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- Lehrende/r: Georg Hempel
- Lehrende/r: Juliane F. Staudinger
- Lehrende/r: Isabell Waltering
- Lehrende/r: Mohammad Farouque Ahmed
Persönliche Anmeldung per Mail oder Telefon (siehe Homepage Institut für Soziologie).
- Lehrende/r: Levent Tezcan
Kommunikationsbrennpunkt Schule, das bedeutet: Konferenzen, Elterngespräche, Schlichtungsgespräche zwischen Schülern/Schülerinnen, Unterrichtsgespräche, Auseinandersetzungen mit Kolleginnen und Kollegen, Beratungsgespräche, Auswertungsgespräche mit Praktikanten oder ReferendarInnen, Elternabende, und und und.... Die folgenden Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars: Wie können solche Gespräche gelingen? Wie geht man mit Störungen und Konflikten um? Wie steuert man diese Gespräche ziel- und ergebnisorientiert? Mit Hilfe von Rollenspielen und Simulationen werden verschiedene Gesprächs- und Redesituationen aus dem Berufsalltag von Lehrerinnen und Lehrern analysiert und praktisch erprobt. Themenschwerpunkte: Sicher auftreten: Wirkung von Stimme, Sprechausdruck, Mimik und Gestik im Gespräch; Grundlegende Gesprächsführungstechniken; Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern; Gespräche vorbereiten und durchführen; Vom Besprechungsthema zum Besprechungsziel; Rolle und Aufgabe der Gesprächsleitung; Gruppendynamische Prozesse in Gruppengesprächen; Steuerungs- und Interventionsmöglichkeiten für Konfliktsituationen
Literatur: Pawlowski, Klaus, Konstruktiv Gespräche führen, München/Basel 2005;
Lepschy, Annette, Wider die Sinnlosigkeit von Besprechungen! Besprechungsziele und ihre kommunikativen Bearbeitungsmöglichkeiten, in: Mönnich, Annette (Hg.), Rhetorik zwischen Tradition und Innovation (Sprache und Sprechen Bd. 36), München/Basel 1999, 191-201
Zuschlag, Bernd/Thielke, Wolfgang, Konfliktsituationen im Alltag, Göttingen 1998
Walker, Jamie (Hrsg.), Mediation in der Schule, Berlin 2001
- Lehrende/r: Annette Lepschy
Tagtäglich ereignet sich eine nahezu unendliche Anzahl von Geschehnissen: Vom Krieg in der Ukraine und in Nahen Osten, über Naturkatastrophen, die Verkündung von Unternehmens-Quartalszahlen, politische Sitzungen in den Bundes- und Landtagen bis hin zu den Spielen der Fußball-Bundesliga. Demgegenüber stehen einerseits journalistische Berichterstattungskapazitäten. Diese sind – einschließlich der verfügbaren Anzahl und Arbeitszeit der Redakteur*innen und Reporter*innen sowie des in Zeitungen, TV-Nachrichtensendungen und auf Startseiten von News-Websites verfügbaren Raums – begrenzt (Lippmann, 1922, S. 338; Shoemaker & Vos, 2009, S. 24). Daher müssen Journalist*innen als Beobachter*innen der Gesellschaft relevante Informationen für die Nachrichtenberichterstattung auswählen, während sie andere Ereignisse unberücksichtigt lassen. Ebenfalls begrenzt (sogar in Zeiten schier unendlicher Newsfeeds in Sozialen Medien etc.) sind die Aufmerksamkeit, die zeitlichen Ressourcen und die kognitiven Verarbeitungsressourcen der Rezipierenden (Tandoc, 2018, S. 246). Zudem bestehen mediale und nicht-mediale Alternativen zum Nachrichtenkonsum, die ebenfalls um rezipierendenseitige Aufmerksamkeits- und Zeitressourcen konkurrieren. Auch die Rezipierenden müssen daher bei der Nachrichtenrezeption selektiv vorgehen und – wenn sie sich überhaupt für die Rezeption von Nachrichteninhalten entscheiden – zwischen verschiedenen Nachrichteninhalten und -angeboten auswählen. Das Ergebnis dieser beiden nachrichtenbezogenen Selektionsprozesse (einerseits auf journalistischer Seite und andererseits auf Seite der Rezipierenden) kann die Wahrnehmung der Realität und die (politische) Meinungsbildung der Medienrezipierenden beeinflussen (Shoemaker & Vos, 2009, S. 3).
Methodisch werden solche Selektionsprozesse – insbesondere im Hinblick auf die veröffentlichte journalistische Berichterstattung – oft inhaltsanalytisch mit so genannten Input-Output-Analysen untersucht (vgl. Engelmann, 2016). Auf Nachrichten bezogene Selektionsentscheidungen lassen sich aber auch in (labor-)experimentellen Studien untersuchen, wie sie sonst in ähnlicher Form etwa in medizinische Studien zum Einsatz kommen. Dort erhält meist eine Gruppe von Proband*innen ein neues Arzneimittel, während eine Kontrollgruppe mit einem Placebo oder einem herkömmlichen Präparat versorgt wird, um die Wirksamkeit des neuartigen Wirkstoffs (im Vergleich mit der Kontrollgruppe) zu überprüfen (für ein aktuelles Beispiel: https://tinyurl.com/yte65ykj). In kommunikationswissenschaftlichen Selektionsstudien kommen statt Medikamenten stattdessen (journalistische) Medieninhalte (z.B. journalistische Berichte und
Reportagen, aber auch nutzergenerierte Posts in den Sozialen Medien usw.) als Stimulusmaterial zum Einsatz. Diese werden dabei hinsichtlich der interessierenden abhängigen Variablen gezielt manipuliert, sodass verschiedene Untersuchungsgruppen gebildet werden können. Ziel ist der Nachweis eines Einflusses der Manipulation auf verschiedene abhängige Variablen wie z.B. der Frage danach, unter welchen Bedingungen ein Nachrichtenartikel vom Publikum zur Rezeption ausgewählt wird oder unter welchen Umständen jemand einen Artikel in den Sozialen Medien teilen würde (oder eben nicht).
Ziel und Stärke des (labor-)experimentellen Designs ist die Möglichkeit des Kausalschlusses, also das Zurückführen einer Wirkung auf den Stimulus als Ursache. „Damit eine explanative Studie einen eindeutigen Kausalschluss zulässt, müssen mindestens zwei Untersuchungsgruppen gebildet und unterschiedlich behandelt sowie schließlich hinsichtlich der interessierenden Wirkungen verglichen werden (Experimentalgruppe vs. Kontrollgruppe). Bei einem Experiment wird dabei mit exakt vergleichbaren Gruppen gearbeitet (durch zufällige Zuordnung der Untersuchungsobjekte zu den Gruppen: Randomisierung).” (Döring & Bortz, 2016, S. 193). Im Seminar werden wir uns den gesamten Arbeitsprozess einer experimentellen Studie gemeinsam (im Plenum und/oder in kleinen Arbeitsgruppen) erarbeiten und in einer kleinen Fallstudie praktisch anwenden. Thematisch soll dabei ein nachrichtenbezogener Selektionsprozess untersucht werden. Zum Beispiel: Werden politische Nachrichten eher gelesen, wenn die Inhalte stärker personalisiert sind? Werden negative Nachrichten eher gelesen als positive? Spielt der sprachliche Stil in der eine Nachricht verfasst wurde oder das Vorhandensein eines spektakulären Bildes eine Rolle? Die durchzuführenden Arbeitsschritte umfassen unter anderem die Konzeptionierung des Forschungsdesigns, die Erstellung des (manipulierten) Stimulusmaterials, die Konstruktion des Fragebogens (inkl. Skalenkonstruktion für latente Variablen, Prüfung der Manipulation sowie der Randomisierung und der Aufmerksamkeit der Proband*innen), die Datenbereinigung und die statistische Datenanalyse. Alle diese Schritte erfolgen unter Anleitung und mit Input des Dozenten.
Döring, N, & Bortz, J. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften (5. Aufl.). Springer.
Lippmann, W. (1922). Public Opinion. MacMillan.
Shoemaker, P. J., & Vos, T. (2009). Gatekeeping Theory. Routledge.
Tandoc, E. C. (2018). Journalism as gatekeeping. In T. P. Vos (Ed.), Journalism (pp. 235–254). de Gruyter Mouton.
- Lehrende/r: Lars-Ole Wehden
- Lehrende/r: Lukas Daum
- Lehrende/r: Jan Tilman Fabian
- Lehrende/r: Claudia Güstrau
- Lehrende/r: Lisa-Maria Meier
- Lehrende/r: Reinold Schmücker
- Lehrende/r: Claudia Güstrau
- Lehrende/r: Luca Güttner
- Lehrende/r: Walter Mesch
Das Kolloquium dient der Vorstellung von Bachelor- und Masterarbeiten. Von der Themenfindung bis zur Realisierung soll der Stand der Arbeiten im Plenum vorgestellt werden; es soll helfen, Fragestellungen und methodische Vorgehensweisen zu skizzieren, ggf. zu präzisieren und Probleme vor dem Hintergrund des jeweiligen aktuellen Forschungsstandes aufzuzeigen. Ebenso können Zielerwartung und ggf. Ergebnisse vor dem aktuellen Diskurs erörtert werden.
- Lehrende/r: Andrea Witte
Für die Teilnahme am Kolloquium ist eine persönliche Anmeldung bei der Dozentin erforderlich!
Das Kolloquium richtet sich an Prüfungskandidaten, die im Bereich der Schul- und Unterrichtsforschung entweder bereits an einer Abschluss- oder Doktorarbeit schreiben oder planen, eine solche in diesem Bereich zu verfassen. Es dient dazu, einerseits die Arbeiten und Vorhaben der Studierenden vorzustellen und andererseits neuere Texte aus der Schul- und Unterrichtsforschung, die für die eigenen Forschungsvorhaben relevant sind, zu diskutieren.
- Lehrende/r: Marius Diekmann
- Lehrende/r: Sonja Flüchter
- Lehrende/r: Sabine Gruehn
- Lehrende/r: Jörg Holle
- Lehrende/r: Carolin Krüll
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In diesem Kolloquium sollen Ideen zu laufenden Forschungsprojekten ausgetauscht und es soll besonders relevante neuere Forschungsliteratur gelesen werden. Bei Bedarf werden im Entstehen befindliche Abschlussarbeiten (B.A., Master), Dissertationen und Forschungspapiere besprochen. Teilnehmende werden persönlich benachrichtigt |
- Lehrende/r: Niko Strobach
Inhalt
Das Kolloquium ist für Studierende gedacht, die ihre Abschlussarbeit bei Professor Treib schreiben wollen oder deren Betreuer*innen kein eigenes Kolloquium anbieten. Es wird zum Teil als Plenumsveranstaltung und zum Teil als Sprechstunde für Examenskandidat*innen abgehalten. In den Plenumsveranstaltungen sollen einerseits auf Basis der Lektüre und Diskussion einschlägiger Literatur grundlegende methodische Fertigkeiten vermittelt werden, die für die erfolgreiche Abfassung politikwissenschaftlicher Bachelor- oder Masterarbeiten notwendig sind. Andererseits sollen die Studierenden in den Plenumsveranstaltungen ihre Projekte vorstellen und diskutieren. Die Sprechstunde ist für die individuelle Besprechung von Themen und Fragestellungen der Abschlussarbeiten vorgesehen.
Einführende Literatur
Gschwend, Thomas/Frank Schimmelfennig (Hrsg.), (2007): Research Design in Political Science. How to Practice What They Preach. Houndmills: Palgrave Macmillan.
Plümper, Thomas, 2012: Effizient Schreiben: Leitfaden zum Verfassen von Qualifizierungsarbeiten und wissenschaftlichen Texten. 3. Auflage, München: De Gruyter Oldenbourg.
- Lehrende/r: Oliver Treib
Im Kolloquium lesen und behandeln wir exemplarisch – auch nach Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – literarische Texte und kanonische Aufsätze der Literaturwissenschaft. Wenn gewünscht, können entstehende Hausarbeiten, Masterarbeiten und Examensthemen debattiert werden. Das Interesse der Veranstaltung liegt darin, literaturgeschichtliche und analytische Fähigkeiten zu vertiefen.
Die verbindliche Anmeldung zum Seminar findet in der ersten Sitzung statt (eine Email-Anmeldung ist nicht erforderlich).
Leistungsnachweis: aktive Mitarbeit, Referat
- Lehrende/r: Hilfskräfte Frau Prof. Westerwelle
- Lehrende/r: Karin Westerwelle
Das Examenskolloquium richtet sich vornehmlich an Studierende der Masterstudiengänge, steht aber auch fortgeschrittenen Kommilitoninnen und Kommilitonen aus den BA-Studiengängen offen. Zielgruppe sind Studierende, die demnächst eine Examensarbeit in Angriff nehmen möchten oder sich bereits in der Prüfungsphase befinden.
In den ersten Sitzungen wird in unterschiedliche methodische Zugänge des wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt. Näher behandelt werden der Vergleich als Methode, Politikfeldanalyse, das Fallbeispiel (Case Study), Interview/Interviewtechnik und die Textanalyse. In den folgenden Sitzungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Arbeiten im Einzelnen vorzustellen und zu diskutieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung einer geeigneten Forschungsfrage bzw. eines Hypothesensets. Seminarleistung ist die Erarbeitung eines Exposés, das für die spätere Abschlussarbeit herangezogen werden kann und eine mündliche Präsentation.
- Lehrende/r: Christiane Frantz
- Lehrende/r: Matthias Freise
Im Forschungskolloquium werden laufende Forschungsprojekte vor- und zur Diskussion gestellt. Neben Vorträgen von auswärtigen Gästen und Münsteraner Wissenschaftler*innen bietet es ausdrücklich auch Studierenden die Möglichkeit, ihre Bachelor- und Masterarbeiten aus der Neueren und Neuesten Geschichte vorzustellen und zu diskutieren. Studierende, die vortragen möchten, wenden Sie bitte baldmöglichst an Sarah Albiez-Wieck.
- Lehrende/r: Sarah Albiez-Wieck
- Lehrende/r: Fernando Esposito
- Lehrende/r: May-Brit Quella
- Lehrende/r: Caroline Rothauge
Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die ihre Masterarbeiten am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichtskultur schreiben bzw. schreiben möchten. Melden Sie sich zu diesem Kolloquium bitte per Mail oder im Rahmen meiner Sprechstunde persönlich an.
- Lehrende/r: Hannah Maga
- Lehrende/r: Holger Thünemann
En el coloquio enfocamos la novela ‘Los ríos profundos’ (1958) del escritor peruano José María Arguedas, para profundizar aspectos temáticos, metodológicos y teóricos como el contexto histórico de la novela, el indigenismo político y literario, la transculturación, los estudios postcoloniales, la (des)colonialidad, la memoria colectiva, la construcción de conceptos de género, la ecocrítica, la estética de la recepción, la intertextualidad y la intermedialidad.
- Lehrende/r: Elmar Schmidt
Das Kolloquium dient im Wesentlichen der methodischen und inhaltlichen Vorbereitung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten im Bereich der spanischen und lateinamerikanischen Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft. Eingeübt werden die Fähigkeit zur weitgehend selbständigen Erarbeitung einer komplexen literatur-, kultur- oder medienwissenschaftlichen Fragestellung mit angemessener theoretischer Reflexion und ggf. historischer Kontextualisierung sowie die Präsentation und Diskussion wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in einem thematisch begrenzten Umfeld. Das Kolloquiumsprogramm kann ab Ende März auf der Lernplattform Learnweb eingesehen werden. Nota bene: Das Kolloquium findet durchgehend auf Spanisch statt.
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über LSF. Maximale Teilnehmerzahl: 30.
Hinweis: Über die Lernplattform Learnweb sind die Präsentationen zu den einzelnen Sitzungen sowie weitere Materialien (Programm, Bibliographie, evtl. vorzubereitende Texte) jeweils zu den entsprechenden Kolloquiumsterminen abrufbar. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig auf Learnweb an!
- Lehrende/r: Dominik Schrage
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke
- Lehrende/r: Michael Custodis
Kolonialgeschichte erhitzt gegenwärtig die Gemüter. Debatten um die Umbenennung von Straßen, den Sturz von Kolonialdenkmälern oder die Rückgabe kolonialer Raubkunst prägen die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Imperialismus in historischer Forschung und Geschichtskultur. Und auch in Bezug auf den Geschichtsunterricht werden vermehrt Forderungen nach einer Berücksichtigung postkolonialer Perspektiven formuliert. Im Hauptseminar sollen deshalb die angesprochenen geschichtskulturellen Kontroversen als Reflexionsrahmen für schulisches und außerschulisches historisches Lernen aus postkolonialer Perspektive genutzt werden.
- Lehrende/r: Martin Schlutow
- Lehrende/r: Bastian Gundlach
- Lehrende/r: Carsten Güttler
In diesem Seminar werden zentrale Theorien und Techniken der Kommunikation vermittelt, reflektiert und auf geburtshilfliche Situationen übertragen (z. B. Schwangerenvorsorge, Situationen während der Geburt und im Wochenbett, Situationen im Rahmen der Nachsorge). Die Studierenden lernen auch zentrale Theorien und Befunde zur Entwicklungspsychologie des Säuglingsalters (z. B. Bindungstheorie, Regulationsstörungen, kulturvergleichende Entwicklungspsychologie) sowie damit verbundene evidenzbasierte Beratungskonzepte kennen. Die Studierenden lernen Gesprächsführungs- und Strukturierungstechniken zur Durchführung eines Anamnesegesprächs und weiterführender Beratungsgespräche kennen. Sie beschäftigen sich mit unterschiedlichen Methoden der Gestaltung kommunikativer Prozesse (z. B. paraphrasieren, verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte, Einsatz bestimmter Fragetechniken, aktives Zuhören, Gestaltung digitaler Kommunikation). Der Fokus wird dabei nicht nur auf die verbale Kommunikation, sondern auch auf Formen der non-verbalen Kommunikation bei den Patientinnen und bei den gesprächsführenden Hebammen und auf den Umgang mit emotional herausfordernden Situationen gelegt. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen erfolgt unter der Berücksichtigung von Grundlagen zur Gestaltung einer professionellen Arbeitsbeziehung (z. B. Merkmale einer helfenden Beziehung nach dem personenzentrierten Ansatz von Carl Rogers) und von Besonderheiten der kultursensiblen und geschlechtersensiblen Kommunikation. In diesem Seminar wird auch die Förderung einer guten intra- und interdisziplinären Zusammenarbeit und der Umgang mit Herausforderungen thematisiert (z. B. Gewaltfreie Kommunikation, kollegiale Fallberatung).
- Lehrende/r: Eva-Maria Schiller
Kommunalpolitik prägt unser tägliches Leben: Von der Gestaltung öffentlicher Plätze und der Abfallentsorgung bis hin zur Schaffung von Wohnraum und der Förderung lokaler Wirtschaft. Doch wie genau funktioniert diese Politik? Wer trifft die Entscheidungen, und welche Akteure sind daran beteiligt? Diesen Fragen geht der Standardkurs auf den Grund.
Der Kurs beleuchtet die strukturellen Grundlagen der kommunalen Selbstverwaltung und stellt die verschiedenen politischen Ebenen in Deutschland vor. Es werden die Rolle von Kommunalparlamenten (Stadträte, Kreistage), die Verantwortung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und kommunalen Verwaltungen sowie die Verbindungen zu Landes- und Bundespolitik untersucht. Dabei wird auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingegangen, die die Handlungsfreiheit der Kommunen definieren und die Finanzierung kommunaler Aufgaben analysiert.
Neben Parteien und Fraktionen spielen auch zivilgesellschaftliche Akteure, Bürgerinitiativen und Interessengruppen eine wichtige Rolle. Wir werfen einen Blick auf den Einfluss direkter Demokratie in Form von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden und diskutieren, wie Partizipation auf kommunaler Ebene gestaltet werden kann.
Ein weiterer Fokus liegt auf der politischen Praxis: Anhand von aktuellen Beispielen lernen wir, wie kommunalpolitische Prozesse ablaufen – von der Planung und Entscheidungsfindung bis zur Umsetzung und den damit verbundenen Herausforderungen. Dabei wird die Rolle von Medien und öffentlicher Meinung sowie die kommunale Verwaltungspraxis als wesentliche Akteure in Entscheidungsprozessen untersucht.
Dieser Kurs bietet eine umfassende Einführung in die politischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der Kommunalpolitik in Deutschland. Er richtet sich an alle Studierenden, die die politischen Prozesse vor Ort besser verstehen und aktiv gestalten möchten.
Studienleistung: Ausformulierte Recherche zur Kommunalpolitik in der Heimatkommune der Studierenden (ca. 2 Seiten).
Prüfungsleistung: Hausarbeit in Form eines Take Home Exams (24 Stunden) am Semesterende
Einführende Literatur:
- Henneke, Hans-Günter/Ritgen, Klaus (2020): Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung in Deutschland. München: C.H. Beck.
- Holtmann, Everhard/Rademacher, Christian/Reiser, Marion (2017): Kommunalpolitik. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
- Lehrende/r: Matthias Freise
- Lehrende/r: Daniel Uschpol
Im Vorfeld der Kommunalwahlen in NRW stehen kommunalpolitische Themen insbesondere in den Städten Köln, Bielefeld, Essen, Münster im Vordergrund. Hierzu werden Umfragedaten von Lokalpolitker:Innen von 2020 und Umfragen aus Bürger:Innen von 2019 ausgewertet.
Ein Teil dient der Weiterwicklung einer neuen Onlinewahlhilfe für die Kommunalwahl 2025 in Köln, Bielefeld, Essen und Münster. Hierbei wird mit der Universität Duisburg-Essen kooperiert, die u.a. Duisburg, Essen, Dortmund, Bochum untersuchen.
Das Seminar ist in mehrere Blöcke aufgeteilt. Es umfasst eine Exkursion an die Universität Duisburg-Essen.
Die eigenständige Nutzung der Pflichtlektüre im Learnweb und der Online Tools (Gathertown, PlacM, Webinars) spätestens ab Semesterbeginn! ist verpflichtend.
Zentral ist ein Blockveranstaltng am 03.7. 10:00 Uhr - ca. 18:00 Uhr, die voraussichtlich an der Universität Duisburg-Essen stattfindet.
Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen sind bislang für Mi. 09.04. 16:00 Uhr (Erste Sitzung: Einführung und Themenvergabe) und am 07.05. 16:00 Uhr geplant.
Alle organisatorischen Fragen werden in der ersten Sitzung am 09.04. 16:00 Uhr beantwortet. Nur sehr wichtige Fragen werden über email (nur an Werktagen) nur über l.lrp@uni-muenster.de gelöst
Pflichtlektüre:
Kersting, Norbert 2017: Demokratische Innovation. Qualifizierung und Anreicherung der lokalen repräsntativen Demokratie. in: Kersting, Norbert (ed.) 2017: Urbane Innovation. Wiesbaden: Springer-VS: 81-120
- Lehrende/r: Norbert Kersting
Inhaltliche Schwerpunkte:
Das Christentum existiert in einer Vielzahl von Konfessionen. Es gibt neben evangelischen Christen Katholiken, Orthodoxe, Baptisten, Methodisten, Pfingstler, und noch eine ganze Reihe weiterer konfessionell geprägter Formen des Christseins. Was ist all diesen Konfessionen gemeinsam? Was ist ihr jeweiliges besonderes Profil? Worin unterscheiden sich die Konfessionen? In welchen Modellen lässt sich angesichts der Vielfalt der Konfessionen, der Differenzen zwischen ihnen und der Selbständigkeit vieler Kirchen die Einheit der christlichen Kirche vorstellen und denken?
Die Vorlesung gibt zum einen einen Überblick über die christlichen Konfessionen im Blick auf die jeweilige Lehre, kirchliche Gestalt und Spiritualität, aber auch im Blick auf die Vorstellungen von der Einheit der Kirche in den einzelnen Konfessionen.
- Lehrende/r: Hans-Peter Großhans
Ein Sieg des nationalsozialistischen Deutschland im Zweiten Weltkrieg oder der Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg, ein erfolgreiches Attentat auf Adolf Hitler oder ein gescheitertes Attentat von Sarajevo – die Frage „Was wäre, wenn…“ ist der Ausgangspunkt historischer Erzählungen in verschiedenen Bereichen der populären Geschichtskultur. Diese finden sich in unterschiedlichsten medialen Zusammenhängen, von Romanen und Comics über Spielfilme oder Serien bis zu YouTube-Videos und Videospielen. Historische Alternativszenarien bzw. kontrafaktische Geschichte besitzen offenbar eine große Faszinationskraft. Das gilt auch für die Geschichtswissenschaft, die sich ebenfalls regelmäßig mit möglichen alternativen Ereignisverläufen befasst; sei es in Form eher spekulativer Szenarien des „Was wäre, wenn…“ oder zur Plausibilisierung ihrer historischen Urteile und Ursache-Wirkung-Konstruktionen.
Im Zentrum steht dabei stets das Konzept der Kontingenz: Der Lauf der Dinge ereignet sich innerhalb eines Möglichkeitskorridors, in dem manche Abläufe wahrscheinlicher erscheinen als andere, in dem die Zukunft aber immer bis zu einem gewissen Punkt offenbleibt. In der Übung soll an unterschiedlichen Beispielen analysiert wird, wie die Autor*innen alternativhistorischer Szenarien mit dem Spannungsfeld aus grundsätzlicher Kontingenz, individuellen Handlungsmöglichkeiten und rahmenden Strukturen umgehen. Gleichzeitig soll mit Blick auf den Geschichtsunterricht diskutiert werden, wie eine grundsätzliche Sensibilisierung der Lernenden für die Tatsache, dass der historische Verlauf keine schnurgerade „Pappelallee“ (Thomas Nipperdey) in die Gegenwart darstellt, gelingen kann, ohne sich in haltlosen Spekulationen zu verlieren.
- Lehrende/r: Manuel Köster
- Lehrende/r: Recep Aktas
- Lehrende/r: Felicity Jensz
80 Jahre danach ist das Ende des Zweiten Weltkriegs nach wie vor ein zentraler Ankerpunkt für Erinnerungskulturen in ganz Europa, Deutschland und auch „vor Ort“, in Nordrhein-Westfalen. Im Seminar spüren wir dieser 80jährigen Erinnerungsgeschichte gemeinsam nach. Im Fokus steht eine Untersuchung politischer Debatten, von Ausstellungen und der Medienberichterstattung rund um den 8. Mai 1945, der als „Niederlage“, als „Katastrophe“, als „Zusammenbruch“ oder als „Befreiung“ bis heute immer wieder für Streit sorgt. Diese Erinnerungskulturen verfolgen wir erstens auf der europäischen Ebene und in vergleichender Perspektive, zweitens im bundesdeutschen Rahmen sowie drittens in regionalen und lokalen Zusammenhängen anhand von Fallbeispielen aus Nordrhein-Westfalen. Eine Teilnahme am Seminar setzt das Interesse und die Bereitschaft der Studierenden voraus, sich bereits ab Seminarbeginn mit eigenen kleinen Forschungsprojekten mit dem Thema auseinanderzusetzen und Zwischenergebnisse im Seminar zu präsentieren. So werden wir beispielsweise die Medienberichterstattung zum Kriegsende im April und Mai 2025 oder digitale Repräsentationen des Kriegsendes auf Instagram, X / Twitter, TikTok und anderen Plattformen „in Echtzeit“ verfolgen und im Seminar auswerten.
- Lehrende/r: Malte Thießen
- Lehrende/r: Stefanie Kemme
- Lehrende/r: Jens Struck