Archiv der Kategorie: Datenbanken

Open Access Zeitschriften finden mit dem Web of Science (von Astrid Vieler)

Seit Anfang des Jahres bietet die Datenbank Web of Science einen zusätzlichen Suchfilter für Open Access (OA) Publikationen. Diesen kann man sich zunutze machen, um OA Zeitschriften zu finden, die vielleicht auch für den nächsten eigenen Artikel geeignet sind.
Am einfachsten geht das, wenn man zuvor schon thematisch ähnlich publiziert hat:
Suchen Sie Ihre eigene Publikation und benutzen Sie dann den Link View related records um eine Treffermenge thematisch verwandter Artikel zu erhalten. Alternativ führen Sie eine klassische Suche anhand geeigneter Schlagworte durch, um eine ausreichend große Treffermenge zu erhalten.
Die so entstandene Artikel-Liste können Sie dann mit wenigen Klicks auf OA Zeitschriften eingrenzen (1).

Über die Funktion Analyze Results (2) kann diese Artikel-Liste dann nach Zeitschriften Titeln (Source Titles) ausgewertet werden.

Die meisten Zeitschriften in der Datenbank sind außerdem in den Journal Citation Reports geführt, und können deshalb in der Regel schon einen Impact Faktor vorweisen. Alle diese Zeitschriften sind reine Open Access Zeitschriften, deren Artikel immer sofort mit dem Erscheinen Open Access zur Verfügung stehen.

Alternativ bieten auch die in der vergangenen Woche vorgestellten semantischen Suchmaschinen Möglichkeiten, gezielt nach Open Access Zeitschriften zu suchen.

Die ULB bietet Ihnen weitere Beratung und Angebote rund um das Thema Open Access Publizieren.

Open Access zu den Systematic Reviews der Cochrane Library

Ab dem 1. Februar werden neue systematische Reviews und Protocols der Cochrane Library Open Access automatisch nach einer 12-monatigen Embargo-Periode zur Verfügung stehen. D.h. Reviews, die ab dem 1.2.2013 eingepflegt wurden, sind seit dem 1.2.2014 weltweit frei verfügbar – unabhängig von einer Lizenzierung.

This applies only to those versions published with a new citation on or after 1 February 2013. If, for example, a Cochrane Review update is published on 1 February 2013, on 1 February 2014 the Cochrane Review will be free to view. However, earlier versions, including the Protocol and first version of the Cochrane Review will not be free to view.

Neben diesem „grünen“ Open Access gibt es nun auch einen „Gold open access“, die unverzüglich ohne Embargoperiode frei verfügbar sind, di4es allerdings nur nach einer Author Payment Charge von 2.500 bzw. 5.000 Dollar.

Die Zweigbibliothek Medizin hat die Cochrane Library unter http://www.thecochranelibrary.com für die Universität Münster lizenziert (nur innerhalb des Hochschulnetz), deshalb wird diese Änderung uns erst einmal nicht betreffen.

Dr. Obst in das Library Advisory Board von UpToDate berufen

Dem Leiter der Zweigbibliothek Medizin, Dr. Oliver Obst, wurde nun die Ehre zuteil, in das Library Advisory Board von UpToDate berufen zu werden. UpToDate ist eine der am weitesten verbreiteten und bekanntesten Ressourcen von klinischen Übersichtsarbeiten weltweit. Das Library Advisory Board von UpToDate diskutiert wichtige Entwicklungen in der Medizin (z.B. EBM) und wird zu Rate gezogen, wenn es um die Strategie, Lizenzen und Produkte des Unternehmens geht. Der Beirat setzt sich aus sieben Medizinbibliothekaren zusammen, darunter nur zwei aus Europa. Die internationale Gruppe führt vierteljährliche Telefonkonferenzen durch und trifft sich einmal jährlich in der UpToDate-Zentrale in Boston, MA.

Kurze Zeit später kam die nächste Berufung. Das New England Journal of Medicine – mit einem Impact Faktor von 53,5 eines der meistzitierten Fachzeitschriften überhaupt – wollte Dr. Obst auch gerne für ihr Library Advisory Board haben. Doch diesmal lehnte Dr. Obst ab, wenn auch mit Magenschmerzen: „Ich habe mich natürlich überaus geehrt gefühlt. Der Beirat der NEJM ist bekannt für seine hochkarätigen Mitglieder und Diskussionen. Das hätte mich schon gereizt. Doch drei Flugreisen im Jahr in die Staaten sind einfach zuviel des Guten. Meine Verpflichtungen in Europa und hier in Deutschland verschwinden ja nicht.“


UpToDate ist eine US-amerikanische Ressource von Übersichtsarbeiten, eine Art Volltext-Enzyklopädie, wobei die einzelnen Einträge dieses Lexikons strukturierte Übersichtsarbeiten zu klinischen Fragestellungen darstellen – mittlerweile insgesamt über 9.000 mit 100.000 Seiten im Volltext, Abbildungen, Röntgen- und CT-Bilder. UpToDate steht im Hochschulnetz der Universität Münster zur Verfügung; jedes Jahr werden über 20.000 Reviews benutzt. UpToDate wird alle vier Monate aktualisiert, die aktuelle Versionsnummer ist 19.3. Obwohl UpToDate im letzten Jahrzehnt zahlreiche Konkurrenten wie DynaMed, FirstConsult, BMJ PoC bekommen hat, nimmt es in Deutschland weiterhin einen Spitzenplatz unter allen klinischen Reviewsystemen ein.

UpToDate wird von der Zweigbibliothek gemeinschaftlich mit neun Kliniken bezahlt; angesichts der jährlich steigenden Kosten und des schwachen Euros könnte eine Institution die Kosten gar nicht alleine tragen. Die beteiligten Kliniken werden in Höhe der Kosten für eine Einzellizenz an der Finanzierung beteiligt.

MedTech – 1.500 medizintechnische Forschungsprojekte

dmt

MedTech, eine Datenbank medizintechnischer Forschungsprojekte wurde kürzlich von ACATECH, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften ins Netz gestellt. Sie umfasst Forschungsprojekte aus allen Bereichen der Medizintechnik. Dadurch sollen mögliche Kooperationspartner leichter zueinander finden. Bis jetzt – Stand August 2011 – finden sich 1500 Projekte.

Zielgruppen dieser Datenbank sind u.a. Forscher aus technischen Forschungseinrichtungen der Medizintechnik, Ärzte, die an oder mit innovativer Medizintechnik forschen, Entwickler aus den F&E-Abteilungen der medizintechnischen Industrie, Führungspersonen aus technischen und ärztlichen Einrichtungen, die über F&E-Projekte entscheiden. [via UB Med Wien]

Mit der ULB in die Disco?!

photocase311295221397

disco ist eine neue Suchmaschine der Universitätsbibliothek, die simultan nach über 3,5 Mio. Büchern, 100.000 Zeitschriften und 200 Mio. Artikeln sucht. Da in disco mehr als 85% aller elektronisch an der WWU verfügbaren Artikel recherchierbar sind, eignet es sich hervorragend als zentraler Einstiegspunkt für Ihre Literaturrecherche.

Mein Bereich
Wenn Sie sich in „Mein Bereich“ anmelden, können Sie Ihre Einstellungen, ausgewählte Treffer und Suchanfragen für zukünftige Sitzungen speichern. Diese Möglichkeit ist im Moment auf Universitätsangehörige mit ZIV-Kennung beschränkt, wird aber künftig für alle ULB-Nutzer zur Verfügung stehen. Sie können diesen Bereich auch als Gast (ohne Login) nutzen. Ihre Daten werden dann temporär für die aktuelle Sitzung gespeichert.

Datenquellen
* ULB Katalog
* MIAMI (Münstersches Informations- und Archivsystem Multimedialer Inhalte), Metadaten und Volltexte
* DBIS, lizenzierte und freie Datenbanken
* EZB, lizenzierte und freie E-Zeitschriften
* DFG-Nationallizenzen
* Primo Central (elektronische Ressourcen wie beispielsweise Aufsätze und E-Books, u.a. von Springer, WOS, JSTORE, Wiley, Elsevier, Cambridge University Press, AIP, IEEE, MIT Press, Modern Language Association)

Weitere Informationen über disco finden Sie hier.

Wann kommen die neuen Impact Faktoren heraus?


Aufgrund einiger Nachfragen: Die neuen Impact Faktoren, also diejenigen des Jahres 2008, werden in den kommenden Tagen erwartet. Wir werden Sie über den Newsletter bzw. über diesen Blog Aktuelles sofort davon in Kenntnis setzen, wenn die Impact Faktoren in der Bibliothek eingetroffen sind.

Thomson Reuters veröffentlicht meist im Juni die Impact Faktoren des Vorjahres. Den Journalen wird oft vorab ihre neuen IFs mitgeteilt, die komplette Datenbank aller Impact Faktoren jedoch wird erst Ende Juni/Anfang Juli veröffentlicht. Zunächst im Web, dann auf CD. Die ZB Med abonniert die CD, haben Sie also bitte noch etwas Geduld…

Nachtrag: Der Verlag teilt zu unserer Reklamation mit: „This subscription is in effect and the JCR cd has shipped on June 29th. Please allow proper shipping time for delivery. Thank you and please contact me if you require additional assistance.“

Citation Maps im Web of Science

In der Vollanzeige einer Literaturstelle der Datenbank Web of Science lassen sich jetzt die Beziehungen zwischen den Literaturzitaten graphisch darstellen. Dabei hilft Ihnen der etwas unscheinbare Button “Citation Map (beta)” neben der Anzahl der referierten bzw. referierenden Literatur. Lesen Sie mehr über die Citation Maps im Web of Science. [aus dem ZB Chem Newsletter]

Impact Faktoren 2007

jcr.gif
Die aktuellen Impact Faktoren 2007 sind nun verfügbar. Die CD-Version ist zwar noch nicht bei uns angekommen, aber dankenswerterweise hat der Anbieter, Thomson Reuters, für uns einen Testzugang bis Ende Dezember freigeschaltet.

http://isiknowledge.com/JCR/JCR/portal.cgi/portal.cgi?DestApp=JCR&Func=Frame

Besonderheit: Dieses Zugang beinhaltet nicht nur die JCR Science Edition mit 6.000 Titeln aus Science, Technologie und Medizin, sondern auch die JCR Social Sciences Edition mit 2.000 geisteswiss. und psychol. Titeln.

Nachtrag: Den gewohnten Zugang inklusive der Klassenzuteilung finden Sie hier:

https://www.uni-muenster.de/ZBMed/zeitschriften/impact/index.html

Neu: Faculty of 1000 Biology

Der Test der beiden Rezensionsdatenbanken Faculty of 1000 Biology und Faculty of 1000 Medicine führte nun zu der Abonnierung der ersteren Datenbank. Faculty of 1000 Biology ist älter, größer und wird häufiger genutzt als die entsprechende Datenbank für die Medizin.

Mehr als 2.000 Wissenschaftler rezensieren Zeitschriftenartikel ihres Forschungsgebietes für diese Datenbank: „by scientists for scientists“. Außer der Beschreibung des Wertes eines Artikels für das Forschungsgebiet wird er anhand einer Punktescala als „recommended“, „must read“ oder „exceptional“ gewertet und erhält zusätzliche Etiketten, wie „hypothesis“, „controversial findings“ u.ä. Artikel aus kleineren oder fachfremden Zeitschriften werden besonders gekennzeichnet. Bei künftigen Recherchen in Pubmed wird immer dann ein Logo in der Vollansicht eingeblended, wenn ein Artikel in Faculty of 1000 Biology rezensiert wurde. [Meldung der ULB]

Metasuche nach elektronischen Hochschulschriften

opus.jpg

Über die Datenbank OPUS-Metasuche nach elektronischen Hochschulschriften sind an 81 (Stand: März 2008) deutschen Hochschulen online veröffentlichte Hochschulschriften im Volltext frei zugänglich. Die Bestände der Uni Münster fehlen dort zur Zeit noch, können aber in MIAMI oder in der Disssuche der ZB Med (nur Medizin) recherchiert werden.

Human Oral Microbiome Database

homd_banner.gif
Die im Aufbau befindliche Datenbank Human Oral Microbiome Database (HOMD) liefert umfassende Informationen zum oralen Mikrobiom des Menschen

The goal of creating the Human Oral Microbiome Database is to provide the scientific community with comprehensive information o­n the approximately 600 prokaryote species that are present in the human oral cavity.