Archiv für den Tag: 18. Apr. 2011

Wir sind Albert Schweitzer Campus!

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Wir waren dabei! Historische Umadressierung des UKM.

Am 31.3.2011 bekam die Bibliothek offizielle Post. Hochoffizielle. Uns wurde mitgeteilt, dass ab sofort unsere Adresse eine andere sei. Wir hießen jetzt Albert Schweitzer Campus. Albert Schweitzer Campus 1, um genau zu sein. Nicht, dass es etwa Albert Schweitzer Campus 2 geben würde oder Albert Schweitzer Campus 3, nein. Es gibt nur die Nummer 1.

Was sich beim Leonardo Campus bewährt hat, soll es nun auch in der Medizin richten: Mehr schwungvoller Name, weniger Adressenwirrwarr. Dafür gibt es jetzt Gebäudenummern, von A1 (Zentralklinikum) bis A16 (Haus Rosenbach) über D3 (Dekanat) bis D17 (Pathologie) hin zu W1 (Chirurgie) bis W30 (Parkhaus). Ob das eine Hilfe für Fussgänger, Postboten oder Navigationssysteme darstellt? Wir werden sehen … Die Pathologie kann auf jeden Fall dann nächstes Jahr schon wieder ihre Adressstempel neu machen lassen. Ich höre schon jetzt den Aufschrei: Was das alles koosssstet!!

Ganz lustig wird es an der Domagkstraße, wo zukünftig Institute und Kliniken mit und ohne Gebäudenummer direkt gegenüber liegen, da die auf der linken Straßenseite „aus Gründen der Rettungssicherung, der Notdienstversorgung und für Anfahrten mit Hilfe von Navigationsgeräten“ ihre bisherige Adresse als Anfahrtsadresse beibehalten dürfen. Bei der Augenklinik heißt es dann demnächst ganz einfach und platzsparend Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Albert Schweitzer Campus 1, Geb. D15, Domagkstraße 15, 48149 Münster.

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In dem Schreiben vom 28.3. hieß es, die Umsetzung solle bitte zum 1.5. erfolgen – sind ja nur ein paar Briefköpfe, die geändert werden müssten. Da die Bibliothek Geschäftsbeziehungen mit 500 Verlagen und hunderten Bibliotheksanbietern aus der ganzen Welt pflegt, kam die Info jedoch viel zu kurzfristig. Wir dachten deshalb eine Weile ernsthaft an einen Aprilscherz – kurz vor dem 1.4. lag das für uns näher als solch eine radikale Umadressierung ohne Vorwarnung. Aber soo einen gut gemachten Aprilscherz, das hätte ich dem UKM dann doch wieder nicht zugetraut…

Reduzierung des Portfolio von Online-Büchern

Durch den Wegfall von Studienbeiträgen ist die Zweigbibliothek gezwungen, das Angebot an Online-Büchern des Thieme-Verlags zu reduzieren*. Die aktuelle Liste der lizenzierten Lehrbücher finden Sie hier: Thieme-Onlinebibliothek. Folgende 76 Titel werden ab dem 1.1.2011 nicht mehr zur Verfügung stehen:

  • Allgemeine Mikrobiologie von Fuchs, G.
  • Allgemeine und molekulare Botanik von Weiler, E. et al.
  • Atmen von Oczenski, W. et al.
  • Biologie – Biochemie Zellbiologie von Munk, K.
  • Biologie – Mikrobiologie von Munk, K.
  • Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung von Neurath, M. et al.
  • Checkliste Augenheilkunde von Burk, A. et al.
  • Checkliste Chirurgie von Largiadèr, F. et al.
  • Checkliste Dermatologie von Sterry, W. et al.
  • Checkliste Ernährung von Suter, P.
  • Checkliste Gynäkologie von Kirschbaum, M. et al.
  • Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde von Arnold, W. et al.
  • Checkliste Interdisziplinäre Intensivmedizin von Leuwer, M. et al.
  • Checkliste Nephrologie von Grabensee , B.
  • Checkliste Neurologie von Grehl, H. et al.
  • Checkliste Notfallmedizin von Ziegenfuß, T.
  • Checkliste Onkologie von Senn, H.-J. et al.
  • Checkliste Orthopädie von Imhoff, A. et al.
  • Checkliste Pädiatrie von Kurz, R. et al.
  • Checkliste Physiotherapie in der Neurologie von Schimpf, O.
  • Checkliste Pneumologie von Lorenz, J.
  • Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie von Payk, Th. R.
  • Checkliste Rheumatologie von Manger, B.
  • Checkliste Schmerztherapie von Huber, H. et al.
  • Checkliste Sonographie von Schmidt, G.
  • Checkliste Sonographie in Gynäkologie und Geburtshilfe von Sohn, C. et al.
  • Checkliste Traumatologie von Bühren, V. et al.
  • Chirurgie essentials von Reutter, K.-H.
  • Der EKG-Trainer von Horacek, T.
  • Diabetologie kompakt von Schatz, H.
  • Duale Reihe Allgemeinmedizin und Familienmedizin von Kochen, M. M.
  • Fallbuch Kardiologie und Angiologie von Sattler, A.
  • Fallbuch Neurologie von Gerlach, R. et al.
  • Fallbuch Pädiatrie von Kreckmann, M.
  • Fallbuch Pharmakologie von Luippold, G.
  • Fallbuch Physiologie von Walter, K.
  • Fallbuch Psychiatrie von Becker-Pfaff, J. et al.
  • Grenzen des Normalen und Anfänge des Pathologischen in der Radiologie des kindlichen und erwachsenen Skeletts von Brossmann, J. et al.
  • Gynäkologie und Geburtshilfe compact von Uhl, B.
  • Innere Medizin essentials
  • Intensivmedizin von Van Aken, H. et al.
  • Kurzlehrbuch Biologie von Poeggel, G.
  • Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie von Schüler, J. et al.
  • Kurzlehrbuch Neurologie von Mumenthaler, M. et al.
  • Kurzlehrbuch Physiologie von Huppelsberg, J. et al.
  • Lehrbuch Augenheilkunde von Lang, G. K.
  • Lehrbuch Chirurgie-Schnitt für Schnitt von Hirner, A. et al.
  • Lehrbuch Klinische Pharmakologie von Wehling, M.
  • Lexikon der Krankheitsbilder von Diverse
  • Medical English von Gross, P. et al.
  • Medizinethik – Für die neue AO von Wiesemann, C. et al.
  • Memorix Neurologie von Berlit, P.
  • Neurologie von Delank, H.-W. et al.
  • Nutzpflanzenkunde von Lieberei, R. et al.
  • Operationsberichte von Hagen, M.
  • Orthopädie compact von Niethard, F. U. et al.
  • Orthopädie und Orthopädische Chirurgie: Becken von Wirth, C. J. et al.
  • Orthopädie und Orthopädische Chirurgie: Ellenbogen von Wirth, C. J. et al.
  • Orthopädie und Orthopädische Chirurgie: Knie von Wirth, C. J. et al.
  • Pareto Radiologie-Kinderradiologie von Staatz, G. et al.
  • Pareto/ Gehirn von Sartor, K. et al.
  • Pareto/ Herz von Claussen, C. D. et al.
  • Pareto/ Kopf und Hals von Mödder, U. et al.
  • Pareto/ Wirbelsäule von Imhof, H. et al.
  • POL – Leitsymptome – Gastrointestinaltrakt von Block, B.
  • POL – Leitsymptome – Herz-Kreislauf-System von Block, B.
  • POL – Leitsymptome – Respiratorisches System von Block, B.
  • Prüfungswissen Physikum
  • Röntgennormalbefunde von Möller, T.
  • Spanisch für Mediziner von Stegemann, T. et al.
  • Stoffwechselphysiologie der Pflanzen von Richter, G.
  • Taschenatlas Augenheilkunde von Schlote, T. et al.
  • Taschenatlas der Toxikologie von Reichl, F.-X.
  • Taschenlehrbuch Biologie – Botanik von Munk, K.
  • Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie von Wülker, N.
  • Tropenmedizin in Klinik und Praxis von Lang, W. et al.

* Abbestellt wurden diejenigen Online-Bücher, auf die weniger als 1.200-mal seit 2009 zugegriffen wurde.

Prognosis: Problem-orientiertes Lernen macht Spaß!

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Müde vom Brüten über langen, komplizierten medizinischen Fallstudien? Probieren Sie Prognosis aus: Die iPhone-App für Diagnose mit Sport-, Spaß- und Spielfaktor! Prognosis ist kostenlos und ermöglicht Ihnen, innerhalb weniger Minuten medizinische Fälle aus dem wirklichen Leben zu untersuchen und zu diagnostizieren.

Prognosis ist das erste Klinische-Fall-Simulationsspiel im Apple Store und speziell für Ärzte, Krankenschwestern, Sanitäter und Medizinstudenten geeignet. Alle Fälle wurden von einem Expertengremium geprüft und beruhen auf den aktuellen medizinischen Fallrichtlinien. Neue Fälle werden jede Woche hinzugefügt.


Zur Verbesserung der Informationsversorgung der Medizinischen Einrichtungen leiht die ZB Med mehrere iPads aus. Die obige App wurde in Liste der installierten Anwendungen aufgenommen. Diese stehen sowohl alphabetisch als auch nach Fachgebieten zur Verfügung. Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben, dann abonnieren Sie unseren App-Feed, der auf alle neuen medizinischen iPad-Apps hinweist (und nicht nur auf die hier besprochenen).

iPads können bei Dr. Obst reserviert werden.

RefWorks für Alumnis

RefworksVidCastLogo

Die Benutzung von RefWorks ist nun auch für Alumni möglich, wie RefWorks bereits Ende September bekannt gab (PDF). Das bedeutet für die bisherigen Nutzer, dass ihre gesammelten Literaturstellen nicht verloren gehen, sondern dass sie auch nach dem Ausscheiden aus der Universität RefWorks weiter benutzen können – solange die Universität RefWorks subskribiert.

RefWorks-COS announced today that it has made its Alumni Program a standard feature for the more than 1,200 universities currently subscribing to RefWorks. This means that any current or past student at a RefWorks-subscribing university can continue to use or begin to use the service for as long as that academic institution subscribes.

Researchers at all levels, from undergraduates to post-doctorates, use RefWorks to gather and manage research information. Over the course of undergraduate, graduate, and post-graduate studies, they build significant personal research databases that prove valuable in their future professional and academic endeavors. The Alumni Program allows them to continue to use their personal research databases, store and share all types of information, generate bibliographies, and use all the other beneficial features of RefWorks.

„Wissenssuchmaschine“ WolframAlpha

In den letzten Tagen gab es einen regelrechten Hype um die neue Suchmaschine WolframAlpha. Alles mögliche wurde ihr angedichtet und von ihr erwartet – ein Zeichen einer beginnenden Google-Überdrüßigkeit? Nun ist sie raus und die ersten Benutzerberichte und Tests trudeln ein. Dr. Thomas Stamm aus der Kieferorthopädie hat sich einmal die Mühe gemacht, WolframAlpha genauer zu testen. Er kommt zu einem sehr ernüchternden Ergebnis:

Die rechnende Wissensmaschine WolframAlpha hat in den vergangenen Wochen für erhebliches Aufsehen gesorgt. Schon vor dem Start wurde sie als „Google-Killer“ bezeichnet und auch die Präsentation von Stephen Wolfram am Berkman Center for Internet & Society at Harvard University liess die Forscher-Herzen höher schlagen. Seit gestern ist WolframAlpha online und ich habe die computational knowledge engine mit aktuellen Forschungsfragen gefüttert.

Die erste Frage bezog sich auf eine Hausarbeit meines Sohnes zum Thema Lebensmittelchemie: Die Funktion des Eidotters und des Eiklars. Ergebnis: 1. Wolfram Alpha versteht kaum deutsch, obwohl er mit deutschen Städtenamen wenig Probleme hat. Auch die Eingabe von „function chemistry yolk“ quittiert die Maschine mit „Wolfram Alpha isn’t sure what to do with your input.“ Bei „yolk“ findet sich dann aber doch „food“ und „ingredient“. Die zweite Frage bezog sich auf mein Fachgebiet, die Kieferorthopädie. Leider wurden auch hier alle Fragen mit „Wolfram Alpha isn’t sure what to do with your input.“ beantwortet, doch rudimentäre Kenntnisse über die Berufsgruppe hat die Maschine. „Oral health“ ist ihr ebenfalls unbekannt, doch bei „oral“ lokalisiert sie einen Ort in Kazakhstan.

Fazit: Mit meinem Test liege ich klar unter den (teils ebenfalls enttäuschenden) Ergebnissen von Technology Review. Die Kieferorthopädie scheint keinen Schwerpunkt bei Wolfram Alpha zu haben, wie beispielsweise Physik oder Ingenieurwesen, daher muss ich weiterhin brav googlen. Vielleicht profitieren andere medizinische Fachdisziplinen mehr von Wolfram Alpha. Weitere Erfahrungsberichte währen höchst interessant. Vielleicht hängt aber auch alles von der Art der Fragen ab. Aus dem Science Fiction Genre weiss man ja, dass solche „Super Engines“ echte „Sensibelchen“ sind und man für eine korrekte Fragestellung bereits >80% der Antwort wissen muss.

Datenbank des Monats: ACP Journal Club

Die Datenbank ACP Journal Club enthält mit den beiden Volltext-Fachzeitschriften „ACP Journal Club“ und „Evidence-Based Medicine“ (2000 in ACP aufgegangen) wichtige Quellen zur evidenz-basierten Medizin. Es stehen insgesamt 138 Hefte mit 4.000 systematischen Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Verfügung. Jeden Monat erscheint ein neues Heft. Herausgeber ist das American College of Physicians.

The editors of these critically acclaimed publications apply the strictest criteria for study design to review over 90 journals in internal medicine and other specialties such as psychiatry, ophthalmology, gynecology, and surgery and choose only those articles that meet strict criteria for study design.

Die ZB Med lizenziert den ACP Journal Club von der Firma OVID in einem Paket mit der Cochrane Library. Dieses Paket heißt „Evidence Based Medicine Reviews – EBMR“ und ist wesentlich preiswerter als wenn man nur die Cochrane Library alleine beim Hersteller selber (Wiley Interscience) abonnieren würde. Durch die Lizenz bei Ovid können die Artikel des ACP Journal Club simultan mit der Cochrane Library und weiteren Datenbanken wie z.B. Medline oder Books@Ovid durchsucht werden.

Beispielartikel aus dem Januarheft 2009:
– Applying evidence: What’s the next action?
– Rosuvastatin prevented major cardiovascular events in persons with elevated C-reactive protein
– Review: Tight glucose control reduces septicemia, but not death, and increases hypoglycemia in critically ill adults
– Review: Inhaled anticholinergics increase risk for major cardiovascular events in chronic obstructive pulmonary disease
– Tiotropium reduced exacerbations but not rate of FEV(subscript 1) decline in patients with COPD using other respiratory medications
– Aspirin and/or antioxidants did not prevent CV events in diabetes and peripheral arterial disease
– Pioglitazone reduced liver injury and improved fasting glucose in nonalcoholic steatohepatitis without diabetes

Der Jahresbericht 2008 ist online

Der aktuelle Jahresbericht der Zweigbibliothek Medizin ist online. Er enthält detaillierte, statistische Angaben über die Verläufe von Ausleihe, Benutzung, Budget der letzten Jahre sowie Sondermassnahmen und Zielplanungen.

Ein Auszug: Seit Anfang des Jahres hat die Bibliothek eine Reihe von Serviceverbesserungen umgesetzt. Die Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit wurden um eine Stunde verlängert, so dass die ZB Med nun werktags das ganze Jahr von 8 bis 22 Uhr geöffnet ist. Für diejenigen, die von zu Hause lernen möchten, stehen 200 der wichtigsten Online-Lehrbücher zur Verfügung. Die Nutzung der elektronischen Volltextbücher stieg um 42% auf 2,4 Mio. Buchseiten.

Den Jahresbericht finden Sie als PDF in der Rubrik Die ZB Med / Publikationen oder direkt hier.

Neue Zeitschriften: Nature-Titel online

Seit zehn Jahren können die geschäftsführenden Direktorinnen und Direktoren der Medizinischen Fakultät innerhalb eines virtuellen Zeitschriftenbudgets entscheiden, welche Zeitschriften die Zweigbibliothek Medizin für ihr Fachgebiet abonnieren soll und welche nicht. Alle zwei Jahre fragt die ZB Med den aktuellen Zeitschriftenbedarf ab. In diesem Jahr nutzten zahlreiche Institute und Kliniken die Gelegenheit und wünschten sich von der Bibliothek die Abonnierung neuer Titel. Im Gegenzug wurden entbehrliche Titel genannt, die von der ZB Med abbestellt werden konnten. Dank einer Etaterhöhung konnten in diesem Jahr die Wunschlisten großzügiger als normalerweise möglich bedient und dringend benötigte Titel bestellt werden. Die ZB Med wird nach und nach alle neuen Zeitschriften online zur Verfügung stellen, im folgenden finden Sie die freigeschalteten Titel von Nature Publishing:

Evidence-Based Dentistry
Genes and Immunity
The Journal of Investigative Dermatology
Modern Pathology
Nature Chemistry*
Nature Methods
Nature Protocols

* Bezahlt aus Mitteln des Fachbereichs 12. Das erste Printheft von Nature Chemistry wird Mitte März erscheinen, die ersten Onlineartikel jedoch deutlich früher.

Ich hätte da mal eine Frage: Wieso kostet ein Ersatzausweis 10 Euro und ein verlorenes Buch 25 Euro Gebühren?

Frage:
Mit Erstaunen musste ich zu Beginn der Woche zur Kenntnis nehmen, daß die Erstellung eines Ersatzausweises 10 Euro kostet. Ist im Rahmen der Studiengebührenordnung und den hoffentlich in Zukunft auch der ZB Medizin vermehrt zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln eine Absenkung dieser Gebühr auf ein den Herstellungskosten eher angepasstes Niveau von weniger als den umgerechnet aktuellen 20 Mark zu rechnen? Mir ist bewusst, daß mir für den durch mich durch Verlust des Ausweises verschuldeten Mehraufwand ihrer Mitarbeiter eine Zahlung nicht erspart werden kann, bin aber nicht in der Lage die Höhe der Gebühr nachzuvollziehen.

Antwort:
Die Gebühr für den Ersatzausweis ist eine landesweit einheitlich geregelte Gebühr, die wir so erheben müssen:

Zur Abgeltung des Verwaltungsaufwandes bei der Bearbeitung von Verlust-, Schadens- oder Nichtrückgabefällen erheben die Einrichtungen nach § 30 Absatz 1 Hochschulgesetz eine Verwaltungsgebühr. Die Verwaltungsgebühr […] beträgt […] für die Zweitausstellung eines Benutzerausweises 10,00 Euro und bei Verlust, Beschädigung oder Nichtrückgabe eines Mediums 25,00 Euro.“ (§2 Abs. 1b GebO-IKM NRW).

Herr Rosenberger, der Leiter der Benutzungsabteilung der ULB schreibt weiter:
Diese Begründung ist zugegeben formal und inhaltlich zunächst nicht befriedigend. Deshalb muss ich den „Verwaltungsaufwand“ in einer zweiten Begründung noch etwas näher erläutern: Die Erstellung eines Ersatzausweises ist zwingend mit eine Änderung der Benutzernummer verbunden, damit der verlorene Ausweis mit der alten Nummer ungültig wird und nicht zu Ihrem Schaden missbräuchlich genutzt werden kann. Bei der Bearbeitung von Verlustfällen müssen u.a. und je nach Art des Verlustfalls viele, bisweilen sogar sämtliche der folgenden Tätigkeiten erledigt werden; diese Tätigkeiten laufen dabei meist im Hintergrund und deshalb für Sie nicht sichtbar ab, bedeuten jedoch für unsere Mitarbeiter die eigentliche Arbeit:

Bei einem Ersatzausweis
– Sämtliche bereits entliehenen Bücher werden von der alten Kontonummer auf die neue umgebucht.
– An sämtlichen Ablagestellen der Zweigbibliotheken und der Zentralbibliothek (Buchausgabe der Leihstellen, im Lesesaal und im Handschriftenlesesaal der Zentralbibliothek) muss überprüft werden, ob für Sie Bücher bereitliegen; diese müssen ggf. in das mit Ihrem neuen Ausweis gekoppelte Ablagefach umgelegt werden.
– Bei Fernleihen, die noch in Bestellung sind, muss ebenfalls die Änderung der Benutzernummer nachvollzogen werden, damit im Falle der Lieferung die richtige Zuordnung möglich ist.
– Etwaige Gebührenzahlungen über die Uni-Kasse müssen ebenfalls der neuen Nummer zugeordnet werden können, was das Führen einer entsprechenden Konkordanz bedeutet.

Bei einem verlorenen Buch
– In jedem Verlustfall erfolgt zu Ihrer Sicherheit eine Überprüfung, ob das verlorene Buch sich nicht doch an seinem Standort befindet.
– Das verlorene Buch wird auf Ihrem Konto als Verlust gebucht, damit für Sie keine (weiteren) Fristüberschreitungsgebühren anfallen.
– Eventuelle Vormerker auf das verlorene Buch werden benachrichtigt, dass das verlorene Buch bis zum Zeitpunkt der Ersatzbeschaffung nicht zur Verfügung steht.
– In Buchhandelsverzeichnissen und ggf. Antiquariatsverzeichnissen wird ermittelt, ob, wo und zu welchem Preis das verlorene Buch noch lieferbar ist. Bei älteren Titeln und insbesondere bei Lehrbuchliteratur muss dabei auf eventuell verfügbare neuere Auflagen geachtet werden.
– Bei nicht mehr lieferbaren Titeln wird ein externer Dienstleister mit der Reproduktion des Titels als Kopie beauftragt.
– Falls der Verlierer das Buch nicht selber besorgt oder besorgen kann, führt die ULB die Bestellung durch. In diesem Fall bezahlt die ULB die Lieferung im Voraus und stellt den entsprechenden Betrag dem Verlierer anschließend in Rechnung.
– Wenn das Ersatzexemplar in der ULB eingetroffen ist, wird die Verlustbuchung auf Ihrem Konto storniert.
– Falls das Ersatzexemplar mit dem verlorenen Exemplar nicht identisch ist (d.h. bei neueren Auflagen oder bei Reproduktionen), muss der Katalog der ULB entsprechend korrigiert werden.
– Das Ersatzexemplar muss buchbinderisch bearbeitet werden (Signaturschild, Buchungsetikett).

Sie sehen, dass es mit der Ausstellung des Ersatzausweises oder dem Aufkleben eines Signaturschilds allein nicht getan ist, und dass angesichts der vielfältigen Hintergrundarbeiten die Verwaltungsgebühr von 10,- bzw. 25,- EUR durchaus gerechtfertigt ist. Ich hoffe, Ihnen auf Ihre Frage eine befriedigende Antwort gegeben zu haben.

i:mobile statt Rote Liste

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Seit Beginn des PDA-Projekts der Bibliothek konnten Sie die Rote Liste auf Ihren PDA installieren. Unser Vertriebspartner ECV bot uns dazu sehr günstige Konditionen an. Ende 2006 nahm die Rote Liste Service GmbH den Vertrieb in die eigenen Hände. Dies resultierte in einer deutlichen Preiserhöhung, die für die Bibliothek nicht mehr vertretbar war und auch in langwierigen Verhandlungen nicht abgemildert werden konnte. Als Konsequenz nur noch wenige Abos für einen eingegrenzten Benutzerkreis anzubieten, wäre nicht im Sinne des sonst frei verfügbaren und offenen Angebots der Bibliothek gewesen. Deswegen entschied sich die Bibliothek gegen die Rote Liste. Diese Anwendung wird nicht mehr aktualisiert und läuft deshalb aus.

pocket-pc.jpgStattdessen bieten wir ab sofort ein Konkurrenzprodukt an, dass mit denselben und noch mehr Informationen (wie z.B. einem Interaktionencheck) aufwarten kann: i.mobile von der Firma ifap. i:mobile kann von jedem Medizinstudenten, jedem Arzt des UKM und jedem Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät installiert werden – die eingekaufte Campuslizenz erlaubt die unbegrenzte Nutzung. Zur Nutzung von i:mobile muss .NET Compact Framework unterstützt werden. Dies ist bei Modellen mit dem Betriebssystem Windows Mobile 5.0 bzw ab Windows Mobile 2003 Second Edition (Windows CE 4.21) möglich. Palms mit dem passenden Betriebssystem (z.B. Palm Treo 750v mit Windows Mobile 5.2) sind auch i:mobile-kompatibel. Für PDAs mit dem Palm-Betriebssystem empfehlen wir das Arzneimittelpocket.

Sie erhalten wie gewohnt die wichtigen Daten zu allen in Deutschland zugelassenen Arzneimitteln: Anwendungsgebiete, Nebenwirkungen, Dosierung, Kontraindikationen, Zusammensetzung, Hinweise für den Verordner. Darüber hinaus helfen Ihnen die folgenden Funktionen, schnell und sicher medizinische Entscheidungen zu treffen:

  • i:calc zur Ermittlung der patientengerechten Dosierung (Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz, Kinderdosierung usw.)
  • Preisvergleich und Angaben zur Zuzahlungsbefreiung nach AVWG
  • Interaktionen-Check i:fox mit Angaben zur Verordnung in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Hauslistenfunktion: Einfach eigene Medikamente eintragen oder Notizen zu vorhandenen Medikamenten machen

Wenn Sie Interesse an einer Nutzung haben, können Sie sich jederzeit in der Bibliothek eine Installations-CD gegen Vorlage eines Benutzungs-, Uni- oder Semester-Ausweises abholen. Wenn Sie uns eine Institutsadresse angeben, schicken wir Ihnen die Installations-CD auch gerne per Hauspost zu.

Hier finden Sie das i:mobile-Handbuch, Installationshinweise und eine Anleitung, wie man ifap mobile in Münster kostenfrei nutzen kann.

Nachtrag: Wie uns Dr. Boknik dankenswerterweise mitteilte, muss man für die Installation unter Windows Mobile 2003 SE die MS-Komponenten (Microsoft SQL Mobile und Microsoft.NET Compact Framework) auf das Hauptgerät installieren (hier ein XDA mini).

Nachtrag: Pressemitteilung von ifap, 6.11.2007: i:mobile als Studienbegleiter

Dissertationen der Medizinischen Fakultät

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Die Dissertationen-Datenbank der Zweigbibliothek Medizin wurde aktualisiert. Sie enthält nun 3.716 Doktorarbeiten der letzten 12 Jahre, darunter 49 des laufenden Jahres.

Wenn Sie sich darüber informieren wollen, welche Dissertationen überhaupt in den letzten Jahren an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster geschrieben wurden, können Sie das Suchformular benutzen (s.o.). Dort können Sie nach dem Autor suchen, dem Titel, dem Referenten (Doktorvater) oder dem Institut/der Klinik. Die Dissertationen sind zum Teil online über MIAMI zugänglich, zum Teil können sie an der Leihtheke der ZB Med bestellt werden.