Fachbereich 1 - Evangelisch-Theologische Fakultät


Hier finden Sie die aktuellen Veranstaltungen sowie im Archiv Veranstaltungen aus älteren Semestern.

Der überwiegende Teil der gesellschaftlichen notwendigen Arbeit wird unbezahlt in und durch Familien und anderen Lebensformen geleistet. Ergänzend kümmern sich in den privaten Haushalten auch Erwerbstätige um Sauberkeit, Nahrung, Betreuung und Pflege. Vor allem sind dies Frauen, darunter viele Migrantinnen, überwiegend in informellen und prekären Beschäftigungsverhältnissen. Ihre Dienste sind für Alltagsbewältigung und Befriedigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse unverzichtbar. Was ihnen jedoch meistens fehlt, sind Anerkennung und Rechtssicherheit, angemessener Lohn und Erholungszeiten.

Das Seminar beleuchtet diese Zusammenhänge, um sie ethisch zu würdigen. Es ordnet sie in die Entwicklung von globaler Arbeitsgesellschaft und Geschlechterverhältnissen ein und schaut sich politische Handlungsansätze an. Konstruktiv geht es hier um die Verwirklichung der Menschenrechte in der Arbeitswelt, und kritisch geht es um die Überprüfung der protestantischen Arbeitsethik, ihrer Geschlechterbilder und der theologischen Verwendung von Begriffen wie Beruf, Dienst, Arbeit.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Interesse für den Zusammenhang gesellschaftlicher und theologisch-ethischer Perspektiven mitbringen, die Bereitschaft, im Seminar Fallbeispiele selbst aufzubereiten und zu diskutieren.

Kurs im HIS-LSF

„Kirche“ ist in mehrfacher Hinsicht Kontext und Gegenstand von Predigt. Die Predigt erfolgt im Rahmen des Gottesdienstes im kirchlichen Raum, die Hörenden sind Kirchenmitglieder, jedoch in unterschiedlicher Nähe/Distanz. Predigt dient, zumindest seit Schleiermacher, der Erbauung (in) der Gemeinde. Das Hauptseminar befasst sich mit neutestamentlichen Texten, in denen „Kirche“ (als ekklesia oder in verwandter Terminologie) selbst zum Thema wird, und die Impulse geben für eine Predigt in und für Kirche im Prozess. Dabei werden unterschiedliche Konzeptionen von „Kirche“ im Neuen Testament in Auswahl und unter Berücksichtigung der neueren Forschung erarbeitet. 
 
Das Seminar kann als Neutestamentliches oder Homiletisches Hauptseminar belegt werden. In beiden Seminarlinien können maximal 10 Studierende teilnehmen. Die Studierenden in der Neutestamentlichen Seminarlinie stellen im Verlauf des Seminars eine exegetische Ausarbeitung zu einem der vorgeschlagenen Texte vor, die Studierenden in der Homiletischen Seminarlinie den Entwurf einer Predigt, die im Seminar gehalten und in einem Einzeltermin nachbesprochen wird. 
 
 

Kurs im HIS-LSF

Inhaltliche Schwerpunkte: In der Lektüreübung werden Auszüge aus dem ugaritischen Kirtu-Epos (KTU 1.14–1.16) anhand von Keilschrifttafeln und Transliteration gelesen. Die Übung setzt Grundkenntnisse des Ugaritischen voraus.

Kurs im HIS-LSF

Aufgrund des medizinischen Fortschritts verändert sich das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ständig. In diesem interdisziplinären Seminar werden ausgewählte Themen des aktuellen medizinischen Diskurses erarbeitet. Neben dem Konfliktfeld der Reproduktionsmedizin wird es um Körperenhancement im Kontext der Normalisierung ästhetischer Chirurgie sowie um weitere medizinisch induzierte Perfektionierungsstrategien z.B. im Bereich des Sports gehen.

Neben der Erarbeitung von fachlichen Aspekten und der Diskussion schöpfungstheologischer Überlegungen und ethischer Normen werden im Seminar auch fachdidaktische Zugängen besprochen.

Angestrebt werden die Befähigung zur Verortung medizinethischer Diskurse und die Kompetenz zu einem reflektierten ethischen Urteil.

 

Erwartet wird die Bereitschaft zur regelmäßigen und aktiven Teilnahme, verbunden mit der Übernahme von Protokollen und Essays, die später ggf. zur MAP-Prüfungsleistungen ausgebaut werden können.

Kurs im HIS-LSF