

Kommunikationswissenschaft unter den weltweit führenden Instituten
In einem aktuellen, weltweit viel beachteten Hochschulranking wird die Kommunikationswissenschaft in Münster national wie international hervorragend bewertet. Das „QS World University Ranking by Subject 2026“ listet das IfK unter den 100 besten Instituten weltweit. Insgesamt wurden in der Fachgruppe Kommunikations- und Medienwissenschaft 277 Universitäten gerankt. Vor der Ranggruppe 51-100, in der das IfK liegt, stehen national nur die Ludwig-Maximilians-Universität München (Rang 24) und die Freie Universität Berlin (Rang 30). Betrachtet man die individuellen Ranking-Kriterien genauer, kann das IfK mit beiden deutschen Spitzenreitern sehr gut mithalten: Veröffentlichungen aus Münster weisen im Schnitt sogar etwas mehr Zitationen per Publikation auf. Innerhalb der Universität Münster gehört das Institut damit zu den bestplatzierten Fächern.
Das Ranking basiert auf der Gewichtung verschiedener Faktoren. Dazu gehören neben der erwähnten Zitationszahl von Veröffentlichungen, die aus Elsevier’s Scopus Datenbank stammt, zum Beispiel auch Ergebnisse einer Befragung von Fachkolleg:innen zur akademischen Reputation der Standorte.
Eine gute Platzierung ist berichtenswert, weil solche Informationen nicht selten in der Entscheidung für einen Studienort berücksichtigt werden. Dennoch sollten solche Rankings auch kritisch eingeordnet werden. Zum Beispiel aus globaler Perspektive: Englischsprachige Publikationen werden durch ihre Reichweite automatisch relevanter als deutschsprachige. Eine internationale Ausrichtung kann daher zur Vernachlässigung nationaler Fachdebatten führen. Universitäten mit Elitestatus sind außerdem automatisch bekannter als kleinere Hochschulen, was Einfluss auf die Reputationsbefragung nehmen kann. Rankings bringen darüber hinaus eine neoliberale Logik in den Bildungssektor: Universitäten werden zu Konkurrenten um Studierende, Drittmittel und Prestige. Wer viel hat, dem wird durch solche Rankings in der Regel auch viel gegeben – zum Beispiel Renommee und Sichtbarkeit. Dieses Phänomen trägt in der Wissenschaft den Begriff „Matthäus Effekt“.
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