Suchergebnisse: 1510
Dieses Seminar führt in die Vorgeschichte des Deutschen ein. Sie erschließen sich, in welche Sprachfamilie das Deutsche eingeordnet werden kann, wie sich das Deutsche auf verschiedenen sprachlichen Ebenen wie Phonologie, Morphologie und Syntax entwickelt hat und welche sprachlichen Merkmale und kulturellen Rahmenbedingungen für seine Sprachstufen Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch und Frühneuhochdeutsch charakteristisch sind. Kurz: Nach diesem Seminar haben Sie grundlegend Prozesse des Sprachwandels auf verschiedenen sprachlichen Ebenen kennengelernt und verstehen die teilweise im Sprachvergleich ungewöhnlichen Eigenschaften des Gegenwartsdeutschen besser aus ihrer Entwicklung heraus.
Weil die Einführung in die älteren Sprachstufen eine große Herausforderung ist, bei der man auf wenig schulisches Vorwissen zurückgreifen kann, gibt es zu dem Seminar ein freiwilliges Booster-Tutorium. Nähere Informationen dazu folgen in der ersten Sitzung.
- Lehrende/r: Antje Dammel
- Lehrende/r: Regina Maria Ruf
Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Jan Vermeer van Delft sind hier ausgestellt.
Die Skulpturensammlung des Bode-Museums präsentiert sich als eine der umfangreichsten und ältesten der Welt - ihre Anfänge gehen bereits auf das frühe 17. Jahrhundert zurück. Besondere Vielfalt versprechen die Werke Italienischer Meister der Frührenaissance, darunter Donatello oder Mino da Fiesole, doch auch die Entwicklung der deutschen Bildhauerei ist mit zahlreichen Werken, so zum Beispiel jene Tilman Riemenschneiders, dokumentiert.
Ziel des Kurses ist zum einen das selbstständige Erarbeiten der Sammlungsgeschichte sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Sammlungspräsentation. Zum anderen wird das eingehende Studium vor Originalen einen dezidierten Schwerpunkt bilden, um dabei einige herausragende Meisterwerke der italienischen und nordalpinen Malerei und Skulptur vom 15. – 17. Jahrhundert kennenzulernen. Die erarbeiteten Referate sollen Anlass bieten, gemeinsam über die ausgewählten Werke – auch im Vergleich – zu diskutieren und diese abseits des Schreibtisches zu studieren.
- Lehrende/r: Leonie Drees-Drylie
Dieses Blockseminar lotet die Möglichkeiten des Ich-Erzählens in der Vormoderne aus und behandelt in diesem Zusammenhang zunächst die Grundlagen von Schrift, Schriftlichkeit und Literaturproduktion im Mittelalter. In einem ersten Block, der zum Ziel hat, theoretische Grundlagen zu vermitteln, stehen die Themen Erzählfunktionen, Autorschaftsverständnis, narrative Identität sowie spezifische Muster biografischen und autobiografischen Erzählens im Zentrum. In einem zweiten Block nehmen wir viele Beispiele für biografisches, autobiografisches sowie autofiktionales Erzählen aus der Vormoderne in den Blick, darunter Einhards ‚Vita Karoli Magni‘, Elisabeths von Schönau ‚Visionsbuch‘, Oswalds von Wolkenstein Lieder und Georgs von Ehingen ‚Reisen nach der Ritterschaft‘. Dabei werden die historischen Entwicklungslinien ebenso im Blick behalten wie die spezifischen Erzählkontexte der Textzeugnisse.
Wir bereiten uns durch Schreibaufgaben auf die MAP vor und integrieren sowohl den Digitalen Selbstlernkurs als auch das ‚E-Tutorium Germanistische Arbeitstechniken‘ in unser Seminar. Das Seminar wird von einem Learnweb-Kurs begleitet. Alle historischen Texte liegen in Übersetzung vor. Kenntnisse des Lateinischen und des Mittelhochdeutschen werden nicht vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier
Schriftspracherwerb ist Grammatikerwerb! Das Seminar behandelt grammatische Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene und vermittelt Grundlagenkenntnisse zum kindlichen Spracherwerb. Ein angemessenes Verständnis beider Wissenskomponenten, Sprachsystem- und Spracherwerbskenntnisse, bildet die notwendige Voraussetzung für die Entfaltung von Diagnosekompetenz – eine wichtige Schlüsselkompetenz für angehende Förderlehrkräfte. Daher wird im Seminar durch verschiedentliche Analyseübungen an authentischen Lernertexten der förderdiagnostische Anwendungsbezug der vermittelten Gegenstände im Vordergrund stehen.
- Lehrende/r: Anja Heitmann
Das Seminar beleuchtet die Besonderheiten und Funktionsweisen von Schrift und literarischer Kommunikation als Kulturtechnik aus mediävistischer Perspektive am Beispiel der Figuren und Figurendarstellung im Artusroman Iwein, den Hartmann von Aue um 1200 verfasst hat. Der Schwerpunkt liegt auf der narratologischen Kategorie Figur und verschiedenen figurbezogenen Ansätzen, die die sinnkonstituierende und handlungsprogressive Funktion der Figur als elementaren Baustein einer erzählten Welt auf unterschiedliche Weise konzeptualisieren. Unter anderem werden wir die Konzeptionen von Autorschaft und Erzählerfigur, die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Figuren, Figurenkonstellationen und ihre Funktionen in den Blick nehmen, um ein historisches Verständnis von literarischer Kommunikation und Figurendarstellung zu erarbeiten. Schließlich soll in einem weiteren transmedialen Kontext erschlossen werden, wie die aus dem Artusroman bekannten Figuren den Ort wechseln und in der Bildwelt der erhaltenen Iwein-Fresken und Artefakte fungieren. Dabei gilt es stets zu reflektieren, wie die besprochenen Materialien und die gewonnenen Erkenntnisse in der Grundschule eingesetzt werden können. Der mittelhochdeutsche Text liegt in neuhochdeutschen Übersetzungen vor.
Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Hartmann von Aue: Iwein. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Hrsg. u. übers. von Rüdiger Krohn. Komm. von Mireille Schnyder. Durchges. Ausg. Stuttgart: Reclam 2012 (Reclams Universal-Bibliothek, 19011).
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
Die Veranstaltung zielt zunächst darauf, ein solides Verständnis für schulgrammatische Gegenstände aufzubauen und so die für das weitere Studium notwendigen grammatischen Grundlagenkenntnisse zu sichern. Im Vordergrund steht dabei der Übungscharakter. Regelmäßige und aktive Teilnahme wird dringend empfohlen.
- Lehrende/r: Anja Heitmann
Die Kasusmorphologie ist eine variationsreiche Domäne des Deutschen. Nicht selten stehen Sprecher:innen nicht nur eine, sondern zwei Flexionsformen zur Kasusmarkierung zur Verfügung (z.B. "das Werk des Autors" oder "das Werk des Autoren"?)
Im Seminar werden wir uns mit solchen Variationsmustern beschäftigen und die Frage klären, warum es gelegentlich zu Variation im Bereich Kasus kommt. Dafür erarbeiten wir uns in der ersten Seminarhälfte die Forschungserkenntnisse bisheriger Untersuchungen. In der zweiten Seminarhäfte werden in Gruppen eigenständig kleine empirische Studien zur Variation der Kasusmorphologie durchgeführt.
- Lehrende/r: Philipp Cirkel
„Das Wort Fake News – im Deutschen auch Fake-News oder sogar Fakenews geschrieben – füllt damit differenzierend eine Lücke zwischen den etablierten Wörtern Falschmeldung und Propaganda. Anders als die Falschmeldung, die ja sowohl absichtlich als auch unabsichtlich falsch sein kann, sind die Fake News immer absichtlich falsch. Und anders als die Propaganda, die das Ziel hat, das öffentliche Bewusstsein systematisch und tiefgreifend zu beeinflussen, sind die Fake-News eher auf die Bestätigung bestehender Vorurteile bei bestimmten Zielgruppen ausgerichtet.” (Kopf 2017)
Im Blockseminar lernen wir Grundlagen der Politolinguistik und der Kritischen Diskursanalyse kennen, um anhand deren Methoden Medieninhalte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dazu werden in eigenen empirischen Mini-Projekten Forschungs-Korpora zu Stilen extremistischer und populistischer Gruppen aufgebaut und analysiert.
AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN MUSS ICH DAS SEMINAR ALS BLOCKSEMINAR AN EINZELTERMINEN FREITAGS ANBIETEN. DAFÜR HOFFE ICH SEHR AUF IHRE TERMINLICHE FLEXIBILITÄT!
WENN SIE SICH NEU FÜR DAS SEMINAR ANMELDEN MÖCHTEN, MELDEN SIE SICH BITTE REGULÄR NACH UND INFOMIEREN MICH ZUSÄTZLICH PER MAIL.
VORLESUNGSSTART IST FÜR UNS DER ERSTE BLOCKTERMIN.
VIELEN, HERZLICHEN DANK!!!
Netaya Lotze
- Lehrende/r: Netaya Lotze
Wenn man in ein System fördernd eingreifen will, muss man es zunächst in seinem Aufbau und seinen Zusammenhängen verstanden haben. Das Seminar behandelt grammatische Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene, deren Verständnis eine wichtige Voraussetzung für richtiges Schreiben und angemessenes Textverstehen und für die Textproduktion ist. Das Seminar beschäftigt sich außerdem mit Grundlagenwissen über den Spracherwerb bei Kindern. Wissen über Grammatik und Sprachentwicklung ist für angehende Förderlehrkräfte unerlässlich, um individuelle Förderbedarfe zu erkennen. Die erworbenen Analysefähigkeiten in diesen Bereichen werden im Laufe des Seminars an Texten von SchülerInnen erarbeitet und erprobt.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Wenn man in ein System fördernd eingreifen will, muss man es zunächst in seinem Aufbau und seinen Zusammenhängen verstanden haben. Das Seminar behandelt die grammatischen Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene, deren Verständnis eine wichtige Voraussetzung für richtiges Schreiben und angemessenes Leseverstehen, Textverstehen und für die Textproduktion ist. Das erworbene Wissen über Grammatik und Sprachentwicklung und die erworbenen Analysefähigkeiten in diesen Bereichen sind für angehende Förderlehrkräfte unerlässlich, um individuelle Förderbedarfe zu erkennen.
- Lehrende/r: Antje Dammel
- Lehrende/r: Christian Sieg
Die geschriebene Sprache hat m Deutschen in vielen Fällen andere Regeln und Normen als die gesprochene Sprache. Einige dieser Regeln und Normen sollen Sie in diesem Kurs kennenlernen und praktisch anwenden. Sie üben im Kurs das Schreiben unterschiedlicher Textsorten, die mehr oder weniger formell sein können, wie zum Beispiel Forumsbeiträge, die Kommunikation mit Behörden oder Bewerbungsschreiben. Neben diesen festgelegten Textformen nutzen wir auch Methoden kreativen Schreibens im Kurs und machen kleine Schreibprojekte. Kursziele: Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks. Es sollen kohärente Texte verfasst werden können, indem die auf dem Niveau bekannten Strukturen sowie der Grundwortschatz angewendet werden.
- Lehrende/r: Sabine Beyer
Sprachwandel umfasst alle Beschreibungsebenen der Sprache. In diesem Seminar werden wir uns mit dem Konzept des semantischen Wandels befassen: Wie verändern sich die Bedeutungen von Wörtern im Laufe der Zeit? Welche Faktoren beeinflussen diese Veränderungen? So hatte das Wort geil im Deutschen ursprünglich eine eher negative Bedeutung und bedeutete „gierig“ oder „unersättlich“. Heute wird es umgangssprachlich oft als Ausdruck für etwas Positives verwendet, wie in „Das war ein geiler Film!“ oder „Das ist ein geiles Auto!“. Dieser Wandel ist ein gutes Beispiel für eine Bedeutungsverschiebung hin zu einer positiven Konnotation. Anders das Wort brav. Im Mittelalter bedeutete brav etwas wie „tapfer“ oder „mutig“. Heute beschreibt es meist eher eine gemäßigte, artige und unauffällige Person: „Sei brav und hör auf, das zu tun!“. Dieser Wandel zeigt, wie sich die Bedeutung eines Begriffs je nach gesellschaftlicher Norm verändert hat.
Wir werden historische und moderne Beispiele betrachten, um die Mechanismen hinter Bedeutungsverschiebungen zu verstehen und zu analysieren. Dabei lernen Sie nicht nur, wie semantische Veränderungen in der Sprachgeschichte verortet werden können, sondern auch, welche theoretischen Ansätze zur Erklärung dieser Prozesse existieren.
- Lehrende/r: Katerina Stathi
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Der wichtigste Zweig der deutschen Aufklärungspädagogik war der sogenannte Philanthropismus, eine auch international beachtete Erziehungsbewegung, die auf sinnlichen, anschaulichen und spielerischen Unterricht im Geist der Toleranz setzte. Der entscheidende Vordenker der philanthropischen Pädagogik war Johann Bernhard Basedow (1724-1790), der im Jahr 1774 mit dem reich bebilderten „Elementarwerk“ das Ur-Schulbuch der aufgeklärten Moderne veröffentlichte. Ebenfalls 1774 eröffnete er in den Weihnachtstagen mit dem Philanthropin (auch „Schule der Menschenfreundschaft“ genannt) in Dessau eine Musterschule der Aufklärung, die deren großer Bewunderer Immanuel Kant umgehend als „Stammutter aller guten Schulen“ feierte. Im Seminar wird Basedows Leben und Wirken im Kontext der wichtigsten Begebenheiten des Aufklärungszeitalters intensiv studiert und auf der Grundlage der neuesten Forschungen zur Thematik eingehenden Betrachtungen unterzogen.
- Lehrende/r: Jürgen Overhoff
Spanische und insbesondere lateinamerikanische Lieder gewinnen seit zwei Jahrzehnten zunehmende Bedeutung auf dem deutschen Musikmarkt. Shakira, Luis Fonsi, Prince Royce oder Rosalia sind nur einige Beispiele für ältere und neuere Interpret:innen, die einem Großteil der Schüler:innen aus Sek. I und II bekannt sein dürften. Lieder bieten als authentische Texte innerhalb des Spanischunterrichts vielfältige Anlässe zur hörenden, hörsehenden und lesenden Rezeption sowie zur sprechenden und schreibenden Produktion. Die verhandelten Inhalte, die oftmals über gesellschaftspolitische Relevanz verfügen, können zum eigen- und fremdkulturellen Verstehensprozess motivieren. Die Eigenschaft von Liedern, Teil der Lebenswelt der Lernenden und der Zielkulturen zu sein, macht sie zu einem potenziell motivierenden und emotional ansprechenden Unterrichtsgegenstand.
Im Rahmen des Seminars wollen wir einen Überblick über theoretische Modelle und Konzepte zur Rolle und zum Einsatz von Liedern im Fremdsprachenunterricht gewinnen. Ebenso gilt es, in praxisorientierten Phasen den didaktisch-methodischen Einsatz und den Wert für den Spanischunterricht zu entdecken, zu erproben und zu diskutieren. Mithilfe unterrichtspraktischer Beispiele soll der Frage nach Auswahlkriterien und den Einsatzmöglichkeiten von Liedern, die sich inhaltlich und strukturell für den Spanischunterricht eignen, nachgegangen werden. Die Gestaltung von (Lern-)Aufgaben verschiedener Anforderungsbereiche, die Didaktisierung von Liedtexten sowie der mögliche Einsatz einer Bild-Ton-Kombination in Form von Videoclips werden ebenso Gegenstand des Seminars sein.
- Lehrende/r: Jasmin Garavello
|
Ernst Cassirer zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Dennoch hat sein Denken, insbesondere im deutschsprachigen Raum, nicht die Anerkennung und Rezeption erfahren, die es verdient. Wie Birgit Recki hervorhebt, führte Cassirers Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland im Jahr 1933 nicht nur zu einer unbefriedigenden Editionslage seines Werks, sondern auch zu einem Mangel an Fürsprechern, die seinen systematischen Beitrag in den philosophischen Schulen und Strömungen der deutschen Nachkriegszeit hätten vertreten können. Hinzu kamen allgemeine Vorbehalte gegenüber der „Kulturphilosophie“, die eine angemessene Würdigung seines vielseitigen Werks zusätzlich erschwerten. Diese Umstände trugen dazu bei, dass Cassirers Denken in den Hintergrund rückte und in vielen akademischen und öffentlichen Diskursen unterrepräsentiert blieb. Das Werk Ernst Cassirers, der aus dem Marburger Neukantianismus hervorging, verbindet Wissenschaftstheorie und Philosophiegeschichte mit einer Kultur- und Sprachphilosophie, die sich mit historischem Anspruch, systematischem Scharfsinn und bemerkenswerten Originalität an der Breite der Philosophie beteiligt. Seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften und seine entschiedene Ablehnung einer Trennung der kulturellen und wissenschaftlichen Welt in zwei separate Sphären zählen zu den zentralen Merkmalen seiner Kulturphilosophie, die gleichzeitig als philosophische Anthropologie zu verstehen ist. Im amerikanischen Exil verfasste Ernst Cassirer 1944 An Essay on Man, eine konzentrierte und überarbeitete englische Darstellung seines früheren dreibändigen Werks: Philosophie der Symbolischen Formen. Mit Bezug auf die Dimensionen von Sprache, Mythos, Religion, Kunst, Geschichte und Wissenschaft definiert Cassirer den Menschen als animal symbolicum. |
- Lehrende/r: Laura Estefania Herrera Castillo
Die KMK (2018, 2024) fordert, Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule als fächerübergreifende Querschnittsthemen in der Lehrkräftebildung zu verankern. Die Lehrveranstaltung begegnet dieser Herausforderung, indem sie Studierende in disziplinenübergreifender und internationaler Perspektive befähigen möchte, Demokratiebildung in einem interkulturell anregenden Umfeld zu reflektieren und in die zukünftige Praxis zu integrieren. In Kooperation mit der Partneruniversität Universitas Negeri Yogyakarta wird zunächst in Präsenz- und Hybridveranstaltungen der Frage nachgegangen, welche (mehrsprachigen) Diskursfähigkeiten Voraussetzung für die Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft sind und zum Aufbau und Erhalt demokratischer Strukturen beitragen. Ziel ist es dann, handlungsorientierte Workshop-Formate zur Demokratiebildung zu entwickeln, die in Kooperationsschulen in Yogyakarta und Münster erprobt werden. Hierzu ist eine Exkursion nach Yogyakarta, Indonesien, vorgesehen, die voraussichtlich vom 11.10.2025 bis 25.10.2025 stattfinden wird. Nach Bewerbung können Mobilitäts- und Aufenthaltsstipendien vergeben werden.
Die Veranstaltung ist in das binationale DAAD-Projekt "Democracy, Environmental Education & discursive Participation (DEEP) eingebettet und als außercurriculares Angebot für alle Studiengänge des Germanistischen Instituts geöffnet. Studierende des Zertifikats DaFZ können die Lehrveranstaltung im Modul 2 (STO bis 2023) Erwerb & Vermittlung des Deutschen als Zweit- oder Fremdsprache (LV 3, LV 4) und im Modul 3 (STO ab 2025) (LV 3 Sprachvermittlung im Schulkontext, LV 4 Wahlpflichtseminar) belegen.
Studierende des DaFZ-Zertifikats melden sich bitte bei Silvia Vogelsang M.A. (zertifikat.dafz@uni-muenster.de), Studierende außerhalb des DaFZ-Zertifikats bei Frau Prof. Dr. Juliane Stude (juliane.stude@uni-muenster.de) an.
- Lehrende/r: Anna Gausepohl
- Lehrende/r: Kordula Schulze
- Lehrende/r: Juliane Stude
- Lehrende/r: Lauren Überall
Ziel des Kurses ist die Festigung und der Ausbau von bereits vorhandenen Grundkenntnissen der deutschen Sprache anhand von sprachpraktischen Übungen, z.B. Texte, Interviews hören, Gespräche über verschiedene Themen führen, vor Publikum sprechen, Gebrauchstexte schreiben. //
This course is designed for students who have finished the German course A1.1. The aim of the course is to consolidate and expand existing basic knowledge of the German language by means of practical language exercises, e.g. reading texts and listening to interviews, holding conversations on various topics, speaking in front of an audience, writing texts of practical use. //
· Beginn: 22.04.25; Ende: 17.07.25
· 2 x / Woche:
dienstags, 18:15 – 20:00 Uhr, Bispinghof 2B, Raum BB 102 und
donnerstags, 18:15 – 20:00 Uhr, Bispinghof 2B, Raum BB 410
- Lehrende/r: Günter Islinger
Dieser Kurs ist für Studierende, die keine Vorkenntnisse im Deutschen haben. In dem Kurs lernen Sie erste Grundlagen der deutschen Sprache kennen. Ziel ist eine Basis-Kommunikationsfähigkeit in Alltag und Studium. Im Kurs üben Sie einfache Satzstrukturen und elementares Vokabular. // This course is designed for students who have no previous knowledge of German. Students will learn the first basics of the German language. The goal is a basic ability to communicate in everyday life and at university. In the course you will practise simple sentence structures and elementary vocabulary.
- Lehrende/r: Sophia Junker
Dieser Kurs ist für Studierende, die keine Vorkenntnisse im Deutschen haben. In dem Kurs lernen Sie erste Grundlagen der deutschen Sprache kennen. Ziel ist eine Basis-Kommunikationsfähigkeit in Alltag und Studium. Im Kurs üben Sie einfache Satzstrukturen und elementares Vokabular. // This course is designed for students who have no previous knowledge of German. Students will learn the first basics of the German language. The goal is a basic ability to communicate in everyday life and at university. In the course you will practise simple sentence structures and elementary vocabulary.
- Lehrende/r: Sophia Junker
Die Geburtsstunde des Westdeutschen Rundfunks (WDR) schlug nicht in Köln, sondern in Münster: Am 10. Oktober 1924 ging hier mit Welle 407 die Westdeutsche Funkstunde AG (WEFAG) auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke am Albersloher Weg auf Sendung. Im neuen Medium wurde mit technoakustischen Formen der Kunst und Berichterstattung experimentiert – der Legende nach war der Bericht zum Fußballspiel Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster am 1. November 1925 die erste Liveübertragung im deutschen Rundfunk überhaupt –, und das Hörspiel entstand als neue, technoakustische Literatur- und Unterhaltungsform im Rundfunk der Weimarer Republik, auch in Münster. Nach Ende der Besetzung des Ruhrgebietes und der rechtsrheinischen Sperrzone Anfang 1926 zog die Sendeanstalt nach Köln um.
Aus den frühen Jahren gibt es keine akustischen Dokumente. Im Seminar sollen daher, im Zuge eines forschenden Lernens, anhand von Zeitschriftenanalysen, Recherchen und Archivbesuchen die ästhetischen und technomedialen Verhandlungen dieser frühen Rundfunkzeit in der zeitgenössischen Publizistik und Literaturszene rekonstruiert werden: Welche Akteure und (literarischen) Netzwerke waren beteiligt, welche Ästhetiken wurden diskutiert, wie wurden die Sendungen rezipiert und kommentiert, welche Themen wurden (wie) in Szene gesetzt? Hörspielgeschichte bietet einerseits regionale Besonderheiten, andererseits ist sie (ein vernachlässigter) Teil der Literaturgeschichte, dem wir uns mit phono- und kulturpoetischen Ansätzen nähern wollen. Mit dem Fokus auf die Münsteraner Anfänge betreten wir praktisch unerforschtes Gebiet. Entsprechende Begeisterung für historische Quellen, Entdeckergeist und Engagement sind vonnöten.
Geplant ist u.a. eine Kompaktphase im Dortmunder Institut für Zeitungsforschung, um vor Ort mit den Materialien (Rundfunkzeitschriften, (Tages-) Zeitungen etc.) zu arbeiten. Vielleicht lässt sich auch ein Ausflug in das Unternehmensarchiv des WDR in Köln organisieren.
Positiv evaluierte (Zwischen-) Ergebnisse der im Seminar angestellten Forschung werden publiziert.
*******************************************************************************************************************
Im Rahmen des Seminars werden zwei Kompaktphasen stattfinden, an denen die Teilnahme obligatorisch ist:
22.-24. Mai sowie 03.-05. Juli. Planen Sie diese Termine bitte entsprechend ein.
Es sind gemeinsame Archivbesuche und intensive Arbeitsphasen geplant, die gründlich vorbereitet werden. Das schließt selbstverständlich die Lektüre und Aufbereitung der Forschungsliteratur ein.
*******************************************************************************************************************
- Lehrende/r: Britta Herrmann
- Lehrende/r: Anna Seidel
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Das Seminar am Urbane, Regionale Innovation und Internet (URii) diskutiert die Implementation und Evaluation im Bereich der Demokratischen Innovation und Elektronischen Innovation. Dabei werden Forschungsprojekte zum Thema Internet und Politik. Neben hybride Partizipationsformen mit der Verknüpfung direkter und deliberativer Demokratie (DDD) stehen vor allem die Verknüpfung von Offline- und Online Partizipation (blended participation)aber auch andere lokalpolitische Themen im Vordergrund.
Eine Registrierung im Learnweb (bis 10.04.) ist obligatorisch. Aus dem Learnweb gibt es Zugang zur virtuellen Gathertown, and zum Quiz PlaceM etc.
Die eigenständige Nutzung der Pflichtlektüre im Learnweb und der Online Tools (Gathertown, PlacM, webinars) ab Semesterbeginn! ist verpflichtend.
Zentral ist ein Block 26.06. und 27.06. im Rahmen des Deutschen Digitaltages geplant. Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen sind bislang für Fr 11.04. 10:00 Uhr (erste Sitzung) und dem 06.06. 10:00 Uhr vorgesehen.
Alle organisatorischen Fragen werden in der ersten Sitzung am 11.04. 10:00 Uhr beantwortet. Nur sehr wichtige Fragen werden über E-Mail (nur an Werktagen) nur über l.lrp@uni-muenster.de gelöst.
Pflichtlektüre:
Kersting, Norbert 2019: Online Partizipation. Evaluation und Entwicklung- Status Quo und Zukunft. in: Hofmann, Jeanette et al. (eds) 2019: Politik in der digitalen Gesellschaft: Zentrale Problemfelder und Forschungsperspektiven. Bielefeld: Transcript: 105-122
- Lehrende/r: Norbert Kersting
Das Motiv des Doppelgängers, das sich seit der Antike durch die Literatur zieht (vgl. Narziss und Echo in Ovids Metamorphosen), wird seit der Romantik zunehmend im Zusammenhang mit Ich-Findung und Ich-Spaltung thematisiert, der Diskurs des Unheimlichen und später des Unbewussten werden vielfach in Doppelgänger-Erzählungen verhandelt. Klassische Beispiele der romantischen Literatur sind Erzählungen E.T.A. Hoffmanns wie Prinzessin Brambilla oder Die Abenteuer der Silversternacht oder Nikolaj Gogol’s wie Vij (Der Wij) oder Nos (Die Nase). Auch Fedor Dostoevskij gestaltete das Motiv noch einmal eindrücklich in seinem Dvojnik (Der Doppelgänger). Adaptionen des Motivs im 20. Jh. wie Vladimir Nabokovs in russischer und englischer Sprache verfasster Roman Otcajanie / Despair (Verzweiflung) oder Richard Weiners Prázdná zidle (Der leere Stuhl) greifen auf diese Vorläufer zurück und modifizieren die Thematik. In dem komparatistisch angelegten Seminar soll den Abwandlungen und Veränderungen des Doppelgängermotivs in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jh.s mit Ausblicken auf die russische und tschechische nachgegangen werden. Außerdem wird der Niederschlag des Phänomens in theoretischen Ansätzen etwa bei Bachtin, aber auch bei Freud und Lacan behandelt.
- Lehrende/r: Irina Wutsdorff
Die 2015 ausgerufene „Flüchtlingskrise” wurde als „größte Herausforderung seit der deutschen Einheit” (Heiko Maas) beschrieben. Seit dem bliebt das Thema Flucht weit oben auf der politischen Agenda - nicht zuletzt durch den Ukrainekrieg und angesichts der weltweit fast 110 Mio. Menschen, die laut UNHCR „unfreiwillig” migrieren.
Statt aber zu Fragen, ob die Geflüchteten dem „Standort Deutschland” eher nutzen oder eher schaden, ist es das Ziel dieses Standardkurses, grundsätzlich zu klären, worin „Flüchtlingskrisen” eigentlich bestehen: Was sind die ökonomischen und politischen Fluchtursachen? Wie reagieren die maßgeblichen Akteure des Politikfeldes darauf? Und schließlich: Welche politikwissenschaftlichen Schlüsse können aus den vielschichtigen Diskursen über das deutsche Asylsystem gezogen werden?
Studienleistung
- regelmäßige, aktive Teilnahme
- max. 20-min. wissenschaftlicher Vortrag (keine Reproduktion der Pflichtlektüre)
Prüfungsleistung
- Die Prüfungsleistung wird durch eine 90-minütige Abschlussklausur erbracht.
Einführende Literatur
Huisken, Freerk (2016): abgehauen. eingelagert aufgefischt durchsortiert abgewehrt eingebaut. neue deutsche flüchtlingspolitik. Hamburg.
Luft, Stefan/Schimany, Peter (Hrsg.) (2014): 20 Jahre Asylkompromiss. Bilanz und Perspektiven. Bielefeld.
Learnweb
Die Pflichtlektüre wird in einem für beide Termine gemeinsam genutzten Learnweb-Kurs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das Learnweb genutzt, um Präsentationsfolien, Handouts und weitere aktuelle bzw. thematisch passende Materialien zur Verfügung zu stellen.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer
Der Standardkurs führt in die Grundlagen deutscher Außen- und Sicherheitspolitik ein. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Veränderungen, welche die mit der russischen Aggression gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 ausgelöste „Zeitenwende”, aber auch die Rückkehr Donald Trumps ins Amt des US-Präsidenten am 20. Januar 2025 für die europäische und globale Sicherheitsordnung bewirken.
In einer ersten Sitzung sollen die tektonischen Verschiebungen in der europäischen Sicherheitsarchitektur betrachtet werden, die aus dem russischen Angriff resultieren – und es sollen erste Überlegungen angestellt werden, welche Bedeutung die neuerliche Amtszeit Donalds Trumps in diesem Kontext hat. Dem schließt sich die Betrachtung des deutschen außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungs- und Handlungsapparates an.
Im Folgenden soll dann untersucht werden, wie Deutschland mit Blick auf die damit verbundenen Herausforderungen aufgestellt ist. Dazu soll zunächst auf die historisch gewachsenen und bis heute noch wirkmächtigen Konstanten und Handlungsmaximen deutscher auswärtiger Politik vor 1989 eingegangen werden. In einem weiteren Schritt werden dann die Veränderungen vor dem Hintergrund von Wiedervereinigung und neuer globaler Herausforderungen in den Blick genommen.
Die Analyse der Praxis deutscher Außen- und Sicherheitspolitik geschieht unter Bezug auf sieben zentrale Handlungsfelder: Zunächst wird die deutsche Politik im Rahmen der drei traditionell wichtigsten außenpolitischen Bezugssysteme Deutschlands – EU, NATO/transatlantische Beziehungen und Vereinte Nationen – untersucht, um dann das Engagement im Rahmen von Entwicklung und ziviler Krisenprävention sowie die Problematik neuer Anforderungen an die deutschen Streitkräfte im Kontext der Landes- und Bündnisverteidigung zu analysieren. Am Beispiel der Beziehungen zu China soll auch herausgearbeitet werden, ob und inwieweit die wachsende Bedeutung neuer Interessen und (problematischer) Partner Modifikationen der eingespielten Handlungsmuster deutscher auswärtiger Politik erforderlich macht.
Den Abschluss bilden perspektivische Überlegungen zur künftigen Rolle Deutschlands als einer potenziellen Führungsmacht in einem vom Krieg betroffenen Europa, als Partner in den unter Trump wohl schwieriger werdenden transatlantischen Beziehungen sowie als Akteur in der globalisierten Welt.
Der Kurs findet als Blockseminar statt. Dazu findet am Donnerstag, 10. April 2025 von 13.00 c.t. bis ca. 14.30 Uhr in Hörsaal SCH100.2 eine Einführungsveranstaltung statt, in der nach der Vorstellung des Seminars auch die Referatsthemen verteilt werden. Das eigentliche Seminar wird dann am 4. Juli 2025 von 14.00 c.t. bis 18.00 Uhr sowie am 5. und 6. Juli 2025 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr in Raum SCH100.2 durchgeführt.
Als Prüfungsleistung ist im Regelfall neben der Seminarteilnahme und einem Referat eine Hausarbeit von ca. 15 Seiten Umfang vorgesehen, die bis Ende des Sommersemesters 2024 vorgelegt werden muss.
- Lehrende/r: Sven Bernhard Gareis
Jeder von uns kommuniziert täglich mit Sprache. Jede Gesellschaft, egal wie klein oder isoliert, verfügt über ein ausgefeiltes und hochkomplexes Sprachsystem. In unserem Alltag nehmen wir Sprache als etwas Selbstverständliches hin und machen uns in der Regel kaum Gedanken darüber. Beginnt man aber, über Sprache nachzudenken, wird man schnell merken, wie viele Dinge es zu entdecken gibt. Haben Sie sich zum Beispiel jemals gefragt, was alle Sprachen gemeinsam haben? Oder was sie voneinander unterscheidet? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, aus welchen Bausteinen Sprache besteht? Oder ob Sprache ein organisiertes System ist?
Diesen und anderen Fragen werden wir uns in dieser Einführung in die Sprachwissenschaft widmen. Nach einer allgemeinen Einführung in die Disziplin werden wir uns mit den Kernbereichen der Sprachwissenschaft beschäftigen. Am Beispiel des Deutschen werden folgende Aspekte von Sprache behandelt:
- die sprachlichen Laute und ihre Funktion (Phonetik und Phonologie)
- Wörter und Wortteile (Lexikologie und Morphologie)
- Sätze und ihre Struktur (Syntax)
- die Bedeutung von Wörtern und Sätzen (Semantik und Pragmatik)
- Sprache und Schrift (Graphematik)
- Lehrende/r: Katerina Stathi
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Warum heißt es ich lege – du legst aber ich gebe – du gibst?
Warum heißt es ich baue – du baust aber ich laufe – du läufst?
Warum heißt es ich blinke – ich blinkte aber ich trinke – ich trank?
Warum heißt es Hund – Hunde aber Grund - Gründe?
Warum heißt es heben aber Hefe?
In diesem Seminar werden wir uns mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen. Im Vordergrund steht die Betrachtung solcher vermeintlicher "Unregelmäßigkeiten" im Deutschen, die auf die historische Entwicklung der Sprache zurückzuführen sind. Sie erhalten einen Überblick über die älteren Sprachstufen des Deutschen (Althochdeutsch 750-1050, Mittelhochdeutsch 1050-1350, Frühneuhochdeutsch 1350-1650) sowie über die Grundzüge der Entwicklung der deutschen Sprache vom Indogermanischen an.
- Lehrende/r: Katerina Stathi
Das Europäische Privatrecht ist ein schillernder Begriff, den man auf vielfältige Art und Weise konkretisieren kann. Der Kurs bietet eine Einführung nicht nur in das EU-Privatrecht, sondern auch in europäische Rechtsvereinheitlichungsprojekte (u.a. die Principles of European Contract Law, die Regeln der Study Group on a European Civil Code, die UNIDROIT-Regeln sowie das UN-Kaufrecht) und Rechtsordnungen der europäischen Staaten. Verwendet werden vor allem Beispiele aus dem Vertragsrecht, um die Einführung in das komplexe und dynamische Rechtsgebiet des Europäischen Privatrechts anhand von Fragen anschaulich zu machen, die Sie bereits aus einem anderen Kontext – dem des nationalen deutschen Rechts – kennen.
Lernziele des Kurses sind die Vermittlung von Wissen zum Europäischen Privatrecht, aber auch das Erlernen des Umgangs mit europäischen Rechtstexten verschiedenen Ursprungs und eine Übung in angewandter Rechtsvergleichung.
- Lehrende/r: Felix Berner
- Lehrende/r: Petra Scherbening