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Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Die Veranstaltung kann im Bedarfsfall auch für das Modul ELS genutzt werden. Bitte wenden Sie sich für die Onlinestellung der genannten und von Ihnen zu belegenden Module in den Bildungswissenschaften an Frau Averesch (christiane.averesch@uni-muenster.de).
Bitte beachten! Diese Veranstaltung kann nicht außercurricular belegt werden. Die Teilnahme an der ersten, konstituierenden Sitzungwird erwartet! Ein Nachrücken in die Veranstaltung ist ausschließlich über einen Platz auf der Warteliste oder über eine Härtefallregelung möglich.
Das Seminar beleuchtet aus vielfältigen Perspektiven Aspekte der Schul- und Unterrichtsorganisation, der Professionalisierung und Professionalität von Lehrkräften sowie der Sozialisation in schulischen Kontexten. Aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem dienen als Anker, um zum einen Bezüge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung und zum anderen zur Mikroebene des Unterrichts herzustellen.
Die drei Blocktage sind jeweils einer der zentralen Thematiken gewidmet und sind durch einen anregenden methodischen Wechsel gestaltet, um die Thematiken multiperspektivisch wahrnehmen zu können. Eine proaktive Auseinandersetzung mit den Grundlagentexten wird erwartet.
- Lehrende/r: Patrick Gollub
- Lehrende/r: Lara Hörnemann
Bei sprachlichen Zweifelsfällen geraten Sprecher:innen in Zweifel darüber, welche Variante einer mündlich oder schriftlich produzierten Äußerung sie im Nachhinein als korrekt beurteilen. Obwohl die Orthographie des Deutschen streng kodifiziert ist und die Entscheidung darüber, was als ‚richtig‘ und ‚falsch‘ gilt, eindeutig ausfallen könnte, weist auch die deutsche Schriftsprache ein hohes Potenzial für Varianz in den unterschiedlichen Bereichen auf: Schreibt man überhaupt Potenzial oder doch Potential? Brauchen wir ein Data analysis Model oder ein Data-analysis-Modell? Sind wir imstande oder im Stande, jemals Klarheit über die richtige Schreibung zu haben? Im Seminar beschäftigen wir uns kritisch mit der gültigen Norm, ihrer Reichweite und ihrem Anspruch und erforschen unterschiedliche orthographische Zweifelsfälle in Projektarbeit.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Kurs geht es nicht in erster Linie darum, die Regeln der Rechtschreibung genau kennenzulernen (z.B. Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung). Vielmehr werden wir nämlich beispielweise Folgendes:
- hinterfragen, warum es überhaupt eine Norm für "richtiges Schreiben" geben muss.
- überlegen, wie diese Normen historisch gewachsen sind und wer überhaupt die Autorität hinter dem Regelwerk ist.
- den Begriff des "Fehlers" kritisch betrachten und seine Anwendung in der Schule hinterfragen.
- den öffentlichen Diskurs um den Verfall der Rechtschreibfähigkeit von Schülerinnen und Schülern unter die Lupe nehmen.
- herausfinden, welchen übergeordneten Prinzipien die deutsche Rechtschreibung folgt.
- Fakten zur Rechtschreibreform 1996 und ihren Folgen recherchieren.
- herausfinden, welchen Regularien die Schreibung von Fremdwörtern im Deutschen folgt.
- überlegen, wie Sprachwandel - abseits von Reformen - im Bereich Orthographie vor sich geht.
Die Kursinhalte können außerdem nach den Interessen der Teilnehmer:innen modifiziert werden.
Am Ende des Semesters sollen Sie nicht nur die Prinzipien der deutschen Rechtschreibung verinnerlicht haben, sondern auch fähig sein, sich kritisch zu deren Gültigkeit und sozialer Bedeutung äußern zu können. Als Prüfungsleistung erwarte ich eine empirische Hausarbeit. Ich bereite Sie genauer auf eine Fragebogenerhebung vor, es steht Ihnen aber frei, eine andere Methode zu wählen. Informationen zu Studienleistungen im Kurs.
Wenn Sie das Gefühl haben, auf dem Gebiet der Rechtschreibung noch Nachholbedarf zu haben, empfehle ich vorbereitend auf den Kurs folgendes Buch: Staaden, Steffi (2016): Rechtschreibung und Zeichensetzung endlich beherrschen: Regeln und Übungen (Uni Tipps, Band 4400). Paderborn: Schöningh (UTB). Darin befindet sich ein kleiner Eingangstest, auf dessen Basis Sie direkt zu den für Ihre Schwachstellen relevanten Kapiteln weitergeleitet werden.
Literaturauswahl: [Eine genaue Liste der wochenweise zu bearbeitenden Lektüre wird in der ersten Sitzung ausgegeben. Eine umfassende Bibliografie findet sich z.B. unter http://www.germanistik.tu-dortmund.de/~hoffmann/Biblios/SchriftOrtho.html]
- Dudenredaktion (2017): Duden: Die deutsche Rechtschreibung, Band 1 - Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der amtlichen Regeln (Der Duden in 12 Bänden). Berlin: Bibliografisches Institut.
- Dürscheid, Christa (2014): Einführung in die Schriftlinguistik. Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht (UTB)
- Eisenberg, Peter (2017): Deutsche Orthografie: Regelwerk und Kommentar. Verfasst im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Berlin/New York: De Gruyter.
- Steinig, Wolfgang / Betzel, Dirk (2014): Schreiben Grundschüler heute schlechter als vor 40 Jahren? Texte von Viertklässlernaus den Jahren 1972, 2002 und 2012. In: Albrecht Plewnia und Andreas Witt (Hg.): Sprachverfall? Dynamik - Wandel - Variation. Institut für deutsche Sprache, Jahrbuch 2013. Berlin/Boston: De Gruyter.
Die Beherrschung linguistischer Basis-Terminologie aus der Phonologie und der Morphologie wird vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Andrea Streckenbach
Die Standardaussprache steht im Gegensatz zu Dialekten, ist also frei von regionalen und sozialen Markern. In diesem Seminar geht es darum, insbesondere auch die soziale Funktion nichtstandardsprachlichen Handelns, aber auch des standardsprachlichen Gegensatzes zu hinterfragen und sich des jeweiligen Systems bewusst zu sein: Wie die Artikulation der Lautqualitäten von Vokalen und Konsonanten mit welchen Besonderheiten erfolgt, welche Funktion sie erfüllt und welche Phänomene und Regularitäten auftreten. Außerdem werden didaktische korrektive Möglichkeiten und phonologische Regeln erörtert.
- Lehrende/r: Augustin Ulrich Nebert
Im Seminar wollen wir uns mit unterschiedlichen Facetten sog. politischer Korrektheit befassen. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam Argumente verschiedener Positionen unter die Lupe nehmen und prüfen, ob/wie hier eine linguistische Einschätzung möglich ist. Welchen Zusammenhang haben Sprache und Moral? Wer sind Akteur:innen im Diskurs und geht es wirklich (nur) um Sprache? Wie gestalten sich mediale Szenarien (Sprachverbot, Untergang des Deutschen, Verfall, ...) im Fakten-Check? Wir wollen einerseits ergründen, warum Debatten um Doppelpunkte und Sternchen in Wörtern und die Umbenennung von Straßen oder Universitäten, die Neuschaffung von Bezeichnungen für Personengruppen usw. so emotional geführt werden. Andererseits wollen wir die eigene Position vertreten lernen und argumentativ stützen.
Triggerwarnung: Im Seminar befassen wir uns mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit - meist gegenüber marginalisierten Gruppen/Personen. Hierbei kommen wir auch mit Rassismus, Homo- und Transphobie, Ableismus und weiteren Diskriminierungsformen in Berührung. Ich kläre zu Beginn jeder einzelnen Sitzung darüber auf, an welchen Stellen potentiell belastende/triggernde/aufwühlende Inhalte von meiner Seite aus kommen werden. Es steht Ihnen völlig frei sich dem nicht auszusetzen und z.B. eine Folie zuvor den Raum zu verlassen ("Toilette", "Trinkflasche auffüllen"). Sollten Sie dennoch Bedenken haben, dass Sie mein Seminar nicht besuchen können, sprechen Sie mich gerne an, schreiben Sie mir eine Mail oder kommen Sie in eine Sprechstunde. Sollten Schwierigkeiten im Semesterverlauf auftreten, bin ich immer zu Gesprächen bereit!
- Lehrende/r: Andrea Streckenbach
Als Wissenschaftstheorie prägt der Positivismus ein bestimmtes Verhältnis von Theorie und Empirie, Subjekt und Objekt sowie Methode und Untersuchungsgegenstand. Für welche Gestaltung dieses Verhältnisses plädieren verschiedene erziehungswissenschaftliche Debattenbeiträge? Auf welche Art sollte sich die Fachdisziplin an Philosophie oder Naturwissenschaften orientieren? Welche erkenntnistheoretischen Prämissen liegen dem Positivismus zugrunde und welchen Einfluss hat er auf die Möglichkeit von Bildung? In welchem wechselseitigen Wirkungsverhältnis stehen Wissenschaft und Gesellschaft zueinander?
Das Seminar führt in die Bedeutung des Begriffs Positivismus ein und vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die bildungstheoretische Kritik an dessen Konsequenzen. Ausgehend von der Perspektive der Kritischen Theorie auf den Positivismusstreit in der deutschen Soziologie diskutiert das Seminar die Erscheinungsform des modernen Positivismus, wie er sich auch in Forderungen nach einer realistischen bzw. empirischen Wende in der Erziehungswissenschaft manifestiert. Aktualisierend wird ein alternatives Deutungsmuster aus dem Bereich der feministischen Theorie diskutiert, welches davon ausgeht, dass der erkenntnisrelativistische Zeitgeist des Postmodernismus vergleichbare Effekte hervorbringt, wie der moderne Positivismus.
Die Studierenden sollen ein Verständnis für den Positivismusstreit als Teil der Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte entwickeln. Das dabei entstehende Bewusstsein für die bildungstheoretischen Konsequenzen positivistischer Forschung soll exemplarisch auf konkrete Fragestellungen gesellschaftlicher Transformation angewandt werden. Das Seminarthema soll den Studierenden zudem eine kritische Reflexion der eigenen Forschungspraxis und Methodenwahl ermöglichen.
- Lehrende/r: Vivian Buchholz
Projektseminar Fußball EM 2024 SoSe 2024, Edda van Meurs, Bernd Strauß, Henk Meier, Dominik Krüßmann
Herzlich Willkommen im Projektseminar Soziale Prozesse.
Das Seminar wird Donnerstags von 8-10 Uhr im H01 stattfinden und gibt 6 Leistungspunkte (180 Stunden Workload). Der erste Teil des Seminars beinhaltet eine theoretische Einführung in ausgewählte sozialpsychologische Phänomene (u.A. Zuschauende & Heimvorteil im Sport, Team Identifikation von Sport Fans). Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen wird von den Studierenden im weiteren Verlauf des Seminars eine Fragebogenstudie zur Veränderung der Teamidentifikation mit der deutschen Nationalmannschaft während der Fußball-EM durchgeführt. Abschließend sollen mithilfe grundlegender statistischer Verfahren die Ergebnisse der Fragenbogenstudie vorgestellt werden.
Die Lernziele des Seminars sind die Vermittlung sozialpsychologischer und sozialwissenschaftlicher Phänomene im Sport, grundlegende Kenntnisse zur wissenschafltichen Durchführung von Fragebögenstudien sowie deren Auswertung mithilfe geeigneter statistischer Verfahren.
Wir freuen uns auf ein spannendes Seminar mit euch.
Bernd, Henk, Edda und Dominik
- Lehrende/r: Mara Verena Konjer
- Lehrende/r: Dominik Krüßmann
- Lehrende/r: Henk Erik Meier
- Lehrende/r: Bernd Strauß
- Lehrende/r: Edda van Meurs
Wie wir einander im Gespräch verstehen, hängt nicht nur davon ab, welche lexikalischen, syntaktischen oder nonverbalen Mittel wir verwenden, um unsere Redebeiträge zu formulieren. Eine sehr wichtige Rolle spielen dabei auch die Prosodie und vokale Ressourcen. Das vorliegende Seminar soll den Studierenden ermöglichen, die Prosodie des Deutschen zu analysieren. Zunächst werden die grundlegenden prosodischen Eigenschaften und deren interaktionale Funktionen dargestellt. Anschließend wird aufgezeigt, wie gewisse prosodische Merkmale (wie z.B. Intonation, Lautstärke, Silbenlänge, Rhythmus, Tempo, Stimmqualität u.Ä.) in der Interaktion eingesetzt werden und wie sie zur Bewältigung von Gesprächsaufgaben beitragen (wie z.B. Sprecherwechsel, Handlungskonstitution, Sequenzorganisation, Turnkonstruktion etc.). Der Schwerpunkt liegt auf deutscher Prosodie, ergänzt um Beispiele aus dem Englischen. Als Basis werden Video- und Audioaufnahmen von echter, situierter und spontaner bzw. nicht-elizitierter Interaktion als Daten herangezogen.
- Lehrende/r: Oleksandra Gubina
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit den Grundlagen der philanthropischen Theorie und Erziehungspraxis anhand ausgewählter Fallbeispiele. Im Mittelpunkt stehen die Schriften und „Musterschulen“ der philanthropischen Erziehungsbewegung, des wichtigsten Zweigs der deutschen Aufklärungspädagogik, die eine zeitgemäße, an Vernunft und frommer Humanität ausgerichtete und zugleich staatlich-nützliche Erziehung und Schulbildung zu verwirklichen hofften. Vor diesem Hintergrund soll kritisch danach gefragt werden, inwieweit diese Pädagogen und Schulleiter ihrem eigenen Anspruch und dem Selbstverständnis der Philanthropen gerecht zu werden versuchten.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Für die slavischen Literaturen stellt die Romantik eine zentrale Epoche dar. Literatur und kulturelle Selbstreflexion gehen hier eine enge Verbindung ein. Der Literatur kommt in den sich herausbildenden Nationalbewegungen eine bedeutende Rolle zu, und Europa-weit anzutreffende Konzepte werden den jeweiligen kulturellen und politischen Gegebenheiten angepasst und entsprechend unterschiedlich umgesetzt. So spiegelt sich etwa in der russischen Literatur die imperiale Aneignung des Kaukasus in den Südlichen Poemen Puskins oder der Prosa Lermantovs. Für die polnische Romantik wird vor dem politischen Hintergrund der Teilungen des Staates zwischen fremden Mächten insbesondere das von Mickiewicz vertretene Konzept des polnischen Messianismus prägend. Die tschechische nationale Wiedergeburtsbewegung und ähnlich die ukrainische misst der Literatur programmatischen Wert zu. Beobachten lässt sich so, wie Konzepte der Romantik in den unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Umsetzungen erfahren.
So waren das in der deutschen Frühromantik entwickelte, philosophieaffine Konzept der Universalpoesie und die damit verbundene Aufwertung der Literatur gegenüber der Philosophie für den Literaturzentrismus der russischen Kultur äußerst attraktiv. Zu einem wandernden Konzept wurde auch der Byronismus, jene Form von Poemen, die um einen charakteristischen, von der Gesellschaft in Weltschmerz enthobenen Helden kreisen und die exemplarisch zunächst bei Byron gestaltet und dann vielfach unter dem Schlagwort des byronistischen Helden rezipiert wurde. Eine deutliche Auseinandersetzung mit diesem Typus findet sich in Aleksandr Puskins Evgenij Onegin. Auch der tschechische Romantiker Karel Hynek Mácha knüpft mit seiner Gestaltung eines zerrissenen Helden in Máj (Der Mai) hier an. Für die tschechische Romantik, die sich vor allem im Zeichen der nationalen Wiedergeburt vollzieht, ist aber auch die idealisierende Hinwendung zum ,einfachenVolk‘, die sich ebenfalls in vielen Kulturen der Zeit beobachten lässt, von besonderem Gewicht – exemplarisch in Karel Jaromír Erbens Balladensammlung Kytice (Der Blumenstrauß). Ähnliches gilt für Taras Sevcenkos für die ukrainische Literatur äußerst wirkmächtige Gedichtsammlung Kobzar’, die bereits mit dem ein Lauteninstrument aufrufenden Titel auf das Liedhafte anspielt.
Empfohlene Literatur: Um zum Einstieg einen literarhistorischen Überblick zu erhalten, seien für die jeweiligen Slavinen folgende Arbeiten empfohlen: Rudolf Neuhäuser: Die russische Literatur von Karamzin bis Puskin. In: Klaus Heitmann (Hg.), Europäische Romantik II. Wiesbaden 1982, 322-351. – Milos Sedmidubský: Tschechische Literatur zwischen nationaler Romantik, Weltschmerz und Biedermeier. In: Norbert Altenhofer / Alfred Estermann (Hgg.), Europäische Romantik III. Wiesbaden 1985, 463-486. – Grazyna Królikiewicz: Literatur der Romantik. In: Waclaw Walecki (Hg.), Polnische Literatur. Annäherungen. Krakau – Oldenburg 1999, 83-111. – Koschmal, Walter: Taras Sevcenko. Die vergessene Dichter-Ikone. München 2014.
- Lehrende/r: Irina Wutsdorff
Am 7. Oktober 2023 überfiel die Terrororganisation Hamas Israel, tötete willkürlich mehr als 1.000 Menschen und entführte zahlreiche Geiseln. Israel macht darauf seitdem sein Recht auf Selbstverteidigung geltend, um die Hamas in Gaza militärisch zu bekämpfen und die Geiseln zu befreien - in einer Region, im der die Terroristen und unschuldige Zivilisten auf engstem Raum zusammenleben. Eine Entflechtung der Ziele, um Opfer unter der Bevölkerung zu vermeiden, scheint aussichtslos. Seitdem blickt die Welt auf den Nahen Osten und befürchtet einen Flächenbrand, der im Interesse von Akteuren wie Hamas oder Iran liegt.
Durch die hohe Pluralität der deutschen Gesellschaft vermögen die Ereignisse eine enorme Sprengkraft für den gesellschaftlichen Frieden zu entfalten. Eine erhebliche Rolle spielen die Bilder, welche der Krieg und die Gewalt an der Zivilbevölkerung in Israel und Gaza erzeugen und bei zahlreichen Menschen eine tiefe Betroffenheit auslösen. Welche Auswirkungen haben diese politischen Entwicklungen auf Deutschland im Besonderen?
Um diese Fragen beantworten zu können, beleuchtet die Ringvorlesung verschiedene Facetten des Konflikts. Die Pluralität der Rednerinnen und Redner soll helfen, einen differenzierten wissenschaftlichen Blick auf diesen komplexen Krieg und seine Folgen zu bieten.
- Lehrende/r: Evelyn Bokler
- Lehrende/r: Ludger Hiepel
- Lehrende/r: Sarah Kabogan
- Lehrende/r: Mouhanad Khorchide
Die Ursprünge von Rassifizierung und Rassismus sind ein in der Forschung schon seit längerer Zeit heiß diskutiertes Thema. Seit etwa 20 Jahren wird auch in der Mittelalterforschung vermehrt die Frage nach der Existenz von Rassismus diskutiert. Die zentrale Rolle der iberischen Halbinsel mit den dort im 15. Jahrhundert entwickelten Vorstellung der „Reinheit des Blutes“ ist in der Debatte dabei schon oft beachtet worden. Besonders viel Raum nimmt seit Längerem die Erforschung des sogenannten „wissenschaftlichen“ Rassismus im 18. und 19. Jahrhundert ein, der seinen traurigen Höhepunkt im Holocaust fand. Im Zusammenhang von Black Lives Matter und der Debatte des Verhältnisses von Holocaust und Kolonialverbrechen wird das Thema auch in deutschen Feuilletons der Gegenwart behandelt. Die Übung möchte in einem longue durée Ansatz die Geschichte des Rassismus vom Mittelalter bis zur Gegenwart anhand paradigmatischer Beispiele und Quellen untersuchen und profitiert dabei von der unterschiedlichen epochalen und regionalen Expertise der Dozentinnen.
- Lehrende/r: Sarah Albiez-Wieck
- Lehrende/r: Ralf Bureck
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Theresa Krosse
- Lehrende/r: Carla Meyer-Schlenkrich
- Lehrende/r: Maren Thölking
- Lehrende/r: Pia Jasmin Wontorra
Die Revolution von 1848/49 ist ein zentraler Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte. Hier wie auch in anderen Fällen neigt die Revolutionsgeschichte dazu, als Nationalgeschichte verstanden und erzählt zu werden. Die Entstehung neuer Nationalstaaten infolge von Revolutionen und Aufständen im 19. Jahrhundert ist ein vielfach beschriebenes Phänomen, das sich im allgemeinen Geschichtsbild verfestigt hat. Dabei haben Revolutionen stets lokale Ursprünge und regionale Ausprägungen, die oftmals unsichtbar bleiben. Im Rahmen der Übung wird am Beispiel der preußischen Provinz Westfalen der Fokus von den revolutionären Zentren auf die revolutionshistorische Peripherie verschoben. Sie nimmt die Ereignisse und Akteur:innen der Revolution in Westfalen in den Blick und fragt nach Verflechtungen zwischen regionaler und nationaler Ebene.
- Lehrende/r: Felix Josef Gräfenberg
Let's dance Rock'n' Roll and other Swing Dances!
Literatur/weitere Quellen sowie Studienleistungen und Prüfungsmodalitäten werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Diese Veranstaltung wird für die institutsinterne Ausbildung zum Tanzleiter für Tanzkultur des Deutschen Bundesverband Tanz anerkannt. Studierende müssen hierfür eine Prüfung ablegen.
- Lehrende/r: Ines Traber
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
- Lehrende/r: Netaya Lotze
- Lehrende/r: Leonie Weichert
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungs-theorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um soziale Ungleichheit sein, sowie Aspekte von Familie und Bildung. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Thematik „Sprachdiagnostik im Kontext von Mehrsprachigkeit”. Die Studierenden gewinnen einen Einblick in die Ergebnisse der Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung und erhalten einen Überblick über sprachdiagnostische Verfahren.
Zunächst werden wir uns mit dem Begriff der Mehrsprachigkeit auseinandersetzen und den Fragen nachgehen, was unter Zwei- sowie Mehrsprachigkeit zu verstehen ist und wie sich Zweisprachigkeit gestalten kann. Daran anknüpfend beschäftigen wir uns mit dem Spracherwerb. Zentral wird der Erwerb des Deutschen sein (sowohl in ein- als auch in zwei- oder mehrsprachigen Erwerbsbedingungen). Schließlich wenden wir uns dem Komplex der Sprachdiagnostik zu. Im Rahmen des Seminars werden wir uns speziell mit der Ermittlung des Sprachstandes von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und verschiedene Methoden kennenlernen.
- Lehrende/r: Teresa Barberio
Die Exkursion wird vom 27. bis zum 30. Juni stattfinden
Die jüdischen Gemeinde von Speyer, Worms und Mainz, die sogenannten „SchUM-Gemeinden“, gehören zu den zentralen Orten jüdischen Lebens im mittelalterlichen Deutschland, deren Vertreter zu den Vätern und Müttern der aschkenasischen Zivilisation gehören. 2020 wurden die architektonischen Überreste von Synagogen, Ritualbädern, Judengassen und Friedhöfen und die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen. Die jüdischen mittelalterlichen Stätten in Erfurt haben sich ebenso in den letzten 20 Jahren in ihrer Pflege, Aufarbeitung und Erforschung als Musterbeispiel einer Präsentation von vormodernen jüdischen Stätten in Deutschland entwickelt. Auch sie wurden im Jahre 2023 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Der geplante Kurs zu den SchUM-Gemeinden und der jüdischen Gemeinde Erfurt des Mittelalters gestaltet sich als Exkursion verbunden mit vier Sitzungen. Vor Ort sollen die Geschichte der genannten Gemeinden und ihrer sichtbaren Zeugnisse als Beispiel für jüdisches Leben in den deutschen Städten des Mittelalters erfahrbar gemacht waren. Der Exkursion werden drei Treffen zu Beginn des Semesters zur inhaltlichen und organisatorischen Planung vorausgehen. Das Semester wird nach der Exkursion mit einer Sitzung zur Nachbereitung abgeschlossen. Ich bitte darum um vollständiges erscheinen der Teilnehmer an den beiden ersten drei Treffen (9. April, 16. April, 23. April)
Die Exkursion wird an einem langen Wochenende, (27. Juni bis 30. Juni 2024), Donnerstagabend (Hinfahrt), bis Sontag Abend (Rückfahrt), stattfingen
- 1. Sitzung 9. April,
-Praktische Absprachen. Einführung: „Die Juden in Aschkenas“
- 2. Sitzung 16. April
-Einführung: „Die SchUM-Gemeinden“, Einführung: „Die jüdische Gemeinde Erfurt“.
- 3. Sitzung 23. April
-Einführung: „Die jüdische Gemeinde Erfurt“
- 4. Exkursion (27. Juni bis 30. Juni 2024) (Donnerstag bis Sonntag, drei Nächte, Erfurt, Worms)
- 5. Sitzung 2. Juli: Abschlusssitzung
Jeder der Teilnehmer, jede Teilnehmerin, verpflichtet sich ein Referat während der Exkursion zu übernehmen, das jeweils vor Ort gehalten wird.
- Lehrende/r: Rainer Josef Barzen
- Lehrende/r: Meyrav Levy
In der Variationslinguistik wird von der Annahme ausgegangen, dass Sprache an sich durch Variation gekennzeichnet ist. Neben Dialekten, Umgangssprachen/Regionalsprachen und Standardvarietäten, die man als regionale Varietäten bezeichnen kann, da sie primär durch ihren Gebrauchsradius gekennzeichnet sind, finden sich zahlreiche weitere Varietäten des Deutschen (u.a. Gruppensprachen wie Fachsprachen, Jugendsprachen, z.T. mit typischen norddeutschen Bezügen; Sondersprachen wie die Masematte) und Minderheitensprachen wie das Friesische und Dänische. Sprachen von Migranten/Migrantinnen und Sprachen im Grenzkontakt (u.a. Niederländisch) vervollständigen das Gesamtbild.
Ziel der Vorlesung ist es, einen Überblick über die Vielfalt der Sprachen und Varietäten zu geben, die die sprachliche Situation in Deutschland kennzeichnen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem norddeutschen Raum liegen.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Sprache ist einem ständigen Wandel unterzogen - zumindest solange sie "lebendig" ist. Sprache wandelt sich auf allen Ebenen, d.h. sowohl in der Lautung, der Formenbildung und Syntax als auch im Wortschatz. Warum sich Sprache wandelt, kann unterschiedliche Gründe haben, die einerseits aus der Sprache selbst, andererseits aus außersprachlichen Faktoren heraus ableitbar sind. Theorien darüber, wieso sich Sprache wandelt, findet man schon im Alten Testament.
Im Seminar werden - mit Schwerpunkt auf dem Deutschen - Beispiele für Sprachwandelphänomene und Theorien des Sprachwandels vorgestellt.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Wenn man in ein System fördernd eingreifen will, muss man es zunächst in seinem Aufbau und seinen Zusammenhängen verstanden haben. Das Seminar behandelt die grammatischen Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene, deren Verständnis eine wichtige Voraussetzung für richtiges Schreiben und angemessenes Leseverstehen, Textverstehen und für die Textproduktion ist. Das erworbene Wissen über Grammatik und Sprachentwicklung und die erworbenen Analysefähigkeiten in diesen Bereichen sind für angehende Förderlehrkräfte unerlässlich, um individuelle Förderbedarfe zu erkennen.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
- Lehrende/r: Christian Sieg
- Lehrende/r: Heike Bismark
„Vectigalia nervi sunt rei publicae ‒ Steuern sind die Nerven des Staates“, wusste bereits Cicero im ersten vorchristlichen Jahrhundert. Und das ist bis heute so geblieben: Steuern bilden in aller Regel die Haupteinnahmequelle moderner Staaten und sie sind das wichtigste Instrument zur Finanzierung der öffentlichen Daseinsvorsorge sowie der meisten anderen staatlichen Aktivitäten.
Die Entscheidung darüber, wer wie viele und welche Art von Steuern zu leisten hat, gehört zu den konfliktreichsten politischen Fragen überhaupt, handelt es sich bei der Steuerpolitik doch um eine klassisch redistributive Policy, die eng mit machtpolitischen Fragestellungen verbunden ist.
Der Standardkurs zeichnet zunächst einen Überblick über die Steuerpolitik als Policy im politischen System der Bundesrepublik Deutschland und thematisiert dabei folgende Fragen:
- Was sind Steuern und wie ist das deutsche Steuersystem aufgebaut?
- Welche Institutionen und Akteure kennt die deutsche Steuerpolitik?
- Was sind die fiskalischen Grundsätze deutscher Steuerpolitik?
- Welche Besonderheiten weist das deutsche Steuersystem im internationalen Vergleich auf?
- Welche Verteilungseffekte erzeugt das deutsche Steuersystem?
- Wie nähert sich die politische Theorie der Idee der „gerechten“ Steuer?
Im zweiten Teil des Seminars wird unter Berücksichtigung der Interessen der Teilnehmenden auf aktuelle Konflikte in der deutschen Steuerpolitik fokussiert, beispielsweise:
- Die Möglichkeiten und Grenzen der Wiedereinführung einer Vermögensteuer und die Diskussion um den Spitzensteuersatz
- Das Ehegattensplitting und seine Auswirkungen auf Geschlechtergleichheit
- Die Herkulesaufgabe einer praktikablen Grundbesteuerung
- Die Debatte um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
- Die Besteuerung von Energie als Steuerungsinstrument der Klimapolitik
Die zu erbringende Prüfungsleistung ist eine Klausur, die in Form eines Take Home Exams geschrieben wird. Studienleistung ist die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe.
Basisliteratur:
Bahjor, Stefan (2007): Grundriss staatliche Finanzpolitik: Eine praktische Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Bieling, Hans-Jürgen (Hrsg.) (2015): Steuerpolitik. Analysen - Konzeptionen – Herausforderungen. Frankfurt am Main: Wochenschau-Verlag.
Sahm, Reiner (Hrsg.) (2019): Theorie und Ideengeschichte der Steuergerechtigkeit: Eine steuertheoretische, steuerrechtliche und politische Betrachtung. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
- Lehrende/r: Matthias Freise
Mit dem, zu (philosophie-)historischen Einteilungszwecken gebrauchten Terminus »deutscher Idealismus« wird eine Gruppe von Autoren herausgegriffen, die im (kritisch-konstruktiven) Anschluss an die durch die Philosophie Immanuel Kants (1724-1804) aufgeworfenen systematischen Fragen grundständige Vorschläge dazu ausarbeiteten, die Philosophie grundständig und betreffs sämtlicher ihrer (möglichen) Teildisziplinen in Gestalt systematischer Zusammenhänge methodischer, metaphysischer und epistemologischer Art auszuarbeiten.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung wollen wir uns den Vorschlägen prominenter (und teils weniger prominenter) Teilnehmer der damaligen Debatten zuwenden, die diese zur Ausarbeitung einer praktischen Philosophie erarbeitet haben. Da der Schwierigkeitsgrad der Texte hoch ist, wir zugleich aber dennoch einen gewissen Überblick gewinnen wollen, ist die Bereitschaft einer gründlichen und selbstständigen Vor- und Nachbereitung der Textauszüge (und ggf. weiterer »Sekundär«-literatur) unumgänglich. Das Seminar verfolgt dabei drei Ziele: (i) Das Kennenlernen der Themen der praktischen Philosophie anhand der systematischen Zugänge einer bestimmten philosophiehistorischen Epoche, (ii) Das Kennenlernen einiger Spezifika betreffs der Argumentationsverfahren, Begriffsbildungen und Zielsetzungen im deutschen Idealismus, (iii) Verbesserung der Fertigkeiten im gründlichen systematisch-hermeneutischen und teils historisch-hermeneutischen Lesen.
- Lehrende/r: Tim Rojek
Eine Anmeldung in HISLSF dient der Organisation der Vorlesung und sollte nach Möglichkeit vorgenommen werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Verbuchung Ihrer Leistungen in QISPOS ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung via HISLSF möglich.
In der Vorlesung wird zunächst in die Disziplin Berufs-pädagogik eingeführt. Dabei wird u.a. auf die Genese, disziplinäre Verortung sowie auf Gegenstands- und Forschungsfelder dieser Disziplin eingegangen. Standards wissenschaftlichen Arbeitens werden ebenfalls bearbeitet. Hierauf folgt im Zusammenhang des Begriffspaares Disziplin - Profession eine thematische Einführung in das berufliche Handlungsfeld von Lehre-rinnen und Lehrern. Kennzeichen professionellen Lehrer-handelns werden ebenso thematisiert wie bildungs-politische Standards und konkrete Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern an Berufskollegs. Ebenfalls erfolgt eine Auseinandersetzung mit Aufgaben betrieblichen Bildungspersonals. Hieran schließt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie strukturellen Merkmalen des deutschen Berufsbildungssystems an. Die Dualität des deutschen Berufsbildungssystems wird ebenso betrachtet wie die beruflichen Teilsysteme (Übergangsbereich, schulische Berufsausbildung) und es wird ein besonderer Blick auf die Zielgruppen beruflicher Bildung gerichtet. In diesem Kontext werden Fragen von Inklusion in der beruflichen Bildung thematisiert. Unter der Perspektive, Bildungsprozesse im Lebenslauf abzubilden, erfolgt des Weiteren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit beruflichen Bildungsprozessen in der Perspektive des individuellen Lebenslaufes.
- Lehrende/r: Mona Massumi
- Lehrende/r: Sophie Niehoff
- Lehrende/r: Meike Nienkötter
- Lehrende/r: Neele Räker
- Lehrende/r: Alexander Stirner
- Lehrende/r: Ulrike Weyland
Im Rahmen des deutschen Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) wurde eine repräsentative Unterstichprobe im Umfang von 2863 Familien mit Kindern im Alter von 7-17 Jahren vertiefend zum seeli-schen Wohlbefinden und Verhalten befragt. Insgesamt zeigen 21,9 % aller Kinder und Jugendlichen Hin-weise auf psychische Auffälligkeiten. Die Diskussion der KIGGS-Studie bildet – selektiv rezipiert – den ersten Teil des Seminars. In zweiten Teil des Seminars wird diskutiert, was die Ursachen dieser relativ hohen Belastungen der Kin-der und Jugendlichen durch psychische Probleme ist. Hier bietet sich der Bezug auf konkrete Theorien der Gesundheitswissenschaften an (Resilienz HAPA-Modell, Salutogenese, Stressmodelle), die die Daten der KIGGS-Studie möglicherweise erklären können. Im dritten Teil des Se-minars wird die Frage nach konkreten Interventions- und Präventionsansätzen aufgeworfen. Hier sind jene Maßnahmen anzuführen, die mit dem Begriff Empowerment bezeichnet werden und die Stärkung der Handlungsfähigkeit der Akteure zum Ziel haben. Aber auch hier soll weniger der Fokus auf abstrakte Konzeptionen gerichtet werden, sondern an konkreten Beispielen (Stressbewältigung, Suchtprävention, Mobbing usw.) wird gezeigt was Präventionsansätze konkret in der Schule bewirken können. Die Inter-ventionen und Programme sollen Bedingungen erzeugen, in denen sich psychische Gesundheit entwi-ckeln kann und nicht nur angestrebt wird, dass psychische Störungen, Behinderungen, Auffälligkeiten vermieden werden. Die Frage ist, ob und in welchem Umfang dies überhaupt möglich ist. Der Erwerb von Leistungsnachweisen im Rahmen einer Präsentation und schriftlichen Ausarbeitung ist möglich.
- Lehrende/r: Wichard Puls
Die einführende Vorlesung erschließt den Gegenstandsbereich der spanischen Kulturwissenschaft nicht über einen historisch-chronologischen Ansatz und auch nicht über eine landeskundliche/landeswissenschaftliche Systematik, sondern über eine Reihe kulturwissenschaftlicher Basiskonzepte, die sich in den letzten Jahren in der deutschen Forschungslandschaft und universitären Ausbildung als zentral erwiesen haben. Behandelt werden in den einzelnen Vorlesungen unter anderem die folgenden Themen- und Fragenkomplexe: „Was ist spanische Kulturwissenschaft?“, „Der Raum als Zeichen: Territoriale Identitäten“, „Die zeitliche Dimension der Kultur“, „Die Entwicklung der nationalen und kulturellen Identität(en)“, „Spanische Fremd- und Selbstbilder“, „Kulturkontakte: (Post-) Kolonialismus und Migration“, „Geschlechterordnungen und Körperdiskurse“, „Erinnerungskultur(en) und Gedächtnisorte“, „Kulturspezifische Besonderheiten des spanischen Mediensystems“ etc. Der Schwerpunkt der Einführung liegt vor allem darauf, das Problembewusstsein für die unterschiedlichen Dimensionen der spanischen Kultur zu fördern und die Relevanz zentraler Begriffe herauszuarbeiten. Kulturelle Daten und Fakten stehen daher nie für sich, sondern immer im Fokus eines Ansatzes, der die Symbolik kultureller Sachverhalte und Gegebenheiten zur Richtschnur der Darstellung macht. Das vollständige Programm der Vorlesung steht im Learnweb ab Ende März zur Verfügung.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft zur Erledigung kleinerer Vorbereitungsaufgaben. Spanischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Vorlesung.
Literatur: Zur Anschaffung, Vorbereitung und begleitenden Lektüre empfehle ich die folgenden Werke: Arno Gimber/José Manuel Rodríguez Martín/Jutta Schütz/Klaus Peter Walter, Spanien verstehen, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2012; Jochen Mecke/Hubert Pöppel/Ralf Junkerjürgen (Hrsg.), Deutsche und Spanier – ein Kulturvergleich, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2012.
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über LSF.
Hinweis: Über die Lernplattform Learnweb sind die Präsentationen zu den einzelnen Vorlesungen sowie weitere Materialien (Programm, Bibliographie, evtl. vorzubereitende Texte) jeweils zu den entsprechenden Vorlesungsterminen abrufbar. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig auf Learnweb zur Vorlesung an!
- Lehrende/r: Leonie Schmieding
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke
In der Vorlesung werden Studierende mit zentralen Konzepten, Modellvorstellungen und Methoden der Spracherwerbsforschung vertraut gemacht. Wir beschäftigen uns außerdem mit ausgewählten Forschungsergebnissen zum Erwerb von Struktureigenschaften des Deutschen als Erst- und Zweitsprache.
- Lehrende/r: Christine Dimroth