können die Zeitschriften deshalb NICHT nutzen.

ZUSATZFRAGE:
Ich habe einen Kooperationsvertrag mit dem ABC-Institut der Uniklinik Göttingen abgeschlossen. Ist es möglich, dass die dortigen Mitarbeiter auf die Münsteraner Zeitschriften zugreifen können? Das Angebot ist hier doch deutlich besser.

ANTWORT:
Nein, NUR Angehörige der Universität Münster bzw. der Medizinischen Fakultät haben vollen und uneingeschränkten Zugang zu unseren Zeitschriftentiteln. Wer Uni-Angehöriger ist und wer einen Zugang zum Hochschulnetz bekommt, wird vom Zentrum für Informationsversorgung entschieden. Sie müssen dazu einen Antrag mit Arbeits- oder Studienbescheinigung stellen.