Studierende des Schwerpunktbereichs Arbeit und Soziales erzielen Tarifabschluss beim Planspiel in Münster

Die Studierenden des Schwerpunktbereichs Arbeit und Soziales der Universität Münster erhielten am 9. und 10. Januar 2026 die einzigartige Möglichkeit, die Tarifvertragsverhandlungen, die im Frühjahr zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft Großhandel - Außenhandel - Dienstleistungen NRW anstehen, vorab zu simulieren.

Prof. Dr. Anne Christin Wietfeld und Prof. Dr. Friederike Malorny vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftsrecht veranstalteten die Verhandlungssimulation gemeinsam mit Judith Röder (Geschäftsführerin für Tarifpolitik beim Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V), Dr. Philip Merten (Bereichsleiter Personalwesen bei der Rewe Group) und Dr. Wolfram Konertz (Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Kaschae Datenschutz & Compliance GmbH). In einem realitätsgetreuen Szenario konnten die Studierenden hautnah erleben, was es bedeutet, einen Tarifvertrag aushandeln und abschließen zu müssen. Die Studierenden mussten dabei ihre theoretischen Kenntnisse aus den Vorlesungen zum Tarif- und Arbeitskampfrecht anwenden und im Rahmen der Simulation verschiedene Perspektiven einnehmen und Verhandlungsgeschick zeigen. Sie haben dabei nicht nur ihr theoretisches Wissen vertieft und angewendet, sondern auch ihre Rhetorik trainiert und Teamgeist gezeigt. Nach intensivem Ringen haben die studentischen Verhandlungskommissionen einen Tarifabschluss für den Groß- und Außenhandel NRW erzielt, der Pilotcharakter für die gesamte Branche besitzt. Im Laufe des Jahres wird sich vermutlich zeigen, wie die „echte“ Tarifrunde in diesem Jahr ausgehen wird und wie realitätsnah der Tarifabschluss ist, den unsere Studierenden am späten Abend des 10. Januars 2026 nach langen und zähen Verhandlungen und einem simulierten Arbeitskampf erreicht haben.