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Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich.
Dieses Seminar entspricht den LV's 2 und 3 im Modul EW B9a der PO 21.
- Lehrende/r: Melissa Manzel
Zu den Debatten um gesellschaftlichen Reformbedarf im kolonialen Ägypten gehörte auch die Infragestellung traditioneller Geschlechterrollen. Kritisiert wurde insbesondere der mangelnde Zugang von Frauen zu Bildung, die Verschleierung und Geschlechtersegregation, die Polygamie sowie die rechtliche Schlechterstellung von Frauen in Ehe und Scheidung. Viele Reformer sahen in der ‘Befreiung der Frau‘ eine wichtige Voraussetzung um die selbstempfundene Rückschrittlichkeit der eigenen Gesellschaft zu überwinden und so gleichberechtigt neben den europäischen Mächten bestehen zu können. Die ‘Frauenfrage‘ wird so zu einem wichtigen Bestandteil des nationalistisch-antikolonialistischen Diskurses – ein Diskurs freilich, in dem in erster Linie Männer ihre Ansichten darüber artikulieren, welche Rolle Frauen in der Gesellschaft einnehmen sollen.
Zu den wichtigsten Zeitgenossen, die ‛feministische’ Texte hinterlassen haben, gehören Rifa’a Rafi‘ at-Tahtawi (1801-73), der ein früher Verfechter der Frauenbildung war, Qasim Amin (1863-1908), der vielen als der „Vater des arabischen Feminismus” gilt, sowie die ägyptische Publizistin Malak Hifni Nasif (1886-1918).
Wo wir innerhalb dieses Spektrums an Quellen den Schwerpunkt bei unserer gemeinsamen Lektüre legen werden, hängt vom Kenntnisstand und den Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab und wird zu Beginn der Veranstaltung besprochen. (Es werden also nicht zwingend dieselben Textabschnitte wie in vergangenen Semestern gelesen).
Voraussetzung für die Teilnahme sind fortgeschrittene Arabischkenntnisse.
Als vorbereitende und begleitende Lektüre wird empfohlen:
Ahmed, Leila: Women and Gender in Islam. Historical Roots of a Modern Debate, New Haven [u.a.] 1992 (dort die Kapitel 7 bis 9).
- Lehrende/r: Norbert Oberauer
- Lehrende/r: Karin Gövert
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Die starke Fokussierung auf die Vermittlung von Kompetenzen und die Outputorientierung der letzten Jahre eröffnet den Verdacht, dass eine wesentliche Grundlage schulischen Lernens, das Verstehen, zu wenig Beachtung findet (vgl. A. Gruschka). Ausgehend von Ansätzen von Martin Wagenschein oder Andreas Gruschka, sowie lerntheoretischen Ansätzen wie Conceptual change, phänomenbasiertes Lernen und transformatives Lernen sollen insbesondere didaktische Perspektiven entwickelt werden, welche ein Verstehen fördern können. Damit verbunden sind auch Fragen zum Umgang mit Heterogenität und Diversität bzw. einer Inklusionsperspektive.
- Lehrende/r: Marcus Kohnen
Dieses Blockseminar lotet die Möglichkeiten des Ich-Erzählens in der Vormoderne aus und behandelt in diesem Zusammenhang zunächst die Grundlagen von Schrift, Schriftlichkeit und Literaturproduktion im Mittelalter. In einem ersten Block, der zum Ziel hat, theoretische Grundlagen zu vermitteln, stehen die Themen Erzählfunktionen, Autorschaftsverständnis, narrative Identität sowie spezifische Muster biografischen und autobiografischen Erzählens im Zentrum. In einem zweiten Block nehmen wir viele Beispiele für biografisches, autobiografisches sowie autofiktionales Erzählen aus der Vormoderne in den Blick, darunter Einhards ‚Vita Karoli Magni‘, Elisabeths von Schönau ‚Visionsbuch‘, Oswalds von Wolkenstein Lieder und Georgs von Ehingen ‚Reisen nach der Ritterschaft‘. Dabei werden die historischen Entwicklungslinien ebenso im Blick behalten wie die spezifischen Erzählkontexte der Textzeugnisse.
Wir bereiten uns durch Schreibaufgaben auf die MAP vor und integrieren sowohl den Digitalen Selbstlernkurs als auch das ‚E-Tutorium Germanistische Arbeitstechniken‘ in unser Seminar. Das Seminar wird von einem Learnweb-Kurs begleitet. Alle historischen Texte liegen in Übersetzung vor. Kenntnisse des Lateinischen und des Mittelhochdeutschen werden nicht vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier
Auf 50 Studiernende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich! Das Seminar begleitet die Ringvorlesung "Migration und Bildung", die an der FH Münster angeboten wird.
Das Seminar rahmt eine 14tägig stattfindende Ringvorlesung. In Kooperation mit FH, Katho und Stadt Münster werden in dieser Ringvorlesung Vortragende eingeladen, die Themen aus dem Feld Bildung in der Migrationsgesellschaft beleuchten und aktuelle Forschungen präsentieren. Im Seminar werden die Vorträge vor- und nachbereitet.
Seminar und Vorlesung finden abwechselnd zur gleichen Zeit statt. Der Besuch der Ringvorlesung ist obligatorisch.
- Lehrende/r: Katrin Huxel
- Lehrende/r: Marie-Christine Benen
Als Grundlagen werden in dem BA-Seminar zunächst politische und soziale Ökologie als Ansätze der Politikwissenschaft erarbeitet. Studierende setzen sich mit den Begriffen, der Genese sowie den aktuellen Themen politischer Ökologie auseinander:
- Auswirkungen von Umweltveränderungen auf lokale Ökosysteme, ‚planetare Grenzen‘ und ‚Kipppunkte‘,
- Mensch-Umwelt-Beziehungen, global health, Geschlechterverhältnisse bzw. Intersektionalität, Politik und Kunst,
- gesellschaftlichen Diskurse über Natur, das Nord-Süd-Gefälle sowie wirtschaftliche Produktions- und Konsumptionsweisen.
Drei öffentliche Veranstaltungen prägen das Seminar. Die außeruniversitären Lernorte ermöglichen die Klimakrise und den Umgang mit ihr zusammen mit der interessierten Stadtöffentlichkeit zu erörtern. Sie finden in Kooperation mit dem Theater Titanick und im Rahmen des Wissenschaftsfestivals SchlauRaum 2025 der Universität Münster statt.
Korridor statt Kippen? Consumption Corridors als Strategie für nachhaltige Entwicklung, Mi., 2. Juli, 19:30 Uhr in der Titanickhalle, Am Hawerkamp 31, 48155 Münster.
Rockström et al. haben 2009 einen ‚save operating space for humanity‘ skizziert. Sie haben damit die Grundlage für das 1,5-2 Grad Ziel einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sodass mit dem Pariser Klimaabkommen ein politischer Beschluss erfolgen konnte. Die Consumption Corridors von Fuchs et al. 2021 fragen vor diesem Hintergrund wie ein ‚gutes Leben‘ im Rahmen von Grenzen möglich ist. Das Konzept der Kosumkorridore wird in einem kurzen Vortrag vorgestellt und die Bedeutung und Auswirkungen von potenziellen Ober- und Untergrenzen des Konsums interaktiv mit dem Plenum diskutiert.
- Hafenvorplatz (zwischen Kino und Hafenbecken), vrstl. Samstag 5. und Sonntag 6. Juli, bei Dunkelheit um ca. 22:00 Uhr
„Zwischen Eisschollen und Berggipfeln wirft dieses Stück mit elementarer Wucht die Frage auf, woran wir festhalten, während die Welt kippt. Surreal, bildgewaltig, phantasiesprühend und absurd komisch wird eines der drängendsten Phänomene unserer Zeit verhandelt“ https://titanick.de/kipppunkt/ (Zugriff 11.02.2025)
Die Studierenden besuchen eine der beiden Aufführungen und reflektieren diese vor dem Hintergrund der Fragen, die zuvor im ersten Teil des Seminars erarbeitet wurden und in die Leistungen einfließen. Der Besuch der Inszenierung bietet den künstlerischen Zugang zur politischen Ökologie an und thematisiert die Rolle von Kunst für nachhaltige Entwicklung.
Kunst gegen Kippen?, Montag, 7. Juli, 10:00 Uhr, Titanick-Zelt am Hafen im Rahmen des Wissenschaftsfestivals SchlauRaum der Uni-Münster. Die Arbeit der Studierenden fließt maßgeblich in diese Veranstaltung mit ein. Auf Grundlage der erarbeiteten Literatur im Seminar und vor dem Hintergrund der Kipppunkt Inszenierung werden Fragen diskutiert wie: In welchem Zusammenhang stehen global health, (Intersektionalität und) Klimaveränderungen? Welche Rolle kann Kunst für nachhaltige Entwicklung spielen? Welche Bedeutung hat Kunst für Empowerment? Was macht Kunst im Zusammenhang mit global health und individueller Gesundheit?
Die Prüfungsleistung wird vrstl durch ein take home exam erbracht, das an die Studienleistungen anschließt und in Anspruch und Umfang den Anforderungen an eine Hausarbeit entspricht.
Literatur zur Einführung in die politische Ökologie:
Dünckmann, Florian (2016): Politische Ökologie. In: Konrad Ott, Jan Dierks und Lieske Voget-Kleschin (Hg.): Handbuch Umweltethik. Stuttgart: J.B. Metzler, S. 216–224.
Gottschlich, Daniela; Hackfort, Sarah; Schmitt, Tobias; Winterfeld, Uta von (2022a): Was sind das für Zeiten…? In: Daniela Gottschlich, Sarah Hackfort, Tobias Schmitt und Uta von Winterfeld (Hg.): Handbuch Politische Ökologie, Bd. 110. Bielefeld, transcript Verlag. 11–20.
Becker, Egon und Jahn, Thomas 2006: Soziale Ökologie. Grundzüge einer Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen (2006). Frankfurt am Main [u.a.]: Campus-Verl.
- Lehrende/r: Antonia Graf
Schriftspracherwerb ist Grammatikerwerb! Das Seminar behandelt grammatische Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene und vermittelt Grundlagenkenntnisse zum kindlichen Spracherwerb. Ein angemessenes Verständnis beider Wissenskomponenten, Sprachsystem- und Spracherwerbskenntnisse, bildet die notwendige Voraussetzung für die Entfaltung von Diagnosekompetenz – eine wichtige Schlüsselkompetenz für angehende Förderlehrkräfte. Daher wird im Seminar durch verschiedentliche Analyseübungen an authentischen Lernertexten der förderdiagnostische Anwendungsbezug der vermittelten Gegenstände im Vordergrund stehen.
- Lehrende/r: Anja Heitmann
Bitte melden Sie sich bei Herrn Steeger (steeger@uni-muenster.de) für die Zoom Zugangsdaten
Vorbesprechung 15.04.2025, 18:00 c.t. via Zoom
Blockveranstaltung in Carolinensiel: 01.09. - 14.09.2025
- Lehrende/r: Hans-Ulrich Steeger
- Lehrende/r: Bettina Zeis
- Lehrende/r: Maik Bartelheimer
- Lehrende/r: Vincent Eichhorn
- Lehrende/r: Elisabeth Irmgard Meyer
- Lehrende/r: Bettina Zeis
- Lehrende/r: Carsten Kemena-Rinke
- Lehrende/r: Sarah Rinke
Deutsch und Niederländisch werden typologisch zu den eher seltenen Verbzweitsprachen mit Verbendstellung (XVOV) gerechnet. Gemeinsam mit einer parallel arbeitenden Seminargruppe an der Radboud-Universität Nijmegen (MA Language and Communication) untersuchen wir dieses syntaktische Phänomen und versuchen herauszufinden, welche Auswirkungen die Syntax von Verbzweitsprachen im Vergleich zu SVO-Sprachen wie Englisch auf Informationsstruktur, Diskursaufbau, Sprachverarbeitung und Spracherwerb hat. In gemeinsamen empirischen Projekten entwickeln Studierende beider Gruppen Forschungsfragen und Kriterien für die sprachvergleichende Untersuchung von Sprachproduktionsdaten. Die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und auf Englisch zu kommunizieren wird vorausgesetzt.
Zwei bis drei gemeinsame Seminarsitzungen (online) werden bereits im März 2025 stattfinden (jeweils Dienstag 12-14). Während der regulären Semesterzeit finden entsprechend weniger Seminarsitzungen statt. Wir arbeiten dann in Präsenz und nur teilweise gemeinsam mit der niederländischen Gruppe. Das Seminar schließt mit einem studentischen Workshop, zu dem wir gemeinsam nach Nijmegen reisen werden, und zwar am 5./6. Juni.
Die Vorabsitzungen (online) finden am 11. März und am 25. März, jeweils 12-14 Uhr statt. Weitere Informationen hierzu erhalten die zugelassenen Teilnehmer per E-Mail.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Der Vorbesprechungstermin wird nach der Online-Wahl per E-Mail bekannt gegeben und findet voraussichtlich in der Karwoche per Zoom statt.
Die Seminarsitzungen finden mittwochs im Raum SP4 110 statt.
Die Exkursionen erfolgen freitags jeweils mit Ort nach Absprache.
- Lehrende/r: Roman Asshoff
- Lehrende/r: Maik Bartelheimer
- Lehrende/r: Elisabeth Irmgard Meyer
- Lehrende/r: Kai Müller
Zunehmend gewinnt die Fähigkeit des digitalen Lesens und zum Lesen digitaler Texte an Bedeutung – sowohl in der Schule als auch im Studium und darüber hinaus. Dabei stellt das digitale Lesen und das Verstehen von digitalen Texten zum Teil ganz andere und neue Anforderungen an die Leser:innen, die bei der Förderung des Lesens und der Vermittlung von Lesestrategien berücksichtigt werden müssten. Die Frage, wie eine zielgerichtete Förderung des digitalen Lesens in der Grundschule (und darüber hinaus) konkret aussehen könnte, steht daher im Mittelpunkt des Projektseminars. Auf der Grundlage bisheriger Erkenntnisse zu den Themen Lesekompetenz, Textverstehen und digitales Lesen sowie Ansätzen zur Förderung des Textverstehens werden wir im Projektseminar interaktive E-Learning-Module zur Vermittlung und zum Training eines strategischen Umgangs mit digitalen Texten für Schüler:innen entwickeln, diese (technisch) umsetzen und erproben (lassen).
- Lehrende/r: Katja Winter
- Lehrende/r: Sylvia Kaiser
- Lehrende/r: Helene Richter
- Lehrende/r: Jürgen Rudolf Gadau
- Lehrende/r: Joachim Kurtz
- Lehrende/r: Elisabeth Irmgard Meyer
- Lehrende/r: Robert Peuß
- Lehrende/r: Bettina Zeis
- Lehrende/r: Erich Bornberg-Bauer
- Lehrende/r: Matthew Merski
- Lehrende/r: Bharat Ravi
- Lehrende/r: Jürgen Gunia
- Lehrende/r: Svenja Sophie Krause
- Lehrende/r: Joana van de Löcht
- Lehrende/r: Sylvia Kaiser
- Lehrende/r: Carolin Mundinger
- Lehrende/r: Helene Richter
Vorbesprechung: Mo. 25.08.25, 18 Uhr s.t., MB 039
- Lehrende/r: Moritz Gansbiller
- Lehrende/r: Andrea Mersmann
- Lehrende/r: Jochen Schmid
semesterbegleitend n. V.
Vorbesprechung: Montag, den 14. April, um 18:00 online
Veranstalter: Philipp, B., Fuchs, D.
- Lehrende/r: Paula Johanna Berendt
- Lehrende/r: Doris Fuchs
- Lehrende/r: Andrea Mersmann
- Lehrende/r: Bodo Philipp
Vorbesprechung: Do. 16.04.25, 18 Uhr s.t., MB 039
- Lehrende/r: Ivan Berg
- Lehrende/r: Eric Alexander Cassens
- Lehrende/r: Andrea Mersmann
- Lehrende/r: Lukas Schäfer
- Lehrende/r: Wilhelm Schulz
Aktuelle Termine für die Anwahlen finden Sie auf unserer Homepage unter: https://www.uni-muenster.de/Biologie/Studium/Online-Wahlen/index.html
Zu der Veranstaltung gehören auch Exkursionen (2 und 3 stündig). Diese finden während der normalen Kurszeiten statt, es sind keine gesonderten Anwahlen notwendig. Bitte unbedingt beachten: Wegen der An- und Abreise und um Überschneidungen auszuschließen sollten Sie in keinem Fall Botanik-Exkursionen anwählen, die am gleichen Wochentag wie Ihre Zoologie-Übung liegen.
Auf Grund der hohen Studierendenzahlen wird ein Teil der Exkursionen möglicherweise in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer stattfinden müssen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie während des Kurses.
Der 6. Praktikumstermin (Di, 18 - 20 Uhr) wird nur bei Bedarf, abhängig von der Anzahl Studierender, angeboten.
- Lehrende/r: Robert Boczki
- Lehrende/r: Harald Kullmann
Das Seminar beleuchtet die Besonderheiten und Funktionsweisen von Schrift und literarischer Kommunikation als Kulturtechnik aus mediävistischer Perspektive am Beispiel der Figuren und Figurendarstellung im Artusroman Iwein, den Hartmann von Aue um 1200 verfasst hat. Der Schwerpunkt liegt auf der narratologischen Kategorie Figur und verschiedenen figurbezogenen Ansätzen, die die sinnkonstituierende und handlungsprogressive Funktion der Figur als elementaren Baustein einer erzählten Welt auf unterschiedliche Weise konzeptualisieren. Unter anderem werden wir die Konzeptionen von Autorschaft und Erzählerfigur, die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Figuren, Figurenkonstellationen und ihre Funktionen in den Blick nehmen, um ein historisches Verständnis von literarischer Kommunikation und Figurendarstellung zu erarbeiten. Schließlich soll in einem weiteren transmedialen Kontext erschlossen werden, wie die aus dem Artusroman bekannten Figuren den Ort wechseln und in der Bildwelt der erhaltenen Iwein-Fresken und Artefakte fungieren. Dabei gilt es stets zu reflektieren, wie die besprochenen Materialien und die gewonnenen Erkenntnisse in der Grundschule eingesetzt werden können. Der mittelhochdeutsche Text liegt in neuhochdeutschen Übersetzungen vor.
Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Hartmann von Aue: Iwein. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Hrsg. u. übers. von Rüdiger Krohn. Komm. von Mireille Schnyder. Durchges. Ausg. Stuttgart: Reclam 2012 (Reclams Universal-Bibliothek, 19011).
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
Aufgrund seiner ambitionierten Sprachartistik gilt Heinrich von Meißen, der sich selbst programmatisch Frauenlob nennt und am 29. November 1318 in Mainz verstorben ist, als bedeutendster Vertreter des sogenannten geblümten Stils. Unter seinem Namen sind zahlreiche Sangsprüche, drei komplexe Leiche (unter ihnen der berühmte Marienleich), ein längeres Streitgespräch zwischen der personifizierten Minne und der personifizierten Welt und einige Minnelieder überliefert. Allen Texten ist gemeinsam, dass Frauenlobs Sprachkunst eine Kunst der Verrätselung ist. Im Seminar sollen die Lied- und Leichdichtung Frauenlobs untersucht und die Besonderheiten dieser Texte insbesondere mit Blick auf die schillernden Sprachbilder, aber auch auf intertextuelle Bezüge und intergenerische Ausdrucksformen zwischen weltlicher Liebeslyrik und geistlichen Literaturtraditionen herausgearbeitet werden. Besonderes Augenmerk wird auf der Materialität der handschriftlichen Überlieferung, auf Rezeptionszusammenhängen und Vorstellungen literarischer Autorschaft liegen.
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
Die Veranstaltung zielt zunächst darauf, ein solides Verständnis für schulgrammatische Gegenstände aufzubauen und so die für das weitere Studium notwendigen grammatischen Grundlagenkenntnisse zu sichern. Im Vordergrund steht dabei der Übungscharakter. Regelmäßige und aktive Teilnahme wird dringend empfohlen.
- Lehrende/r: Anja Heitmann